{"id":5366,"date":"2025-12-05T23:39:41","date_gmt":"2025-12-05T23:39:41","guid":{"rendered":"http:\/\/edenshealth.de\/?page_id=5366"},"modified":"2026-09-17T18:33:02","modified_gmt":"2026-09-17T18:33:02","slug":"pimpinelle-sanguisorba-minor","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wiki-archiv\/pimpinelle-sanguisorba-minor\/","title":{"rendered":"Pimpinelle (Sanguisorba minor)"},"content":{"rendered":"<style>.awb-menu__main-li{border-bottom:1px solid rgba(85,136,59,0.18);padding:5px 0;margin:0;}.awb-menu__main-li:last-child{border-bottom:none;}li.wiki-cat-heading{border-bottom:none;margin-top:22px;padding-top:0;}li.wiki-cat-heading:first-child{margin-top:0;}li.wiki-cat-heading > a.awb-menu__main-a{pointer-events:none;cursor:default;font-weight:700;color:#55883b;text-transform:uppercase;font-size:0.72rem;letter-spacing:0.06em;padding-bottom:6px;border-bottom:2px solid #c1e899;display:inline-block;}<\/style>\n<div style=\"position:relative;width:100%;min-height:60vh;height:560px;max-height:70vh;background-image:url('https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/pimpinelle-hero4k-scaled.jpg');background-size:cover;background-position:center;overflow:hidden;margin:0 0 -1px 0;\">\n<div style=\"position:absolute;top:0;left:0;right:0;height:45%;background:linear-gradient(180deg, rgba(20,15,5,0.40) 0%, rgba(20,15,5,0) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:0;left:0;right:0;height:60%;background:linear-gradient(180deg, rgba(252,250,246,0) 0%, rgba(252,250,246,0.55) 55%, rgba(252,250,246,1) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:14%;left:0;right:0;padding:0 6%;text-align:left;\">\n<h1 style=\"color:#ffffff;font-size:2.6rem;font-weight:600;margin:0;text-shadow:0 2px 16px rgba(0,0,0,0.55);letter-spacing:-0.5px;\">Pimpinelle (Sanguisorba minor)<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"eh-arch\">\n<div class=\"ea-steck\">\n<div>\n<div class=\"k\">Familie<\/div>\n<div class=\"v\">Rosengew\u00e4chse<small>Sanguisorba minor - kein Doldenbl\u00fctler, trotz des Namens<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Verwendet wird<\/div>\n<div class=\"v\">Junge Bl\u00e4tter<small>frisch und roh; die runden Blattfiedern sehen aus wie kleine S\u00e4gebl\u00e4tter<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Geschmack<\/div>\n<div class=\"v\">Gurke mit Nuss<small>frisch, leicht herb, mit einer nussigen Spur im Nachgeschmack<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Origin<\/div>\n<div class=\"v\">Europa und Vorderasien<small>auf Magerwiesen, B\u00f6schungen und Wegr\u00e4ndern verbreitet<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">K\u00fcchenrolle<\/div>\n<div class=\"v\">Gr\u00fcne So\u00dfe<small>eines der sieben Kr\u00e4uter der Frankfurter Gr\u00fcnen So\u00dfe<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Nicht verwechseln<\/div>\n<div class=\"v\">Mit der Bibernelle<small><em>Pimpinella saxifraga<\/em> ist eine v\u00f6llig andere Pflanze<\/small><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"ea-body\">\n<nav class=\"ea-nav\">\n<div class=\"t\">Auf dieser Seite<\/div>\n<p><a href=\"#herkunft\">Origin<\/a><a href=\"#nutzen\">Nutzen<\/a><a href=\"#inhalt\">Ingredients<\/a><a href=\"#kombi\">Verst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich bei\u00dft<\/a><a href=\"#gerichte\">Zu welchem Gericht<\/a><a href=\"#hausmittel\">Als Hausmittel<\/a><a href=\"#tradition\">Ayurveda &amp; TCM<\/a><a href=\"#warn\">Warnhinweise<\/a><a href=\"#passend\">Passend zum Thema<\/a><a href=\"#quellen\">Sources<\/a><\/p>\n<div class=\"box\"><b>Kurz gesagt<\/b>Der Kleine Wiesenknopf, in der K\u00fcche Pimpinelle genannt - ein Rosengew\u00e4chs mit Gurkengeschmack. Nur junge Bl\u00e4tter, immer roh, immer zum Schluss. Bleibt in milden Wintern gr\u00fcn und ist damit eines der wenigen Kr\u00e4uter, die man auch im Januar frisch ernten kann.