{"id":5486,"date":"2025-12-05T23:49:53","date_gmt":"2025-12-05T23:49:53","guid":{"rendered":"http:\/\/edenshealth.de\/?page_id=5486"},"modified":"2026-09-17T22:34:22","modified_gmt":"2026-09-17T22:34:22","slug":"maigloeckchen-convallaria-majalis","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wiki-archiv\/maigloeckchen-convallaria-majalis\/","title":{"rendered":"Maigl\u00f6ckchen (Convallaria majalis)"},"content":{"rendered":"<style>.awb-menu__main-li{border-bottom:1px solid rgba(85,136,59,0.18);padding:5px 0;margin:0;}.awb-menu__main-li:last-child{border-bottom:none;}li.wiki-cat-heading{border-bottom:none;margin-top:22px;padding-top:0;}li.wiki-cat-heading:first-child{margin-top:0;}li.wiki-cat-heading > a.awb-menu__main-a{pointer-events:none;cursor:default;font-weight:700;color:#55883b;text-transform:uppercase;font-size:0.72rem;letter-spacing:0.06em;padding-bottom:6px;border-bottom:2px solid #c1e899;display:inline-block;}<\/style>\n<div style=\"position:relative;width:100%;min-height:60vh;height:560px;max-height:70vh;background-image:url('https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/maigloeckchen-hero4k-scaled.jpg');background-size:cover;background-position:center;overflow:hidden;margin:0 0 -1px 0;\">\n<div style=\"position:absolute;top:0;left:0;right:0;height:45%;background:linear-gradient(180deg, rgba(20,15,5,0.40) 0%, rgba(20,15,5,0) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:0;left:0;right:0;height:60%;background:linear-gradient(180deg, rgba(252,250,246,0) 0%, rgba(252,250,246,0.55) 55%, rgba(252,250,246,1) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:14%;left:0;right:0;padding:0 6%;text-align:left;\">\n<h1 style=\"color:#ffffff;font-size:2.6rem;font-weight:600;margin:0;text-shadow:0 2px 16px rgba(0,0,0,0.55);letter-spacing:-0.5px;\">Maigl\u00f6ckchen (Convallaria majalis)<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"eh-arch\">\n<div class=\"ea-steck\">\n<div>\n<div class=\"k\">Familie<\/div>\n<div class=\"v\">Spargelgew\u00e4chse<small>Convallaria majalis - heute zu den Spargelgew\u00e4chsen gestellt<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Verwendet wird<\/div>\n<div class=\"v\">Nichts zur Selbstanwendung<small>standardisierte Zubereitungen sind verschreibungspflichtig<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Giftstoffe<\/div>\n<div class=\"v\">Herzglykoside<small>Convallatoxin und Convallosid - in allen Pflanzenteilen<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Origin<\/div>\n<div class=\"v\">Europa und Asien<small>in lichten Laubw\u00e4ldern, oft in gro\u00dfen Best\u00e4nden<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Status<\/div>\n<div class=\"v\">Gesch\u00fctzt<small>in Deutschland besonders gesch\u00fctzt - nicht ausgraben<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wichtig<\/div>\n<div class=\"v\">B\u00e4rlauch-Doppelg\u00e4nger<small>die h\u00e4ufigste t\u00f6dliche Verwechslung im Fr\u00fchling<\/small><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"ea-body\">\n<nav class=\"ea-nav\">\n<div class=\"t\">Auf dieser Seite<\/div>\n<p><a href=\"#herkunft\">Origin<\/a><a href=\"#nutzen\">Nutzen<\/a><a href=\"#inhalt\">Ingredients<\/a><a href=\"#kombi\">Verst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich bei\u00dft<\/a><a href=\"#gerichte\">Application<\/a><a href=\"#hausmittel\">Als Hausmittel<\/a><a href=\"#tradition\">Ayurveda &amp; TCM<\/a><a href=\"#warn\">Warnhinweise<\/a><a href=\"#passend\">Passend zum Thema<\/a><a href=\"#quellen\">Sources<\/a><\/p>\n<div class=\"box\"><b>Kurz gesagt<\/b>Eine der sch\u00f6nsten und eine der gef\u00e4hrlichsten Pflanzen unserer W\u00e4lder. Alle Teile enthalten Herzglykoside, die Beeren und das Bl\u00fctenwasser besonders. Als B\u00e4rlauch-Doppelg\u00e4nger ist sie die Ursache schwerer Vergiftungen - deshalb steht auf dieser Seite die Unterscheidung an erster Stelle.