{"id":5657,"date":"2025-12-06T00:05:09","date_gmt":"2025-12-06T00:05:09","guid":{"rendered":"http:\/\/edenshealth.de\/?page_id=5657"},"modified":"2026-09-18T09:03:50","modified_gmt":"2026-09-18T09:03:50","slug":"lapacho-tabebuia-avellanedae","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wiki-archiv\/lapacho-tabebuia-avellanedae\/","title":{"rendered":"Lapacho (Tabebuia avellanedae)"},"content":{"rendered":"<style>.awb-menu__main-li{border-bottom:1px solid rgba(85,136,59,0.18);padding:5px 0;margin:0;}.awb-menu__main-li:last-child{border-bottom:none;}li.wiki-cat-heading{border-bottom:none;margin-top:22px;padding-top:0;}li.wiki-cat-heading:first-child{margin-top:0;}li.wiki-cat-heading > a.awb-menu__main-a{pointer-events:none;cursor:default;font-weight:700;color:#55883b;text-transform:uppercase;font-size:0.72rem;letter-spacing:0.06em;padding-bottom:6px;border-bottom:2px solid #c1e899;display:inline-block;}<\/style>\n<div style=\"position:relative;width:100%;min-height:60vh;height:560px;max-height:70vh;background-image:url('https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/lapacho-hero4k-scaled.jpg');background-size:cover;background-position:center;overflow:hidden;margin:0 0 -1px 0;\">\n<div style=\"position:absolute;top:0;left:0;right:0;height:45%;background:linear-gradient(180deg, rgba(20,15,5,0.40) 0%, rgba(20,15,5,0) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:0;left:0;right:0;height:60%;background:linear-gradient(180deg, rgba(252,250,246,0) 0%, rgba(252,250,246,0.55) 55%, rgba(252,250,246,1) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:14%;left:0;right:0;padding:0 6%;text-align:left;\">\n<h1 style=\"color:#ffffff;font-size:2.6rem;font-weight:600;margin:0;text-shadow:0 2px 16px rgba(0,0,0,0.55);letter-spacing:-0.5px;\">Lapacho (Tabebuia avellanedae)<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"eh-arch\">\n<div class=\"ea-steck\">\n<div>\n<div class=\"k\">Botanischer Name<\/div>\n<div class=\"v\">Handroanthus impetiginosus<small>fr\u00fcher <em>Tabebuia<\/em><\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Andere Namen<\/div>\n<div class=\"v\">Pau d&#8217;arco, Taheebo<small>\u201eBogenholz\u201c auf Portugiesisch<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Verwendeter Teil<\/div>\n<div class=\"v\">Innere Rinde<small>zwischen Borke und Holz<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Leitstoffe<\/div>\n<div class=\"v\">Lapachol und \u03b2-Lapachon<small>Naphthochinone<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Einstufung<\/div>\n<div class=\"v\">Keine Monographie<small>weder EMA noch Kommission E<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wichtig<\/div>\n<div class=\"v\">Antivitamin-K-Wirkung<small>Lapachol beeinflusst die Gerinnung<\/small><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"ea-body\">\n<nav class=\"ea-nav\">\n<div class=\"t\">Auf dieser Seite<\/div>\n<p><a href=\"#herkunft\">Origin<\/a><a href=\"#nutzen\">Nutzen<\/a><a href=\"#inhalt\">Ingredients<\/a><a href=\"#kombi\">Verst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich bei\u00dft<\/a><a href=\"#gerichte\">Application<\/a><a href=\"#hausmittel\">Als Hausmittel<\/a><a href=\"#tradition\">Ayurveda &amp; TCM<\/a><a href=\"#warn\">Warnhinweise<\/a><a href=\"#passend\">Passend zum Thema<\/a><a href=\"#quellen\">Sources<\/a><\/p>\n<div class=\"box\"><b>Kurz gesagt<\/b><\/p>\n<p>Lapacho ist die Rinde eines s\u00fcdamerikanischen Baums, die als Tee gegen so ziemlich alles beworben wird. Die n\u00fcchterne Bilanz: keine Monographie, keine kontrollierten Studien am Menschen, ein Wirkstoff, dessen klinische Erprobung in den 1970er Jahren wegen Nebenwirkungen abgebrochen wurde - und Handelsware, die diesen Wirkstoff meist ohnehin kaum enth\u00e4lt. Wir behandeln ihn hier ausf\u00fchrlich, weil er verbreitet ist und weil man die Gerinnungswirkung kennen sollte.