<\/div>\n<\/nav>\n<div>\n<section class=\"ea-k\" id=\"herkunft\">\n<h2><span>Origin<\/span>Das S\u00e4geblatt der Magerwiese<\/h2>\n<div class=\"eh-kraeuter-img\"><img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271200%27%20height%3D%271800%27%20viewBox%3D%270%200%201200%201800%27%3E%3Crect%20width%3D%271200%27%20height%3D%271800%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/eh-kraeuter-pimpinelle.jpg\" alt=\"Wiesenkraut Pflanze Nahaufnahme\" style=\"width:100%;height:auto;border-radius:14px;border:2px solid rgba(201,162,75,0.4);box-shadow:0 8px 24px rgba(23,58,36,0.15);\" loading=\"lazy\"><\/div>\n<p class=\"ea-satz\">Zwei Pflanzen, ein K\u00fcchenname: Was in der Gr\u00fcnen So\u00dfe Pimpinelle hei\u00dft, ist botanisch der Kleine Wiesenknopf - und mit der echten Bibernelle nicht einmal verwandt.<\/p>\n<p class=\"ea-drop\">Der Kleine Wiesenknopf w\u00e4chst auf mageren, sonnigen Wiesen, an B\u00f6schungen, Wegr\u00e4ndern und Bahnd\u00e4mmen quer durch Europa und Vorderasien. Man erkennt ihn an den gefiederten Bl\u00e4ttern mit den runden, tief gez\u00e4hnten Fiederbl\u00e4ttchen - jedes einzelne sieht aus wie ein kleines S\u00e4geblatt - und an den kugeligen, r\u00f6tlich-gr\u00fcnen Bl\u00fctenk\u00f6pfchen, die auf langen Stielen \u00fcber dem Blattb\u00fcschel stehen. Botanisch geh\u00f6rt er zu den Rosengew\u00e4chsen, in die Verwandtschaft von Erdbeere, Frauenmantel und Odermennig.<\/p>\n<p>Der Gattungsname <em>Sanguisorba<\/em> hei\u00dft w\u00f6rtlich \u201eBlutschl\u00fcrfer\u201c und verweist auf die alte Verwendung als blutstillendes Kraut: Gerbstoffreiche Bl\u00e4tter auf eine Schnittwunde gelegt, das war jahrhundertelang Standard in der Feldapotheke. Der r\u00f6mische Name <em>Pimpinella<\/em> wanderte irgendwann von einer Pflanze auf die andere - und seither hei\u00dft der Kleine Wiesenknopf in der K\u00fcche Pimpinelle, w\u00e4hrend die echte Bibernelle (<em>Pimpinella saxifraga<\/em>, ein Doldenbl\u00fctler mit ganz anderem, w\u00fcrzig-scharfem Wurzelgeschmack) daneben steht und ignoriert wird. F\u00fcr die K\u00fcche ist das folgenlos, beim Kr\u00e4uterkauf und beim Sammeln aber nicht.<\/p>\n<p>Seinen festen Platz hat er in der <strong>Frankfurter Gr\u00fcnen So\u00dfe<\/strong>, zusammen mit Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Kresse, Sauerampfer und Borretsch - sieben Kr\u00e4uter, deren Zusammensetzung in Frankfurt fast schon Gesetzesrang hat. Auch in der Kasseler Gr\u00fcnen So\u00dfe und in englischen Salatmischungen taucht er auf; in England hei\u00dft er <em>salad burnet<\/em> und war im 16. Jahrhundert ein Standardkraut in Weinbowlen. Ein praktischer Vorteil macht ihn im Garten besonders wertvoll: Er ist ausdauernd und wintergr\u00fcn. In milden Lagen kann man ihn das ganze Jahr \u00fcber frisch ernten, wenn sonst nichts mehr im Beet steht.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"nutzen\">\n<h2><span>Nutzen<\/span>Was die Pimpinelle f\u00fcr dich tut<\/h2>\n<p class=\"ea-drop\">Die Pimpinelle ist vor allem ein <strong>Vitamin- und Gerbstoffkraut mit einem sehr angenehmen Geschmack<\/strong> - und das ist als Einordnung schon ziemlich ehrlich. Frische Bl\u00e4tter liefern eine ordentliche Portion Vitamin C, dazu Flavonoide und einen erheblichen Anteil Gerbstoffe. Die Gerbstoffe sind der Grund f\u00fcr die \u00fcberlieferten Anwendungen: adstringierend, also zusammenziehend auf Schleimh\u00e4ute und Wundfl\u00e4chen, und dadurch traditionell bei Durchfall, bei Halskratzen und \u00e4u\u00dferlich auf kleinen Wunden eingesetzt.