<\/div>\n<\/nav>\n<div>\n<section class=\"ea-k\" id=\"herkunft\">\n<h2><span>Origin<\/span>Die sch\u00f6nste Giftpflanze des Waldes<\/h2>\n<div class=\"eh-kraeuter-img\"><img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271200%27%20height%3D%271600%27%20viewBox%3D%270%200%201200%201600%27%3E%3Crect%20width%3D%271200%27%20height%3D%271600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/eh-kraeuter-maigloeckchen.jpg\" alt=\"Maigl\u00f6ckchen Bl\u00fcte Nahaufnahme\" style=\"width:100%;height:auto;border-radius:14px;border:2px solid rgba(201,162,75,0.4);box-shadow:0 8px 24px rgba(23,58,36,0.15);\" loading=\"lazy\"><\/div>\n<p class=\"ea-satz\">Kaum eine Pflanze wird so geliebt und so untersch\u00e4tzt: Der Duft ist ber\u00fchmt, das Aussehen zart - und der Inhalt wirkt auf dasselbe Ziel wie Digitalis-Medikamente.<\/p>\n<p class=\"ea-drop\">Das Maigl\u00f6ckchen w\u00e4chst in lichten Laub- und Mischw\u00e4ldern, an Waldr\u00e4ndern und auf Kalkb\u00f6den in ganz Europa, Vorderasien und Nordamerika. Es breitet sich \u00fcber unterirdische Ausl\u00e4ufer aus und bildet dadurch fl\u00e4chige Best\u00e4nde, in denen alle Pflanzen genetisch identisch sind. Aus dem Rhizom treiben im Fr\u00fchjahr <strong>zwei, seltener drei Bl\u00e4tter aus einem gemeinsamen St\u00e4ngel<\/strong> - dieses Merkmal ist f\u00fcr die Unterscheidung vom B\u00e4rlauch entscheidend. Die wei\u00dfen Gl\u00f6ckchen erscheinen im Mai, daher <em>majalis<\/em>; im Sp\u00e4tsommer folgen leuchtend rote Beeren.<\/p>\n<p>Kulturell ist es au\u00dfergew\u00f6hnlich pr\u00e4sent: In Frankreich schenkt man sich am 1. Mai Maigl\u00f6ckchenstr\u00e4u\u00dfchen - <em>muguet<\/em> \u2013, ein Brauch, der bis auf Karl IX. im 16. Jahrhundert zur\u00fcckgeht und bis heute Millionen Str\u00e4u\u00dfe bewegt. In der christlichen Ikonographie steht es f\u00fcr Reinheit und ist ein Mariensymbol. Und sein Duft ist eines der meistkopierten Motive der Parf\u00fcmerie - wobei praktisch alle \u201eMaigl\u00f6ckchen\u201c-D\u00fcfte synthetisch sind, weil sich aus der Bl\u00fcte kein brauchbares \u00e4therisches \u00d6l gewinnen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>In der Medizin hatte es eine reale, heute weitgehend beendete Rolle. Weil seine Herzglykoside auf dasselbe Enzym wirken wie die Digitalisglykoside des Fingerhuts, wurden standardisierte Maigl\u00f6ckchenzubereitungen bei leichter Herzschw\u00e4che eingesetzt - die Kommission E hat diese Anwendung f\u00fcr gepr\u00fcfte, standardisierte Fertigarzneimittel bewertet. Heute spielt sie praktisch keine Rolle mehr: Die moderne Herzmedizin arbeitet mit besser steuerbaren Substanzen, und Herzglykoside insgesamt sind stark zur\u00fcckgedr\u00e4ngt worden. Was bleibt, ist eine sehr sch\u00f6ne Pflanze, die man kennen muss - wegen des Fr\u00fchlings.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"nutzen\">\n<h2><span>Nutzen<\/span>Warum diese Seite vor allem eine Warnung ist<\/h2>\n<p class=\"ea-drop\">Alle Teile des Maigl\u00f6ckchens enthalten <strong>herzwirksame Glykoside<\/strong>, vor allem Convallatoxin und Convallosid - \u00fcber drei\u00dfig verschiedene sind beschrieben. Sie hemmen ein Transportenzym in der Herzmuskelzelle und verst\u00e4rken dadurch die Kontraktionskraft, verlangsamen aber zugleich den Herzschlag und k\u00f6nnen die Erregungsleitung st\u00f6ren. Genau dieser Mechanismus macht sie in gepr\u00fcfter Dosierung arzneilich nutzbar und in ungepr\u00fcfter Dosierung gef\u00e4hrlich: Der Abstand zwischen wirksamer und giftiger Menge ist bei Herzglykosiden sehr klein.