{"id":5649,"date":"2025-12-06T00:04:26","date_gmt":"2025-12-06T00:04:26","guid":{"rendered":"http:\/\/edenshealth.de\/?page_id=5649"},"modified":"2026-09-18T08:57:53","modified_gmt":"2026-09-18T08:57:53","slug":"baerentraube-arctostaphylos-uva-ursi","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wiki-archiv\/baerentraube-arctostaphylos-uva-ursi\/","title":{"rendered":"B\u00e4rentraube (Arctostaphylos uva-ursi)"},"content":{"rendered":"<style>.awb-menu__main-li{border-bottom:1px solid rgba(85,136,59,0.18);padding:5px 0;margin:0;}.awb-menu__main-li:last-child{border-bottom:none;}li.wiki-cat-heading{border-bottom:none;margin-top:22px;padding-top:0;}li.wiki-cat-heading:first-child{margin-top:0;}li.wiki-cat-heading > a.awb-menu__main-a{pointer-events:none;cursor:default;font-weight:700;color:#55883b;text-transform:uppercase;font-size:0.72rem;letter-spacing:0.06em;padding-bottom:6px;border-bottom:2px solid #c1e899;display:inline-block;}<\/style>\n<div style=\"position:relative;width:100%;min-height:60vh;height:560px;max-height:70vh;background-image:url('https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/baerentraube-hero4k-scaled.jpg');background-size:cover;background-position:center;overflow:hidden;margin:0 0 -1px 0;\">\n<div style=\"position:absolute;top:0;left:0;right:0;height:45%;background:linear-gradient(180deg, rgba(20,15,5,0.40) 0%, rgba(20,15,5,0) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:0;left:0;right:0;height:60%;background:linear-gradient(180deg, rgba(252,250,246,0) 0%, rgba(252,250,246,0.55) 55%, rgba(252,250,246,1) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:14%;left:0;right:0;padding:0 6%;text-align:left;\">\n<h1 style=\"color:#ffffff;font-size:2.6rem;font-weight:600;margin:0;text-shadow:0 2px 16px rgba(0,0,0,0.55);letter-spacing:-0.5px;\">B\u00e4rentraube (Arctostaphylos uva-ursi)<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"eh-arch\">\n<div class=\"ea-steck\">\n<div>\n<div class=\"k\">Botanischer Name<\/div>\n<div class=\"v\">Arctostaphylos uva-ursi<small>Heidekrautgew\u00e4chs (Ericaceae)<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Verwendeter Teil<\/div>\n<div class=\"v\">Bl\u00e4tter<small>ledrig, klein, immergr\u00fcn<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Leitstoff<\/div>\n<div class=\"v\">Arbutin<small>wird im K\u00f6rper zu Hydrochinon<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Einstufung<\/div>\n<div class=\"v\">Traditional use (EMA)<small>leichte Blasenbeschwerden bei Frauen<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Anwendungsdauer<\/div>\n<div class=\"v\">H\u00f6chstens 1 Woche<small>und h\u00f6chstens f\u00fcnfmal im Jahr<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Standort<\/div>\n<div class=\"v\">Magere Heiden<small>in Deutschland streng gesch\u00fctzt<\/small><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"ea-body\">\n<nav class=\"ea-nav\">\n<div class=\"t\">Auf dieser Seite<\/div>\n<p><a href=\"#herkunft\">Origin<\/a><a href=\"#nutzen\">Nutzen<\/a><a href=\"#inhalt\">Ingredients<\/a><a href=\"#kombi\">Verst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich bei\u00dft<\/a><a href=\"#gerichte\">Application<\/a><a href=\"#hausmittel\">Als Hausmittel<\/a><a href=\"#tradition\">Ayurveda &amp; TCM<\/a><a href=\"#warn\">Warnhinweise<\/a><a href=\"#passend\">Passend zum Thema<\/a><a href=\"#quellen\">Sources<\/a><\/p>\n<div class=\"box\"><b>Kurz gesagt<\/b><\/p>\n<p>Die B\u00e4rentraube ist die einzige heimische Pflanze, die bei Blasenentz\u00fcndung nicht nur durchsp\u00fclt, sondern antibakteriell in den Harn wirkt. Ihr Arbutin wird im K\u00f6rper zu Hydrochinon, das den Harnweg erreicht. Genau dieses Hydrochinon ist auch der Grund f\u00fcr die strengsten Anwendungsgrenzen, die eine europ\u00e4ische Monographie kennt: h\u00f6chstens eine Woche am St\u00fcck, h\u00f6chstens f\u00fcnfmal im Jahr. Wer das einh\u00e4lt, hat ein gutes Mittel. Wer es \u00fcberzieht, geht ein unn\u00f6tiges Risiko ein.