<\/p>\n<p>In der Volksmedizin galt der Wiesenknopf entsprechend als blutstillend und wundheilend - der Name sagt es ja bereits. Eine anerkannte arzneiliche Anwendung f\u00fcr den <em>Kleinen<\/em> Wiesenknopf gibt es heute nicht; er ist in den Monographien schlicht nicht vertreten. Wichtig ist die Abgrenzung zum <strong>Gro\u00dfen Wiesenknopf<\/strong> (<em>Sanguisorba officinalis<\/em>): Dessen Wurzel ist in der Traditionellen Chinesischen Medizin als <em>Di Yu<\/em> eine feste Gr\u00f6\u00dfe und wird dort bei Blutungen und bei Verbrennungen eingesetzt. Das ist eine andere Art mit deutlich h\u00f6herem Gerbstoffgehalt - und kein Argument daf\u00fcr, dem K\u00fcchenkraut dieselben Kr\u00e4fte zuzuschreiben.<\/p>\n<p>Realistisch gesehen ist der Nutzen der Pimpinelle also der eines guten Wildgem\u00fcses: frisch, vitaminreich, ballaststoffreich, das ganze Jahr verf\u00fcgbar und in der Lage, ein Gericht deutlich besser zu machen. Wer im Februar frische Bl\u00e4tter aus dem eigenen Beet in den Quark schneidet, hat davon mehr als von jedem Laborbefund.<\/p>\n<div class=\"ea-zahlen\">\n<div class=\"ea-zahl\"><b>1 von 7<\/b><span>Kr\u00e4utern der Frankfurter Gr\u00fcnen So\u00dfe<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>Rosengew\u00e4chs<\/b><span>verwandt mit Erdbeere und Frauenmantel, nicht mit der Bibernelle<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>Wintergr\u00fcn<\/b><span>in milden Lagen das ganze Jahr \u00fcber frisch erntbar<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>Nur roh<\/b><span>Hitze nimmt Gurkenaroma und Farbe in wenigen Minuten<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"inhalt\">\n<h2><span>Ingredients<\/span>Das steckt in der Pimpinelle<\/h2>\n<p>Der auff\u00e4lligste Bestandteil sind die <strong>Gerbstoffe<\/strong> - vor allem Ellagitannine und Gallotannine, dieselbe Stoffgruppe, die auch schwarzen Tee zusammenziehend macht. Sie sind f\u00fcr den leicht herben Nachgeschmack verantwortlich und f\u00fcr die \u00fcberlieferte blutstillende und durchfallhemmende Wirkung. Im jungen Blatt sind sie angenehm dosiert, in alten Bl\u00e4ttern und in den Bl\u00fctenstielen werden sie deutlich strenger - ein weiterer Grund, nur die frischen Triebe zu ernten.<\/p>\n<p>Dazu kommen <strong>Vitamin C<\/strong> in beachtlicher Menge, Flavonoide wie Rutin und Quercetin, Saponine, Kalium, Magnesium und Kiesels\u00e4ure. Ein \u00e4therisches \u00d6l gibt es nur in Spuren - der Gurkengeschmack entsteht nicht wie bei vielen K\u00fcchenkr\u00e4utern durch \u00e4therische \u00d6le, sondern durch fl\u00fcchtige Aldehyde und die Kombination aus Frische, Gerbstoff und einem Hauch Bitterkeit.<\/p>\n<p>Genau deshalb reagiert die Pflanze so empfindlich auf Hitze und aufs Trocknen: Es gibt hier kein stabiles Aroma\u00f6l, das Kochen oder Lagerung \u00fcberstehen w\u00fcrde. Getrocknete Pimpinelle schmeckt nach nichts; eingefrorene funktioniert leidlich in So\u00dfen, ist aber matschig. Frisch geschnitten ist die einzige Form, die wirklich lohnt.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"kombi\">\n<h2><span>Verst\u00e4rkte Kombinationen<\/span>Was die Pimpinelle st\u00e4rker macht<\/h2>\n<p>Ein Kraut f\u00fcr die kalte K\u00fcche. Was ihm hilft, ist Frische, Fett und S\u00e4ure - was ihm schadet, ist im Wesentlichen jede Form von Hitze.