{"id":5434,"date":"2025-12-05T23:45:42","date_gmt":"2025-12-05T23:45:42","guid":{"rendered":"http:\/\/edenshealth.de\/?page_id=5434"},"modified":"2026-09-17T20:45:20","modified_gmt":"2026-09-17T20:45:20","slug":"baerlauch-allium-ursinum","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wiki-archiv\/baerlauch-allium-ursinum\/","title":{"rendered":"B\u00e4rlauch (Allium ursinum)"},"content":{"rendered":"<style>.awb-menu__main-li{border-bottom:1px solid rgba(85,136,59,0.18);padding:5px 0;margin:0;}.awb-menu__main-li:last-child{border-bottom:none;}li.wiki-cat-heading{border-bottom:none;margin-top:22px;padding-top:0;}li.wiki-cat-heading:first-child{margin-top:0;}li.wiki-cat-heading > a.awb-menu__main-a{pointer-events:none;cursor:default;font-weight:700;color:#55883b;text-transform:uppercase;font-size:0.72rem;letter-spacing:0.06em;padding-bottom:6px;border-bottom:2px solid #c1e899;display:inline-block;}<\/style>\n<div style=\"position:relative;width:100%;min-height:60vh;height:560px;max-height:70vh;background-image:url('https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/baerlauch-hero4k-scaled.jpg');background-size:cover;background-position:center;overflow:hidden;margin:0 0 -1px 0;\">\n<div style=\"position:absolute;top:0;left:0;right:0;height:45%;background:linear-gradient(180deg, rgba(20,15,5,0.40) 0%, rgba(20,15,5,0) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:0;left:0;right:0;height:60%;background:linear-gradient(180deg, rgba(252,250,246,0) 0%, rgba(252,250,246,0.55) 55%, rgba(252,250,246,1) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:14%;left:0;right:0;padding:0 6%;text-align:left;\">\n<h1 style=\"color:#ffffff;font-size:2.6rem;font-weight:600;margin:0;text-shadow:0 2px 16px rgba(0,0,0,0.55);letter-spacing:-0.5px;\">B\u00e4rlauch (Allium ursinum)<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"eh-arch\">\n<div class=\"ea-steck\">\n<div>\n<div class=\"k\">Familie<\/div>\n<div class=\"v\">Amaryllisgew\u00e4chse<small>Allium ursinum - der wilde Verwandte von Knoblauch und Zwiebel<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Verwendet wird<\/div>\n<div class=\"v\">Das junge Blatt<small>M\u00e4rz bis Mai, vor der Bl\u00fcte; danach wird er fad<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Geschmack<\/div>\n<div class=\"v\">Knoblauch ohne Nachhall<small>mild, frisch, gr\u00fcn - und ohne die Fahne am n\u00e4chsten Tag<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Origin<\/div>\n<div class=\"v\">Europa<small>in feuchten Laubw\u00e4ldern, oft in riesigen Best\u00e4nden<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wichtig<\/div>\n<div class=\"v\">T\u00f6dliche Doppelg\u00e4nger<small>Maigl\u00f6ckchen und Herbstzeitlose wachsen am selben Ort<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">K\u00fcche<\/div>\n<div class=\"v\">Immer roh<small>Hitze zerst\u00f6rt Aroma und Wirkstoffe in Minuten<\/small><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"ea-body\">\n<nav class=\"ea-nav\">\n<div class=\"t\">Auf dieser Seite<\/div>\n<p><a href=\"#herkunft\">Origin<\/a><a href=\"#nutzen\">Nutzen<\/a><a href=\"#inhalt\">Ingredients<\/a><a href=\"#kombi\">Verst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich bei\u00dft<\/a><a href=\"#gerichte\">Zu welchem Gericht<\/a><a href=\"#hausmittel\">Als Hausmittel<\/a><a href=\"#tradition\">Ayurveda &amp; TCM<\/a><a href=\"#warn\">Warnhinweise<\/a><a href=\"#passend\">Passend zum Thema<\/a><a href=\"#quellen\">Sources<\/a><\/p>\n<div class=\"box\"><b>Kurz gesagt<\/b>Der beste Fr\u00fchlingsbote, den unsere W\u00e4lder haben - und die Pflanze mit den gef\u00e4hrlichsten Verwechslungen. Maigl\u00f6ckchen und Herbstzeitlose wachsen daneben und sind t\u00f6dlich giftig. Deshalb: jedes einzelne Blatt pr\u00fcfen, nicht die Handvoll. Und immer roh verwenden.