{"id":5410,"date":"2025-12-05T23:43:32","date_gmt":"2025-12-05T23:43:32","guid":{"rendered":"http:\/\/edenshealth.de\/?page_id=5410"},"modified":"2026-09-17T20:00:28","modified_gmt":"2026-09-17T20:00:28","slug":"minze-mentha-piperita-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wiki-archiv\/minze-mentha-piperita-2\/","title":{"rendered":"Minze (Mentha piperita)"},"content":{"rendered":"<style>.awb-menu__main-li{border-bottom:1px solid rgba(85,136,59,0.18);padding:5px 0;margin:0;}.awb-menu__main-li:last-child{border-bottom:none;}li.wiki-cat-heading{border-bottom:none;margin-top:22px;padding-top:0;}li.wiki-cat-heading:first-child{margin-top:0;}li.wiki-cat-heading > a.awb-menu__main-a{pointer-events:none;cursor:default;font-weight:700;color:#55883b;text-transform:uppercase;font-size:0.72rem;letter-spacing:0.06em;padding-bottom:6px;border-bottom:2px solid #c1e899;display:inline-block;}<\/style>\n<div style=\"position:relative;width:100%;min-height:60vh;height:560px;max-height:70vh;background-image:url('https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/minze-hero4k-scaled.jpg');background-size:cover;background-position:center;overflow:hidden;margin:0 0 -1px 0;\">\n<div style=\"position:absolute;top:0;left:0;right:0;height:45%;background:linear-gradient(180deg, rgba(20,15,5,0.40) 0%, rgba(20,15,5,0) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:0;left:0;right:0;height:60%;background:linear-gradient(180deg, rgba(252,250,246,0) 0%, rgba(252,250,246,0.55) 55%, rgba(252,250,246,1) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:14%;left:0;right:0;padding:0 6%;text-align:left;\">\n<h1 style=\"color:#ffffff;font-size:2.6rem;font-weight:600;margin:0;text-shadow:0 2px 16px rgba(0,0,0,0.55);letter-spacing:-0.5px;\">Minze (Mentha piperita)<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"eh-arch\">\n<div class=\"ea-steck\">\n<div>\n<div class=\"k\">Familie<\/div>\n<div class=\"v\">Lippenbl\u00fctler<small>die Gattung <em>Mentha<\/em> mit rund 30 Arten und unz\u00e4hligen Hybriden<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Verwendet wird<\/div>\n<div class=\"v\">Das frische Blatt<small>f\u00fcr Tee, K\u00fcche und Getr\u00e4nke - je nach Art sehr verschieden<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Geschmack<\/div>\n<div class=\"v\">Von k\u00fchl bis s\u00fc\u00df<small>Pfefferminze durch Menthol k\u00fchl, Gr\u00fcne Minze durch Carvon weich<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Origin<\/div>\n<div class=\"v\">Europa und Asien<small>an Gew\u00e4ssern und feuchten Stellen; heute weltweit kultiviert<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wichtig<\/div>\n<div class=\"v\">Nicht jede Minze ist gleich<small>Gr\u00fcne Minze enth\u00e4lt kein Menthol - das \u00e4ndert alles<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Im Garten<\/div>\n<div class=\"v\">Ausl\u00e4ufer<small>nur im Topf oder mit Wurzelsperre pflanzen<\/small><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"ea-body\">\n<nav class=\"ea-nav\">\n<div class=\"t\">Auf dieser Seite<\/div>\n<p><a href=\"#herkunft\">Origin<\/a><a href=\"#nutzen\">Nutzen<\/a><a href=\"#inhalt\">Ingredients<\/a><a href=\"#kombi\">Verst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich bei\u00dft<\/a><a href=\"#gerichte\">Zu welchem Gericht<\/a><a href=\"#hausmittel\">Als Hausmittel<\/a><a href=\"#tradition\">Ayurveda &amp; TCM<\/a><a href=\"#warn\">Warnhinweise<\/a><a href=\"#passend\">Passend zum Thema<\/a><a href=\"#quellen\">Sources<\/a><\/p>\n<div class=\"box\"><b>Kurz gesagt<\/b>Minze ist keine Pflanze, sondern eine ganze Gattung - und der wichtigste Unterschied ist chemisch: Pfefferminze enth\u00e4lt Menthol und k\u00fchlt, Gr\u00fcne Minze enth\u00e4lt Carvon und schmeckt weich und s\u00fc\u00dflich. Wer marokkanischen Tee will, braucht die zweite. Im Garten nur im Topf, sonst \u00fcbernimmt sie das Beet.