{"id":5492,"date":"2025-12-05T23:50:29","date_gmt":"2025-12-05T23:50:29","guid":{"rendered":"http:\/\/edenshealth.de\/?page_id=5492"},"modified":"2026-09-17T22:40:02","modified_gmt":"2026-09-17T22:40:02","slug":"holunderblueten-sambucus-nigra","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wiki-archiv\/holunderblueten-sambucus-nigra\/","title":{"rendered":"Holunderbl\u00fcten (Sambucus nigra)"},"content":{"rendered":"<style>.awb-menu__main-li{border-bottom:1px solid rgba(85,136,59,0.18);padding:5px 0;margin:0;}.awb-menu__main-li:last-child{border-bottom:none;}li.wiki-cat-heading{border-bottom:none;margin-top:22px;padding-top:0;}li.wiki-cat-heading:first-child{margin-top:0;}li.wiki-cat-heading > a.awb-menu__main-a{pointer-events:none;cursor:default;font-weight:700;color:#55883b;text-transform:uppercase;font-size:0.72rem;letter-spacing:0.06em;padding-bottom:6px;border-bottom:2px solid #c1e899;display:inline-block;}<\/style>\n<div style=\"position:relative;width:100%;min-height:60vh;height:560px;max-height:70vh;background-image:url('https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/holunderblueten-hero4k-scaled.jpg');background-size:cover;background-position:center;overflow:hidden;margin:0 0 -1px 0;\">\n<div style=\"position:absolute;top:0;left:0;right:0;height:45%;background:linear-gradient(180deg, rgba(20,15,5,0.40) 0%, rgba(20,15,5,0) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:0;left:0;right:0;height:60%;background:linear-gradient(180deg, rgba(252,250,246,0) 0%, rgba(252,250,246,0.55) 55%, rgba(252,250,246,1) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:14%;left:0;right:0;padding:0 6%;text-align:left;\">\n<h1 style=\"color:#ffffff;font-size:2.6rem;font-weight:600;margin:0;text-shadow:0 2px 16px rgba(0,0,0,0.55);letter-spacing:-0.5px;\">Holunderbl\u00fcten (Sambucus nigra)<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"eh-arch\">\n<div class=\"ea-steck\">\n<div>\n<div class=\"k\">Familie<\/div>\n<div class=\"v\">Moschuskrautgew\u00e4chse<small>Sambucus nigra - der Schwarze Holunder, fr\u00fcher zu den Gei\u00dfblattgew\u00e4chsen<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Verwendet wird<\/div>\n<div class=\"v\">Bl\u00fcte und Beere<small>die Bl\u00fcten roh verwendbar, die Beeren nur gekocht<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Geschmack<\/div>\n<div class=\"v\">Blumig und s\u00fc\u00dflich<small>die Bl\u00fcten duften unverwechselbar, die Beeren sind herb-fruchtig<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Origin<\/div>\n<div class=\"v\">Europa<small>an Hecken, Waldr\u00e4ndern und alten Hofstellen - \u00fcberall<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Anerkannt f\u00fcr<\/div>\n<div class=\"v\">Erk\u00e4ltungsbeschwerden<small>EMA: traditional use - schwei\u00dftreibend bei fieberhaften Infekten<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wichtig<\/div>\n<div class=\"v\">Beeren nie roh<small>rohe Beeren enthalten Sambunigrin und verursachen Erbrechen<\/small><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"ea-body\">\n<nav class=\"ea-nav\">\n<div class=\"t\">Auf dieser Seite<\/div>\n<p><a href=\"#herkunft\">Origin<\/a><a href=\"#nutzen\">Nutzen<\/a><a href=\"#inhalt\">Ingredients<\/a><a href=\"#kombi\">Verst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich bei\u00dft<\/a><a href=\"#gerichte\">Zu welchem Gericht<\/a><a href=\"#hausmittel\">Als Hausmittel<\/a><a href=\"#tradition\">Ayurveda &amp; TCM<\/a><a href=\"#warn\">Warnhinweise<\/a><a href=\"#passend\">Passend zum Thema<\/a><a href=\"#quellen\">Sources<\/a><\/p>\n<div class=\"box\"><b>Kurz gesagt<\/b>Die Bl\u00fcten f\u00fcr die Schwitzkur und den Sirup, die Beeren f\u00fcr Saft und Gelee - aber immer gekocht. Rohe Holunderbeeren machen zuverl\u00e4ssig \u00fcbel. Die Bl\u00fcten sind bei Erk\u00e4ltungsbeschwerden anerkannt, und f\u00fcr Holunderbeersaft gibt es kleine Studien mit vorsichtig positiver Richtung.