<\/p>\n<div class=\"ea-kombi\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Klassiker<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit den <i>sechs anderen So\u00dfenkr\u00e4utern<\/i><\/div>\n<p>Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Kresse, Sauerampfer, Borretsch: In dieser Runde liefert die Pimpinelle Nuss und Herbe als Gegengewicht zur S\u00e4ure.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Milchs\u00e4ure<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>Quark, Schmand &amp; Joghurt<\/i><\/div>\n<p>Der leicht herbe Gurkengeschmack braucht Fett, um sich zu entfalten - Kr\u00e4uterquark ist die beste B\u00fchne daf\u00fcr.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Ei<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>hartem Ei &amp; Senf<\/i><\/div>\n<p>In Gr\u00fcner So\u00dfe, Sauce verte und Eiersalat: Ei bindet die Gerbstoffe und macht das Kraut runder.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">S\u00e4ure<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>Zitrone &amp; Essig<\/i><\/div>\n<p>Ein Spritzer S\u00e4ure hebt die Frische und h\u00e4lt die gr\u00fcne Farbe - wichtig bei allem, was l\u00e4nger stehen soll.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Gurke<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>Gurke &amp; Dill<\/i><\/div>\n<p>Doppelte Gurkennote plus Dill: der klassische Sommersalat, ohne dass man mehr als drei Zutaten braucht.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Winter<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>Feldsalat &amp; Walnuss<\/i><\/div>\n<p>Weil sie wintergr\u00fcn ist, kann sie im Januar frisch in den Feldsalat - mit Walnuss\u00f6l greift die nussige Note perfekt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h3 class=\"ea-beisst-h\"><span>Was sich bei\u00dft<\/span>Diese Kombinationen lieber lassen<\/h3>\n<div class=\"ea-kombi beisst\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Technik<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht <i>mitkochen<\/i><\/div>\n<p>Innerhalb von Minuten sind Farbe und Gurkenaroma weg und es bleibt nur Gerbstoff. Immer erst nach dem Herd zugeben.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Vorrat<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht <i>trocknen<\/i><\/div>\n<p>Ohne stabiles \u00e4therisches \u00d6l bleibt beim Trocknen nichts \u00fcbrig - getrocknete Pimpinelle ist reine Dekoration.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Ernte<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht die <i>alten Bl\u00e4tter und Stiele<\/i><\/div>\n<p>\u00c4ltere Bl\u00e4tter werden z\u00e4h und deutlich gerbstoffbitter; nur die jungen, weichen Fiederbl\u00e4tter aus der Mitte schneiden.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Verwechslung<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht mit <i>Bibernelle<\/i> gleichsetzen<\/div>\n<p><em>Pimpinella saxifraga<\/em> ist ein Doldenbl\u00fctler mit scharf-w\u00fcrziger Wurzel und in der Gr\u00fcnen So\u00dfe fehl am Platz.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Standort<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht am <i>Stra\u00dfenrand sammeln<\/i><\/div>\n<p>Magerwiesen am Feldweg ja, Hundewiese und Bankett einer Landstra\u00dfe nein - die Bl\u00e4tter werden roh gegessen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Gesundheit<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht als <i>Dauertee bei Eisenmangel<\/i><\/div>\n<p>Gerbstoffe binden Eisen aus pflanzlicher Nahrung; wer Eisen aufbaut, trinkt gerbstoffreiche Aufg\u00fcsse nicht zu den Mahlzeiten.