<\/p>\n<\/div>\n<\/nav>\n<div>\n<section class=\"ea-k\" id=\"herkunft\">\n<h2><span>Origin<\/span>Die Traube, die kein B\u00e4r frisst<\/h2>\n<div class=\"eh-kraeuter-img\"><img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271200%27%20height%3D%27803%27%20viewBox%3D%270%200%201200%20803%27%3E%3Crect%20width%3D%271200%27%20height%3D%27803%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/eh-kraeuter-baerentraube.jpg\" alt=\"B\u00e4rentraube rote Beeren mit Bl\u00e4ttern\" style=\"width:100%;height:auto;border-radius:14px;border:2px solid rgba(201,162,75,0.4);box-shadow:0 8px 24px rgba(23,58,36,0.15);\" loading=\"lazy\"><\/div>\n<p class=\"ea-satz\">Im Deutschen wie im Lateinischen hei\u00dft sie \u201eB\u00e4rentraube\u201c - und in beiden F\u00e4llen ist die Namensgebung eine Vermutung geblieben.<\/p>\n<p class=\"ea-drop\"><em>Arctostaphylos uva-ursi<\/em> ist ein niederliegender, immergr\u00fcner Zwergstrauch mit kleinen, dicken, ledrigen Bl\u00e4ttern und roten, mehligen Beeren. Sie w\u00e4chst zirkumpolar - in Nordeuropa, Nordasien und Nordamerika - auf mageren, sauren B\u00f6den in Heiden, lichten Kiefernw\u00e4ldern und im Gebirge. In Deutschland ist sie selten und nach der Bundesartenschutzverordnung besonders gesch\u00fctzt; die Drogenware stammt aus Spanien, Italien und Osteuropa.<\/p>\n<p>Der Name ist doppelt gemoppelt: <em>Arctostaphylos<\/em> ist griechisch f\u00fcr B\u00e4rentraube, <em>uva-ursi<\/em> lateinisch f\u00fcr dasselbe. Warum der B\u00e4r, ist nicht sicher - die Beeren sind mehlig und fade, und dass B\u00e4ren sie bevorzugt fressen, ist eher Legende als Beobachtung. F\u00fcr Menschen sind sie essbar, aber langweilig; in nordischen L\u00e4ndern wurden sie in Notzeiten getrocknet und gemahlen.<\/p>\n<p>Arzneilich verwendet werden die Bl\u00e4tter, und zwar seit dem Mittelalter. In walisischen Arzneib\u00fcchern des 13. Jahrhunderts ist die B\u00e4rentraube bei Harnwegsbeschwerden beschrieben, und diese Zuordnung hat sich unver\u00e4ndert bis heute gehalten - ein bemerkenswert stabiles Anwendungsgebiet. Verwechselt wird die Pflanze gelegentlich mit der Preiselbeere <em>Vaccinium vitis-idaea<\/em>, die \u00e4hnlich aussieht und am gleichen Standort w\u00e4chst. Der Unterschied liegt auf der Blattunterseite: Die Preiselbeere hat dort dunkle Dr\u00fcsenpunkte und einen umgerollten Rand, die B\u00e4rentraube ist unterseits glatt und netzartig ge\u00e4dert.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"nutzen\">\n<h2><span>Nutzen<\/span>Ein echtes Harnwegsantiseptikum - mit engen Grenzen<\/h2>\n<p class=\"ea-drop\">Die B\u00e4rentraube nimmt unter den heimischen Harnwegspflanzen eine Sonderstellung ein. Goldrute, Liebst\u00f6ckel und Birke sp\u00fclen durch - sie erh\u00f6hen das Harnvolumen. Die B\u00e4rentraube wirkt zus\u00e4tzlich antibakteriell im Harn selbst. Die Europ\u00e4ische Arzneimittel-Agentur f\u00fchrt sie als <em>traditional use<\/em> zur Linderung leichter, wiederkehrender Beschwerden beim Wasserlassen bei Frauen, wenn ernsthafte Erkrankungen ausgeschlossen wurden. Die Kommission E hatte 1994 eine positive Monographie bei entz\u00fcndlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege ausgestellt.<\/p>\n<p>Der Weg des Wirkstoffs ist gut beschrieben. Arbutin ist ein Glykosid und als solches unwirksam. Es wird im Darm und in der Leber gespalten und als Hydrochinon-Konjugat \u00fcber die Niere ausgeschieden. Im Harn wird das Konjugat wieder gespalten, und das freigesetzte Hydrochinon wirkt antibakteriell auf die Keime in der Blase. Die Pflanze liefert ihren Wirkstoff also gezielt dorthin, wo er gebraucht wird - ein eleganter Mechanismus, den nicht viele Drogen haben.