<\/p>\n<\/div>\n<\/nav>\n<div>\n<section class=\"ea-k\" id=\"herkunft\">\n<h2><span>Origin<\/span>Der Baum, dessen Holz B\u00f6gen ergab<\/h2>\n<div class=\"eh-kraeuter-img\"><img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271200%27%20height%3D%271800%27%20viewBox%3D%270%200%201200%201800%27%3E%3Crect%20width%3D%271200%27%20height%3D%271800%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/eh-kraeuter-lapacho.jpg\" alt=\"Lapacho Baum Bl\u00fcten\" style=\"width:100%;height:auto;border-radius:14px;border:2px solid rgba(201,162,75,0.4);box-shadow:0 8px 24px rgba(23,58,36,0.15);\" loading=\"lazy\"><\/div>\n<p class=\"ea-satz\">\u201ePau d&#8217;arco\u201c hei\u00dft Bogenholz - das Holz war so hart und elastisch, dass indigene V\u00f6lker daraus Jagdb\u00f6gen fertigten.<\/p>\n<p class=\"ea-drop\">Der Lapachobaum - heute botanisch <em>Handroanthus impetiginosus<\/em>, fr\u00fcher <em>Tabebuia impetiginosa<\/em> - ist ein bis zu drei\u00dfig Meter hoher Baum der s\u00fcdamerikanischen Trockenw\u00e4lder, verbreitet von Mexiko bis Nordargentinien. Er wirft in der Trockenzeit die Bl\u00e4tter ab und bl\u00fcht dann in \u00fcberw\u00e4ltigenden rosa-violetten Massen, was ihn zu einem der auff\u00e4lligsten B\u00e4ume S\u00fcdamerikas macht; in Brasilien ist der verwandte gelbbl\u00fchende Ip\u00ea-Amarelo Nationalbaum.<\/p>\n<p>Sein Holz ist extrem hart, dicht und witterungsbest\u00e4ndig - daher der portugiesische Name <em>pau d&#8217;arco<\/em>, Bogenholz. Indigene V\u00f6lker fertigten daraus Jagdb\u00f6gen; heute wird es als Terrassen- und Konstruktionsholz unter dem Handelsnamen Ip\u00ea exportiert, was zu erheblichem Druck auf die Best\u00e4nde gef\u00fchrt hat. Mehrere <em>Handroanthus<\/em>-Arten stehen inzwischen auf Schutzlisten.<\/p>\n<p>Medizinisch verwendet wird die innere Rinde, die Schicht zwischen der \u00e4u\u00dferen Borke und dem Holz. In der traditionellen Medizin der Guaran\u00ed und anderer Gruppen wird sie als Abkochung bei Fieber, Hautkrankheiten, Entz\u00fcndungen und Infektionen eingesetzt. Bekannt wurde Lapacho im Westen in den 1960er und 70er Jahren, als brasilianische Presseberichte \u00fcber angebliche Krebsheilungen eine internationale Nachfrage ausl\u00f6sten. Diese Berichte waren der Anlass f\u00fcr die Untersuchungen, von denen der n\u00e4chste Abschnitt handelt - und ihr Ergebnis ist der Grund, warum wir hier so deutlich werden.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"nutzen\">\n<h2><span>Nutzen<\/span>Was die Forschung tats\u00e4chlich ergeben hat<\/h2>\n<p class=\"ea-drop\">F\u00fcr Lapacho gibt es keine Monographie der EMA und keine Bewertung der Kommission E. Es gibt auch keine kontrollierte klinische Studie am Menschen, die eine Anwendung st\u00fctzen w\u00fcrde. Das ist der Ausgangspunkt, und er unterscheidet sich deutlich von dem Bild, das die Vermarktung zeichnet.<\/p>\n<p>Es gab allerdings eine ernsthafte klinische Erprobung, und ihr Ausgang ist lehrreich. In den 1970er Jahren untersuchte das amerikanische National Cancer Institute Lapachol, den Hauptinhaltsstoff, in einer Phase-I-Studie bei Krebspatienten. Die Studie wurde abgebrochen. Der Grund: In den Dosen, die n\u00f6tig gewesen w\u00e4ren, um im Blut wirksame Spiegel zu erreichen, traten erhebliche Nebenwirkungen auf - \u00dcbelkeit, Erbrechen und vor allem eine Verl\u00e4ngerung der Gerinnungszeit. Lapachol wirkt als Antivitamin K, \u00e4hnlich wie ein Gerinnungshemmer. Die therapeutische Breite erwies sich als zu eng.