<\/p>\n<p><strong>Es gibt keine sinnvolle Selbstanwendung dieser Pflanze.<\/strong> Kein Tee, keine Tinktur, kein Aufguss - der Glykosidgehalt schwankt mit Standort, Jahreszeit und Pflanzenteil so stark, dass eine eigene Dosierung nicht kalkulierbar ist. Standardisierte Zubereitungen gab und gibt es nur als verschreibungspflichtige Arzneimittel, und auch die sind heute kaum noch in Gebrauch. Wer Unterst\u00fctzung f\u00fcrs Herz sucht, findet sie beim <strong>Hawthorn<\/strong>, der eine anerkannte Anwendung und ein ausgezeichnetes Sicherheitsprofil hat.<\/p>\n<p>Praktisch relevant ist das Maigl\u00f6ckchen heute vor allem als <strong>Vergiftungsursache<\/strong>. Drei Situationen kommen immer wieder vor. Erstens: <strong>Kinder essen die roten Beeren<\/strong>, die im Sp\u00e4tsommer sehr auff\u00e4llig sind. Zweitens: Jemand trinkt das <strong>Wasser aus der Blumenvase<\/strong>, in der Maigl\u00f6ckchen standen - die Glykoside gehen ins Wasser \u00fcber, und gerade Kinder trinken aus Vasen. Drittens, und am folgenreichsten: die <strong>Verwechslung mit B\u00e4rlauch<\/strong> im Fr\u00fchling.<\/p>\n<p>Die gute Nachricht dabei ist, dass schwere Vergiftungen beim Menschen seltener sind, als der Ruf vermuten l\u00e4sst - die Glykoside werden aus dem Darm schlecht aufgenommen, und wenige Beeren f\u00fchren meist \u201enur\u201c zu \u00dcbelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Die schlechte Nachricht ist, dass gr\u00f6\u00dfere Mengen - etwa eine B\u00e4rlauchportion aus verwechselten Bl\u00e4ttern - zu Herzrhythmusst\u00f6rungen, Sehst\u00f6rungen, Verwirrtheit und im Extremfall zum Herzstillstand f\u00fchren k\u00f6nnen. Deshalb gilt: <strong>Jeder Verdacht auf Maigl\u00f6ckchenverzehr ist ein Fall f\u00fcr den Giftnotruf<\/strong>, nicht f\u00fcr Abwarten.<\/p>\n<div class=\"ea-zahlen\">\n<div class=\"ea-zahl\"><b>30+<\/b><span>verschiedene Herzglykoside sind in der Pflanze beschrieben<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>2 Bl\u00e4tter<\/b><span>aus einem St\u00e4ngel - das Unterscheidungsmerkmal zum B\u00e4rlauch<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>Auch das Vasenwasser<\/b><span>die Glykoside gehen ins Wasser \u00fcber<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>Keine Selbstanwendung<\/b><span>standardisierte Zubereitungen sind verschreibungspflichtig<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"inhalt\">\n<h2><span>Ingredients<\/span>Das steckt im Maigl\u00f6ckchen<\/h2>\n<p>Die wirksamkeitsbestimmenden und zugleich giftigen Stoffe sind die <strong>Cardenolidglykoside<\/strong> - Convallatoxin, Convallosid, Convallatoxol und viele weitere. Sie kommen in allen Pflanzenteilen vor, mit den h\u00f6chsten Gehalten in den <strong>Bl\u00fcten und Samen<\/strong>. Chemisch und in der Wirkung sind sie mit den Digitalisglykosiden des Fingerhuts verwandt: Sie hemmen die Natrium-Kalium-Pumpe der Herzmuskelzelle, wodurch sich Calcium in der Zelle anreichert und die Kontraktionskraft steigt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Praxis ist eine Eigenschaft besonders wichtig: Die Glykoside sind <strong>wasserl\u00f6slich<\/strong> und gehen in jedes w\u00e4ssrige Milieu \u00fcber - in den Tee, in die Suppe, in das Wasser der Blumenvase. Das ist der Grund f\u00fcr den ungew\u00f6hnlich klingenden, aber realen Warnhinweis zum Vasenwasser. Gleichzeitig werden sie aus dem Magen-Darm-Trakt nur zu einem kleinen Teil aufgenommen, was erkl\u00e4rt, warum die meisten Vergiftungen glimpflich verlaufen.