<\/div>\n<\/nav>\n<div>\n<section class=\"ea-k\" id=\"herkunft\">\n<h2><span>Origin<\/span>Der Wald riecht nach Knoblauch<\/h2>\n<div class=\"eh-kraeuter-img\"><img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271200%27%20height%3D%27800%27%20viewBox%3D%270%200%201200%20800%27%3E%3Crect%20width%3D%271200%27%20height%3D%27800%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/eh-kraeuter-baerlauch.jpg\" alt=\"B\u00e4rlauch Bl\u00fcten im Wald\" style=\"width:100%;height:auto;border-radius:14px;border:2px solid rgba(201,162,75,0.4);box-shadow:0 8px 24px rgba(23,58,36,0.15);\" loading=\"lazy\"><\/div>\n<p class=\"ea-satz\">Wenn im M\u00e4rz ganze Waldb\u00f6den gr\u00fcn werden und die Luft nach Knoblauch riecht, ist B\u00e4rlauchzeit - sechs bis acht Wochen, dann ist sie vorbei.<\/p>\n<p class=\"ea-drop\">Der B\u00e4rlauch w\u00e4chst in feuchten, schattigen Laubw\u00e4ldern auf n\u00e4hrstoffreichen, kalkhaltigen B\u00f6den - Auw\u00e4lder, Buchenw\u00e4lder, Bacht\u00e4ler. Er ist ein <strong>Fr\u00fchjahrsgeophyt<\/strong>: Er treibt aus der Zwiebel, bevor die B\u00e4ume Laub bekommen, nutzt das Licht der wenigen Wochen, bl\u00fcht im April und Mai und zieht bis zum Fr\u00fchsommer vollst\u00e4ndig ein. Wer im Juli sucht, findet nichts - oberirdisch ist dann keine Spur mehr von ihm da. In guten Best\u00e4nden w\u00e4chst er so dicht, dass der Waldboden fl\u00e4chig gr\u00fcn ist.<\/p>\n<p>Der Name geht auf die alte Vorstellung zur\u00fcck, dass B\u00e4ren nach dem Winterschlaf als Erstes B\u00e4rlauch fressen, um wieder zu Kr\u00e4ften zu kommen - botanisch hei\u00dft er deshalb <em>ursinum<\/em>, \u201ezum B\u00e4ren geh\u00f6rig\u201c. Ob B\u00e4ren das tats\u00e4chlich tun, ist unklar; als Bild f\u00fcr ein Fr\u00fchjahrskraut nach dem langen Winter funktioniert es trotzdem gut. In der Volksmedizin galt er als \u201eblutreinigend\u201c und war Teil der klassischen Fr\u00fchjahrskur zusammen mit Brennnessel und L\u00f6wenzahn.<\/p>\n<p>Kulinarisch ist er erst in den letzten drei Jahrzehnten popul\u00e4r geworden. Bis in die 1990er Jahre war B\u00e4rlauch in Deutschland ein fast vergessenes Wildkraut; heute ist er das bekannteste \u00fcberhaupt und wird sogar angebaut. Das hat eine Kehrseite: Beliebte Best\u00e4nde werden \u00fcbernutzt, und es sammeln viele Menschen, die nicht sicher bestimmen k\u00f6nnen. Deshalb steht auf dieser Seite die Verwechslungsfrage vor allem anderen.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"nutzen\">\n<h2><span>Nutzen<\/span>Was der B\u00e4rlauch f\u00fcr dich tut<\/h2>\n<p class=\"ea-drop\">Der B\u00e4rlauch ist chemisch ein <strong>naher Verwandter des Knoblauchs<\/strong> und arbeitet nach demselben Prinzip: Er speichert schwefelhaltige Verbindungen, aus denen beim Verletzen der Zellen <strong>Allicin<\/strong> und verwandte Stoffe entstehen. Deshalb riecht er, deshalb schmeckt er, und deshalb hat er \u00e4hnliche Eigenschaften - keimhemmend, leicht gerinnungshemmend, leicht blutdrucksenkend. Die Kommission E hat f\u00fcr B\u00e4rlauch selbst keine eigene Monographie erstellt; er ist arzneilich nie so systematisch untersucht worden wie der Knoblauch. Was wir \u00fcber ihn wissen, ist im Wesentlichen aus der Verwandtschaft abgeleitet - das sagen wir hier lieber offen.