{"id":5647,"date":"2025-12-06T00:04:16","date_gmt":"2025-12-06T00:04:16","guid":{"rendered":"http:\/\/edenshealth.de\/?page_id=5647"},"modified":"2026-09-18T08:52:08","modified_gmt":"2026-09-18T08:52:08","slug":"goldrute-solidago-virgaurea","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wiki-archiv\/goldrute-solidago-virgaurea\/","title":{"rendered":"Goldrute (Solidago virgaurea)"},"content":{"rendered":"<style>.awb-menu__main-li{border-bottom:1px solid rgba(85,136,59,0.18);padding:5px 0;margin:0;}.awb-menu__main-li:last-child{border-bottom:none;}li.wiki-cat-heading{border-bottom:none;margin-top:22px;padding-top:0;}li.wiki-cat-heading:first-child{margin-top:0;}li.wiki-cat-heading > a.awb-menu__main-a{pointer-events:none;cursor:default;font-weight:700;color:#55883b;text-transform:uppercase;font-size:0.72rem;letter-spacing:0.06em;padding-bottom:6px;border-bottom:2px solid #c1e899;display:inline-block;}<\/style>\n<div style=\"position:relative;width:100%;min-height:60vh;height:560px;max-height:70vh;background-image:url('https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/goldrute-hero4k-scaled.jpg');background-size:cover;background-position:center;overflow:hidden;margin:0 0 -1px 0;\">\n<div style=\"position:absolute;top:0;left:0;right:0;height:45%;background:linear-gradient(180deg, rgba(20,15,5,0.40) 0%, rgba(20,15,5,0) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:0;left:0;right:0;height:60%;background:linear-gradient(180deg, rgba(252,250,246,0) 0%, rgba(252,250,246,0.55) 55%, rgba(252,250,246,1) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:14%;left:0;right:0;padding:0 6%;text-align:left;\">\n<h1 style=\"color:#ffffff;font-size:2.6rem;font-weight:600;margin:0;text-shadow:0 2px 16px rgba(0,0,0,0.55);letter-spacing:-0.5px;\">Goldrute (Solidago virgaurea)<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"eh-arch\">\n<div class=\"ea-steck\">\n<div>\n<div class=\"k\">Botanischer Name<\/div>\n<div class=\"v\">Solidago virgaurea<small>Korbbl\u00fctler (Asteraceae)<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Verwendeter Teil<\/div>\n<div class=\"v\">Bl\u00fchendes Kraut<small><\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Leitstoffe<\/div>\n<div class=\"v\">Flavonoide und Saponine<small>dazu Leiocarposid<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Einstufung<\/div>\n<div class=\"v\">Traditional use (EMA)<small>Durchsp\u00fclung der Harnwege<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Zwei Gruppen<\/div>\n<div class=\"v\">Echte und Kanadische<small>verschiedene Drogen, verschiedene Monographien<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Bl\u00fctezeit<\/div>\n<div class=\"v\">Juli bis Oktober<small>sp\u00e4t - wichtig f\u00fcr Bienen<\/small><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"ea-body\">\n<nav class=\"ea-nav\">\n<div class=\"t\">Auf dieser Seite<\/div>\n<p><a href=\"#herkunft\">Origin<\/a><a href=\"#nutzen\">Nutzen<\/a><a href=\"#inhalt\">Ingredients<\/a><a href=\"#kombi\">Verst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich bei\u00dft<\/a><a href=\"#gerichte\">Application<\/a><a href=\"#hausmittel\">Als Hausmittel<\/a><a href=\"#tradition\">Ayurveda &amp; TCM<\/a><a href=\"#warn\">Warnhinweise<\/a><a href=\"#passend\">Passend zum Thema<\/a><a href=\"#quellen\">Sources<\/a><\/p>\n<div class=\"box\"><b>Kurz gesagt<\/b><\/p>\n<p>Die Goldrute ist die zentrale Pflanze der Durchsp\u00fclungstherapie: EMA und Kommission E f\u00fchren sie zur Steigerung der Harnmenge bei leichten Beschwerden im Harntrakt. Zwei Dinge sind wichtig. Erstens gibt es zwei verschiedene Drogen - die heimische Echte Goldrute und die eingewanderten nordamerikanischen Arten, die getrennt bewertet werden. Zweitens funktioniert Durchsp\u00fclung nur mit reichlich Trinken; ohne rund zwei Liter am Tag passiert schlicht nichts.