<\/p>\n<p>Aus dieser Geschichte folgen zwei Dinge. Erstens: Lapacho als Krebsmittel ist keine offene Frage, sondern eine untersuchte und negativ beantwortete. Wer es heute als solches angeboten bekommt, sollte das Angebot ablehnen - und wer eine Krebstherapie erh\u00e4lt, sollte es wegen der Gerinnungswirkung ohnehin nicht nehmen. Zweitens: Die Antivitamin-K-Wirkung ist die konkreteste bekannte Eigenschaft dieser Droge, und sie ist ein Risiko, kein Nutzen. Bei gleichzeitiger Einnahme von Gerinnungshemmern oder vor Operationen ist Lapacho zu meiden.<\/p>\n<p>Bleibt der Rest: Laborbefunde. \u03b2-Lapachon und Lapachol zeigen in Zellversuchen antimikrobielle, antiparasit\u00e4re und zytotoxische Effekte, und \u03b2-Lapachon ist als Ausgangspunkt f\u00fcr Wirkstoffentwicklung untersucht worden. Das ist Grundlagenforschung. Ein ironisches Detail zum Schluss: Analysen von Handelsware haben wiederholt gezeigt, dass viele Lapacho-Tees und -Pr\u00e4parate kaum messbares Lapachol enthalten - entweder weil die falsche Rindenschicht oder die falsche Art verwendet wurde. Man kann das als Qualit\u00e4tsmangel sehen oder als den Grund, warum kaum Nebenwirkungen berichtet werden.<\/p>\n<div class=\"ea-zahlen\">\n<div class=\"ea-zahl\"><b>0,1 - 2 %<\/b><span>Lapachol in der inneren Rinde - stark schwankend<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>1970er<\/b><span>Abbruch der klinischen Erprobung von Lapachol<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>0<\/b><span>kontrollierte Humanstudien zur Rindendroge<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>bis 30 m<\/b><span>H\u00f6he des Baums<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"inhalt\">\n<h2><span>Ingredients<\/span>Naphthochinone - und die Frage, ob sie \u00fcberhaupt drin sind<\/h2>\n<p>Die charakteristischen Inhaltsstoffe der Lapachorinde sind Naphthochinone, allen voran Lapachol und \u03b2-Lapachon, dazu Anthrachinone, Flavonoide und Gerbstoffe. Chinone sind reaktive Molek\u00fcle - dieselbe Stoffklasse, zu der auch das Thymochinon des Schwarzk\u00fcmmels und das Hydrochinon der B\u00e4rentraube geh\u00f6ren. Ihre Reaktivit\u00e4t ist der Grund f\u00fcr die beobachteten Laboreffekte und zugleich f\u00fcr die Toxizit\u00e4t in h\u00f6heren Dosen.<\/p>\n<p>Entscheidend ist die verwendete Rindenschicht. Die Wirkstoffe sitzen in der inneren Rinde, dem Bastteil zwischen Borke und Holz. Handelsware, die aus der \u00e4u\u00dferen Borke oder aus Holzanteilen besteht, enth\u00e4lt entsprechend wenig bis nichts. Dazu kommt die Artenfrage: Mehrere <em>Handroanthus<\/em>&#8211; und <em>Tabebuia<\/em>-Arten werden als Lapacho gehandelt, und sie unterscheiden sich im Gehalt erheblich.<\/p>\n<p>Marktanalysen aus mehreren L\u00e4ndern haben das wiederholt best\u00e4tigt: Ein gro\u00dfer Teil der als Lapacho verkauften Ware enth\u00e4lt kein oder kaum messbares Lapachol. F\u00fcr den Verbraucher ergibt sich daraus eine merkw\u00fcrdige Lage. Wer ein wirkstoffarmes Produkt kauft, zahlt f\u00fcr einen herben Rindentee ohne pharmakologische Wirkung - unangenehm f\u00fcr den Geldbeutel, aber harmlos. Wer ein wirkstoffreiches Produkt erwischt, bekommt eine Substanz mit Antivitamin-K-Wirkung, deren klinische Erprobung abgebrochen wurde. Beides spricht nicht f\u00fcr den Kauf.<\/p>\n<p>Ein weiterer Punkt betrifft die Nachhaltigkeit. Die Rindenernte sch\u00e4digt den Baum erheblich; bei vollst\u00e4ndiger Ringelung stirbt er. Zusammen mit dem Druck durch den Holzexport hat das dazu gef\u00fchrt, dass mehrere Arten als gef\u00e4hrdet eingestuft sind. Wer Lapacho kauft, sollte wissen, dass hinter dem Produkt in der Regel ein besch\u00e4digter oder gef\u00e4llter Baum steht.