{"id":5430,"date":"2025-12-05T23:45:22","date_gmt":"2025-12-05T23:45:22","guid":{"rendered":"http:\/\/edenshealth.de\/?page_id=5430"},"modified":"2026-09-17T20:13:40","modified_gmt":"2026-09-17T20:13:40","slug":"alant-inula-helenium","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wiki-archiv\/alant-inula-helenium\/","title":{"rendered":"Alant (Inula helenium)"},"content":{"rendered":"<style>.awb-menu__main-li{border-bottom:1px solid rgba(85,136,59,0.18);padding:5px 0;margin:0;}.awb-menu__main-li:last-child{border-bottom:none;}li.wiki-cat-heading{border-bottom:none;margin-top:22px;padding-top:0;}li.wiki-cat-heading:first-child{margin-top:0;}li.wiki-cat-heading > a.awb-menu__main-a{pointer-events:none;cursor:default;font-weight:700;color:#55883b;text-transform:uppercase;font-size:0.72rem;letter-spacing:0.06em;padding-bottom:6px;border-bottom:2px solid #c1e899;display:inline-block;}<\/style>\n<div style=\"position:relative;width:100%;min-height:60vh;height:560px;max-height:70vh;background-image:url('https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/alant-hero4k-scaled.jpg');background-size:cover;background-position:center;overflow:hidden;margin:0 0 -1px 0;\">\n<div style=\"position:absolute;top:0;left:0;right:0;height:45%;background:linear-gradient(180deg, rgba(20,15,5,0.40) 0%, rgba(20,15,5,0) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:0;left:0;right:0;height:60%;background:linear-gradient(180deg, rgba(252,250,246,0) 0%, rgba(252,250,246,0.55) 55%, rgba(252,250,246,1) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:14%;left:0;right:0;padding:0 6%;text-align:left;\">\n<h1 style=\"color:#ffffff;font-size:2.6rem;font-weight:600;margin:0;text-shadow:0 2px 16px rgba(0,0,0,0.55);letter-spacing:-0.5px;\">Alant (Inula helenium)<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"eh-arch\">\n<div class=\"ea-steck\">\n<div>\n<div class=\"k\">Familie<\/div>\n<div class=\"v\">Korbbl\u00fctler<small>Inula helenium - benannt nach Helena von Troja<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Verwendet wird<\/div>\n<div class=\"v\">Die Wurzel<small>im Herbst des zweiten Jahres geerntet, geschnitten getrocknet<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Geschmack<\/div>\n<div class=\"v\">Bitter mit s\u00fc\u00dfem Anklang<small>erst aromatisch-s\u00fc\u00dflich, dann deutlich bitter und kratzig<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Origin<\/div>\n<div class=\"v\">Zentralasien<small>seit der Antike in Europa kultiviert, heute vielerorts verwildert<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Besonderheit<\/div>\n<div class=\"v\">Inulin<small>bis zu 44 Prozent - der Stoff ist nach dieser Pflanze benannt<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wichtig<\/div>\n<div class=\"v\">Starkes Allergen<small>Alantolacton l\u00f6st h\u00e4ufig Kontaktekzeme aus<\/small><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"ea-body\">\n<nav class=\"ea-nav\">\n<div class=\"t\">Auf dieser Seite<\/div>\n<p><a href=\"#herkunft\">Origin<\/a><a href=\"#nutzen\">Nutzen<\/a><a href=\"#inhalt\">Ingredients<\/a><a href=\"#kombi\">Verst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich bei\u00dft<\/a><a href=\"#gerichte\">Application<\/a><a href=\"#hausmittel\">Als Hausmittel<\/a><a href=\"#tradition\">Ayurveda &amp; TCM<\/a><a href=\"#warn\">Warnhinweise<\/a><a href=\"#passend\">Passend zum Thema<\/a><a href=\"#quellen\">Sources<\/a><\/p>\n<div class=\"box\"><b>Kurz gesagt<\/b>Ein altes Hustenmittel mit zwei Gesichtern: Inulin als mildernder, pr\u00e4biotischer Ballaststoff und Alantolacton als schleiml\u00f6sender, aber stark allergener Bitterstoff. Eine anerkannte arzneiliche Anwendung gibt es nicht. Wer Husten hat, f\u00e4hrt mit Thymian und Spitzwegerich besser.