<\/p>\n<\/div>\n<\/nav>\n<div>\n<section class=\"ea-k\" id=\"herkunft\">\n<h2><span>Origin<\/span>Eine heimische Art und zwei sehr erfolgreiche Einwanderer<\/h2>\n<div class=\"eh-kraeuter-img\"><img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271200%27%20height%3D%27798%27%20viewBox%3D%270%200%201200%20798%27%3E%3Crect%20width%3D%271200%27%20height%3D%27798%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/eh-kraeuter-goldrute.jpg\" alt=\"Goldrute Bl\u00fcten leuchtend gelb\" style=\"width:100%;height:auto;border-radius:14px;border:2px solid rgba(201,162,75,0.4);box-shadow:0 8px 24px rgba(23,58,36,0.15);\" loading=\"lazy\"><\/div>\n<p class=\"ea-satz\">Die Goldruten, die im Sp\u00e4tsommer ganze Bahnd\u00e4mme gelb f\u00e4rben, sind fast nie die heimische Art.<\/p>\n<p class=\"ea-drop\"><em>Solidago virgaurea<\/em>, die Echte oder Gew\u00f6hnliche Goldrute, ist ein heimischer Korbbl\u00fctler, der in lichten W\u00e4ldern, an Waldr\u00e4ndern, auf Heiden und Magerrasen w\u00e4chst. Sie wird sechzig bis hundert Zentimeter hoch und tr\u00e4gt eine lockere, schmale Rispe goldgelber Bl\u00fctenk\u00f6rbchen. Sie ist eine Einzelg\u00e4ngerin: Man findet sie in kleinen Gruppen, nicht in Massenbest\u00e4nden. Der Gattungsname kommt von <em>solidare<\/em>, \u201efestmachen, heilen\u201c - ein Hinweis auf ihre alte Verwendung als Wundkraut.<\/p>\n<p>Daneben gibt es die beiden nordamerikanischen Arten, die Kanadische Goldrute <em>Solidago canadensis<\/em> und die Sp\u00e4te oder Riesen-Goldrute <em>Solidago gigantea<\/em>. Sie kamen im 17. und 18. Jahrhundert als Zierpflanzen nach Europa, verwilderten und geh\u00f6ren heute zu den erfolgreichsten Neophyten \u00fcberhaupt. Sie werden bis zu zweieinhalb Meter hoch, bilden dichte Best\u00e4nde mit ausgedehnten Wurzelausl\u00e4ufern und verdr\u00e4ngen auf Brachfl\u00e4chen, Bahnd\u00e4mmen und Ruderalfl\u00e4chen die heimische Vegetation. Wer im August eine Fl\u00e4che gelb leuchten sieht, hat fast immer diese beiden vor sich.<\/p>\n<p>Arzneilich werden beide Gruppen verwendet, aber getrennt gef\u00fchrt: Die Monographien unterscheiden zwischen <em>Solidaginis virgaureae herba<\/em> - der Echten Goldrute - und <em>Solidaginis herba<\/em> f\u00fcr die eingewanderten Arten. Sie haben \u00e4hnliche, aber nicht identische Inhaltsstoffprofile; die Echte Goldrute enth\u00e4lt das Phenolglykosid Leiocarposid, das den anderen Arten fehlt. F\u00fcr die Wildsammlung ist die Sache praktisch gel\u00f6st: Die heimische Art ist selten und sollte stehen bleiben, die eingewanderten stehen in Massen und d\u00fcrfen geerntet werden.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"nutzen\">\n<h2><span>Nutzen<\/span>Durchsp\u00fclung - und was das Wort wirklich bedeutet<\/h2>\n<p class=\"ea-drop\">Die Europ\u00e4ische Arzneimittel-Agentur f\u00fchrt Goldrutenkraut als <em>traditional use<\/em> zur Steigerung der Harnmenge, um bei leichten Beschwerden im Harntrakt eine Durchsp\u00fclung zu erreichen. Die Kommission E hatte 1987 eine positive Monographie zur Durchsp\u00fclungstherapie bei entz\u00fcndlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung von Nierengrie\u00df ausgestellt und zus\u00e4tzlich die Anwendung bei Harnsteinen genannt. Die Goldrute ist damit neben Liebst\u00f6ckel und Birke die Standardpflanze dieses Anwendungsgebiets.<\/p>\n<p>Was Durchsp\u00fclung bedeutet, lohnt eine klare Erkl\u00e4rung, weil das Wort oft missverstanden wird. Es geht nicht darum, Keime abzut\u00f6ten - das tut die Goldrute nicht. Es geht darum, mehr Urin zu produzieren und h\u00e4ufiger zu entleeren, sodass Bakterien weniger Zeit haben, sich an der Blasenschleimhaut festzusetzen und zu vermehren. Das ist eine mechanische Ma\u00dfnahme. Und daraus folgt unmittelbar: Ohne ausreichende Trinkmenge - rund zwei Liter am Tag - gibt es nichts durchzusp\u00fclen. Ein Goldrutentee ohne Trinkmenge ist wirkungslos.