<\/p>\n<p>Dasselbe Hydrochinon ist aber auch der Grund f\u00fcr die strengsten Anwendungsbeschr\u00e4nkungen, die eine EMA-Monographie enth\u00e4lt: h\u00f6chstens eine Woche am St\u00fcck und h\u00f6chstens f\u00fcnfmal im Jahr. Hydrochinon ist in Tierversuchen in hohen Dosen als potenziell erbgutsch\u00e4digend und krebserregend aufgefallen. Ob die Mengen, die aus einer normalen B\u00e4rentraubenanwendung entstehen, beim Menschen relevant sind, ist nicht gekl\u00e4rt - und genau deshalb hat die EMA vorsorglich begrenzt. Wir halten das f\u00fcr die richtige Entscheidung, und wir halten es f\u00fcr wichtig, diese Grenze nicht als Formalie zu behandeln.<\/p>\n<p>Eine alte Empfehlung sollte man kennen, weil sie noch \u00fcberall zu lesen ist: Man solle den Harn alkalisieren, etwa mit Natron, damit das Arbutin besser wirke. Neuere Untersuchungen haben das nicht best\u00e4tigt - die Spaltung im Harn findet auch im sauren Milieu statt, und eine Alkalisierung kann bei bakteriellen Infekten sogar ung\u00fcnstig sein. Diese Empfehlung ist \u00fcberholt und steht in aktuellen Monographien nicht mehr.<\/p>\n<div class=\"ea-zahlen\">\n<div class=\"ea-zahl\"><b>6 - 10 %<\/b><span>Arbutin in den getrockneten Bl\u00e4ttern<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>400 - 840 mg<\/b><span>Arbutin t\u00e4glich nach EMA-Monographie<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>Max. 1 Woche<\/b><span>Anwendungsdauer am St\u00fcck<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>Max. 5 \u00d7<\/b><span>pro Jahr<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"inhalt\">\n<h2><span>Ingredients<\/span>Arbutin, Gerbstoffe und der richtige Kaltansatz<\/h2>\n<p>Der Hauptinhaltsstoff ist Arbutin mit sechs bis zehn Prozent, begleitet von Methylarbutin. Daneben enthalten die Bl\u00e4tter fifteen bis zwanzig Prozent Gerbstoffe vom Gallotannin-Typ, dazu Flavonoide und Iridoide. Die Gerbstoffe sind aus zwei Gr\u00fcnden wichtig: Sie machen einen hei\u00df zubereiteten Tee sehr herb und schwer trinkbar, und sie reizen den Magen - \u00dcbelkeit ist die h\u00e4ufigste Nebenwirkung der B\u00e4rentraube und geht fast immer auf die Gerbstoffe zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Daraus folgt der wichtigste Zubereitungshinweis: B\u00e4rentraubenbl\u00e4tter werden kalt angesetzt, nicht aufgebr\u00fcht. Arbutin ist kalt gut l\u00f6slich, Gerbstoffe gehen deutlich langsamer in L\u00f6sung. Ein Kaltauszug \u00fcber zw\u00f6lf Stunden holt also das Arbutin heraus und l\u00e4sst einen gro\u00dfen Teil der Gerbstoffe im Blatt. Der Tee wird dadurch heller, milder und deutlich besser vertr\u00e4glich - bei gleichem Wirkstoffgehalt. Das ist einer der F\u00e4lle, in denen die Zubereitungsart \u00fcber die Vertr\u00e4glichkeit entscheidet.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Qualit\u00e4t ist der Arbutingehalt der Ma\u00dfstab; das Europ\u00e4ische Arzneibuch verlangt einen Mindestgehalt. Bei Fertigpr\u00e4paraten sollte die Arbutinmenge deklariert sein - die Monographiedosis liegt bei 400 bis 840 Milligramm Arbutin t\u00e4glich, und daran l\u00e4sst sich ein Produkt messen. Eine praktische Beobachtung am Rande: Der Harn kann sich unter B\u00e4rentraube gr\u00fcnlich-braun verf\u00e4rben. Das ist harmlos und ein Zeichen, dass die Wirkstoffe ankommen.<\/p>\n<p>Zur Pflanze selbst: Sie ist in Deutschland besonders gesch\u00fctzt und darf nicht gesammelt werden. Die Best\u00e4nde sind durch N\u00e4hrstoffeintrag und den Verlust magerer Heidefl\u00e4chen stark zur\u00fcckgegangen. Wer B\u00e4rentraubenbl\u00e4tter braucht, kauft sie - die Drogenware stammt aus Kultur und Wildsammlung in S\u00fcdeuropa. Zur Abgrenzung von der Preiselbeere: B\u00e4rentraubenbl\u00e4tter sind unterseits netzartig ge\u00e4dert und ohne Dr\u00fcsenpunkte, Preiselbeerbl\u00e4tter haben dunkle Punkte und einen nach unten umgerollten Rand.