<\/p>\n<p>Daneben enth\u00e4lt die Pflanze Saponine, Flavonoide und Schleimstoffe - f\u00fcr die Bewertung spielen sie keine Rolle. Bei dieser Pflanze entscheiden die Glykoside, und alles andere ist Nebensache. Ein praktischer Hinweis zum Garten: Wer Maigl\u00f6ckchen im Beet hat, sollte wissen, dass auch <strong>Hunde und Katzen<\/strong> empfindlich reagieren; bei Haustieren mit Kaugewohnheiten lohnt es, den Standort zu \u00fcberdenken.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"kombi\">\n<h2><span>Verst\u00e4rkte Kombinationen<\/span>Was du \u00fcber das Maigl\u00f6ckchen wissen solltest<\/h2>\n<p>Hier geht es nicht um Kombinationen, sondern um die Situationen, in denen diese Pflanze gef\u00e4hrlich wird - und darum, was stattdessen hilft.<\/p>\n<div class=\"ea-kombi\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Bestimmung<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>Blatt-f\u00fcr-Blatt-Pr\u00fcfung<\/i><\/div>\n<p>Beim B\u00e4rlauchsammeln jedes einzelne Blatt ansehen und zerreiben - nicht die Handvoll.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Merkmal<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>zwei Bl\u00e4ttern aus einem St\u00e4ngel<\/i><\/div>\n<p>Maigl\u00f6ckchen: zwei Bl\u00e4tter, gemeinsamer St\u00e4ngel, beidseitig gl\u00e4nzend. B\u00e4rlauch: jedes Blatt einzeln, Unterseite matt.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Geruch<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>sauberen Fingern<\/i><\/div>\n<p>Der Knoblauchtest funktioniert nur, solange die Finger nicht selbst danach riechen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Herz<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>Hawthorn<\/i><\/div>\n<p>Die sichere und anerkannte Pflanze bei nachlassender Herzleistung.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Haushalt<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>Vase au\u00dfer Reichweite<\/i><\/div>\n<p>Kinder trinken aus Vasen - Maigl\u00f6ckchenstr\u00e4u\u00dfe hoch stellen und das Wasser nicht stehen lassen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Garten<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>bewusster Standortwahl<\/i><\/div>\n<p>Sch\u00f6n, aber nicht dort, wo kleine Kinder und knabbernde Haustiere unterwegs sind.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h3 class=\"ea-beisst-h\"><span>Was sich bei\u00dft<\/span>Diese Kombinationen lieber lassen<\/h3>\n<div class=\"ea-kombi beisst\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Selbstanwendung<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht als <i>Tee oder Tinktur<\/i><\/div>\n<p>Der Glykosidgehalt schwankt stark - eine eigene Dosierung ist nicht kalkulierbar.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Beeren<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht in <i>Reichweite von Kindern<\/i><\/div>\n<p>Die roten Beeren im Sp\u00e4tsommer sind auff\u00e4llig und werden gegessen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Vasenwasser<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht <i>stehen lassen<\/i><\/div>\n<p>Die Glykoside gehen ins Wasser \u00fcber - ein realer und oft untersch\u00e4tzter Vergiftungsweg.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Sammeln<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht <i>beim B\u00e4rlauch mitnehmen<\/i><\/div>\n<p>Die h\u00e4ufigste t\u00f6dliche Verwechslung im Fr\u00fchling - jedes Blatt einzeln pr\u00fcfen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Haustiere<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht in <i>Reichweite von Hund und Katze<\/i><\/div>\n<p>Auch sie reagieren empfindlich auf Herzglykoside.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Abwarten<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht bei <i>Verdacht auf Verzehr<\/i><\/div>\n<p>Jeder Verdacht geh\u00f6rt an den Giftnotruf, nicht ins Abwarten.