<\/p>\n<p>Wie stark die Goldrute die Harnmenge steigert, ist nicht gut beziffert. Es gibt Tierversuche, die eine diuretische Wirkung zeigen, und pharmakologische Plausibilit\u00e4t \u00fcber die Flavonoide und Saponine. Kontrollierte Studien am Menschen zur Einzeldroge gibt es praktisch nicht; die vorhandene klinische Literatur betrifft Kombinationspr\u00e4parate. Die EMA-Einstufung als <em>traditional use<\/em> spiegelt das genau wider - anerkannt aufgrund langer Anwendung, nicht aufgrund von Wirksamkeitsnachweisen.<\/p>\n<p>Neben der Durchsp\u00fclung werden der Goldrute entz\u00fcndungshemmende und krampfl\u00f6sende Eigenschaften zugeschrieben, f\u00fcr die es Laborbefunde gibt; die Saponine sollen zus\u00e4tzlich die Anheftung von Bakterien an die Blasenschleimhaut erschweren. Das ist interessant, aber nicht klinisch belegt. Die praktische Grenze bleibt dieselbe wie bei allen Durchsp\u00fclungspflanzen: Sie ist f\u00fcr leichte Beschwerden da. Fieber, Sch\u00fcttelfrost, Flankenschmerz oder Blut im Urin bedeuten, dass die Infektion die Blase verlassen hat - dann geh\u00f6rt das am selben Tag in die Praxis.<\/p>\n<div class=\"ea-zahlen\">\n<div class=\"ea-zahl\"><b>1,5 %<\/b><span>Flavonoide im getrockneten Kraut - vor allem Rutin<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>2 - 6 %<\/b><span>Triterpensaponine<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>6 - 12 g<\/b><span>Tagesdosis nach Kommission E<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>2 Liter<\/b><span>Trinkmenge, ohne die keine Durchsp\u00fclung stattfindet<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"inhalt\">\n<h2><span>Ingredients<\/span>Flavonoide, Saponine und ein Stoff, den nur die Echte hat<\/h2>\n<p>Die Wirkstoffgruppen der Goldrute sind gut charakterisiert. Flavonoide machen etwa anderthalb Prozent aus, vor allem Rutin, Quercitrin, Isoquercitrin und Astragalin. Rutin ist ein bekanntes Gef\u00e4\u00dfflavonoid und tr\u00e4gt vermutlich zur entz\u00fcndungshemmenden Komponente bei. Triterpensaponine vom Virgaureasaponin-Typ kommen mit zwei bis sechs Prozent vor; ihnen wird die harntreibende Wirkung zugeschrieben sowie die im Labor beobachtete Hemmung der bakteriellen Anheftung.<\/p>\n<p>Der Stoff, der die Arten unterscheidet, ist Leiocarposid - ein Phenolglykosid, das in der Echten Goldrute vorkommt und in den nordamerikanischen Arten fehlt. F\u00fcr Leiocarposid gibt es tierexperimentelle Hinweise auf harntreibende und entz\u00fcndungshemmende Effekte. Ob dieser Unterschied klinisch relevant ist, ist offen; beide Drogen haben eigene Monographien und werden beide als wirksam angesehen.<\/p>\n<p>Dazu kommen Gerbstoffe mit etwa zehn Prozent, Phenols\u00e4uren wie Chlorogen- und Kaffees\u00e4ure sowie ein geringer Anteil \u00e4therisches \u00d6l. Die Gerbstoffe machen den Tee leicht herb, aber deutlich weniger als etwa bei Salbei oder Blutwurz - Goldrutentee ist gut trinkbar und eignet sich f\u00fcr die gr\u00f6\u00dferen Mengen, die eine Durchsp\u00fclung erfordert.<\/p>\n<p>Zur Sammlung: Geerntet wird das bl\u00fchende Kraut, also die oberen Triebspitzen mit Bl\u00e4ttern und Bl\u00fcten, von Juli bis Oktober. Bei den eingewanderten Arten ist Sammeln unproblematisch und sogar willkommen - sie stehen in gro\u00dfen Best\u00e4nden an Bahnd\u00e4mmen, Brachen und Waldwegen. Die heimische Echte Goldrute dagegen ist regional selten und sollte stehen bleiben. Erkennungsmerkmal: Die Echte hat eine schmale, lockere Rispe mit vergleichsweise gro\u00dfen Einzelk\u00f6rbchen; die Kanadische und die Riesen-Goldrute haben breite, \u00fcberh\u00e4ngende, sehr dichte Rispen mit winzigen K\u00f6rbchen.