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"kombi\">\n<h2><span>Verst\u00e4rkte Kombinationen<\/span>Wann die B\u00e4rentraube die richtige Wahl ist<\/h2>\n<p>Sie ist die Pflanze f\u00fcr den beginnenden, unkomplizierten Blaseninfekt - kurz, gezielt, und nicht \u00f6fter als f\u00fcnfmal im Jahr.<\/p>\n<div class=\"ea-kombi\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Blase<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">B\u00e4rentraube + fr\u00fcher Beginn<\/div>\n<p>Sie wirkt am ehesten, wenn sie beim ersten Brennen genommen wird, nicht am dritten Tag. Ein bis zwei Tage Verz\u00f6gerung kosten meist den Nutzen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Zubereitung<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">B\u00e4rentraube + Kaltansatz<\/div>\n<p>Zw\u00f6lf Stunden kalt ziehen lassen, dann kurz erw\u00e4rmen. Das holt das Arbutin und l\u00e4sst die magenreizenden Gerbstoffe weitgehend im Blatt.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Blase<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">B\u00e4rentraube + Trinkmenge<\/div>\n<p>Auch hier gilt: reichlich trinken. Die antibakterielle Wirkung ersetzt die Sp\u00fclung nicht, sie erg\u00e4nzt sie.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">W\u00e4rme<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">B\u00e4rentraube + W\u00e4rmflasche und Ruhe<\/div>\n<p>W\u00e4rme auf dem Unterbauch lindert den Krampf und ist bei Blasenbeschwerden eine der wirksamsten einfachen Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Vorbeugung<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">B\u00e4rentraube + Goldrute im Wechsel<\/div>\n<p>F\u00fcr die Zeit nach dem Infekt: Die B\u00e4rentraube ist auf eine Woche begrenzt, die Goldrute nicht. Die Durchsp\u00fclung kann als Nachbehandlung weiterlaufen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Qualit\u00e4t<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">B\u00e4rentraube + Arbutin-Deklaration<\/div>\n<p>400 bis 840 mg Arbutin t\u00e4glich ist die Monographiedosis. Pr\u00e4parate ohne Gehaltsangabe sind nicht dosierbar.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h3 class=\"ea-beisst-h\"><span>Was sich bei\u00dft<\/span>Diese Kombinationen lieber lassen<\/h3>\n<div class=\"ea-kombi beisst\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Length of time<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">B\u00e4rentraube + l\u00e4ngere Anwendung<\/div>\n<p>H\u00f6chstens eine Woche am St\u00fcck und h\u00f6chstens f\u00fcnfmal im Jahr. Diese Grenze steht wegen des Hydrochinons in der Monographie und ist keine Formsache.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Fieber<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">B\u00e4rentraube + fieberhafter Harnwegsinfekt<\/div>\n<p>Fieber, Sch\u00fcttelfrost, Flankenschmerz oder Blut im Urin bedeuten, dass die Infektion die Blase verlassen hat. Dann sofort \u00e4rztlich - hier hilft keine Pflanze.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Kinder<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">B\u00e4rentraube + Kinder und Jugendliche<\/div>\n<p>F\u00fcr unter 18-J\u00e4hrige ist die Anwendung nicht vorgesehen. Harnwegsinfekte im Kindesalter geh\u00f6ren ohnehin abgekl\u00e4rt.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Schwangerschaft<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">B\u00e4rentraube + Schwangerschaft und Stillzeit<\/div>\n<p>Kontraindiziert. Harnwegsinfekte in der Schwangerschaft sind zudem ein eigenes Risiko und geh\u00f6ren immer \u00e4rztlich behandelt.