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"gerichte\">\n<h2><span>Application<\/span>Wie damit umzugehen ist<\/h2>\n<ul class=\"ea-gerichte\">\n<li><span class=\"g\">Als Gartenpflanze<\/span><span class=\"w\">Sch\u00f6n und pflegeleicht im Schatten - mit Blick auf Kinder und Haustiere.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Als Maistrau\u00df<\/span><span class=\"w\">Der franz\u00f6sische Brauch am 1. Mai - Vase au\u00dfer Reichweite stellen.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Keine Selbstanwendung<\/span><span class=\"w\">Kein Tee, keine Tinktur, kein Aufguss - der Gehalt ist nicht kalkulierbar.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Verschreibungspflichtig<\/span><span class=\"w\">Standardisierte Zubereitungen gibt es nur auf Rezept, und kaum noch in Gebrauch.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Wei\u00dfdorn stattdessen<\/span><span class=\"w\">Die anerkannte und sichere Pflanze bei nachlassender Herzleistung.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">B\u00e4rlauch-Bestimmung<\/span><span class=\"w\">Zwei Bl\u00e4tter aus einem St\u00e4ngel, beidseitig gl\u00e4nzend, kein Knoblauchgeruch.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Beeren entfernen<\/span><span class=\"w\">Im Sp\u00e4tsommer aus G\u00e4rten mit kleinen Kindern herausschneiden.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Vasenwasser wegsch\u00fctten<\/span><span class=\"w\">Nicht stehen lassen und nicht in Reichweite von Kindern.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Giftnotruf-Nummer<\/span><span class=\"w\">Sichtbar im Haushalt aufbewahren - nicht erst im Notfall suchen.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Naturschutz<\/span><span class=\"w\">Die Art ist besonders gesch\u00fctzt - nicht ausgraben.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"ea-tipp\"><b>Faustregel:<\/b> Beim B\u00e4rlauchsammeln gilt eine einzige Regel, und sie rettet Leben: <strong>jedes Blatt einzeln ansehen und zerreiben<\/strong>. Maigl\u00f6ckchen kommen mit zwei Bl\u00e4ttern aus einem gemeinsamen St\u00e4ngel, sind auf beiden Seiten gl\u00e4nzend und riechen nicht nach Knoblauch. B\u00e4rlauch kommt mit jedem Blatt einzeln aus dem Boden, ist unterseits matt und riecht deutlich. Und zu Hause: Vasenwasser wegsch\u00fctten, Beeren au\u00dfer Reichweite.<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"hausmittel\">\n<h2><span>Als Hausmittel<\/span>Der Notfallplan<\/h2>\n<div class=\"ea-rezept\">\n<div>\n<div class=\"k\">So geht&#8217;s<\/div>\n<h3>Was bei Verdacht auf Maigl\u00f6ckchenvergiftung zu tun ist<\/h3>\n<ol>\n<li><strong>Sofort den Giftnotruf anrufen<\/strong> - die Nummer der zust\u00e4ndigen Giftinformationszentrale. Nicht abwarten, ob Beschwerden kommen: Bei Herzglykosiden k\u00f6nnen Symptome verz\u00f6gert einsetzen.<\/li>\n<li><strong>Nicht zum Erbrechen bringen<\/strong> und keine Milch geben - beides sind \u00fcberholte Ratschl\u00e4ge, die schaden k\u00f6nnen. Was die Giftinformationszentrale sagt, gilt.<\/li>\n<li><strong>Informationen bereithalten:<\/strong> Was wurde gegessen oder getrunken (Bl\u00e4tter, Beeren, Vasenwasser), wie viel ungef\u00e4hr, wann, Alter und Gewicht der betroffenen Person. Wenn m\u00f6glich, einen Rest der Pflanze aufheben.<\/li>\n<li><strong>Warnzeichen kennen:<\/strong> \u00dcbelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, langsamer oder unregelm\u00e4\u00dfiger Puls, Sehst\u00f6rungen mit Farbsehen, Verwirrtheit, Schwindel. Bei Herzbeschwerden oder Bewusstseinsst\u00f6rung sofort 112.