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"kombi\">\n<h2><span>Verst\u00e4rkte Kombinationen<\/span>Was zu beachten ist<\/h2>\n<p>Bei einer Droge ohne Monographie, ohne Humanstudien und mit einer bekannten Gerinnungswirkung geht es nicht um Kombinationen, sondern um Abgrenzungen.<\/p>\n<div class=\"ea-kombi\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Geschmack<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Lapacho + Zimt und Orangenschale<\/div>\n<p>Wer den Tee des Geschmacks wegen trinkt - er ist herb, holzig und leicht s\u00fc\u00dflich \u2013, kann ihn mit Gew\u00fcrzen aufwerten. Das ist die ehrlichste Verwendung dieser Droge.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Koffeinfrei<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Lapacho + Abendgetr\u00e4nk<\/div>\n<p>Er enth\u00e4lt kein Koffein und ist damit als warmes Abendgetr\u00e4nk unproblematisch, sofern keine Gerinnungshemmung besteht.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Origin<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Lapacho + Artangabe und Rindenschicht<\/div>\n<p>Wenn schon, dann ein Produkt mit botanischer Artangabe und dem Hinweis auf innere Rinde. Alles andere ist nicht einmal als Tee definiert.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Nachhaltigkeit<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Lapacho + zertifizierte Herkunft<\/div>\n<p>Die Rindenernte sch\u00e4digt den Baum. Herkunftsnachweise sind hier ein echtes Kriterium, kein Marketing.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Alternative<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Lapacho + besser untersuchte Pflanzen<\/div>\n<p>Wer Entz\u00fcndung, Infektabwehr oder Hautprobleme angehen will, findet in diesem Archiv Pflanzen mit Monographie und Datenlage. Die sind die bessere Wahl.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Ehrlichkeit<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Lapacho + realistische Erwartung<\/div>\n<p>Als angenehm herber, koffeinfreier Tee ist er unproblematisch. Als Heilmittel ist er nicht belegt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h3 class=\"ea-beisst-h\"><span>Was sich bei\u00dft<\/span>Diese Kombinationen lieber lassen<\/h3>\n<div class=\"ea-kombi beisst\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Gerinnung<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Lapacho + Marcumar, DOAK oder ASS<\/div>\n<p>Lapachol wirkt als Antivitamin K. Bei Gerinnungshemmung ist Lapacho zu meiden, ebenso vor geplanten Operationen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Krebs<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Lapacho + Krebserkrankung<\/div>\n<p>Die klinische Erprobung wurde wegen Toxizit\u00e4t abgebrochen. Es gibt keine Evidenz f\u00fcr einen Nutzen, aber ein Risiko durch die Gerinnungswirkung und m\u00f6gliche Wechselwirkungen mit einer Therapie.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Schwangerschaft<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Lapacho + Schwangerschaft und Stillzeit<\/div>\n<p>In Tierversuchen zeigte Lapachol embryotoxische Effekte. In dieser Zeit strikt zu meiden.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Menge<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Lapacho + gro\u00dfe Mengen oder Dauerkonsum<\/div>\n<p>\u00dcbelkeit und Erbrechen waren die dosislimitierenden Nebenwirkungen in der klinischen Erprobung. Es gibt keine gepr\u00fcfte Dosierungsempfehlung.