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Zubereitung<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">B\u00e4rentraube + hei\u00dfer Aufguss<\/div>\n<p>Hei\u00df zubereitet l\u00f6st der Tee viel Gerbstoff und reizt den Magen. \u00dcbelkeit ist die h\u00e4ufigste Nebenwirkung - und meist eine der Zubereitung.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">\u00dcberholt<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">B\u00e4rentraube + Natron zur Alkalisierung<\/div>\n<p>Die alte Empfehlung, den Harn zu alkalisieren, ist durch neuere Untersuchungen nicht best\u00e4tigt und steht nicht mehr in den Monographien.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"gerichte\">\n<h2><span>Application<\/span>Zubereitung und Grenzen<\/h2>\n<ul class=\"ea-gerichte\">\n<li><span class=\"g\">Kaltauszug<\/span><span class=\"w\">3 g Bl\u00e4tter in 150 ml kaltem Wasser, zw\u00f6lf Stunden ziehen lassen, abseihen, kurz erw\u00e4rmen.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Dosierung<\/span><span class=\"w\">Bis zu vier Portionen t\u00e4glich - entsprechend etwa 10 g Bl\u00e4tter.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Fertigpr\u00e4parat<\/span><span class=\"w\">Dragees oder Kapseln mit deklariertem Arbutingehalt; die dosierungssichere Form.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Tinktur<\/span><span class=\"w\">Weniger gebr\u00e4uchlich; Kaltauszug und Fertigpr\u00e4parat sind die \u00fcblichen Formen.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Eine Woche<\/span><span class=\"w\">Die harte Obergrenze f\u00fcr eine Anwendungsperiode.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">F\u00fcnfmal im Jahr<\/span><span class=\"w\">Die zweite Obergrenze - \u00f6fter bedeutet: Ursache suchen, nicht weiterbehandeln.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Harnverf\u00e4rbung<\/span><span class=\"w\">Gr\u00fcnlich-brauner Urin ist harmlos und zeigt, dass die Wirkstoffe ankommen.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Preiselbeere unterscheiden<\/span><span class=\"w\">B\u00e4rentraube: unterseits netzartig, ohne Punkte. Preiselbeere: dunkle Dr\u00fcsenpunkte, umgerollter Rand.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Nicht sammeln<\/span><span class=\"w\">In Deutschland besonders gesch\u00fctzt - Drogenware kaufen.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Danach Goldrute<\/span><span class=\"w\">F\u00fcr die Nachbehandlung, weil die B\u00e4rentraube zeitlich begrenzt ist.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"ea-tipp\"><b>Faustregel:<\/b> Kalt ansetzen ist bei dieser Pflanze der ganze Unterschied. Zw\u00f6lf Stunden in kaltem Wasser holen das Arbutin heraus und lassen die Gerbstoffe weitgehend im Blatt - der Tee ist milder, magenfreundlicher und genauso wirksam wie ein hei\u00dfer Aufguss.<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"hausmittel\">\n<h2><span>Als Hausmittel<\/span>Der Kaltauszug beim ersten Brennen<\/h2>\n<div class=\"ea-rezept\">\n<div>\n<div class=\"k\">So geht&#8217;s<\/div>\n<h3>B\u00e4rentraubenbl\u00e4tter, kalt angesetzt<\/h3>\n<ol>\n<li>Zuerst die Grenze pr\u00fcfen: keine Schwangerschaft, keine Stillzeit, nicht unter 18 Jahren, kein Fieber, kein Flankenschmerz, kein Blut im Urin, keine Nierenerkrankung. Und: Hast du dieses Jahr schon f\u00fcnfmal B\u00e4rentraube genommen? Dann nicht noch einmal.<\/li>\n<li>3 g getrocknete B\u00e4rentraubenbl\u00e4tter - etwa ein geh\u00e4ufter Teel\u00f6ffel - mit 150 ml kaltem Wasser \u00fcbergie\u00dfen.<\/li>\n<li>Zugedeckt zw\u00f6lf Stunden bei Raumtemperatur ziehen lassen, gelegentlich umr\u00fchren. \u00dcber Nacht ansetzen ist am praktischsten.