<\/div>\n<\/nav>\n<div>\n<section class=\"ea-k\" id=\"herkunft\">\n<h2><span>Origin<\/span>Der Baum an der Hofstelle<\/h2>\n<div class=\"eh-kraeuter-img\"><img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271200%27%20height%3D%271600%27%20viewBox%3D%270%200%201200%201600%27%3E%3Crect%20width%3D%271200%27%20height%3D%271600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/eh-kraeuter-holunder.jpg\" alt=\"Holunderbl\u00fcten wei\u00df in Bl\u00fcte\" style=\"width:100%;height:auto;border-radius:14px;border:2px solid rgba(201,162,75,0.4);box-shadow:0 8px 24px rgba(23,58,36,0.15);\" loading=\"lazy\"><\/div>\n<p class=\"ea-satz\">\u201eVor dem Holunder zieh den Hut\u201c - kaum ein Strauch stand so unter Schutz: Er galt als Sitz der Hausgeister, und wer ihn f\u00e4llte, brachte Ungl\u00fcck \u00fcber das Haus.<\/p>\n<p class=\"ea-drop\">Der Schwarze Holunder w\u00e4chst an Waldr\u00e4ndern, Hecken, Bachufern, auf Schuttfl\u00e4chen und - besonders charakteristisch - an alten Hofstellen. Er liebt stickstoffreiche B\u00f6den und zeigt damit an, wo Menschen und Vieh waren. In fast jedem alten Bauerngarten stand ein Holunder, und das war kein Zufall: Er galt als Wohnsitz der sch\u00fctzenden Hausgeister, in Norddeutschland der \u201eFrau Holle\u201c, und wurde niemals gef\u00e4llt. Die Redewendung vom Hutziehen vor dem Holunder ist \u00fcberliefert.<\/p>\n<p>Praktisch war er der <strong>Hausapotheke-Strauch<\/strong> schlechthin: Bl\u00fcten f\u00fcr die Erk\u00e4ltung, Beeren f\u00fcr Saft und Mus, Bl\u00e4tter f\u00fcr Umschl\u00e4ge, Rinde als Abf\u00fchrmittel, und das leichte, markhaltige Holz f\u00fcr Pfeifen, Spielzeug und Blasrohre. Sogar der Name h\u00e4ngt damit zusammen - im Englischen <em>elder<\/em>, von einem Wort f\u00fcr \u201eFeuer\u201c, weil die hohlen Zweige zum Anfachen des Feuers dienten.<\/p>\n<p>Beim Sammeln sind zwei Abgrenzungen wichtig. Der <strong>Zwergholunder<\/strong> oder Attich (<em>Sambucus ebulus<\/em>) sieht \u00e4hnlich aus, ist aber eine krautige Staude ohne verholzten Stamm, wird nur knie- bis h\u00fcfthoch, riecht unangenehm und tr\u00e4gt aufrecht stehende Fruchtst\u00e4nde - seine Beeren sind deutlich giftiger als die des Schwarzen Holunders und verursachen schwere Magen-Darm-Beschwerden. Der <strong>Rote Holunder<\/strong> (<em>Sambucus racemosa<\/em>) bl\u00fcht fr\u00fcher, hat rote Beeren in kegelf\u00f6rmigen Rispen; sein Fruchtfleisch ist gekocht verwendbar, die Samen sind es nicht. Merksatz: Der Schwarze Holunder ist ein verholzter Strauch mit flachen, schirmartigen Bl\u00fctenst\u00e4nden, und seine reifen Fruchtst\u00e4nde <strong>h\u00e4ngen nach unten<\/strong>.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"nutzen\">\n<h2><span>Nutzen<\/span>Was der Holunder f\u00fcr dich tut<\/h2>\n<p class=\"ea-drop\">Die europ\u00e4ische Arzneimittelagentur f\u00fchrt <strong>Elderflowers<\/strong> als traditionelle Anwendung bei <strong>Erk\u00e4ltungsbeschwerden<\/strong>; die Kommission E hat sie entsprechend positiv bewertet. Sie sind die klassische schwei\u00dftreibende Droge - zusammen mit Lindenbl\u00fcten die Grundlage jeder Schwitzkur. Wie bei der Linde gilt: Die Wirkung h\u00e4ngt an der Temperatur, der Tee muss hei\u00df getrunken werden, und was danach kommt - Bett, Zudecke, Ruhe - ist Teil der Anwendung.