{"id":8257,"date":"2026-07-11T21:35:34","date_gmt":"2026-07-11T21:35:34","guid":{"rendered":"https:\/\/edenshealth.de\/wiki-archiv\/chaga-inonotus-obliquus\/"},"modified":"2026-09-19T11:30:55","modified_gmt":"2026-09-19T11:30:55","slug":"chaga-inonotus-obliquus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wiki-archiv\/chaga-inonotus-obliquus\/","title":{"rendered":"Chaga (Inonotus obliquus)"},"content":{"rendered":"<div style=\"position:relative;width:100%;min-height:60vh;height:560px;max-height:70vh;background-image:url('https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/eh-pilz-chaga-5.jpg');background-size:cover;background-position:center;overflow:hidden;margin:0 0 -1px 0;\">\n<div style=\"position:absolute;top:0;left:0;right:0;height:45%;background:linear-gradient(180deg, rgba(20,15,5,0.40) 0%, rgba(20,15,5,0) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:0;left:0;right:0;height:60%;background:linear-gradient(180deg, rgba(252,250,246,0) 0%, rgba(252,250,246,0.55) 55%, rgba(252,250,246,1) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:14%;left:0;right:0;padding:0 6%;text-align:left;\">\n<h1 style=\"color:#ffffff;font-size:2.6rem;font-weight:600;margin:0;text-shadow:0 2px 16px rgba(0,0,0,0.55);letter-spacing:-0.5px;\">Chaga (Inonotus obliquus)<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"eh-arch\">\n<div class=\"ea-steck\">\n<div>\n<div class=\"k\">Wissenschaftlich<\/div>\n<div class=\"v\">Inonotus obliquus<small>Borstenscheiblingsverwandte (Hymenochaetaceae)<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Was man erntet<\/div>\n<div class=\"v\">Sterile Konk<small>eine Myzelmasse, kein Fruchtk\u00f6rper<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wirt<\/div>\n<div class=\"v\">Fast nur Birke<small>selten Erle oder Buche<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wachstum<\/div>\n<div class=\"v\">10 - 20 Jahre<small>bis eine erntereife Konk entsteht<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wichtig<\/div>\n<div class=\"v\">Sehr oxalatreich<small>Nierensch\u00e4den sind dokumentiert<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Einstufung<\/div>\n<div class=\"v\">Keine Monographie<small>als Nahrungserg\u00e4nzungsmittel gehandelt<\/small><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"ea-body\">\n<nav class=\"ea-nav\">\n<div class=\"t\">Auf dieser Seite<\/div>\n<p><a href=\"#herkunft\">Origin<\/a><a href=\"#nutzen\">Nutzen<\/a><a href=\"#inhalt\">Ingredients<\/a><a href=\"#kombi\">Verst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich bei\u00dft<\/a><a href=\"#gerichte\">Application<\/a><a href=\"#hausmittel\">Als Hausmittel<\/a><a href=\"#tradition\">Ayurveda &amp; TCM<\/a><a href=\"#warn\">Warnhinweise<\/a><a href=\"#passend\">Passend zum Thema<\/a><a href=\"#quellen\">Sources<\/a><\/p>\n<div class=\"box\"><b>Kurz gesagt<\/b><\/p>\n<p>Chaga ist der schwarze, verkohlt wirkende Auswuchs an kranken Birken - und einer der am st\u00e4rksten beworbenen Vitalpilze \u00fcberhaupt. Was dabei praktisch nie erw\u00e4hnt wird: Chaga hat einen au\u00dfergew\u00f6hnlich hohen Oxalatgehalt, und es gibt dokumentierte F\u00e4lle von Nierenversagen nach l\u00e4ngerem Konsum. Dazu kommt ein Nachhaltigkeitsproblem: Eine erntereife Konk braucht zehn bis zwanzig Jahre, und die Wildbest\u00e4nde gehen zur\u00fcck.<\/p>\n<\/div>\n<\/nav>\n<div>\n<section class=\"ea-k\" id=\"herkunft\">\n<h2><span>Origin<\/span>Der schwarze Auswuchs an der kranken Birke<\/h2>\n<div class=\"eh-kraeuter-img\"><img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27800%27%20height%3D%27600%27%20viewBox%3D%270%200%20800%20600%27%3E%3Crect%20width%3D%27800%27%20height%3D%27600%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/eh-pilz-chaga-5.jpg\" alt=\"Chaga\" style=\"width:100%;height:auto;border-radius:14px;border:2px solid rgba(201,162,75,0.4);box-shadow:0 8px 24px rgba(23,58,36,0.15);\" loading=\"lazy\"><\/div>\n<p class=\"ea-satz\">Was an der Birke aussieht wie verkohltes Holz, ist Pilzmyzel - und braucht Jahrzehnte, um zu entstehen.