<\/div>\n<\/nav>\n<div>\n<section class=\"ea-k\" id=\"herkunft\">\n<h2><span>Origin<\/span>Eine Gattung, viele Charaktere<\/h2>\n<div class=\"eh-kraeuter-img\"><img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271200%27%20height%3D%27797%27%20viewBox%3D%270%200%201200%20797%27%3E%3Crect%20width%3D%271200%27%20height%3D%27797%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/eh-kraeuter-minze.jpg\" alt=\"Frische Minzbl\u00e4tter Nahaufnahme\" style=\"width:100%;height:auto;border-radius:14px;border:2px solid rgba(201,162,75,0.4);box-shadow:0 8px 24px rgba(23,58,36,0.15);\" loading=\"lazy\"><\/div>\n<p class=\"ea-satz\">Was im Supermarkt einfach \u201eMinze\u201c hei\u00dft, kann zwei v\u00f6llig verschiedene Pflanzen meinen - und wer die falsche kauft, wundert sich, warum der Tee nicht schmeckt wie im Urlaub.<\/p>\n<p class=\"ea-drop\">Die Gattung <em>Mentha<\/em> umfasst etwa drei\u00dfig Arten und eine schwer \u00fcberschaubare Zahl von Hybriden und Sorten. Minzen kreuzen sich au\u00dferordentlich leicht, und weil sie sich zus\u00e4tzlich \u00fcber Ausl\u00e4ufer vermehren, entstehen st\u00e4ndig neue Formen - deshalb ist Minze aus Samen fast immer eine \u00dcberraschung, und deshalb werden gute Sorten ausschlie\u00dflich \u00fcber Stecklinge und Wurzelteilung weitergegeben.<\/p>\n<p>Die drei wichtigsten f\u00fcr K\u00fcche und Tasse: Die <strong>peppermint<\/strong> (<em>Mentha \u00d7 piperita<\/em>) ist selbst ein Bastard - eine Kreuzung aus Wasserminze und Gr\u00fcner Minze, die im 17. Jahrhundert in England entdeckt wurde. Sie enth\u00e4lt <strong>Menthol<\/strong>, den Stoff, der auf der Zunge und in der Nase k\u00fchlt, und ist die Arzneiform. Die <strong>Gr\u00fcne Minze<\/strong> oder Spearmint (<em>Mentha spicata<\/em>) enth\u00e4lt <strong>kein nennenswertes Menthol<\/strong>, sondern Carvon - sie schmeckt weicher, s\u00fc\u00dflicher, fast an Kaugummi erinnernd, und k\u00fchlt kaum. Und die <strong>Marokkanische Minze<\/strong> (<em>Mentha spicata<\/em> var. <em>crispa<\/em>) ist eine Sorte der Gr\u00fcnen Minze und damit die Pflanze f\u00fcr den nordafrikanischen Tee.<\/p>\n<p>Daneben gibt es die <strong>Ackerminze<\/strong> (<em>Mentha arvensis<\/em>), aus der das meiste industrielle Menthol gewonnen wird; die <strong>Wasserminze<\/strong> an Bachufern; die <strong>Poleiminze<\/strong>, die fr\u00fcher als Abtreibungsmittel diente und wegen ihres giftigen Pulegons heute nicht mehr verwendet wird; sowie Duftsorten wie Ananasminze, Erdbeerminze und Schokominze, die h\u00fcbsch riechen, aber wenig Aroma in die Tasse bringen. F\u00fcr die arzneiliche Anwendung - Reizdarm, Kr\u00e4mpfe, Kopfschmerz - ist die Pfefferminze zust\u00e4ndig; sie hat auf dieser Website eine eigene Seite.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"nutzen\">\n<h2><span>Nutzen<\/span>Was die Minze f\u00fcr dich tut<\/h2>\n<p class=\"ea-drop\">Was eine Minze kann, h\u00e4ngt fast vollst\u00e4ndig davon ab, <strong>welche<\/strong> Minze es ist. Die <strong>peppermint<\/strong> ist die medizinisch relevante: Ihr Menthol wirkt krampfl\u00f6send auf die glatte Muskulatur des Darms, weshalb magensaftresistent verkapseltes Pfefferminz\u00f6l bei Reizdarm eine anerkannte und gut untersuchte Anwendung ist; \u00e4u\u00dferlich auf die Schl\u00e4fen aufgetragen hat es bei Spannungskopfschmerz in Studien \u00e4hnlich abgeschnitten wie Paracetamol. Das alles steht ausf\u00fchrlich auf der Pfefferminzseite.