<\/p>\n<p>F\u00fcr die <strong>Beeren<\/strong> ist die Lage interessanter geworden. Holunderbeersaft und -extrakt wurden in mehreren kleinen kontrollierten Studien bei Erk\u00e4ltung und Grippe untersucht, unter anderem bei Flugreisenden und bei Patienten mit Influenza. Die Ergebnisse deuten auf eine Verk\u00fcrzung der Krankheitsdauer und eine Abnahme der Beschwerden hin. Einschr\u00e4nkend geh\u00f6rt dazu: Die Studien sind klein, teils vom Hersteller unterst\u00fctzt, und eine gro\u00dfe, unabh\u00e4ngige Best\u00e4tigung fehlt. Das ist mehr als bei vielen Erk\u00e4ltungsmitteln, aber weniger, als der Hype um \u201eElderberry\u201c vermuten l\u00e4sst. Die Anthocyane und Flavonoide der Beere sind dabei die plausibelsten Kandidaten f\u00fcr den Effekt.<\/p>\n<p>Und jetzt der Punkt, der in der K\u00fcche z\u00e4hlt: <strong>Rohe Holunderbeeren sind nicht essbar.<\/strong> Sie enthalten - wie Bl\u00e4tter, Rinde und unreife Fr\u00fcchte - das cyanogene Glykosid <strong>Sambunigrin<\/strong>, aus dem Blaus\u00e4ure freigesetzt werden kann. Lebensgef\u00e4hrlich ist das beim Schwarzen Holunder nicht, aber es f\u00fchrt zuverl\u00e4ssig zu \u00dcbelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall. Wer einmal versehentlich eine Handvoll roher Beeren gegessen hat, vergisst es nicht. <strong>Zwanzig Minuten Kochen zerst\u00f6rt das Glykosid vollst\u00e4ndig<\/strong> - danach ist alles unbedenklich. Deshalb gibt es Holunderbeeren traditionell nur als Saft, Gelee, Mus oder Suppe.<\/p>\n<p>Die <strong>Bl\u00fcten<\/strong> sind davon nicht betroffen - sie enthalten nur Spuren und lassen sich roh verwenden, etwa im Sirup oder als Hollerk\u00fcchle. Beim Sirup gilt allerdings: Die Bl\u00fctenstiele enthalten mehr davon als die Bl\u00fcten, weshalb man die groben Stiele vor dem Ansetzen m\u00f6glichst entfernt. Das verbessert nebenbei auch den Geschmack.<\/p>\n<div class=\"ea-zahlen\">\n<div class=\"ea-zahl\"><b>Nie roh<\/b><span>rohe Beeren enthalten Sambunigrin und verursachen Erbrechen<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>20 Minuten<\/b><span>Kochen zerst\u00f6rt das Glykosid vollst\u00e4ndig<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>Bl\u00fcten und Beeren<\/b><span>zwei Drogen mit zwei verschiedenen Anwendungen<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>Fruchtst\u00e4nde h\u00e4ngen<\/b><span>beim Schwarzen Holunder - beim giftigen Zwergholunder stehen sie aufrecht<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"inhalt\">\n<h2><span>Ingredients<\/span>Das steckt in Bl\u00fcte und Beere<\/h2>\n<p>Die <strong>Bl\u00fcten<\/strong> enthalten <strong>Flavonoide<\/strong> - vor allem Rutin, Isoquercitrin und Hyperosid, zusammen bis zu drei Prozent \u2013, dazu Schleimstoffe, Gerbstoffe, Triterpene und ein sehr geringer Anteil \u00e4therisches \u00d6l, das den charakteristischen Duft ausmacht. Den Flavonoiden wird die schwei\u00dftreibende Wirkung zugeschrieben; der genaue Mechanismus ist wie bei der Linde nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Die <strong>Beeren<\/strong> sind reich an <strong>Anthocyanen<\/strong> - Sambucin und verwandte Farbstoffe, die f\u00fcr das tiefe Violettschwarz sorgen und die H\u00e4nde beim Verarbeiten f\u00e4rben, wie jeder wei\u00df, der einmal Holunderbeeren entstielt hat. Dazu kommen Vitamin C, B-Vitamine, Kalium, Fruchts\u00e4uren und ebenfalls Flavonoide. Der Anthocyangehalt geh\u00f6rt zu den h\u00f6chsten aller heimischen Fr\u00fcchte.