<\/li>\n<li>Abseihen und kurz auf Trinktemperatur erw\u00e4rmen - nicht kochen.<\/li>\n<li>Bis zu viermal t\u00e4glich eine Portion, zus\u00e4tzlich reichlich Wasser trinken. Eine W\u00e4rmflasche auf dem Unterbauch hilft gegen den Krampf.<\/li>\n<li>Nach sp\u00e4testens einer Woche beenden - auch wenn es nicht besser geworden ist. Ist es das nicht, geh\u00f6rt der Infekt behandelt, und zwar \u00e4rztlich.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wof\u00fcr<\/div>\n<p>Bei beginnenden, leichten und unkomplizierten Blasenbeschwerden bei Frauen - Brennen beim Wasserlassen, h\u00e4ufiger Harndrang - wenn ernsthafte Ursachen ausgeschlossen sind. Am wirksamsten, wenn fr\u00fch begonnen.<\/p>\n<div class=\"k\" style=\"margin-top:14px\">Menge<\/div>\n<p>400 bis 840 mg Arbutin t\u00e4glich nach EMA-Monographie, entsprechend etwa 10 g Bl\u00e4tter. H\u00f6chstens eine Woche am St\u00fcck, h\u00f6chstens f\u00fcnfmal im Jahr. Nicht in Schwangerschaft und Stillzeit, nicht unter 18 Jahren, nicht bei Nierenerkrankung.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"tradition\">\n<h2><span>Ayurveda &amp; TCM<\/span>Was die alten Systeme sagen<\/h2>\n<div class=\"ea-trad\">\n<div>\n<h3>Ayurveda<\/h3>\n<p>Die B\u00e4rentraube ist eine nordische Pflanze und im Ayurveda nicht vertreten. F\u00fcr Harnwegsbeschwerden - <em>Mutrakrichra<\/em> - stehen dort <em>Gokshura<\/em> (<em>Tribulus terrestris<\/em>), <em>Punarnava<\/em> and <em>Chandana<\/em>, das Sandelholz, im Vordergrund, die alle als k\u00fchlend und harntreibend beschrieben werden. Ein antibakterielles Prinzip, das gezielt \u00fcber den Harn zugestellt wird, kennt die ayurvedische Systematik in dieser Form nicht.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3>Traditional Chinese Medicine<\/h3>\n<p>Auch in der chinesischen Materia medica fehlt <em>Arctostaphylos<\/em>. Die entsprechende Kategorie sind dort die Drogen, die \u201eFeuchte-Hitze im unteren Erw\u00e4rmer kl\u00e4ren\u201c - etwa <em>Che Qian Zi<\/em>, <em>Bian Xu<\/em> and <em>Qu Mai<\/em> \u2013, die bei brennendem, schmerzhaftem Wasserlassen eingesetzt werden. Die Beschreibung der Beschwerden deckt sich verbl\u00fcffend genau mit dem, was wir Zystitis nennen; die Mittel sind andere.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"warn\">\n<h2><span>Warnhinweise<\/span>Wann du aufpassen solltest<\/h2>\n<div class=\"ea-warn\">\n<h3>Bitte beachten<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>H\u00f6chstens eine Woche, h\u00f6chstens f\u00fcnfmal im Jahr:<\/strong> Diese Grenze steht wegen des Hydrochinons in der EMA-Monographie. Sie ist keine Formalie und sollte nicht \u00fcberschritten werden.<\/li>\n<li><strong>Nicht in Schwangerschaft und Stillzeit:<\/strong> Kontraindiziert. Harnwegsinfekte in der Schwangerschaft geh\u00f6ren immer \u00e4rztlich behandelt.<\/li>\n<li><strong>Nicht unter 18 Jahren:<\/strong> F\u00fcr Kinder und Jugendliche ist die Anwendung nicht vorgesehen.<\/li>\n<li><strong>Fieber ist die Grenze:<\/strong> Fieber, Sch\u00fcttelfrost, Flankenschmerz oder Blut im Urin bedeuten eine Infektion jenseits der Blase - sofort \u00e4rztlich abkl\u00e4ren.<\/li>\n<li><strong>Magenreizung:<\/strong> \u00dcbelkeit ist die h\u00e4ufigste Nebenwirkung und geht meist auf die Gerbstoffe zur\u00fcck. Der Kaltauszug ist deutlich besser vertr\u00e4glich.<\/li>\n<li><strong>Wiederkehrende Infekte abkl\u00e4ren:<\/strong> Wer die B\u00e4rentraube mehrmals im Jahr brauchen w\u00fcrde, hat ein Problem, das gesucht geh\u00f6rt - nicht wiederholt behandelt.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Diese Seite informiert und ersetzt keine \u00e4rztliche Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden bitte abkl\u00e4ren lassen.