<\/p>\n<p>Die <strong>Gr\u00fcne Minze<\/strong> und ihre Verwandten sind dagegen in erster Linie <strong>Genussmittel<\/strong> - und das ist keine Abwertung. Carvon wirkt ebenfalls leicht krampfl\u00f6send und verdauungsf\u00f6rdernd, aber deutlich milder als Menthol. Was sie daf\u00fcr k\u00f6nnen: Sie sind bek\u00f6mmlicher f\u00fcr Menschen, denen Pfefferminze auf den Magen schl\u00e4gt oder Sodbrennen macht, und sie sind f\u00fcr Kinder die bessere Wahl, weil kein Menthol im Spiel ist. Der marokkanische Minztee mit Gr\u00fcntee und viel Zucker ist ein Verdauungsritual, das nach schwerem Essen tats\u00e4chlich hilft - \u00fcber W\u00e4rme, Fl\u00fcssigkeit und ein mildes Aroma.<\/p>\n<p>Ein Punkt, der bei aller Minzbegeisterung untergeht: <strong>Menthol ist nicht f\u00fcr jeden gut.<\/strong> Es entspannt auch den Schlie\u00dfmuskel zwischen Speiser\u00f6hre und Magen und kann dadurch Sodbrennen verst\u00e4rken - bei Refluxbeschwerden ist Pfefferminze also eher ung\u00fcnstig, und Gr\u00fcne Minze die sinnvollere Alternative. Und f\u00fcr S\u00e4uglinge und Kleinkinder gilt eine harte Grenze: Mentholhaltige Zubereitungen geh\u00f6ren nicht ins Gesicht oder in die N\u00e4he der Atemwege, weil sie einen Atemstillstand ausl\u00f6sen k\u00f6nnen.<\/p>\n<div class=\"ea-zahlen\">\n<div class=\"ea-zahl\"><b>Kein Menthol<\/b><span>in der Gr\u00fcnen Minze - dort sorgt Carvon f\u00fcr den Geschmack<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>Ein Bastard<\/b><span>die Pfefferminze ist eine Kreuzung aus Wasser- und Gr\u00fcner Minze<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>Nur Stecklinge<\/b><span>aus Samen gezogene Minze wird selten das, was man wollte<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>Ausl\u00e4ufer<\/b><span>im Beet \u00fcbernimmt sie in zwei Jahren die Fl\u00e4che - Topf oder Wurzelsperre<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"inhalt\">\n<h2><span>Ingredients<\/span>Das steckt in der Minze<\/h2>\n<p>Der ganze Unterschied zwischen den Minzen steckt in einer chemischen Weggabelung. Alle bilden zun\u00e4chst dieselbe Vorstufe; dann entscheidet ein Enzym, ob daraus <strong>Menthol<\/strong> entsteht - wie bei Pfefferminze und Ackerminze - oder <strong>Carvon<\/strong>, wie bei Gr\u00fcner Minze und ihren Sorten. Menthol aktiviert einen K\u00e4lterezeptor in der Haut und auf den Schleimh\u00e4uten; man sp\u00fcrt buchst\u00e4blich K\u00e4lte, wo keine ist. Carvon tut das nicht - deshalb schmeckt Spearmint aromatisch, aber nicht k\u00fchl.<\/p>\n<p>Der \u00d6lgehalt schwankt stark: Pfefferminzbl\u00e4tter enthalten ein bis drei Prozent \u00e4therisches \u00d6l mit 35 bis 55 Prozent Menthol, Gr\u00fcne Minze etwa 0,5 bis ein Prozent mit 50 bis 70 Prozent Carvon. Dazu kommen bei allen Minzen Flavonoide, <strong>Rosmarins\u00e4ure<\/strong>, Gerbstoffe und Bitterstoffe - Letztere sind der Grund, warum Minztee bitter wird, wenn man ihn zu lange ziehen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Eine Art verdient eine Warnung: Die <strong>Poleiminze<\/strong> (<em>Mentha pulegium<\/em>) enth\u00e4lt Pulegon, das lebertoxisch ist und in der Volksmedizin als Abtreibungsmittel eingesetzt wurde - mit t\u00f6dlichen Vergiftungen. Sie ist heute als Lebensmittel und Tee nicht mehr zul\u00e4ssig, taucht aber gelegentlich in alten Rezepten und auf Pflanzenm\u00e4rkten auf. Wenn eine Minze streng, fast stechend riecht und nicht angenehm minzig, ist Vorsicht angebracht.