<\/p>\n<p>Der kritische Stoff ist <strong>Sambunigrin<\/strong>, ein cyanogenes Glykosid, das in Bl\u00e4ttern, Rinde, unreifen Fr\u00fcchten und im rohen Fruchtfleisch vorkommt. Beim Erhitzen zerf\u00e4llt es; zwanzig Minuten sicheres Kochen reichen vollst\u00e4ndig aus. In den Bl\u00fcten ist es nur in Spuren enthalten, in den Stielen deutlich mehr - deshalb der Rat, beim Sirup die groben Stiele zu entfernen. Und in den <strong>Samen<\/strong> der Beeren sitzt ebenfalls mehr davon, weshalb Holunderbeersaft traditionell abgeseiht und nicht mitsamt den Kernen p\u00fcriert wird.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"kombi\">\n<h2><span>Verst\u00e4rkte Kombinationen<\/span>Was den Holunder st\u00e4rker macht<\/h2>\n<p>Zwei Drogen, zwei Regeln: Die Bl\u00fcten brauchen Hitze im Glas, die Beeren Hitze im Topf.<\/p>\n<div class=\"ea-kombi\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Erk\u00e4ltung<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>Linden blossoms<\/i><\/div>\n<p>Die klassische Schwitzkur - beide wirken in dieselbe Richtung.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Temperatur<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">so <i>hei\u00df wie m\u00f6glich<\/i><\/div>\n<p>Die schwei\u00dftreibende Wirkung h\u00e4ngt an der W\u00e4rme, nicht an der Menge.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Beeren<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>20 Minuten Kochen<\/i><\/div>\n<p>Danach ist das Sambunigrin vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt und alles unbedenklich.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Saft<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>Abseihen statt P\u00fcrieren<\/i><\/div>\n<p>In den Samen sitzt mehr Glykosid - der klassische Saft wird abgeseiht.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Sirup<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>entstielten Bl\u00fcten<\/i><\/div>\n<p>Die groben Stiele enthalten mehr Sambunigrin und schmecken grasig.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Vitamin C<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">mit <i>Zitrone im Sirup<\/i><\/div>\n<p>Verbessert Haltbarkeit, Farbe und Geschmack - und erg\u00e4nzt die Beere sinnvoll.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h3 class=\"ea-beisst-h\"><span>Was sich bei\u00dft<\/span>Diese Kombinationen lieber lassen<\/h3>\n<div class=\"ea-kombi beisst\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Beeren<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht <i>roh essen<\/i><\/div>\n<p>\u00dcbelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen sind die zuverl\u00e4ssige Folge.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Bl\u00e4tter und Rinde<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht <i>verwenden<\/i><\/div>\n<p>Sie enthalten deutlich mehr Sambunigrin als die Fr\u00fcchte.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Zwergholunder<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht <i>verwechseln<\/i><\/div>\n<p><em>Sambucus ebulus<\/em> ist krautig, riecht unangenehm, hat aufrechte Fruchtst\u00e4nde und ist deutlich giftiger.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Sirup<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht mit <i>groben Stielen ansetzen<\/i><\/div>\n<p>Mehr Glykosid, grasiger Geschmack - die Dolden m\u00f6glichst abzupfen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Temperatur<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht <i>lauwarm trinken<\/i><\/div>\n<p>Dann ist der Bl\u00fctentee ein netter Tee, aber keine Schwitzkur.