<\/p>\n<p>Zwei Unterschiede zum Knoblauch sind praktisch relevant. Erstens enth\u00e4lt B\u00e4rlauch <strong>deutlich mehr Vitamin C<\/strong> und mehr Chlorophyll - er ist ern\u00e4hrungsphysiologisch eher ein Blattgem\u00fcse als ein Gew\u00fcrz, und in einer Portion B\u00e4rlauchpesto steckt eine ordentliche Menge davon. Zweitens ist die ber\u00fchmte <strong>Knoblauchfahne schw\u00e4cher<\/strong>: B\u00e4rlauch hat ein etwas anderes Verbindungsprofil, das weniger von den fl\u00fcchtigen Stoffen bildet, die \u00fcber die Lunge wieder abgeatmet werden. Man riecht ihn k\u00fcrzer.<\/p>\n<p>Der realistische Nutzen ist also der eines sehr guten Wildgem\u00fcses: frisch, vitaminreich, wochenlang kostenlos verf\u00fcgbar, und mit den Schwefelverbindungen einer Pflanzenfamilie, deren gesundheitlicher Wert f\u00fcr Gef\u00e4\u00dfe und Verdauung insgesamt gut untersucht ist. Eine Kur ist es nicht, und wer Blutfette senken will, greift zum standardisierten Knoblauchpr\u00e4parat. Wer gut essen will, geht in den Wald.<\/p>\n<div class=\"ea-zahlen\">\n<div class=\"ea-zahl\"><b>6\u20138 Wochen<\/b><span>dauert die Saison - M\u00e4rz bis Mai, dann ist Schluss<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>Jedes Blatt einzeln<\/b><span>pr\u00fcfen, nicht die Handvoll - das ist die eine Regel, die z\u00e4hlt<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>Immer roh<\/b><span>Hitze zerst\u00f6rt Aroma und Schwefelverbindungen in Minuten<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>Mehr Vitamin C<\/b><span>als Knoblauch - er ist eher Blattgem\u00fcse als Gew\u00fcrz<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"inhalt\">\n<h2><span>Ingredients<\/span>Das steckt im Blatt<\/h2>\n<p>Wie beim Knoblauch liegt der Wirkstoff als geruchlose Vorstufe vor: <strong>Alliin<\/strong> und verwandte Schwefelverbindungen. Beim Verletzen der Zellen - Schneiden, Hacken, Kauen - trifft das Enzym <strong>Alliinase<\/strong> darauf, und es entsteht <strong>Allicin<\/strong>, das sich rasch weiter zu Sulfiden und Ajoen umwandelt. Diese Stoffe sind Geruch, Geschmack und Wirkung in einem. Wer die Bl\u00e4tter im Ganzen in den Mund steckt, schmeckt fast nichts; erst das Zerkleinern setzt alles frei.<\/p>\n<p>Daneben ist B\u00e4rlauch ein richtig gutes Blattgem\u00fcse: viel <strong>Vitamin C<\/strong>, Carotinoide, Chlorophyll, Eisen, Magnesium, Mangan und Flavonoide. Der Gehalt ist am h\u00f6chsten im jungen Blatt vor der Bl\u00fcte; sobald die wei\u00dfen Bl\u00fctensterne aufgehen, steckt die Pflanze ihre Energie in die Vermehrung, und die Bl\u00e4tter werden fasrig, bitter und aroma\u00e4rmer.<\/p>\n<p>F\u00fcr die K\u00fcche folgt daraus die wichtigste Regel: <strong>B\u00e4rlauch vertr\u00e4gt keine Hitze.<\/strong> Die Alliinase wird schon bei m\u00e4\u00dfiger Temperatur zerst\u00f6rt, und die entstandenen Schwefelverbindungen sind fl\u00fcchtig. Gekochter B\u00e4rlauch schmeckt nach gekochtem Gras. Er geh\u00f6rt ans Ende - in die fertige Suppe, unter die warmen Sp\u00e4tzle, in kaltes Pesto. Und er l\u00e4sst sich schlecht trocknen; einfrieren funktioniert leidlich, am besten gehackt in \u00d6l oder als fertiges Pesto.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"kombi\">\n<h2><span>Verst\u00e4rkte Kombinationen<\/span>Was den B\u00e4rlauch st\u00e4rker macht<\/h2>\n<p>Frisch, roh, zerkleinert - und zuerst richtig bestimmt. In dieser Reihenfolge.<\/p>\n<div class=\"ea-kombi\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Sicherheit<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>Blatt-f\u00fcr-Blatt-Pr\u00fcfung<\/i><\/div>\n<p>Jedes einzelne Blatt betrachten und zerreiben. B\u00e4rlauch w\u00e4chst einzeln aus dem Boden, die Unterseite ist matt, und er riecht nach Knoblauch.