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"kombi\">\n<h2><span>Verst\u00e4rkte Kombinationen<\/span>Die Goldrute im Einsatz<\/h2>\n<p>Die wichtigste Kombination steht in jedem Beipackzettel und wird trotzdem am h\u00e4ufigsten \u00fcbersehen: Goldrute plus zwei Liter Wasser.<\/p>\n<div class=\"ea-kombi\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Harnwege<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Goldrute + zwei Liter Fl\u00fcssigkeit<\/div>\n<p>Ohne Trinkmenge findet keine Durchsp\u00fclung statt. Das ist keine Empfehlung, sondern Voraussetzung - der Tee ist der Ansto\u00df, das Wasser ist die Therapie.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Harnwege<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Goldrute + Birkenbl\u00e4tter<\/div>\n<p>Die klassische Zweierkombination der Durchsp\u00fclungstherapie, beide flavonoid- und kaliumreich. In vielen Blasen- und Nierentees so enthalten.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Harnwege<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Goldrute + Liebst\u00f6ckel und Rosmarin<\/div>\n<p>Die Dreierkombination des bekanntesten deutschen Blasenpr\u00e4parats - die Kombination mit der besten Datenlage in diesem Bereich.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Vorbeugung<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Goldrute + Kur nach einem Infekt<\/div>\n<p>Bei wiederkehrenden Blasenentz\u00fcndungen wird die Durchsp\u00fclung traditionell als Nachbehandlung eingesetzt - \u00fcber zwei bis vier Wochen, nachdem der Infekt behandelt wurde.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Sammeln<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Goldrute + eingewanderte Arten<\/div>\n<p>Kanadische und Riesen-Goldrute stehen in Massen und d\u00fcrfen geerntet werden. Die heimische Echte Goldrute bleibt besser stehen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Bienen<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Goldrute + sp\u00e4te Tracht<\/div>\n<p>F\u00fcr Imker sind die eingewanderten Goldruten eine wichtige Sp\u00e4ttracht im August und September, wenn sonst wenig bl\u00fcht - \u00f6kologisch bleiben sie trotzdem ein Problem.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h3 class=\"ea-beisst-h\"><span>Was sich bei\u00dft<\/span>Diese Kombinationen lieber lassen<\/h3>\n<div class=\"ea-kombi beisst\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Nieren<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Goldrute + eingeschr\u00e4nkte Nierenfunktion<\/div>\n<p>Bei Nierenschw\u00e4che ist eine Durchsp\u00fclungstherapie nicht angezeigt. Das ist eine harte Gegenanzeige.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Herz<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Goldrute + \u00d6deme bei Herz- oder Nierenschw\u00e4che<\/div>\n<p>Wassereinlagerungen infolge einer Insuffizienz werden nicht durchgesp\u00fclt - sie geh\u00f6ren \u00e4rztlich behandelt.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Fieber<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Goldrute + fieberhafter Harnwegsinfekt<\/div>\n<p>Fieber, Sch\u00fcttelfrost, Flankenschmerz oder Blut im Urin bedeuten, dass die Infektion \u00fcber die Blase hinausgeht. Dann am selben Tag zum Arzt.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Allergie<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Goldrute + Korbbl\u00fctler-Allergie<\/div>\n<p>Wer auf Beifu\u00df, Kamille, Arnika oder Chrysanthemen reagiert, kann auch auf Goldrute reagieren.