<\/div>\n<\/nav>\n<div>\n<section class=\"ea-k\" id=\"herkunft\">\n<h2><span>Origin<\/span>Die Wurzel der Helena<\/h2>\n<div class=\"eh-kraeuter-img\"><img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271200%27%20height%3D%27800%27%20viewBox%3D%270%200%201200%20800%27%3E%3Crect%20width%3D%271200%27%20height%3D%27800%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/eh-kraeuter-alant.jpg\" alt=\"Alant gelbe Bl\u00fcte mit Biene\" style=\"width:100%;height:auto;border-radius:14px;border:2px solid rgba(201,162,75,0.4);box-shadow:0 8px 24px rgba(23,58,36,0.15);\" loading=\"lazy\"><\/div>\n<p class=\"ea-satz\">Die Legende sagt, der Alant sei dort gewachsen, wo Helena von Troja ihre Tr\u00e4nen vergoss - <em>helenium<\/em> hei\u00dft er deshalb bis heute.<\/p>\n<p class=\"ea-drop\">Der Echte Alant stammt urspr\u00fcnglich aus Zentralasien und wurde schon in der Antike in Europa kultiviert; heute findet man ihn verwildert an Wegr\u00e4ndern, Bachufern und alten Geh\u00f6ften. Er ist eine imposante Staude, die bis zu zwei Meter hoch wird, mit gro\u00dfen, filzigen Bl\u00e4ttern und sonnenblumenartigen gelben Bl\u00fctenk\u00f6rbchen. Verwendet wird die dicke, fleischige Wurzel, die im Herbst des zweiten Jahres ausgegraben, geschnitten und getrocknet wird.<\/p>\n<p>In der Klostermedizin hatte er einen festen Platz: Er steht im Capitulare Karls des Gro\u00dfen, bei Hildegard von Bingen, im Lorscher Arzneibuch. \u201eHelenenkraut\u201c, \u201eBrustwurz\u201c, \u201eOdinskopf\u201c - die Volksnamen zeigen die beiden Richtungen, in die er ging: Atemwege und Magie. Bis ins 19. Jahrhundert war Alantwein ein verbreitetes Hausmittel bei Husten und Bronchitis, und die kandierte Wurzel wurde als Hustenbonbon verkauft.<\/p>\n<p>Ein industriegeschichtliches Detail: Die Alantwurzel war lange die wichtigste Quelle f\u00fcr <strong>Inulin<\/strong> - der Mehrfachzucker ist nach der Gattung <em>Inula<\/em> benannt und wurde 1804 zuerst daraus isoliert. Heute gewinnt man ihn aus Chicor\u00e9e und Topinambur, aber der Name erinnert an die Pflanze, in der er entdeckt wurde. Inulin ist der Ballaststoff, der in den letzten Jahren als Pr\u00e4biotikum eine zweite Karriere gemacht hat.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"nutzen\">\n<h2><span>Nutzen<\/span>Was der Alant kann - und was heute davon bleibt<\/h2>\n<p class=\"ea-drop\">Traditionell war der Alant ein <strong>Hustenmittel<\/strong>: schleiml\u00f6send, auswurff\u00f6rdernd, krampfl\u00f6send, dazu magenst\u00e4rkend und wurmtreibend. Die Wurzel enth\u00e4lt mit dem <strong>Alantolacton<\/strong> tats\u00e4chlich einen Stoff, der im Labor schleiml\u00f6sende und antimikrobielle Eigenschaften zeigt, und das Inulin wirkt reizmildernd auf die Schleimhaut. Die Erfahrung, die dahintersteht, ist also nicht aus der Luft gegriffen.<\/p>\n<p>Trotzdem m\u00fcssen wir hier klar sein: <strong>Eine positive arzneiliche Bewertung gibt es f\u00fcr Alantwurzel nicht.<\/strong> Sie ist aus den modernen Monographien verschwunden, und daf\u00fcr gibt es zwei Gr\u00fcnde. Erstens fehlen belastbare klinische Studien - alles, was wir haben, ist Tradition und Laborarbeit. Zweitens ist <strong>Alantolacton ein starkes Kontaktallergen<\/strong>: Es geh\u00f6rt zu den Sesquiterpenlactonen, derselben Stoffgruppe wie das Helenalin der Arnika, und es l\u00f6st bei Hautkontakt h\u00e4ufig allergische Ekzeme aus. In der Dermatologie wird Alantolacton sogar als Testsubstanz f\u00fcr Korbbl\u00fctler-Allergien verwendet. Bei h\u00f6herer Dosierung sind zudem Reizungen der Magenschleimhaut, \u00dcbelkeit und Erbrechen beschrieben.<\/p>\n<p>Bleibt die Frage, was der Alant heute noch ist. Ehrliche Antwort: eine sch\u00f6ne, historisch wichtige Pflanze mit einem interessanten Inhaltsstoff - und ein Hustenmittel, f\u00fcr das es <strong>bessere Alternativen<\/strong> gibt. Thymian hat eine anerkannte Anwendung bei produktivem Husten und ein gutes Sicherheitsprofil; Spitzwegerich und Eibisch decken den Reizhusten ab; Efeu ist als Extrakt gut untersucht. Wer Alant im Garten hat, kann ihn als das behandeln, was er ist: eine imposante Staude, eine gute Insektenweide und ein St\u00fcck Klostergartengeschichte.