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Fett<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">in <i>Oliven\u00f6l &amp; Butter<\/i><\/div>\n<p>Die wirksamen Abbauprodukte sind fettl\u00f6slich - Pesto und Kr\u00e4uterbutter holen mehr heraus als Wasser.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">nuts<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>Sonnenblumenkernen &amp; Walnuss<\/i><\/div>\n<p>F\u00fcr Pesto muss es kein Pinienkern sein; heimische Kerne passen zum heimischen Kraut.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">S\u00e4ure<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>Zitrone<\/i><\/div>\n<p>Ein Spritzer h\u00e4lt die gr\u00fcne Farbe und mildert die Sch\u00e4rfe - wichtig, wenn das Pesto ein paar Tage stehen soll.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Kartoffel<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>Kartoffel &amp; Sahne<\/i><\/div>\n<p>B\u00e4rlauchsuppe: Kartoffel als Basis, B\u00e4rlauch erst nach dem P\u00fcrieren und nach dem Herd.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Vorrat<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">als <i>Pesto oder \u00d6l eingefroren<\/i><\/div>\n<p>Trocknen funktioniert nicht; gehackt in \u00d6l in Eisw\u00fcrfelformen dagegen sehr gut.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h3 class=\"ea-beisst-h\"><span>Was sich bei\u00dft<\/span>Diese Kombinationen lieber lassen<\/h3>\n<div class=\"ea-kombi beisst\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Sammeln<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht die <i>Handvoll auf einmal<\/i><\/div>\n<p>Der klassische t\u00f6dliche Fehler: Man greift ein B\u00fcschel und \u00fcbersieht das eine Maigl\u00f6ckchenblatt dazwischen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Geruchstest<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht nur <i>am Ende der Ernte<\/i><\/div>\n<p>Nach den ersten Bl\u00e4ttern riechen die Finger nach Knoblauch - dann versagt der Test. Zwischendurch H\u00e4nde abwischen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Technik<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht <i>mitkochen<\/i><\/div>\n<p>Hitze zerst\u00f6rt Enzym und Aroma - B\u00e4rlauch kommt immer nach dem Herd.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Zeitpunkt<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht <i>nach der Bl\u00fcte<\/i><\/div>\n<p>Ab der Bl\u00fcte werden die Bl\u00e4tter fasrig und fad - dann lohnt es nicht mehr.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Vorrat<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht <i>trocknen<\/i><\/div>\n<p>Getrockneter B\u00e4rlauch schmeckt nach Heu; einfrieren in \u00d6l ist die einzige gute Konservierung.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Best\u00e4nde<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht <i>fl\u00e4chig abernten<\/i><\/div>\n<p>Nur einzelne Bl\u00e4tter pro Pflanze nehmen, die Zwiebel im Boden lassen - in Schutzgebieten gar nicht sammeln.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"gerichte\">\n<h2><span>Zu welchem Gericht<\/span>Wo er hingeh\u00f6rt<\/h2>\n<ul class=\"ea-gerichte\">\n<li><span class=\"g\">B\u00e4rlauchpesto<\/span><span class=\"w\">Bl\u00e4tter, Sonnenblumenkerne, Oliven\u00f6l, Hartk\u00e4se, Salz, ein Spritzer Zitrone - kalt, nie erhitzt.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">B\u00e4rlauchsuppe<\/span><span class=\"w\">Kartoffel-Zwiebel-Basis, p\u00fcrieren, vom Herd nehmen, dann erst den B\u00e4rlauch.