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Erwartung<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">nicht als <i>Grippemittel<\/i><\/div>\n<p>Die Studien zum Beerensaft sind klein und teils herstellernah - die Impfung ersetzt er nicht.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"gerichte\">\n<h2><span>Zu welchem Gericht<\/span>Wo er hingeh\u00f6rt<\/h2>\n<ul class=\"ea-gerichte\">\n<li><span class=\"g\">Holunderbl\u00fctentee<\/span><span class=\"w\">Zwei Teel\u00f6ffel auf 250 ml, zugedeckt zehn Minuten, so hei\u00df wie m\u00f6glich.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Schwitzkur<\/span><span class=\"w\">Mit Lindenbl\u00fcten zu gleichen Teilen, danach ins Bett.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Holunderbl\u00fctensirup<\/span><span class=\"w\">Dolden mit Zitrone in Zuckerwasser \u00fcber Nacht, abseihen, aufkochen.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Hollerk\u00fcchle<\/span><span class=\"w\">Ganze Dolden in Pfannkuchenteig ausgebacken, mit Puderzucker.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Holunderbeersaft<\/span><span class=\"w\">Beeren mit wenig Wasser 20 Minuten kochen, abseihen, aufkochen und abf\u00fcllen.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Holunderbeergelee<\/span><span class=\"w\">Aus dem Saft mit Gelierzucker - tiefdunkel und herb-fruchtig.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Fliederbeersuppe<\/span><span class=\"w\">Norddeutsch: Holunderbeersaft mit Grie\u00df- oder Wei\u00dfbrotkl\u00f6\u00dfchen und Obst.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Holundersekt<\/span><span class=\"w\">Bl\u00fctendolden mit Zitrone, Zucker und Wasser wenige Tage verg\u00e4ren lassen.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Holunderlimonade<\/span><span class=\"w\">Sirup mit Sprudel und Minze - das beste Sommergetr\u00e4nk aus der Hecke.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Vogelnahrung<\/span><span class=\"w\">Was h\u00e4ngen bleibt, ern\u00e4hrt im Herbst Amseln, Stare und Grasm\u00fccken.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"ea-tipp\"><b>Faustregel:<\/b> Die eine Regel, die z\u00e4hlt: <strong>Beeren immer kochen<\/strong>, mindestens zwanzig Minuten - roh machen sie zuverl\u00e4ssig \u00fcbel. Beim Bl\u00fctensirup die groben Stiele abzupfen, das verbessert Geschmack und Bek\u00f6mmlichkeit. Und beim Sammeln auf den Zwergholunder achten: krautig statt verholzt, aufrechte statt h\u00e4ngende Fruchtst\u00e4nde, unangenehmer Geruch.<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"hausmittel\">\n<h2><span>Als Hausmittel<\/span>Der Sirup aus der Hecke<\/h2>\n<div class=\"ea-rezept\">\n<div>\n<div class=\"k\">So geht&#8217;s<\/div>\n<h3>Holunderbl\u00fctensirup<\/h3>\n<ol>\n<li>An einem trockenen, sonnigen Vormittag etwa 25 voll aufgebl\u00fchte Dolden schneiden - dann ist der Duft am st\u00e4rksten. Nicht waschen, nur aussch\u00fctteln; Wasser sp\u00fclt das Aroma weg.<\/li>\n<li>Die Bl\u00fcten m\u00f6glichst von den groben Stielen abzupfen und in eine gro\u00dfe Sch\u00fcssel geben. Zwei unbehandelte Zitronen in Scheiben schneiden und dazugeben.<\/li>\n<li>1,5 Liter Wasser mit 1,5 Kilogramm Zucker aufkochen, bis sich alles gel\u00f6st hat, etwas abk\u00fchlen lassen und \u00fcber die Bl\u00fcten gie\u00dfen. Zugedeckt 24 bis 48 Stunden ziehen lassen.<\/li>\n<li>Durch ein Tuch abseihen, noch einmal kurz aufkochen und hei\u00df in saubere Flaschen f\u00fcllen. K\u00fchl und dunkel gelagert h\u00e4lt der Sirup ein Jahr.