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Kinder<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Lapacho + Kinder<\/div>\n<p>Keine Daten, keine Dosierungsempfehlung, bekannte Toxizit\u00e4t in h\u00f6heren Dosen. F\u00fcr Kinder nicht geeignet.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Erwartung<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Lapacho + Heilversprechen<\/div>\n<p>Er wird gegen Krebs, Candida, Borreliose und Autoimmunerkrankungen beworben. F\u00fcr keine dieser Anwendungen gibt es Evidenz.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"gerichte\">\n<h2><span>Application<\/span>Was mit der Rinde m\u00f6glich ist<\/h2>\n<ul class=\"ea-gerichte\">\n<li><span class=\"g\">Abkochung<\/span><span class=\"w\">1 bis 2 Teel\u00f6ffel Rinde in 500 ml Wasser 10 bis 15 Minuten k\u00f6cheln - die traditionelle Zubereitung.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Geschmack<\/span><span class=\"w\">Herb, holzig, leicht s\u00fc\u00dflich mit einem vanilleartigen Ton - als Tee durchaus angenehm.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Mit Gew\u00fcrzen<\/span><span class=\"w\">Zimtstange und Orangenschale mitkochen; das rundet den holzigen Ton ab.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Koffeinfrei<\/span><span class=\"w\">Als warmes Abendgetr\u00e4nk unproblematisch, sofern keine Gerinnungshemmung besteht.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Kalt<\/span><span class=\"w\">Abgek\u00fchlt mit Zitrone ein interessanter Eistee.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Artangabe<\/span><span class=\"w\">Auf dem Etikett sollte eine botanische Art stehen, nicht nur \u201eLapacho\u201c.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Innere Rinde<\/span><span class=\"w\">Nur die innere Rinde enth\u00e4lt die Wirkstoffe - Ware aus Borke oder Holz ist wertlos.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Origin<\/span><span class=\"w\">Rindenernte sch\u00e4digt den Baum; Herkunftsnachweise sind ein echtes Kriterium.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Keine Kur<\/span><span class=\"w\">Es gibt keine gepr\u00fcfte Dosierung und keinen Grund f\u00fcr eine langfristige Einnahme.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Medikationsliste<\/span><span class=\"w\">Vor der ersten Tasse die eigene Medikation pr\u00fcfen - vor allem auf Gerinnungshemmer.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"ea-tipp\"><b>Faustregel:<\/b> Wenn du Lapacho magst, trink ihn als das, was er ist: ein herber, koffeinfreier Rindentee mit angenehmem Geschmack. Diese Verwendung ist ehrlich und unproblematisch. Als Heilmittel gekauft zahlt man viel f\u00fcr ein Versprechen ohne Grundlage.<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"hausmittel\">\n<h2><span>Als Hausmittel<\/span>Der Tee - und was vorher zu kl\u00e4ren ist<\/h2>\n<div class=\"ea-rezept\">\n<div>\n<div class=\"k\">So geht&#8217;s<\/div>\n<h3>Lapacho-Abkochung<\/h3>\n<ol>\n<li>Zuerst die Medikationsfrage: Nimmst du Gerinnungshemmer - Marcumar, ein DOAK, dauerhaft ASS? Dann lass Lapacho weg. Lapachol wirkt als Antivitamin K. Dasselbe gilt vor geplanten Operationen.<\/li>\n<li>Zweite Frage: Bist du schwanger oder stillst du? Dann nicht - in Tierversuchen zeigte Lapachol embryotoxische Effekte.<\/li>\n<li>Wenn beides gekl\u00e4rt ist: 1 bis 2 Teel\u00f6ffel geschnittene Rinde mit 500 ml kaltem Wasser ansetzen.<\/li>\n<li>Aufkochen und zehn bis f\u00fcnfzehn Minuten zugedeckt leise k\u00f6cheln lassen. Die harte Rinde gibt nur beim Kochen etwas ab.<\/li>\n<li>Abseihen und trinken. Der Geschmack ist herb-holzig mit einem leicht vanilligen Ton; Zimt oder Orangenschale passen gut dazu.