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"gerichte\">\n<h2><span>Zu welchem Gericht<\/span>Wo sie hingeh\u00f6rt<\/h2>\n<ul class=\"ea-gerichte\">\n<li><span class=\"g\">Frankfurter Gr\u00fcne So\u00dfe<\/span><span class=\"w\">Sieben Kr\u00e4uter fein gehackt in Schmand, Joghurt, hartem Ei und \u00d6l - zu Pellkartoffeln, Ei und Rindfleisch.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Kr\u00e4uterquark<\/span><span class=\"w\">Junge Bl\u00e4tter mit Schnittlauch und Petersilie unter Quark, Salz, Pfeffer, einem L\u00f6ffel Sahne.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Gurkensalat<\/span><span class=\"w\">Gurkenscheiben mit Pimpinelle, Dill und Joghurtdressing - die Gurke doppelt gedacht.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Wintersalat<\/span><span class=\"w\">Feldsalat, Pimpinelle, ger\u00f6stete Waln\u00fcsse, Walnuss\u00f6l - im Januar aus dem eigenen Beet.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Kr\u00e4uterbutter<\/span><span class=\"w\">Feingehackt in weiche Butter mit Zitronenabrieb und Salz, zu Fisch und Ofengem\u00fcse.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Sauce verte<\/span><span class=\"w\">Franz\u00f6sische kalte Kr\u00e4uterso\u00dfe mit Mayonnaise-Basis - zu pochiertem Fisch und kaltem Braten.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Frischk\u00e4se-Aufstrich<\/span><span class=\"w\">Mit Frischk\u00e4se, etwas Knoblauch und Zitrone glattger\u00fchrt, aufs Sauerteigbrot.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Kr\u00e4uteressig<\/span><span class=\"w\">Ein paar Triebe in Wei\u00dfweinessig - bringt die Gurkennote in die Vinaigrette.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Kalte Kr\u00e4utersuppe<\/span><span class=\"w\">Erst nach dem P\u00fcrieren und Abk\u00fchlen zugeben, sonst ist das Aroma weg.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Bowle und Limonade<\/span><span class=\"w\">Wie im 16. Jahrhundert: ein paar Triebe in die Sommerbowle, dazu Zitrone und Minze.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"ea-tipp\"><b>Faustregel:<\/b> Nur junge Bl\u00e4tter, immer roh, immer zum Schluss - gehackt entwickelt sie ihr Aroma sofort und verliert es genauso schnell wieder. Im Garten ist sie eine der dankbarsten Pflanzen \u00fcberhaupt: mager, sonnig, einmal gesetzt, dann jahrelang da und in milden Wintern durchgehend erntbar. Bl\u00fctenstiele regelm\u00e4\u00dfig abschneiden, dann bleiben die Bl\u00e4tter zart.<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"hausmittel\">\n<h2><span>Als Hausmittel<\/span>Gurgeln mit Wiesenknopf<\/h2>\n<div class=\"ea-rezept\">\n<div>\n<div class=\"k\">So geht&#8217;s<\/div>\n<h3>Gerbstoff-Gurgell\u00f6sung bei Halskratzen<\/h3>\n<ol>\n<li>Zwei Teel\u00f6ffel frische, junge Pimpinellebl\u00e4tter grob hacken - oder ersatzweise einen Teel\u00f6ffel getrocknete Salbeibl\u00e4tter, wenn gerade nichts Frisches da ist.<\/li>\n<li>Mit 250 ml kochendem Wasser \u00fcbergie\u00dfen und zugedeckt zehn Minuten ziehen lassen; die Gerbstoffe brauchen die Zeit und die Hitze.<\/li>\n<li>Abseihen und auf angenehme Trinktemperatur abk\u00fchlen lassen - zu hei\u00df reizt die ohnehin gereizte Schleimhaut zus\u00e4tzlich.<\/li>\n<li>Drei- bis viermal t\u00e4glich eine halbe Tasse gurgeln, jeweils etwa eine Minute, danach nicht sofort nachtrinken.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wof\u00fcr<\/div>\n<p>Bei Halskratzen, leicht gereiztem Rachen und wundem Zahnfleisch. Die Gerbstoffe ziehen die oberste Schleimhautschicht leicht zusammen und legen sich wie ein d\u00fcnner Schutzfilm dar\u00fcber - das lindert das Kratzen sp\u00fcrbar. Genau dieses Prinzip steckt auch hinter dem Gurgeln mit Salbei oder schwarzem Tee. Das ist eine gute, alte Hausanwendung, aber kein Mittel gegen eine bakterielle Mandelentz\u00fcndung.