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wof\u00fcr<\/div>\n<p>F\u00fcr Limonade, f\u00fcr Sekt, \u00fcber Desserts, in Vinaigrette - und als das sch\u00f6nste Argument, im Juni loszuziehen. Das ist ein Genussrezept ohne Heilanspruch. Wer die anerkannte Wirkung will, braucht den hei\u00dfen Bl\u00fctentee und die Schwitzkur, nicht den Sirup; bei einer beginnenden Erk\u00e4ltung tut ein hei\u00dfes Glas Holundersirup mit Wasser trotzdem gut, weil W\u00e4rme und Fl\u00fcssigkeit zuverl\u00e4ssig wirken.<\/p>\n<div class=\"k\" style=\"margin-top:14px\">Menge<\/div>\n<p>Nach Belieben, mit Blick auf den Zuckergehalt. Die groben Stiele abzupfen - sie enthalten mehr Sambunigrin und schmecken grasig. F\u00fcr Kinder unproblematisch in der \u00fcblichen Verd\u00fcnnung. Und beim Sammeln: nur vom verholzten Schwarzen Holunder mit flachen, schirmartigen Dolden, nicht vom krautigen Zwergholunder, der unangenehm riecht.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"tradition\">\n<h2><span>Ayurveda &amp; TCM<\/span>Was die alten Systeme sagen<\/h2>\n<div class=\"ea-trad\">\n<div>\n<h3>Ayurveda<\/h3>\n<p>Der Holunder ist im Ayurveda nicht vertreten - er ist ein europ\u00e4ischer Strauch. Nach den Eigenschaften eingeordnet w\u00e4ren die Bl\u00fcten leicht, s\u00fc\u00df und die Oberfl\u00e4che \u00f6ffnend, also <em>Kapha<\/em> senkend und bei beginnenden Infekten passend; die Beeren s\u00fc\u00df-sauer und aufbauend. Eine \u00dcbertragung nach Prinzip, keine \u00dcberlieferung.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3>Traditional Chinese Medicine<\/h3>\n<p>In der chinesischen Materia Medica ist eine verwandte Art als <strong>Jie Gu Mu<\/strong> gef\u00fchrt - <em>Sambucus williamsii<\/em>, dort allerdings mit ganz anderem Schwerpunkt: Zweige und Rinde werden bei Knochenbr\u00fcchen, rheumatischen Beschwerden und Schwellungen eingesetzt; der Name hei\u00dft sinngem\u00e4\u00df \u201eKnochen-verbindendes Holz\u201c. Die Bl\u00fctenanwendung bei Erk\u00e4ltungen, wie wir sie kennen, ist dort nicht \u00fcberliefert - die Rolle des oberfl\u00e4chen\u00f6ffnenden Erk\u00e4ltungsmittels \u00fcbernehmen andere Kr\u00e4uter.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"warn\">\n<h2><span>Warnhinweise<\/span>Wann du aufpassen solltest<\/h2>\n<div class=\"ea-warn\">\n<h3>Bitte beachten<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Rohe Beeren:<\/strong> enthalten Sambunigrin und f\u00fchren zuverl\u00e4ssig zu \u00dcbelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen - mindestens 20 Minuten kochen.<\/li>\n<li><strong>Bl\u00e4tter und Rinde:<\/strong> enthalten deutlich mehr des Glykosids und werden nicht verwendet.<\/li>\n<li><strong>Zwergholunder:<\/strong> <em>Sambucus ebulus<\/em> ist krautig, riecht unangenehm, hat aufrechte Fruchtst\u00e4nde und ist deutlich giftiger.<\/li>\n<li><strong>Schwitzkur:<\/strong> belastet den Kreislauf - bei Herzerkrankungen und niedrigem Blutdruck vorsichtig.<\/li>\n<li><strong>Beerensaft-Studien:<\/strong> klein und teils herstellernah - kein Ersatz f\u00fcr die Grippeimpfung.<\/li>\n<li><strong>Kinder:<\/strong> bei Verzehr roher Beeren den Giftnotruf anrufen, besonders bei kleinen Kindern und gr\u00f6\u00dferen Mengen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Diese Seite informiert und ersetzt keine \u00e4rztliche Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden bitte abkl\u00e4ren lassen.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"passend\">\n<h2><span>Passend zum Thema<\/span>Weiterlesen und mitkochen<\/h2>\n<div class=\"ea-passend\"><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/lindenblueten-tilia-cordata\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Linden blossoms<\/span><span class=\"d\">Der Partner in jeder Schwitzkur.