<\/li>\n<li>Als gelegentliches Getr\u00e4nk unproblematisch. Es gibt keinen belegten Grund f\u00fcr eine Kur oder eine dauerhafte Einnahme - und keine gepr\u00fcfte Dosierungsempfehlung, an der man sich orientieren k\u00f6nnte.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wof\u00fcr<\/div>\n<p>Traditionell in S\u00fcdamerika bei Fieber, Entz\u00fcndungen und Hautbeschwerden. In Europa ohne anerkanntes Anwendungsgebiet. Als herber, koffeinfreier Tee ein angenehmes Getr\u00e4nk - mehr l\u00e4sst sich ehrlicherweise nicht sagen.<\/p>\n<div class=\"k\" style=\"margin-top:14px\">Menge<\/div>\n<p>Es existiert keine beh\u00f6rdlich gepr\u00fcfte Dosierungsempfehlung. \u00dcblich sind ein bis zwei Teel\u00f6ffel Rinde auf einen halben Liter. Nicht bei Gerinnungshemmung, nicht in Schwangerschaft und Stillzeit, nicht f\u00fcr Kinder, nicht w\u00e4hrend einer Krebstherapie.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"tradition\">\n<h2><span>Ayurveda &amp; TCM<\/span>Was die alten Systeme sagen<\/h2>\n<div class=\"ea-trad\">\n<div>\n<h3>Ayurveda<\/h3>\n<p>Lapacho ist eine s\u00fcdamerikanische Pflanze und im Ayurveda nicht vertreten. F\u00fcr die Anwendungsbereiche, die ihm traditionell zugeschrieben werden - Fieber, Hautkrankheiten, Infektabwehr \u2013, stehen dort <em>Neem<\/em>, <em>Guduchi<\/em> and <em>Manjistha<\/em> im Vordergrund. Der Vergleich ist insofern interessant, als auch diese Pflanzen breite traditionelle Anwendungsspektren haben, deren moderne Belege begrenzt sind.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3>Traditional Chinese Medicine<\/h3>\n<p>Auch in der chinesischen Materia medica fehlt <em>Handroanthus<\/em>. Die Beschreibung, die die s\u00fcdamerikanische Tradition gibt - bitter, k\u00fchlend, gegen \u201eHitze\u201c und Infektionen \u2013, entspr\u00e4che in der TCM der Gruppe der Drogen, die \u201eHitze kl\u00e4ren und Toxine ausleiten\u201c, zu der etwa <em>Jin Yin Hua<\/em> and <em>Lian Qiao<\/em> geh\u00f6ren. Das ist eine Parallele im Denkmuster, nicht in der Pflanze.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"warn\">\n<h2><span>Warnhinweise<\/span>Wann du aufpassen solltest<\/h2>\n<div class=\"ea-warn\">\n<h3>Bitte beachten<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Antivitamin-K-Wirkung:<\/strong> Lapachol verl\u00e4ngert die Gerinnungszeit. Bei Marcumar, DOAK, dauerhafter ASS-Einnahme oder vor Operationen ist Lapacho zu meiden.<\/li>\n<li><strong>Kein Krebsmittel:<\/strong> Die klinische Erprobung von Lapachol wurde in den 1970er Jahren wegen Toxizit\u00e4t abgebrochen. Es gibt keine Evidenz f\u00fcr einen Nutzen.<\/li>\n<li><strong>Nicht in Schwangerschaft und Stillzeit:<\/strong> In Tierversuchen zeigte Lapachol embryotoxische Effekte.<\/li>\n<li><strong>Keine gepr\u00fcfte Dosierung:<\/strong> Es existiert keine Monographie und keine beh\u00f6rdliche Dosierungsempfehlung.<\/li>\n<li><strong>Qualit\u00e4t stark schwankend:<\/strong> Viele Handelsprodukte enthalten kaum messbares Lapachol - aus der falschen Rindenschicht oder der falschen Art.<\/li>\n<li><strong>Nachhaltigkeit:<\/strong> Die Rindenernte sch\u00e4digt den Baum erheblich; mehrere Arten gelten als gef\u00e4hrdet.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Diese Seite informiert und ersetzt keine \u00e4rztliche Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden bitte abkl\u00e4ren lassen.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"passend\">\n<h2><span>Passend zum Thema<\/span>Weiterlesen und mitkochen<\/h2>\n<div class=\"ea-passend\"><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/katzenkralle-uncaria-tomentosa\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Cat&#039;s claw<\/span><span class=\"d\">Die andere s\u00fcdamerikanische Rindendroge mit gro\u00dfen Versprechen.