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">B\u00e4rlauchbutter<\/span><span class=\"w\">Feingehackt in weiche Butter mit Salz - aufs Brot, zum Steak, in die Ofenkartoffel.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">B\u00e4rlauchsp\u00e4tzle<\/span><span class=\"w\">P\u00fcrierte Bl\u00e4tter in den Teig - hier ist Hitze unvermeidlich, daf\u00fcr ist die Farbe sch\u00f6n.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Frischk\u00e4se-Aufstrich<\/span><span class=\"w\">Mit Frischk\u00e4se und Zitronenabrieb glattger\u00fchrt.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">B\u00e4rlauchsalz<\/span><span class=\"w\">Bl\u00e4tter mit grobem Salz im Mixer, d\u00fcnn ausgestrichen trocknen - die einzige Trockenform, die funktioniert.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Gr\u00fcne Sauce<\/span><span class=\"w\">Als Fr\u00fchlingsvariante: B\u00e4rlauch statt Knoblauch in Kr\u00e4uterso\u00dfen.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">B\u00e4rlauchknospen<\/span><span class=\"w\">Die geschlossenen Bl\u00fctenknospen in Essig eingelegt - falsche Kapern mit Knoblauchnote.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Risotto<\/span><span class=\"w\">Zum Schluss unterr\u00fchren, nachdem der Topf vom Herd ist.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Auf dem Brot<\/span><span class=\"w\">Einfach ein paar frische Bl\u00e4tter auf gebutterte Scheibe - die ehrlichste Zubereitung.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"ea-tipp\"><b>Faustregel:<\/b> Die eine Regel: <strong>jedes einzelne Blatt betrachten und zerreiben<\/strong>, nicht die Handvoll. B\u00e4rlauch w\u00e4chst mit jedem Blatt einzeln aus dem Boden, die Unterseite ist matt, und er riecht nach Knoblauch. Und weil die Finger nach ein paar Bl\u00e4ttern selbst riechen, zwischendurch die H\u00e4nde abwischen. In der K\u00fcche gilt: immer roh, immer zum Schluss.<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"hausmittel\">\n<h2><span>Als Hausmittel<\/span>Der Sicherheitscheck<\/h2>\n<div class=\"ea-rezept\">\n<div>\n<div class=\"k\">So geht&#8217;s<\/div>\n<h3>B\u00e4rlauch sicher bestimmen<\/h3>\n<ol>\n<li><strong>Wuchsform:<\/strong> B\u00e4rlauch - jedes Blatt kommt einzeln mit eigenem Stiel aus dem Boden. Maigl\u00f6ckchen - zwei (selten drei) Bl\u00e4tter kommen aus einem gemeinsamen St\u00e4ngel. Herbstzeitlose - mehrere dickfleischige Bl\u00e4tter stehen stiellos in einer Rosette zusammen.<\/li>\n<li><strong>Blattunterseite:<\/strong> B\u00e4rlauch ist unten <em>matt<\/em> und heller als oben. Maigl\u00f6ckchen gl\u00e4nzt auf beiden Seiten und ist derber. Herbstzeitlose ist dick, gl\u00e4nzend und steif.<\/li>\n<li><strong>Geruch:<\/strong> Ein einzelnes Blatt zwischen den Fingern zerreiben - B\u00e4rlauch riecht deutlich nach Knoblauch, die anderen nach nichts oder grasig. Danach die H\u00e4nde an einem Tuch abwischen, sonst riecht ab jetzt alles nach Knoblauch.<\/li>\n<li><strong>Im Zweifel stehen lassen.<\/strong> Diese Pr\u00fcfung gilt f\u00fcr jedes Blatt einzeln, nicht f\u00fcr das B\u00fcschel in der Hand - genau dort passieren die Vergiftungen.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wof\u00fcr<\/div>\n<p>F\u00fcr jeden Sammelgang, jedes Mal, ohne Ausnahme. Maigl\u00f6ckchen und Herbstzeitlose wachsen in denselben W\u00e4ldern, oft direkt nebeneinander, und beide sind lebensgef\u00e4hrlich: Das Maigl\u00f6ckchen enth\u00e4lt herzwirksame Glykoside, die Herbstzeitlose das Colchicin, f\u00fcr das es kein Gegenmittel gibt und dessen Vergiftung erst nach Stunden beginnt. Es hat in Deutschland wiederholt Todesf\u00e4lle nach Verwechslung gegeben - fast immer, weil jemand ein B\u00fcschel gegriffen und nicht jedes Blatt gepr\u00fcft hat.