<\/p>\n<div class=\"ea-zahlen\">\n<div class=\"ea-zahl\"><b>Bis 44 %<\/b><span>Inulin in der Wurzel - der Stoff ist nach dieser Gattung benannt<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>Testsubstanz<\/b><span>Alantolacton wird in der Allergiediagnostik zum Testen verwendet<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>Keine Monographie<\/b><span>es gibt keine anerkannte arzneiliche Anwendung f\u00fcr Alantwurzel<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>2 Meter<\/b><span>hoch wird die Staude - eine der gr\u00f6\u00dften heimischen Heilpflanzen<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"inhalt\">\n<h2><span>Ingredients<\/span>Das steckt in der Wurzel<\/h2>\n<p>Mengenm\u00e4\u00dfig dominiert das <strong>Inulin<\/strong> mit bis zu 44 Prozent der Trockenmasse. Es ist ein Fructan, also eine Kette aus Fruchtzuckerbausteinen, die der menschliche D\u00fcnndarm nicht spalten kann - es wandert unverdaut in den Dickdarm und dient dort den Bifidobakterien als Nahrung. Genau deshalb gilt Inulin heute als <strong>pr\u00e4biotischer Ballaststoff<\/strong>. F\u00fcr den Hustensaft war eher seine zweite Eigenschaft wichtig: Inulin bindet Wasser und wirkt dadurch mild reizlindernd auf Schleimh\u00e4ute.<\/p>\n<p>Die pharmakologisch aktive Fraktion ist das <strong>\u00e4therische \u00d6l<\/strong> mit ein bis vier Prozent, dessen Hauptbestandteil das <strong>Alantolacton<\/strong> und seine Verwandten sind - Sesquiterpenlactone, die als Kristallmasse ausfallen und fr\u00fcher als \u201eHelenin\u201c oder \u201eAlantkampfer\u201c bezeichnet wurden. Sie sind bitter, schleiml\u00f6send, antimikrobiell und, wie die gesamte Stoffgruppe, ausgepr\u00e4gt allergen. Die chemische Verwandtschaft zum Helenalin der Arnika ist kein Zufall: Beide sind Korbbl\u00fctler-Sesquiterpenlactone mit demselben reaktiven Grundger\u00fcst.<\/p>\n<p>Dazu kommen Bitterstoffe, Harze, Sterole und Spuren von Gerbstoffen. F\u00fcr die Praxis hei\u00dft das: Wer die Wurzel \u00fcberhaupt verwendet, tut es sparsam, kurz und nur bei bekannter Vertr\u00e4glichkeit - und Menschen mit Korbbl\u00fctler-Allergie lassen sie vollst\u00e4ndig weg.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"kombi\">\n<h2><span>Verst\u00e4rkte Kombinationen<\/span>Was beim Husten wirklich hilft<\/h2>\n<p>Weil wir f\u00fcr den Alant keine klare Empfehlung geben k\u00f6nnen, steht hier, was an seiner Stelle sinnvoll ist - und wof\u00fcr der Alant selbst noch taugt.<\/p>\n<div class=\"ea-kombi\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Ersatz<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>thyme<\/i><\/div>\n<p>Bei produktivem, festsitzendem Husten die anerkannte Wahl: schleiml\u00f6send, krampfl\u00f6send, gut vertr\u00e4glich.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Ersatz<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>Spitzwegerich &amp; Eibisch<\/i><\/div>\n<p>Bei trockenem Reizhusten - Schleimstoffe ohne Allergierisiko.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Ersatz<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>Efeu-Extrakt<\/i><\/div>\n<p>Als Fertigpr\u00e4parat bei produktivem Husten gut untersucht, auch f\u00fcr Kinder.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Intestinal flora<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>Inulin aus der K\u00fcche<\/i><\/div>\n<p>Das Pr\u00e4biotikum der Alantwurzel gibt es unproblematisch in Topinambur, Chicor\u00e9e, Schwarzwurzel und Zwiebel.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Garten<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">als <i>Insektenweide<\/i><\/div>\n<p>Die gro\u00dfen gelben K\u00f6rbchen sind im Hochsommer stark besucht - daf\u00fcr lohnt die Pflanze allemal.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Geschichte<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">als <i>Klostergartenpflanze<\/i><\/div>\n<p>Wer einen historischen Kr\u00e4utergarten anlegt, kommt am Alant nicht vorbei.