<\/p>\n<div class=\"k\" style=\"margin-top:14px\">Menge<\/div>\n<p>Drei- bis viermal t\u00e4glich, \u00fcber wenige Tage. Nicht schlucken in gr\u00f6\u00dferen Mengen und nicht dauerhaft anwenden - Gerbstoffe k\u00f6nnen bei empfindlichem Magen reizen und hemmen die Eisenaufnahme. Bei Fieber, einseitigen starken Halsschmerzen, Schluckbeschwerden oder Beschwerden \u00fcber eine Woche geh\u00f6rt das \u00e4rztlich abgekl\u00e4rt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"tradition\">\n<h2><span>Ayurveda &amp; TCM<\/span>Was die alten Systeme sagen<\/h2>\n<div class=\"ea-trad\">\n<div>\n<h3>Ayurveda<\/h3>\n<p>Der Kleine Wiesenknopf ist keine ayurvedische Pflanze; er w\u00e4chst nicht im indischen Raum und kommt in den klassischen Texten nicht vor. Nach seinen Eigenschaften eingeordnet w\u00e4re er k\u00fchl, leicht und zusammenziehend (Kashaya, der herbe Geschmack): Pitta und Kapha senkend, bei Vata in gr\u00f6\u00dferen Mengen eher ung\u00fcnstig, weil Herbes trocknet. Das ist eine \u00dcbertragung nach Prinzip, keine \u00fcberlieferte Anwendung.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3>Traditional Chinese Medicine<\/h3>\n<p>Hier wird es interessant, aber man muss genau hinsehen: Nicht der Kleine, sondern der <strong>Gro\u00dfe Wiesenknopf<\/strong> (<em>Sanguisorba officinalis<\/em>) ist in der chinesischen Materia Medica fest verankert - die Wurzel als <strong>Di Yu<\/strong>, bitter, sauer und k\u00fchl, dem Dickdarm und der Leber zugeordnet. Sie gilt als blutk\u00fchlend und blutstillend und wird traditionell bei blutigen Durchf\u00e4llen und \u00e4u\u00dferlich bei Verbrennungen eingesetzt. Der kleine Verwandte aus der Gr\u00fcnen So\u00dfe teilt die Stoffgruppe, aber nicht die Konzentration und nicht die Anwendung.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"warn\">\n<h2><span>Warnhinweise<\/span>Wann du aufpassen solltest<\/h2>\n<div class=\"ea-warn\">\n<h3>Bitte beachten<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Verwechslung:<\/strong> Pimpinelle (Kleiner Wiesenknopf) und Bibernelle (<em>Pimpinella saxifraga<\/em>) sind verschiedene Pflanzen - beim Sammeln sicher bestimmen.<\/li>\n<li><strong>Gerbstoffe:<\/strong> k\u00f6nnen bei empfindlichem Magen reizen und hemmen die Eisenaufnahme aus pflanzlicher Nahrung - nicht als Dauertee zu den Mahlzeiten.<\/li>\n<li><strong>Sammelstellen:<\/strong> nur auf sauberen Wiesen abseits von Stra\u00dfen, Hundewiesen und ged\u00fcngten Fl\u00e4chen ernten, weil die Bl\u00e4tter roh gegessen werden.<\/li>\n<li><strong>Schwangerschaft:<\/strong> als K\u00fcchenkraut unbedenklich; auf konzentrierte Aufg\u00fcsse und Tinkturen vorsichtshalber verzichten, es fehlen Daten.<\/li>\n<li><strong>Allergie:<\/strong> Rosengew\u00e4chs-Allergien sind selten, aber m\u00f6glich - bei bekannter Kreuzallergie erst in kleiner Menge testen.<\/li>\n<li><strong>Nicht arzneilich anerkannt:<\/strong> f\u00fcr den Kleinen Wiesenknopf gibt es keine gepr\u00fcfte arzneiliche Anwendung - die Gurgell\u00f6sung ist Hausmittel, kein Medikament.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Diese Seite informiert und ersetzt keine \u00e4rztliche Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden bitte abkl\u00e4ren lassen.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"passend\">\n<h2><span>Passend zum Thema<\/span>Weiterlesen und mitkochen<\/h2>\n<div class=\"ea-passend\"><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/borretsch-borago-officinalis\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Borage<\/span><span class=\"d\">Das zweite Gurkenkraut der Gr\u00fcnen So\u00dfe.