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Trinkmenge<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Goldrute + eingeschr\u00e4nkte Trinkmenge<\/div>\n<p>Wer aus medizinischen Gr\u00fcnden wenig trinken darf, macht keine Durchsp\u00fclungstherapie - ohne Ausnahme.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Verwechslung<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Goldrute + Jakobskreuzkraut<\/div>\n<p>Beide bl\u00fchen gelb auf Brachfl\u00e4chen. Jakobskreuzkraut enth\u00e4lt lebertoxische Pyrrolizidinalkaloide und hat ganz anders geformte Bl\u00e4tter und flache Doldenrispen. Im Zweifel nicht sammeln.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"gerichte\">\n<h2><span>Application<\/span>Sammeln, zubereiten, dosieren<\/h2>\n<ul class=\"ea-gerichte\">\n<li><span class=\"g\">Durchsp\u00fclungstee<\/span><span class=\"w\">2 bis 3 g Kraut pro Tasse, drei bis vier Tassen t\u00e4glich \u00fcber den Tag verteilt.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Blasentee-Mischung<\/span><span class=\"w\">Mit Birkenbl\u00e4ttern und Brennnessel zu gleichen Teilen als Vorratsmischung.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Nachbehandlung<\/span><span class=\"w\">Zwei bis vier Wochen nach einem behandelten Infekt - die traditionelle Anwendung.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Tinktur<\/span><span class=\"w\">Alkoholischer Auszug, tropfenweise - weniger gebr\u00e4uchlich als der Tee.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Fertigpr\u00e4parat<\/span><span class=\"w\">In Kombination mit Liebst\u00f6ckel und Rosmarin die am besten untersuchte Form.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Wildsammlung<\/span><span class=\"w\">Bl\u00fchende Triebspitzen der eingewanderten Arten von Juli bis Oktober.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Trocknung<\/span><span class=\"w\">Locker geb\u00fcndelt kopf\u00fcber im Schatten; zu dichte B\u00fcndel verderben innen.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Bestimmung<\/span><span class=\"w\">Echte Goldrute: schmale, lockere Rispe. Kanadische und Riesen: breite, dichte, \u00fcberh\u00e4ngende Rispen.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Abgrenzung<\/span><span class=\"w\">Jakobskreuzkraut hat flache Doldenrispen und fiederteilige Bl\u00e4tter - nicht verwechseln.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Bienenweide<\/span><span class=\"w\">F\u00fcr Imker eine wichtige Sp\u00e4ttracht, \u00f6kologisch trotzdem ein Neophytenproblem.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"ea-tipp\"><b>Faustregel:<\/b> Der Tee ist nicht die Therapie, sondern ihr Ansto\u00df. Wer Goldrute trinkt und dabei insgesamt einen Liter am Tag schafft, hat nichts durchgesp\u00fclt. Zwei Liter sind die Zahl, auf die es ankommt - der Tee z\u00e4hlt dabei mit.<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"hausmittel\">\n<h2><span>Als Hausmittel<\/span>Die Durchsp\u00fclung, richtig gemacht<\/h2>\n<div class=\"ea-rezept\">\n<div>\n<div class=\"k\">So geht&#8217;s<\/div>\n<h3>Goldrutentee als Kur<\/h3>\n<ol>\n<li>Voraussetzung pr\u00fcfen: keine bekannte Nierenschw\u00e4che, keine Herzschw\u00e4che, keine Wassereinlagerungen, kein Fieber, kein Flankenschmerz, kein Blut im Urin, keine Korbbl\u00fctler-Allergie.<\/li>\n<li>2 bis 3 g getrocknetes Goldrutenkraut - etwa ein bis zwei Teel\u00f6ffel - pro Tasse abwiegen.<\/li>\n<li>Mit kochendem Wasser \u00fcbergie\u00dfen und zugedeckt zehn Minuten ziehen lassen, dann abseihen.<\/li>\n<li>Drei bis vier Tassen \u00fcber den Tag verteilt trinken, aber nicht zu sp\u00e4t am Abend - der Effekt ist mehr Harndrang, und der st\u00f6rt die Nacht.<\/li>\n<li>Entscheidend: zus\u00e4tzlich so viel trinken, dass du auf rund zwei Liter Gesamtfl\u00fcssigkeit kommst. Ohne diese Menge ist der Tee wirkungslos.