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h3 class=\"ea-beisst-h\"><span>Was sich bei\u00dft<\/span>Diese Kombinationen lieber lassen<\/h3>\n<div class=\"ea-kombi beisst\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Allergie<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht bei <i>Korbbl\u00fctler-Allergie<\/i><\/div>\n<p>Alantolacton ist ein starkes Kontaktallergen und wird sogar als Testsubstanz eingesetzt.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">skin<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht als <i>Auflage oder Salbe<\/i><\/div>\n<p>Der Hautkontakt ist genau die Anwendung mit dem h\u00f6chsten Allergierisiko.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Dosis<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht <i>hoch dosiert<\/i><\/div>\n<p>Gr\u00f6\u00dfere Mengen reizen die Magenschleimhaut und k\u00f6nnen \u00dcbelkeit und Erbrechen ausl\u00f6sen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Length of time<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht <i>\u00fcber l\u00e4ngere Zeit<\/i><\/div>\n<p>Ohne belastbare Sicherheitsdaten ist eine Daueranwendung nicht vertretbar.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Schwangerschaft<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht in <i>Schwangerschaft und Stillzeit<\/i><\/div>\n<p>Es fehlen Daten, und die Stoffgruppe ist reaktiv - hier ganz verzichten.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Wurmkur<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht als <i>Wurmmittel<\/i><\/div>\n<p>Die traditionelle Anwendung ist obsolet; daf\u00fcr gibt es wirksame und sichere Medikamente.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"gerichte\">\n<h2><span>Application<\/span>Wie damit umzugehen ist<\/h2>\n<ul class=\"ea-gerichte\">\n<li><span class=\"g\">Thymiantee<\/span><span class=\"w\">Die empfohlene Alternative bei produktivem Husten - zwei Teel\u00f6ffel auf 250 ml, zugedeckt.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Spitzwegerichsirup<\/span><span class=\"w\">Bei Reizhusten, unbedenklich und auch f\u00fcr Kinder geeignet.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Eibisch-Kaltauszug<\/span><span class=\"w\">Die schleimstoffreichste Option bei trockenem Husten.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Efeu-Extrakt<\/span><span class=\"w\">Als Fertigpr\u00e4parat bei produktivem Husten gut untersucht.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Inulin aus der K\u00fcche<\/span><span class=\"w\">Topinambur, Chicor\u00e9e, Schwarzwurzel, Zwiebel - dasselbe Pr\u00e4biotikum ohne Alantolacton.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Alantwein<\/span><span class=\"w\">Die historische Zubereitung: Wurzel in Wein angesetzt - heute nicht mehr empfohlen.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Kandierte Alantwurzel<\/span><span class=\"w\">Ein altes Hustenbonbon, das aus dem Handel verschwunden ist.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Gartenstaude<\/span><span class=\"w\">Zwei Meter hoch, gelbe K\u00f6rbchen, im Hochsommer stark von Insekten besucht.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Klostergarten<\/span><span class=\"w\">Als historische Pflanze in jedem nachgebauten Heilkr\u00e4utergarten.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Kein Hautkontakt<\/span><span class=\"w\">Wurzel und Zubereitungen nicht auf die Haut bringen - hohes Allergierisiko.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"ea-tipp\"><b>Faustregel:<\/b> Der ehrlichste Rat zu dieser Pflanze: im Garten ja, in der Teekanne eher nicht. F\u00fcr Husten gibt es mit Thymian, Spitzwegerich, Eibisch und Efeu Optionen, die besser untersucht und deutlich vertr\u00e4glicher sind. Und das Inulin, wegen dem der Alant chemisch ber\u00fchmt wurde, steckt in jedem Topinambur.