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"kombi\">\n<h2><span>Verst\u00e4rkte Kombinationen<\/span>Was die Minze st\u00e4rker macht<\/h2>\n<p>Frisch, kurz und kalt - Minze ist ein Kraut, das man schnell verliert, wenn man es zu gut meint.<\/p>\n<div class=\"ea-kombi\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Sorte<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit der <i>richtigen Art<\/i><\/div>\n<p>Marokkanischer Tee braucht Gr\u00fcne Minze, Magentee Pfefferminze - die Wahl ist wichtiger als alles andere.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Gr\u00fcntee<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>Gunpowder &amp; Zucker<\/i><\/div>\n<p>Der nordafrikanische Klassiker: Gr\u00fcntee kurz aufgie\u00dfen, dann Minze und Zucker - dreimal aufgie\u00dfen, von hoch oben.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Joghurt<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>Joghurt &amp; Gurke<\/i><\/div>\n<p>Raita, Tzatziki, Ayran: Milchs\u00e4ure und Minze sind eine der \u00e4ltesten Kombinationen \u00fcberhaupt.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Lamm<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>Lamm &amp; Zitrone<\/i><\/div>\n<p>Von der englischen Minzsauce bis zum griechischen Hackfleisch - Minze schneidet durch fettes Fleisch.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Kalt<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">in <i>kaltem Wasser &amp; Limonade<\/i><\/div>\n<p>Bei Zimmertemperatur gibt Minze ihr Aroma langsam und ohne Bitterkeit ab - besser als hei\u00dfer Aufguss.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Technik<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">durch <i>Klatschen statt Hacken<\/i><\/div>\n<p>F\u00fcr Drinks die Bl\u00e4tter zwischen den Handfl\u00e4chen einmal anschlagen - das l\u00f6st das Aroma, ohne Bitterstoffe freizusetzen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h3 class=\"ea-beisst-h\"><span>Was sich bei\u00dft<\/span>Diese Kombinationen lieber lassen<\/h3>\n<div class=\"ea-kombi beisst\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Zeit<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht <i>zu lange ziehen lassen<\/i><\/div>\n<p>Nach f\u00fcnf bis sieben Minuten kommen die Gerbstoffe - der Tee wird bitter und verliert die Frische.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Garten<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht <i>frei ins Beet<\/i><\/div>\n<p>Minze verbreitet sich \u00fcber unterirdische Ausl\u00e4ufer und verdr\u00e4ngt in zwei Jahren die Nachbarn - Topf oder Wurzelsperre.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Reflux<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht <i>Pfefferminze bei Sodbrennen<\/i><\/div>\n<p>Menthol entspannt den Schlie\u00dfmuskel zur Speiser\u00f6hre - bei Reflux lieber Gr\u00fcne Minze.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">S\u00e4uglinge<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht <i>Menthol bei kleinen Kindern<\/i><\/div>\n<p>Mentholhaltige Zubereitungen k\u00f6nnen bei S\u00e4uglingen und Kleinkindern einen Atemstillstand ausl\u00f6sen - nicht ins Gesicht, nicht auf die Brust.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Art<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht die <i>Poleiminze<\/i><\/div>\n<p>Sie enth\u00e4lt lebertoxisches Pulegon und ist als Tee nicht mehr zul\u00e4ssig.