<\/li>\n<li>Nach zwei bis vier Wochen beenden. Werden die Beschwerden nicht besser oder kommen Fieber, Sch\u00fcttelfrost oder Flankenschmerz dazu, geh\u00f6rt das am selben Tag in die Praxis.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wof\u00fcr<\/div>\n<p>Zur Durchsp\u00fclungstherapie bei leichten Beschwerden der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung von Nierengrie\u00df - sowie als Nachbehandlung nach einem behandelten Harnwegsinfekt.<\/p>\n<div class=\"k\" style=\"margin-top:14px\">Menge<\/div>\n<p>6 bis 12 g Kraut t\u00e4glich nach Kommission E, verteilt auf drei bis vier Tassen, \u00fcber zwei bis vier Wochen. Nicht bei Nieren- oder Herzschw\u00e4che mit \u00d6demen, nicht bei fieberhaftem Infekt, nicht bei eingeschr\u00e4nkter Trinkmenge.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"tradition\">\n<h2><span>Ayurveda &amp; TCM<\/span>Was die alten Systeme sagen<\/h2>\n<div class=\"ea-trad\">\n<div>\n<h3>Ayurveda<\/h3>\n<p>Die Goldrute ist im Ayurveda nicht vertreten. Das Konzept der Harnwegsbehandlung ist dort aber gut ausgebaut: <em>Mutrala<\/em> hei\u00dft die Gruppe der harntreibenden Mittel, und die wichtigsten Vertreter sind <em>Gokshura<\/em> (<em>Tribulus terrestris<\/em>) und <em>Punarnava<\/em> (<em>Boerhavia diffusa<\/em>). Beide werden bei Harnwegsbeschwerden und Wassereinlagerungen eingesetzt und folgen demselben Grundgedanken: mehr Ausscheidung, mehr Sp\u00fclung.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3>Traditional Chinese Medicine<\/h3>\n<p>In der chinesischen Materia medica ist die Gattung <em>Solidago<\/em> mit <em>Yi Zhi Huang Hua<\/em> vertreten, einer regional verwendeten Droge, die als scharf und k\u00fchl beschrieben wird und Hitze kl\u00e4ren sowie Wind zerstreuen soll - eingesetzt bei Erk\u00e4ltungen und Halsentz\u00fcndungen, nicht bei Harnwegsbeschwerden. F\u00fcr die Harnwege stehen in der TCM eigene Drogen wie <em>Che Qian Zi<\/em> and <em>Yi Yi Ren<\/em> bereit. Dieselbe Pflanzengattung, zwei Kontinente, zwei v\u00f6llig verschiedene Anwendungsgebiete - das kommt in diesem Archiv h\u00e4ufiger vor, als man denkt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"warn\">\n<h2><span>Warnhinweise<\/span>Wann du aufpassen solltest<\/h2>\n<div class=\"ea-warn\">\n<h3>Bitte beachten<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Nicht bei Nieren- oder Herzschw\u00e4che:<\/strong> Bei eingeschr\u00e4nkter Nierenfunktion oder \u00d6demen infolge Herz- oder Niereninsuffizienz ist eine Durchsp\u00fclungstherapie kontraindiziert.<\/li>\n<li><strong>Trinkmenge ist Pflicht:<\/strong> Rund zwei Liter am Tag. Wer aus medizinischen Gr\u00fcnden wenig trinken darf, macht keine Durchsp\u00fclung.<\/li>\n<li><strong>Fieber ist die Grenze:<\/strong> Fieber, Sch\u00fcttelfrost, Flankenschmerz oder Blut im Urin bedeuten, dass die Infektion die Blase verlassen hat - am selben Tag zum Arzt.<\/li>\n<li><strong>Korbbl\u00fctler-Allergie:<\/strong> Kreuzreaktionen mit Beifu\u00df, Kamille, Arnika und Chrysanthemen sind m\u00f6glich.<\/li>\n<li><strong>Nicht mit Jakobskreuzkraut verwechseln:<\/strong> Das enth\u00e4lt lebertoxische Pyrrolizidinalkaloide. Es hat flache Doldenrispen und fiederteilige Bl\u00e4tter - im Zweifel stehen lassen.<\/li>\n<li><strong>Wiederkehrende Infekte abkl\u00e4ren:<\/strong> Blasenentz\u00fcndungen, die immer wiederkommen, haben eine Ursache. Die geh\u00f6rt gesucht, statt die Kur zu verl\u00e4ngern.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Diese Seite informiert und ersetzt keine \u00e4rztliche Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden bitte abkl\u00e4ren lassen.