<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"hausmittel\">\n<h2><span>Als Hausmittel<\/span>Die sichere Alternative<\/h2>\n<div class=\"ea-rezept\">\n<div>\n<div class=\"k\">So geht&#8217;s<\/div>\n<h3>Thymian-Spitzwegerich-Hustentee<\/h3>\n<ol>\n<li>Je einen Teel\u00f6ffel getrocknetes Thymiankraut und Spitzwegerichbl\u00e4tter in eine Tasse geben.<\/li>\n<li>Mit 250 ml kochendem Wasser \u00fcbergie\u00dfen und unbedingt zugedeckt zehn Minuten ziehen lassen - der Deckel h\u00e4lt das \u00e4therische \u00d6l des Thymians im Aufguss.<\/li>\n<li>Abseihen und nach Geschmack mit Honig s\u00fc\u00dfen. Bei Kindern ab einem Jahr ist Honig zus\u00e4tzlich gut untersucht.<\/li>\n<li>Zwei bis drei Tassen t\u00e4glich, so lange der Husten dauert - der Thymian ist f\u00fcr die festsitzende, der Spitzwegerich f\u00fcr die kratzige Seite zust\u00e4ndig.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wof\u00fcr<\/div>\n<p>Bei Husten mit z\u00e4hem Schleim, bei Bronchitis und wenn beides zusammenkommt: Reiz und Verschleimung. Thymian ist bei der EMA f\u00fcr produktiven Husten gef\u00fchrt und hat ein gutes Sicherheitsprofil; Spitzwegerich liefert Schleimstoffe und eine antibakterielle Komponente. Zusammen decken sie genau das ab, wof\u00fcr der Alant traditionell stand - ohne dessen Allergierisiko.<\/p>\n<div class=\"k\" style=\"margin-top:14px\">Menge<\/div>\n<p>Zwei bis drei Tassen t\u00e4glich \u00fcber wenige Tage bis zwei Wochen. Kein Honig f\u00fcr S\u00e4uglinge unter zw\u00f6lf Monaten. Bei Korbbl\u00fctler-Allergie ist der Spitzwegerich unproblematisch, der Alant dagegen nicht. Husten \u00fcber zwei Wochen, mit Fieber, Atemnot oder blutigem Auswurf geh\u00f6rt \u00e4rztlich abgekl\u00e4rt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"tradition\">\n<h2><span>Ayurveda &amp; TCM<\/span>Was die alten Systeme sagen<\/h2>\n<div class=\"ea-trad\">\n<div>\n<h3>Ayurveda<\/h3>\n<p>Der Alant ist im Ayurveda nicht klassisch vertreten, hat aber eine indische Verwandte: <em>Inula racemosa<\/em>, dort als <strong>Pushkaramula<\/strong> gef\u00fchrt und bei Husten, Atemnot und Brustenge eingesetzt - interessanterweise also in genau derselben Richtung wie in Europa. Eingeordnet wird sie als bitter, scharf und erw\u00e4rmend, <em>Kapha<\/em> and <em>Vata<\/em> senkend. Zwei Kontinente, zwei verwandte Arten, dieselbe Anwendung.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3>Traditional Chinese Medicine<\/h3>\n<p>In der chinesischen Materia Medica sind <em>Inula<\/em>-Arten ebenfalls vertreten: <strong>Xuan Fu Hua<\/strong>, die Bl\u00fctenk\u00f6rbchen von <em>Inula japonica<\/em>, gelten als bitter, scharf, salzig und leicht warm und werden eingesetzt, um Schleim umzuwandeln, das Qi absteigen zu lassen und Husten und Keuchen zu lindern. Auch dort also die Atemwege - und auch dort gilt die Droge als reizend genug, dass sie klassisch in ein Tuch eingeschlagen gekocht wird, damit die H\u00e4rchen nicht in den Aufguss gelangen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"warn\">\n<h2><span>Warnhinweise<\/span>Wann du aufpassen solltest<\/h2>\n<div class=\"ea-warn\">\n<h3>Bitte beachten<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Kontaktallergie:<\/strong> Alantolacton ist ein starkes Allergen und wird in der Dermatologie als Testsubstanz eingesetzt - kein Hautkontakt.<\/li>\n<li><strong>Korbbl\u00fctler-Allergie:<\/strong> wer auf Arnika, Kamille, Beifu\u00df oder Ambrosia reagiert, meidet den Alant vollst\u00e4ndig.<\/li>\n<li><strong>Magenschleimhaut:<\/strong> h\u00f6here Dosen reizen und k\u00f6nnen \u00dcbelkeit, Erbrechen und Durchfall ausl\u00f6sen.<\/li>\n<li><strong>Keine anerkannte Anwendung:<\/strong> f\u00fcr Alantwurzel gibt es keine positive Monographie - die Anwendung beruht auf Tradition.<\/li>\n<li><strong>Schwangerschaft und Stillzeit:<\/strong> mangels Daten und wegen der reaktiven Stoffgruppe nicht anwenden.<\/li>\n<li><strong>Bessere Optionen:<\/strong> Thymian, Spitzwegerich, Eibisch und Efeu leisten dasselbe mit besserer Datenlage und Vertr\u00e4glichkeit.