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">K\u00fcche<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht <i>mitkochen<\/i><\/div>\n<p>Wie alle \u00e4therisch-\u00f6ligen Frischkr\u00e4uter verliert Minze beim Kochen sofort ihren Charakter.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"gerichte\">\n<h2><span>Zu welchem Gericht<\/span>Wo sie hingeh\u00f6rt<\/h2>\n<ul class=\"ea-gerichte\">\n<li><span class=\"g\">Marokkanischer Minztee<\/span><span class=\"w\">Gr\u00fcntee, Gr\u00fcne Minze und Zucker - dreimal aus der H\u00f6he in die Gl\u00e4ser gegossen.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Tabouleh<\/span><span class=\"w\">Der libanesische Salat lebt von Petersilie und Minze, nicht vom Bulgur.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Raita<\/span><span class=\"w\">Joghurt mit Minze, Gurke und ger\u00f6stetem Kreuzk\u00fcmmel - zu allem Scharfen.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Mojito<\/span><span class=\"w\">Bl\u00e4tter anklatschen statt zersto\u00dfen, Limette, Rohrzucker, Rum, Soda.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Erbsen mit Minze<\/span><span class=\"w\">Die englische Kombination: junge Erbsen, Butter, frische Minze.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Lammhack<\/span><span class=\"w\">Mit Minze, Zwiebel und Zimt - von Griechenland bis in den Libanon.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Minzsauce<\/span><span class=\"w\">Gehackte Minze in Essig und Zucker - der britische Klassiker zum Lamm.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Minzwasser<\/span><span class=\"w\">Ein paar Zweige in kaltem Wasser, zwei Stunden im K\u00fchlschrank.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Schokolade und Minze<\/span><span class=\"w\">Schokominze im Dessert oder ein paar Bl\u00e4tter in die hei\u00dfe Schokolade.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Minzpesto<\/span><span class=\"w\">Mit Pistazien, Oliven\u00f6l und Pecorino - zu Lamm und gegrilltem Gem\u00fcse.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"ea-tipp\"><b>Faustregel:<\/b> Beim Kauf auf die Art achten: F\u00fcr den Urlaubstee brauchst du Gr\u00fcne oder Marokkanische Minze, f\u00fcr Magen und Kopf die Pfefferminze. Im Garten immer in den Topf - Minze kennt keine Grenzen. F\u00fcr Tee nicht l\u00e4nger als f\u00fcnf Minuten ziehen lassen, sonst wird sie bitter, und f\u00fcr Drinks die Bl\u00e4tter nur anklatschen, nie zersto\u00dfen.<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"hausmittel\">\n<h2><span>Als Hausmittel<\/span>Der Tee nach dem Essen<\/h2>\n<div class=\"ea-rezept\">\n<div>\n<div class=\"k\">So geht&#8217;s<\/div>\n<h3>Marokkanischer Minztee<\/h3>\n<ol>\n<li>Einen geh\u00e4uften Teel\u00f6ffel Gunpowder-Gr\u00fcntee in eine Kanne geben, mit wenig hei\u00dfem Wasser (etwa 80 Grad) \u00fcbergie\u00dfen, einmal schwenken und dieses erste Wasser abgie\u00dfen - das nimmt die Bitterkeit.<\/li>\n<li>Die Kanne mit 500 ml hei\u00dfem Wasser auff\u00fcllen und zwei bis drei Minuten ziehen lassen.<\/li>\n<li>Eine gro\u00dfe Handvoll frische Gr\u00fcne oder Marokkanische Minze mitsamt Stielen hineindr\u00fccken und Zucker nach Geschmack zugeben - traditionell reichlich.<\/li>\n<li>Weitere zwei Minuten ziehen lassen, dann aus etwa drei\u00dfig Zentimetern H\u00f6he in die Gl\u00e4ser gie\u00dfen, zur\u00fcck in die Kanne und noch einmal - das bel\u00fcftet den Tee und macht den Schaum.