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wof\u00fcr<\/div>\n<p>F\u00fcr den Fall, der im Fr\u00fchling und im Sp\u00e4tsommer immer wieder vorkommt: ein Kind hat Beeren gegessen, jemand hat aus der Blumenvase getrunken, oder es stellt sich nach dem Essen heraus, dass im B\u00e4rlauchpesto etwas anderes war. Wir schreiben hier bewusst kein Hausmittel hin, weil es keines gibt - bei Herzglykosiden ist die einzige richtige Reaktion der Anruf bei Fachleuten, die die Menge einsch\u00e4tzen und sagen k\u00f6nnen, ob und wie beobachtet werden muss.<\/p>\n<div class=\"k\" style=\"margin-top:14px\">Menge<\/div>\n<p>Es gibt bei dieser Pflanze keine sichere Menge zur Selbstanwendung - weder als Tee noch in irgendeiner anderen Form. Die Giftinformationszentralen sind rund um die Uhr erreichbar, die Beratung ist kostenlos, und sie ist ausdr\u00fccklich auch f\u00fcr Verdachtsf\u00e4lle gedacht, bei denen noch nichts passiert ist. Es ist besser, einmal zu oft anzurufen als einmal zu sp\u00e4t. Die zust\u00e4ndige Nummer f\u00fcr die eigene Region lohnt sich im Haushalt sichtbar aufzubewahren.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"tradition\">\n<h2><span>Ayurveda &amp; TCM<\/span>Was die alten Systeme sagen<\/h2>\n<div class=\"ea-trad\">\n<div>\n<h3>Ayurveda<\/h3>\n<p>Das Maigl\u00f6ckchen ist im Ayurveda nicht vertreten. Eine Einordnung nach Prinzip unterlassen wir hier bewusst: Bei einer Pflanze mit herzwirksamen Glykosiden und geringem Abstand zwischen Wirkung und Vergiftung w\u00e4re jede Zuordnung zu Doshas ein falsches Signal. Die ayurvedische Herzpflanze ist <strong>Arjuna<\/strong> (<em>Terminalia arjuna<\/em>), und die ist etwas v\u00f6llig anderes.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3>Traditional Chinese Medicine<\/h3>\n<p>Auch in der chinesischen Materia Medica ist <em>Convallaria majalis<\/em> nicht gef\u00fchrt; eine ostasiatische Verwandte, <em>Convallaria keiskei<\/em>, wird regional verwendet, spielt aber keine Rolle in den klassischen Arzneib\u00fcchern. Die chinesische Medizin kennt herzglykosidhaltige Drogen und behandelt sie mit derselben Vorsicht wie die westliche Pharmakologie - als Substanzen f\u00fcr Fachleute, nicht f\u00fcr den Hausgebrauch.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"warn\">\n<h2><span>Warnhinweise<\/span>Wann du aufpassen solltest<\/h2>\n<div class=\"ea-warn\">\n<h3>Bitte beachten<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Alle Pflanzenteile giftig:<\/strong> Bl\u00e4tter, Bl\u00fcten, Beeren und Rhizom enthalten herzwirksame Glykoside - die h\u00f6chsten Gehalte in Bl\u00fcten und Samen.<\/li>\n<li><strong>B\u00e4rlauch-Verwechslung:<\/strong> die h\u00e4ufigste schwere Vergiftung im Fr\u00fchling - jedes Blatt einzeln pr\u00fcfen, nicht die Handvoll.<\/li>\n<li><strong>Vasenwasser:<\/strong> die Glykoside gehen ins Wasser \u00fcber - Vasen au\u00dfer Reichweite von Kindern und das Wasser wegsch\u00fctten.<\/li>\n<li><strong>Keine Selbstanwendung:<\/strong> kein Tee, keine Tinktur - der Glykosidgehalt ist nicht kalkulierbar.<\/li>\n<li><strong>Haustiere:<\/strong> Hunde und Katzen reagieren ebenfalls empfindlich auf Herzglykoside.<\/li>\n<li><strong>Notfall:<\/strong> bei Verdacht sofort den Giftnotruf anrufen; bei Herzbeschwerden oder Bewusstseinsst\u00f6rung die 112.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Diese Seite informiert und ersetzt keine \u00e4rztliche Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden bitte abkl\u00e4ren lassen.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"passend\">\n<h2><span>Passend zum Thema<\/span>Weiterlesen und mitkochen<\/h2>\n<div class=\"ea-passend\"><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/baerlauch-allium-ursinum\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Wild garlic<\/span><span class=\"d\">Die Pflanze, mit der es verwechselt wird - dort steht der Sicherheitscheck.