<\/p>\n<div class=\"k\" style=\"margin-top:14px\">Menge<\/div>\n<p>Nur so viel sammeln, wie man frisch verarbeitet, und pro Pflanze nur einzelne Bl\u00e4tter, damit der Bestand bleibt. In Naturschutzgebieten gar nicht sammeln. <strong>Bei Verdacht auf Verwechslung sofort den Giftnotruf anrufen<\/strong> - \u00dcbelkeit, Erbrechen, Durchfall, Herzrhythmusst\u00f6rungen oder Kribbeln nach einer B\u00e4rlauchmahlzeit sind ein Notfall und kein Abwarten wert. Zum Fuchsbandwurm: Das Risiko durch Wildkr\u00e4uter gilt heute als sehr gering; wer trotzdem unsicher ist, erhitzt kurz - dann ist der Erreger sicher abget\u00f6tet, das Aroma allerdings auch.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"tradition\">\n<h2><span>Ayurveda &amp; TCM<\/span>Was die alten Systeme sagen<\/h2>\n<div class=\"ea-trad\">\n<div>\n<h3>Ayurveda<\/h3>\n<p>Der B\u00e4rlauch ist im Ayurveda nicht vertreten - er w\u00e4chst nicht im indischen Raum. Nach seinen Eigenschaften w\u00e4re er scharf, leicht und erw\u00e4rmend, dabei weniger hei\u00df als Knoblauch: <em>Kapha<\/em> senkend, <em>Vata<\/em> in Ma\u00dfen, <em>Pitta<\/em> erh\u00f6hend. Als Fr\u00fchjahrskraut nach dem schweren Winter - im ayurvedischen Denken die Zeit, in der Kapha abgebaut wird - w\u00fcrde er gut passen. Eine Einordnung nach Prinzip, keine \u00dcberlieferung.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3>Traditional Chinese Medicine<\/h3>\n<p>Auch in der chinesischen Materia Medica fehlt der B\u00e4rlauch; die Rolle der scharfen Allium-Pflanze \u00fcbernehmen dort Knoblauch (<em>Da Suan<\/em>) und die Lauchzwiebel (<em>Cong Bai<\/em>). Nach seinem Charakter w\u00e4re B\u00e4rlauch ein scharfes, warmes Kraut, das die Oberfl\u00e4che \u00f6ffnet, K\u00e4lte zerstreut und das Qi bewegt - milder als der Knoblauch und damit eher f\u00fcr den \u00dcbergang vom Winter in den Fr\u00fchling geeignet.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"warn\">\n<h2><span>Warnhinweise<\/span>Wann du aufpassen solltest<\/h2>\n<div class=\"ea-warn\">\n<h3>Bitte beachten<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>T\u00f6dliche Verwechslung:<\/strong> Maigl\u00f6ckchen (herzwirksame Glykoside) und Herbstzeitlose (Colchicin, kein Gegenmittel) wachsen an denselben Standorten - jedes Blatt einzeln pr\u00fcfen.<\/li>\n<li><strong>Der Geruchstest versagt:<\/strong> nach den ersten Bl\u00e4ttern riechen die Finger selbst nach Knoblauch - zwischendurch H\u00e4nde abwischen.<\/li>\n<li><strong>Notfall:<\/strong> bei \u00dcbelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kribbeln oder Herzrhythmusst\u00f6rungen nach einer B\u00e4rlauchmahlzeit sofort den Giftnotruf anrufen.<\/li>\n<li><strong>Blutgerinnung:<\/strong> wie alle Allium-Arten leicht gerinnungshemmend - bei Blutverd\u00fcnnern gro\u00dfe Kurmengen besprechen.<\/li>\n<li><strong>Haustiere:<\/strong> f\u00fcr Hunde und Katzen giftig wie Zwiebel und Knoblauch - keine Reste f\u00fcttern.<\/li>\n<li><strong>Naturschutz:<\/strong> in Schutzgebieten nicht sammeln, sonst nur einzelne Bl\u00e4tter pro Pflanze entnehmen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Diese Seite informiert und ersetzt keine \u00e4rztliche Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden bitte abkl\u00e4ren lassen.