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"passend\">\n<h2><span>Passend zum Thema<\/span>Weiterlesen und mitkochen<\/h2>\n<div class=\"ea-passend\"><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/liebstoeckel-levisticum-officinale-2\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Lovage<\/span><span class=\"d\">Der zweite Klassiker der Durchsp\u00fclungstherapie.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/baerentraube-arctostaphylos-uva-ursi\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Bearberry<\/span><span class=\"d\">Der andere Ansatz bei Blasenbeschwerden - mit strengen Zeitgrenzen.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/brennnessel-urtica-dioica-2\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Stinging nettle<\/span><span class=\"d\">Die milde Basis jeder eigenen Durchsp\u00fclungsmischung.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/brennnessel-getrocknet\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">dried nettles<\/span><span class=\"d\">F\u00fcr die eigene Blasenteemischung.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/rosmarin-getrocknet\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">Dried rosemary<\/span><span class=\"d\">Der dritte Teil der bestuntersuchten Kombination.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/hagebuttentee\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">Rosehip tea<\/span><span class=\"d\">Die milde Basis, wenn der Tee den ganzen Tag laufen soll.<\/span><\/a><\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Shop-Links f\u00fchren zu unseren Produktseiten; dort ist gekennzeichnet, wenn ein Partner beteiligt ist.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k ea-quellen\" id=\"quellen\">\n<h2><span>Sources<\/span>Worauf sich das st\u00fctzt<\/h2>\n<ol>\n<li>European Medicines Agency, HMPC: European Union herbal monographs on <em>Solidago virgaurea<\/em> L., herba und <em>Solidago gigantea<\/em> \/ <em>S. canadensis<\/em>, herba - traditional use.<\/li>\n<li>Kommission E, Monographie \u201eSolidaginis virgaureae herba\u201c, BAnz Nr. 50 vom 13.03.1986, und \u201eSolidaginis herba\u201c, BAnz 1987.<\/li>\n<li>Melzig M.F.: <em>Solidago virgaurea<\/em> L. - Echte Goldrute. Wiener Medizinische Wochenschrift 2004.<\/li>\n<li>Bundesamt f\u00fcr Naturschutz: Neobiota-Steckbriefe zu <em>Solidago canadensis<\/em> and <em>Solidago gigantea<\/em>.<\/li>\n<li>Blaschek W. (Hrsg.): Wichtl - Teedrogen und Phytopharmaka, Kapitel Solidaginis herba.<\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Goldrute (Solidago virgaurea) Botanischer Name Solidago virgaureaKorbbl\u00fctler (Asteraceae) Verwendeter Teil Bl\u00fchendes Kraut Leitstoffe Flavonoide und Saponinedazu Leiocarposid Einstufung Traditional use (EMA)Durchsp\u00fclung der Harnwege Zwei Gruppen Echte und Kanadischeverschiedene Drogen, verschiedene Monographien Bl\u00fctezeit Juli bis Oktobersp\u00e4t - wichtig f\u00fcr Bienen Auf dieser Seite HerkunftNutzenInhaltsstoffeVerst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich bei\u00dftAnwendungAls HausmittelAyurveda &amp; TCMWarnhinweisePassend zum ThemaQuellen Kurz gesagt<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":7139,"parent":5278,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-5647","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5647","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5647"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5647\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9837,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5647\/revisions\/9837"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5278"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7139"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5647"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}