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wof\u00fcr<\/div>\n<p>Nach schwerem oder fettem Essen, bei V\u00f6llegef\u00fchl und einfach als Ritual. Was hier wirkt, ist eine Kombination aus W\u00e4rme, Fl\u00fcssigkeit, mildem Carvon und der Tatsache, dass man sich hinsetzt und Zeit nimmt. Das ist kein Arzneimittel und will keines sein - die anerkannte Verdauungswirkung liegt bei der Pfefferminze, hier geht es um Genuss mit angenehmem Nebeneffekt.<\/p>\n<div class=\"k\" style=\"margin-top:14px\">Menge<\/div>\n<p>So viel du magst - bedenk nur den Zucker, der traditionell reichlich ist, und das Koffein aus dem Gr\u00fcntee am Abend. Wer Pfefferminze statt Gr\u00fcner Minze nimmt, bekommt einen anderen, k\u00fchleren Tee, der bei Sodbrennen ung\u00fcnstig sein kann. Mentholhaltige Zubereitungen sind nichts f\u00fcr S\u00e4uglinge und Kleinkinder.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"tradition\">\n<h2><span>Ayurveda &amp; TCM<\/span>Was die alten Systeme sagen<\/h2>\n<div class=\"ea-trad\">\n<div>\n<h3>Ayurveda<\/h3>\n<p>Minze ist im Ayurveda unter dem Namen <strong>Pudina<\/strong> gut eingef\u00fchrt und wird als scharf, bitter und k\u00fchlend eingeordnet - <em>Pitta<\/em> senkend trotz der Sch\u00e4rfe, was sie zu einer Besonderheit macht, und verdauungsanregend (<em>Deepana<\/em>). Sie wird bei \u00dcbelkeit, Bl\u00e4hungen, Kopfschmerzen und bei hitzigen Zust\u00e4nden eingesetzt, oft als Chutney mit Koriander und Limette zu schweren Speisen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3>Traditional Chinese Medicine<\/h3>\n<p>In der TCM ist die Minze als <strong>Bo He<\/strong> (<em>Mentha haplocalyx<\/em>) eine feste Gr\u00f6\u00dfe: scharf und k\u00fchl, den Funktionskreisen Lunge und Leber zugeordnet. Sie kl\u00e4rt Wind-Hitze bei beginnender Erk\u00e4ltung mit Halsschmerzen, l\u00e4sst Hautausschl\u00e4ge \u201edurchbrechen\u201c und bewegt stagniertes Leber-Qi bei Reizbarkeit und Druck im Brustkorb. Ein Detail aus der Praxis: Bo He wird immer erst ganz zum Schluss mitgekocht, weil das Aroma sonst verloren geht - dieselbe Regel wie in der K\u00fcche.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"warn\">\n<h2><span>Warnhinweise<\/span>Wann du aufpassen solltest<\/h2>\n<div class=\"ea-warn\">\n<h3>Bitte beachten<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>S\u00e4uglinge und Kleinkinder:<\/strong> mentholhaltige Zubereitungen k\u00f6nnen einen Atemstillstand ausl\u00f6sen - nicht ins Gesicht, nicht auf Brust oder Nase.<\/li>\n<li><strong>Sodbrennen und Reflux:<\/strong> Menthol entspannt den Schlie\u00dfmuskel zur Speiser\u00f6hre und kann Beschwerden verst\u00e4rken - Gr\u00fcne Minze ist dann die bessere Wahl.<\/li>\n<li><strong>Poleiminze:<\/strong> enth\u00e4lt lebertoxisches Pulegon und ist als Tee nicht zugelassen - nicht verwenden.<\/li>\n<li><strong>\u00c4therisches \u00d6l:<\/strong> reines Pfefferminz\u00f6l nie unverd\u00fcnnt auf Haut oder Schleimhaut und nicht einnehmen.<\/li>\n<li><strong>Gallenwege:<\/strong> bei Gallensteinen und Gallenwegsverschluss sind mentholhaltige Zubereitungen ungeeignet.<\/li>\n<li><strong>Ziehzeit:<\/strong> zu langes Ziehen macht den Tee bitter und gerbstoffreich - f\u00fcnf Minuten gen\u00fcgen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Diese Seite informiert und ersetzt keine \u00e4rztliche Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden bitte abkl\u00e4ren lassen.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"passend\">\n<h2><span>Passend zum Thema<\/span>Weiterlesen und mitkochen<\/h2>\n<div class=\"ea-passend\"><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/pfefferminze-mentha-x-piperita\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">peppermint<\/span><span class=\"d\">Die Arzneiform mit Menthol - Reizdarm, Kr\u00e4mpfe, Kopfschmerz.