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"passend\">\n<h2><span>Passend zum Thema<\/span>Weiterlesen und mitkochen<\/h2>\n<div class=\"ea-passend\"><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/knoblauch-allium-sativum\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Garlic<\/span><span class=\"d\">Der kultivierte Bruder mit der besseren Studienlage.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/zwiebel-allium-cepa\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Onion<\/span><span class=\"d\">Die dritte im Bunde der Allium-Familie.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/maigloeckchen-convallaria-majalis\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">lily of the valley<\/span><span class=\"d\">Der t\u00f6dliche Doppelg\u00e4nger - unbedingt kennen.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/knoblauch-extrakt\/\"><span class=\"art\">Unser Shop<\/span><span class=\"n\">Garlic extract<\/span><span class=\"d\">Wenn die Saison vorbei ist und es um die Gef\u00e4\u00dfe geht.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/leinoel\/\"><span class=\"art\">Unser Shop<\/span><span class=\"n\">Linseed oil<\/span><span class=\"d\">F\u00fcr Pesto und kalte K\u00fcche im Fr\u00fchling.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/schwarzer-pfeffer-ganz\/\"><span class=\"art\">Unser Shop<\/span><span class=\"n\">Schwarzer Pfeffer, ganz<\/span><span class=\"d\">Frisch gemahlen ins Pesto.<\/span><\/a><\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Shop-Links f\u00fchren zu unseren Produktseiten; dort ist gekennzeichnet, wenn ein Partner beteiligt ist.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k ea-quellen\" id=\"quellen\">\n<h2><span>Sources<\/span>Worauf sich das st\u00fctzt<\/h2>\n<ol>\n<li>Blaschek W (Hrsg.): <em>Wichtl - Teedrogen und Phytopharmaka.<\/em> 6. Auflage 2016, Gattung <em>Allium<\/em>.<\/li>\n<li>Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung: Hinweise zur Verwechslung von B\u00e4rlauch mit Maigl\u00f6ckchen und Herbstzeitlose.<\/li>\n<li>Roth L, Daunderer M, Kormann K: <em>Giftpflanzen - Pflanzengifte.<\/em> 6. Auflage - <em>Convallaria majalis<\/em> and <em>Colchicum autumnale<\/em>.<\/li>\n<li>Sobolewska D, Podolak I, Makowska-W\u0105s J. <em>Allium ursinum: botanical, phytochemical and pharmacological overview.<\/em> Phytochemistry Reviews 2015; 14(1): 81\u201397.<\/li>\n<li>Robert Koch-Institut: Einsch\u00e4tzung des Infektionsrisikos durch den Fuchsbandwurm beim Verzehr von Wildkr\u00e4utern und Waldfr\u00fcchten.<\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>B\u00e4rlauch (Allium ursinum) Familie Amaryllisgew\u00e4chseAllium ursinum - der wilde Verwandte von Knoblauch und Zwiebel Verwendet wird Das junge BlattM\u00e4rz bis Mai, vor der Bl\u00fcte; danach wird er fad Geschmack Knoblauch ohne Nachhallmild, frisch, gr\u00fcn - und ohne die Fahne am n\u00e4chsten Tag Herkunft Europain feuchten Laubw\u00e4ldern, oft in riesigen Best\u00e4nden Wichtig T\u00f6dliche Doppelg\u00e4ngerMaigl\u00f6ckchen und Herbstzeitlose<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":7021,"parent":5278,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-5434","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5434","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5434"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5434\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9778,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5434\/revisions\/9778"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5278"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7021"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5434"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}