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/weissdorn-crataegus-monogyna-2\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Hawthorn<\/span><span class=\"d\">Die sichere und anerkannte Pflanze f\u00fcr das Herz.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/kuechenschelle-pulsatilla-vulgaris\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">pasque<\/span><span class=\"d\">Eine weitere sch\u00f6ne Giftpflanze, die man kennen sollte.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/weissdorn-extrakt\/\"><span class=\"art\">Unser Shop<\/span><span class=\"n\">Hawthorn extract<\/span><span class=\"d\">Standardisiert - f\u00fcr nachlassende Herzleistung.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/coenzym-q10\/\"><span class=\"art\">Unser Shop<\/span><span class=\"n\">Coenzyme Q10<\/span><span class=\"d\">F\u00fcr den Energiestoffwechsel der Herzmuskelzelle.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/magnesiumcitrat\/\"><span class=\"art\">Unser Shop<\/span><span class=\"n\">Magnesium citrate<\/span><span class=\"d\">F\u00fcr Muskeln und Herzrhythmus - nach \u00e4rztlicher Abkl\u00e4rung.<\/span><\/a><\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Shop-Links f\u00fchren zu unseren Produktseiten; dort ist gekennzeichnet, wenn ein Partner beteiligt ist.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k ea-quellen\" id=\"quellen\">\n<h2><span>Sources<\/span>Worauf sich das st\u00fctzt<\/h2>\n<ol>\n<li>Roth L, Daunderer M, Kormann K: <em>Giftpflanzen - Pflanzengifte.<\/em> 6. Auflage - <em>Convallaria majalis<\/em>, Glykosidgehalt und Vergiftungsbild.<\/li>\n<li>Kommission E: Monographie <em>Convallariae herba (Maigl\u00f6ckchenkraut)<\/em>, Bundesanzeiger 1984 - standardisierte Fertigarzneimittel, verschreibungspflichtig.<\/li>\n<li>Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung: Hinweise zur Verwechslung von B\u00e4rlauch mit Maigl\u00f6ckchen und Herbstzeitlose.<\/li>\n<li>Gemeinsames Giftinformationszentrum der L\u00e4nder: Fallberichte und Empfehlungen zu Convallaria-Ingestionen.<\/li>\n<li>Blaschek W (Hrsg.): <em>Wichtl - Teedrogen und Phytopharmaka.<\/em> 6. Auflage 2016, Monographie <em>Convallariae herba<\/em>.<\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Maigl\u00f6ckchen (Convallaria majalis) Familie Spargelgew\u00e4chseConvallaria majalis - heute zu den Spargelgew\u00e4chsen gestellt Verwendet wird Nichts zur Selbstanwendungstandardisierte Zubereitungen sind verschreibungspflichtig Giftstoffe HerzglykosideConvallatoxin und Convallosid - in allen Pflanzenteilen Herkunft Europa und Asienin lichten Laubw\u00e4ldern, oft in gro\u00dfen Best\u00e4nden Status Gesch\u00fctztin Deutschland besonders gesch\u00fctzt - nicht ausgraben Wichtig B\u00e4rlauch-Doppelg\u00e4ngerdie h\u00e4ufigste t\u00f6dliche Verwechslung im Fr\u00fchling Auf dieser<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":7061,"parent":5278,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-5486","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5486","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5486"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5486\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9798,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5486\/revisions\/9798"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5278"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7061"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5486"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}