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/roter-sonnenhut-echinacea-purpurea\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Red Coneflower<\/span><span class=\"d\">Wenn es um Infektabwehr geht: die Pflanze mit der besseren Datenlage.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/gruener-tee-camellia-sinensis\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Green tea<\/span><span class=\"d\">Die alltagstaugliche Polyphenolquelle ohne Wechselwirkungsdrama.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/echinacea-extrakt\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">Echinacea extract<\/span><span class=\"d\">Standardisiert, f\u00fcr die Anwendung mit Monographie.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/gruener-tee-lose-sencha\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">Gr\u00fcner Tee lose<\/span><span class=\"d\">Die Alternative als Alltagsgetr\u00e4nk.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/hagebuttentee\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">Rosehip tea<\/span><span class=\"d\">Ein herber, koffeinfreier Tee mit besserer Faktenlage.<\/span><\/a><\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Shop-Links f\u00fchren zu unseren Produktseiten; dort ist gekennzeichnet, wenn ein Partner beteiligt ist.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k ea-quellen\" id=\"quellen\">\n<h2><span>Sources<\/span>Worauf sich das st\u00fctzt<\/h2>\n<ol>\n<li>Block J.B. et al.: Early clinical studies with lapachol (NSC-11905). Cancer Chemotherapy Reports 1974 - Abbruch der Phase-I-Studie.<\/li>\n<li>Memorial Sloan Kettering Cancer Center, About Herbs: Pau d&#8217;Arco - Monographie mit Wechselwirkungs\u00fcbersicht.<\/li>\n<li>G\u00f3mez Castellanos J.R. et al.: Red Lapacho (<em>Tabebuia impetiginosa<\/em>) - a global ethnopharmacological commodity? Journal of Ethnopharmacology 2009.<\/li>\n<li>Awang D.V.C.: Commercial taheebo lacks active ingredient. Canadian Pharmaceutical Journal 1988 - Marktanalyse zum Lapacholgehalt.<\/li>\n<li>IUCN Red List: Bewertungen zu <em>Handroanthus<\/em>-Arten und zum Ip\u00ea-Holzhandel.<\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lapacho (Tabebuia avellanedae) Botanischer Name Handroanthus impetiginosusfr\u00fcher Tabebuia Andere Namen Pau d&#8217;arco, Taheebo\u201eBogenholz\u201c auf Portugiesisch Verwendeter Teil Innere Rindezwischen Borke und Holz Leitstoffe Lapachol und \u03b2-LapachonNaphthochinone Einstufung Keine Monographieweder EMA noch Kommission E Wichtig Antivitamin-K-WirkungLapachol beeinflusst die Gerinnung Auf dieser Seite HerkunftNutzenInhaltsstoffeVerst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich bei\u00dftAnwendungAls HausmittelAyurveda &amp; TCMWarnhinweisePassend zum ThemaQuellen Kurz gesagt Lapacho<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":7149,"parent":5278,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-5657","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5657","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5657"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5657\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9842,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5657\/revisions\/9842"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5278"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7149"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5657"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}