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/roter-sonnenhut-echinacea-purpurea\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Red Coneflower<\/span><span class=\"d\">F\u00fcr die ersten Erk\u00e4ltungstage - mit ehrlicher Einordnung.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/malve-malva-sylvestris\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">mallow<\/span><span class=\"d\">Wenn zum Infekt ein trockener Reizhusten kommt.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/hagebuttentee\/\"><span class=\"art\">Unser Shop<\/span><span class=\"n\">Rosehip tea<\/span><span class=\"d\">Die fruchtige Erg\u00e4nzung in der Erk\u00e4ltungszeit.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/vitamin-c-aus-acerola\/\"><span class=\"art\">Unser Shop<\/span><span class=\"n\">Vitamin C from acerola<\/span><span class=\"d\">F\u00fcr die Grundversorgung im Winter.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/zink-bisglycinat\/\"><span class=\"art\">Unser Shop<\/span><span class=\"n\">Zinc bisglycinate<\/span><span class=\"d\">Mit eigener Studienlage bei fr\u00fcher Einnahme.<\/span><\/a><\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Shop-Links f\u00fchren zu unseren Produktseiten; dort ist gekennzeichnet, wenn ein Partner beteiligt ist.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k ea-quellen\" id=\"quellen\">\n<h2><span>Sources<\/span>Worauf sich das st\u00fctzt<\/h2>\n<ol>\n<li>EMA\/HMPC: <em>European Union herbal monograph on Sambucus nigra L., flos<\/em> - traditional use bei Erk\u00e4ltungsbeschwerden.<\/li>\n<li>Kommission E: Monographie <em>Sambuci flos (Holunderbl\u00fcten)<\/em>, Bundesanzeiger 1986.<\/li>\n<li>Tiralongo E, Wee SS, Lea RA. <em>Elderberry supplementation reduces cold duration and symptoms in air-travellers.<\/em> Nutrients 2016; 8(4): 182.<\/li>\n<li>Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung: Hinweise zu cyanogenen Glykosiden in Lebensmitteln - Sambunigrin im Holunder.<\/li>\n<li>Blaschek W (Hrsg.): <em>Wichtl - Teedrogen und Phytopharmaka.<\/em> 6. Auflage 2016, Monographien <em>Sambuci flos<\/em> and <em>Sambuci fructus<\/em>.<\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Holunderbl\u00fcten (Sambucus nigra) Familie Moschuskrautgew\u00e4chseSambucus nigra - der Schwarze Holunder, fr\u00fcher zu den Gei\u00dfblattgew\u00e4chsen Verwendet wird Bl\u00fcte und Beeredie Bl\u00fcten roh verwendbar, die Beeren nur gekocht Geschmack Blumig und s\u00fc\u00dflichdie Bl\u00fcten duften unverwechselbar, die Beeren sind herb-fruchtig Herkunft Europaan Hecken, Waldr\u00e4ndern und alten Hofstellen - \u00fcberall Anerkannt f\u00fcr Erk\u00e4ltungsbeschwerdenEMA: traditional use - schwei\u00dftreibend bei fieberhaften<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":7067,"parent":5278,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-5492","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5492","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5492"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5492\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9801,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5492\/revisions\/9801"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5278"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7067"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5492"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}