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"passend\">\n<h2><span>Passend zum Thema<\/span>Weiterlesen und mitkochen<\/h2>\n<div class=\"ea-passend\"><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/goldrute-solidago-virgaurea\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Goldenrod<\/span><span class=\"d\">Die Durchsp\u00fclungspflanze f\u00fcr die Zeit danach - ohne Zeitgrenze.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/liebstoeckel-levisticum-officinale-2\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Lovage<\/span><span class=\"d\">Der zweite Klassiker der Durchsp\u00fclungstherapie.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/heidelbeere-vaccinium-myrtillus\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">blueberry<\/span><span class=\"d\">Die Verwandte aus derselben Familie, mit ganz anderem Profil.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/brennnessel-getrocknet\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">dried nettles<\/span><span class=\"d\">F\u00fcr die milde Durchsp\u00fclung nach der B\u00e4rentraube.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/rosmarin-getrocknet\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">Dried rosemary<\/span><span class=\"d\">Teil der klassischen Blasenkombination.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/hagebuttentee\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">Rosehip tea<\/span><span class=\"d\">Die Basis, wenn viel getrunken werden soll.<\/span><\/a><\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Shop-Links f\u00fchren zu unseren Produktseiten; dort ist gekennzeichnet, wenn ein Partner beteiligt ist.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k ea-quellen\" id=\"quellen\">\n<h2><span>Sources<\/span>Worauf sich das st\u00fctzt<\/h2>\n<ol>\n<li>European Medicines Agency, HMPC: European Union herbal monograph on <em>Arctostaphylos uva-ursi<\/em> (L.) Spreng., folium - traditional use.<\/li>\n<li>Kommission E, Monographie \u201eUvae ursi folium\u201c, BAnz Nr. 109 vom 15.06.1994.<\/li>\n<li>Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung: Bewertungen zu Hydrochinon und Arbutin-haltigen Zubereitungen.<\/li>\n<li>Schindler G. et al.: Urinary excretion and metabolism of arbutin after oral administration of <em>Arctostaphylos uvae ursi<\/em> extract. Journal of Clinical Pharmacology 2002.<\/li>\n<li>Blaschek W. (Hrsg.): Wichtl - Teedrogen und Phytopharmaka, Kapitel Uvae ursi folium.<\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>B\u00e4rentraube (Arctostaphylos uva-ursi) Botanischer Name Arctostaphylos uva-ursiHeidekrautgew\u00e4chs (Ericaceae) Verwendeter Teil Bl\u00e4tterledrig, klein, immergr\u00fcn Leitstoff Arbutinwird im K\u00f6rper zu Hydrochinon Einstufung Traditional use (EMA)leichte Blasenbeschwerden bei Frauen Anwendungsdauer H\u00f6chstens 1 Wocheund h\u00f6chstens f\u00fcnfmal im Jahr Standort Magere Heidenin Deutschland streng gesch\u00fctzt Auf dieser Seite HerkunftNutzenInhaltsstoffeVerst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich bei\u00dftAnwendungAls HausmittelAyurveda &amp; TCMWarnhinweisePassend zum ThemaQuellen Kurz<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":7141,"parent":5278,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-5649","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5649","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5649"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5649\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9838,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5649\/revisions\/9838"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5278"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7141"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5649"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}