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Diese Seite informiert und ersetzt keine \u00e4rztliche Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden bitte abkl\u00e4ren lassen.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"passend\">\n<h2><span>Passend zum Thema<\/span>Weiterlesen und mitkochen<\/h2>\n<div class=\"ea-passend\"><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/thymian-thymus-vulgaris-5\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">thyme<\/span><span class=\"d\">Die anerkannte Wahl bei produktivem Husten.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/spitzwegerich-plantago-lanceolata\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Ribwort plantain<\/span><span class=\"d\">Schleimstoffe plus antibakterielle Wirkung.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/eibisch-althaea-officinalis\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Marshmallow<\/span><span class=\"d\">Die sanfteste Option bei trockenem Reizhusten.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/thymian-getrocknet\/\"><span class=\"art\">Unser Shop<\/span><span class=\"n\">Thymian, getrocknet<\/span><span class=\"d\">F\u00fcr den Hustentee, der wirklich untersucht ist.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/flohsamenschalen\/\"><span class=\"art\">Unser Shop<\/span><span class=\"n\">Psyllium husks<\/span><span class=\"d\">Ballaststoffe f\u00fcr den Darm - ohne Allergierisiko.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/probiotika-komplex\/\"><span class=\"art\">Unser Shop<\/span><span class=\"n\">Probiotic complex<\/span><span class=\"d\">Wenn es um die Darmflora geht, direkter als \u00fcber Inulin.<\/span><\/a><\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Shop-Links f\u00fchren zu unseren Produktseiten; dort ist gekennzeichnet, wenn ein Partner beteiligt ist.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k ea-quellen\" id=\"quellen\">\n<h2><span>Sources<\/span>Worauf sich das st\u00fctzt<\/h2>\n<ol>\n<li>Blaschek W (Hrsg.): <em>Wichtl - Teedrogen und Phytopharmaka.<\/em> 6. Auflage 2016, Monographie <em>Helenii rhizoma<\/em> - Inhaltsstoffe und Bewertung der traditionellen Anwendung.<\/li>\n<li>Paulsen E. <em>Contact sensitization from Compositae-containing herbal remedies and cosmetics.<\/em> Contact Dermatitis 2002; 47(4): 189\u2013198 - Alantolacton als Allergen.<\/li>\n<li>Roberfroid MB. <em>Inulin-type fructans: functional food ingredients.<\/em> Journal of Nutrition 2007; 137(11 Suppl): 2493S\u20132502S.<\/li>\n<li>H\u00e4nsel R, Sticher O: <em>Pharmakognosie - Phytopharmazie.<\/em> 9. Auflage - Sesquiterpenlactone der Korbbl\u00fctler und ihr Sensibilisierungspotenzial.<\/li>\n<li>EMA\/HMPC: <em>European Union herbal monograph on Thymus vulgaris L., herba<\/em> - als Beleg f\u00fcr die empfohlene Alternative bei produktivem Husten.<\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alant (Inula helenium) Familie Korbbl\u00fctlerInula helenium - benannt nach Helena von Troja Verwendet wird Die Wurzelim Herbst des zweiten Jahres geerntet, geschnitten getrocknet Geschmack Bitter mit s\u00fc\u00dfem Anklangerst aromatisch-s\u00fc\u00dflich, dann deutlich bitter und kratzig Herkunft Zentralasienseit der Antike in Europa kultiviert, heute vielerorts verwildert Besonderheit Inulinbis zu 44 Prozent - der Stoff ist nach dieser<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":7017,"parent":5278,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-5430","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5430","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5430"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5430\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9776,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5430\/revisions\/9776"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5278"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7017"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5430"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}