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/petersilie-petroselinum-crispum-2\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Parsley<\/span><span class=\"d\">Der Mengentr\u00e4ger in jeder Kr\u00e4uterso\u00dfe.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/brennnessel-urtica-dioica-2\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Stinging nettle<\/span><span class=\"d\">Das Wildkraut f\u00fcr alles, was Pimpinelle nicht abdeckt.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/brennnessel-getrocknet\/\"><span class=\"art\">Unser Shop<\/span><span class=\"n\">Brennnessel, getrocknet<\/span><span class=\"d\">F\u00fcr den t\u00e4glichen Aufguss, wenn die Wiese noch schl\u00e4ft.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/salbei-getrocknet\/\"><span class=\"art\">Unser Shop<\/span><span class=\"n\">Salbei, getrocknet<\/span><span class=\"d\">Die Gerbstoff-Alternative zum Gurgeln, ganzj\u00e4hrig verf\u00fcgbar.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/schwarzer-pfeffer-ganz\/\"><span class=\"art\">Unser Shop<\/span><span class=\"n\">Schwarzer Pfeffer, ganz<\/span><span class=\"d\">Frisch gemahlen \u00fcber Quark und Kr\u00e4uterso\u00dfe.<\/span><\/a><\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Shop-Links f\u00fchren zu unseren Produktseiten; dort ist gekennzeichnet, wenn ein Partner beteiligt ist.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k ea-quellen\" id=\"quellen\">\n<h2><span>Sources<\/span>Worauf sich das st\u00fctzt<\/h2>\n<ol>\n<li>Blaschek W (Hrsg.): <em>Wichtl - Teedrogen und Phytopharmaka.<\/em> 6. Auflage 2016, Gattung <em>Sanguisorba<\/em>.<\/li>\n<li>Fleischhauer SG, Guthmann J, Spiegelberger R: <em>Enzyklop\u00e4die essbare Wildpflanzen.<\/em> AT Verlag - <em>Sanguisorba minor<\/em>, Kleiner Wiesenknopf.<\/li>\n<li>Chinesische Arzneimittellehre: <em>Sanguisorbae radix (Di Yu)<\/em> - blutk\u00fchlend und blutstillend, bezogen auf <em>Sanguisorba officinalis<\/em>.<\/li>\n<li>Bundesamt f\u00fcr Naturschutz, FloraWeb: <em>Sanguisorba minor<\/em> - Verbreitung, Standortanspr\u00fcche und \u00d6kologie des Kleinen Wiesenknopfs.<\/li>\n<li>Frankfurter Gr\u00fcne So\u00dfe: die sieben traditionellen Kr\u00e4uter - Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Kresse, Sauerampfer, Borretsch, Pimpinelle.<\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pimpinelle (Sanguisorba minor) Familie Rosengew\u00e4chseSanguisorba minor - kein Doldenbl\u00fctler, trotz des Namens Verwendet wird Junge Bl\u00e4tterfrisch und roh; die runden Blattfiedern sehen aus wie kleine S\u00e4gebl\u00e4tter Geschmack Gurke mit Nussfrisch, leicht herb, mit einer nussigen Spur im Nachgeschmack Herkunft Europa und Vorderasienauf Magerwiesen, B\u00f6schungen und Wegr\u00e4ndern verbreitet K\u00fcchenrolle Gr\u00fcne So\u00dfeeines der sieben Kr\u00e4uter der Frankfurter<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":6971,"parent":5278,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-5366","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5366","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5366"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5366\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9753,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5366\/revisions\/9753"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5278"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6971"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5366"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}