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/melisse-melissa-officinalis\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Lemon balm<\/span><span class=\"d\">Der zitronige Lippenbl\u00fctler f\u00fcr Nerven und Magen.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/oregano-origanum-vulgare-2\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">oregano<\/span><span class=\"d\">Derselbe Familienzweig, ganz andere Richtung.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/pfefferminztee-blaetter\/\"><span class=\"art\">Unser Shop<\/span><span class=\"n\">Pfefferminzbl\u00e4tter f\u00fcr Tee<\/span><span class=\"d\">F\u00fcr Magen und Darm - die Arzneiform.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/gruener-tee-lose-sencha\/\"><span class=\"art\">Unser Shop<\/span><span class=\"n\">Gr\u00fcner Tee, lose<\/span><span class=\"d\">Die Basis f\u00fcr den marokkanischen Minztee.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/kamillentee-blueten\/\"><span class=\"art\">Unser Shop<\/span><span class=\"n\">Kamillenbl\u00fcten f\u00fcr Tee<\/span><span class=\"d\">Der mildere Partner f\u00fcr den empfindlichen Magen.<\/span><\/a><\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Shop-Links f\u00fchren zu unseren Produktseiten; dort ist gekennzeichnet, wenn ein Partner beteiligt ist.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k ea-quellen\" id=\"quellen\">\n<h2><span>Sources<\/span>Worauf sich das st\u00fctzt<\/h2>\n<ol>\n<li>EMA\/HMPC: <em>European Union herbal monograph on Mentha \u00d7 piperita L., folium<\/em> and <em>aetheroleum<\/em>.<\/li>\n<li>Blaschek W (Hrsg.): <em>Wichtl - Teedrogen und Phytopharmaka.<\/em> 6. Auflage 2016, Monographien <em>Menthae piperitae folium<\/em> and <em>Menthae piperitae aetheroleum<\/em>.<\/li>\n<li>Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung: Bewertung von Pulegon und Menthofuran in Lebensmitteln - Hinweise zur Poleiminze.<\/li>\n<li>Europ\u00e4isches Arzneibuch (Ph. Eur.): Monographie <em>Menthae piperitae aetheroleum<\/em> - Gehaltsgrenzen f\u00fcr Menthol, Menthon und Pulegon.<\/li>\n<li>USDA FoodData Central: <em>Spearmint, fresh<\/em> and <em>Peppermint, fresh<\/em>.<\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Minze (Mentha piperita) Familie Lippenbl\u00fctlerdie Gattung Mentha mit rund 30 Arten und unz\u00e4hligen Hybriden Verwendet wird Das frische Blattf\u00fcr Tee, K\u00fcche und Getr\u00e4nke - je nach Art sehr verschieden Geschmack Von k\u00fchl bis s\u00fc\u00dfPfefferminze durch Menthol k\u00fchl, Gr\u00fcne Minze durch Carvon weich Herkunft Europa und Asienan Gew\u00e4ssern und feuchten Stellen; heute weltweit kultiviert Wichtig Nicht<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":7003,"parent":5278,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-5410","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5410","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5410"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5410\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9769,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5410\/revisions\/9769"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5278"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7003"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5410"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}