<\/p>\n<p class=\"ea-drop\"><em>Inonotus obliquus<\/em> ist ein Pilz, der lebende Birken bef\u00e4llt und in ihnen eine Wei\u00dff\u00e4ule verursacht. Nach au\u00dfen sichtbar wird er als sogenannte sterile Konk: ein unregelm\u00e4\u00dfiger, steinharter, au\u00dfen tiefschwarz-rissiger und innen rostbrauner Auswuchs, der aus einer Wunde des Stammes herausbricht. Diese Konk ist kein Fruchtk\u00f6rper, sondern verdichtetes Myzel mit eingeschlossenem Holzmaterial - der eigentliche Fruchtk\u00f6rper bildet sich erst unter der Rinde, wenn der Baum stirbt, und wird kaum je gesehen.<\/p>\n<p>Chaga w\u00e4chst in den n\u00f6rdlichen Birkenw\u00e4ldern von Skandinavien \u00fcber Russland und Sibirien bis nach Nordamerika. Der Name stammt aus dem Russischen beziehungsweise aus Sprachen der Komi. In der Volksmedizin Sibiriens, Finnlands und des Baltikums ist Chaga-Tee seit Langem als Getr\u00e4nk und Kaffeeersatz gebr\u00e4uchlich - in Zeiten der Knappheit wurde er schlicht getrunken, weil er hei\u00df, dunkel und bitter ist.<\/p>\n<p>Der Zeitfaktor ist zentral f\u00fcr die Nachhaltigkeitsfrage. Eine erntereife Konk von ein bis zwei Kilogramm braucht typischerweise zehn bis zwanzig Jahre. Kultivierung des Fruchtk\u00f6rpers ist bisher nicht wirtschaftlich gelungen; was als \u201ekultivierter Chaga\u201c verkauft wird, ist meist Myzel aus Fl\u00fcssigfermentation, das ein anderes Inhaltsstoffprofil hat. Der wachsende Markt f\u00fchrt deshalb zu erheblichem Druck auf die Wildbest\u00e4nde, und in mehreren L\u00e4ndern gibt es inzwischen Sammelbeschr\u00e4nkungen.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"nutzen\">\n<h2><span>Nutzen<\/span>Viel Werbung, d\u00fcnne Daten - und ein konkretes Risiko<\/h2>\n<p class=\"ea-drop\">F\u00fcr Chaga gibt es keine EMA-Monographie, keine Bewertung der Kommission E und keine kontrollierte klinische Studie am Menschen, die eine Anwendung st\u00fctzen w\u00fcrde. Was es gibt, sind Zellversuche und Tiermodelle zu antioxidativen, entz\u00fcndungshemmenden und zytotoxischen Effekten sowie eine sehr lange Liste von Behauptungen in der Vermarktung.<\/p>\n<p>Die Laborbefunde beruhen \u00fcberwiegend auf zwei Stoffgruppen: Beta-Glucanen, wie bei allen Vitalpilzen, und Triterpenen, vor allem Betulin und Betulins\u00e4ure. Diese stammen urspr\u00fcnglich aus der Birkenrinde und werden vom Pilz aufgenommen und umgebaut - Chaga, der nicht an Birke gewachsen ist, enth\u00e4lt sie kaum. Betulins\u00e4ure ist ein interessantes Forschungsmolek\u00fcl mit zytotoxischen Eigenschaften in Zellkulturen. Von dort zu einer Anwendung am Menschen ist es ein weiter Weg, den niemand gegangen ist.<\/p>\n<p>Nun zum Punkt, der uns wichtiger ist als die Wirksamkeitsfrage. Chaga enth\u00e4lt au\u00dfergew\u00f6hnlich viel Oxals\u00e4ure - Messungen fanden Gehalte, die die der bekanntesten oxalatreichen Lebensmittel deutlich \u00fcbersteigen. Es gibt mehrere dokumentierte F\u00e4lle von Oxalat-Nephropathie nach l\u00e4ngerem Chaga-Konsum, darunter ein viel zitierter japanischer Fall, bei dem eine Patientin nach etwa sechs Monaten t\u00e4glicher Einnahme dialysepflichtig wurde, sowie weitere Berichte aus Korea und Europa. Die Nierenbiopsien zeigten Oxalatkristalle im Gewebe.<\/p>\n<p>Wir halten das f\u00fcr die wichtigste Information auf dieser Seite. Chaga wird als harmloses Wohlf\u00fchlgetr\u00e4nk beworben, und die meisten Menschen, die es trinken, werden keine Probleme bekommen. Wer aber Nierensteine in der Vorgeschichte hat, wer an einer Nierenerkrankung leidet oder wer Chaga t\u00e4glich \u00fcber Monate konsumiert, geht ein reales Risiko ein - f\u00fcr einen Nutzen, f\u00fcr den es keinen einzigen Wirksamkeitsnachweis gibt. Diese Abw\u00e4gung f\u00e4llt eindeutig aus.<\/p>\n<div class=\"ea-zahlen\">\n<div class=\"ea-zahl\"><b>10 - 20 Jahre<\/b><span>bis eine erntereife Konk entsteht<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>sehr hoch<\/b><span>Oxalatgehalt - \u00fcber dem bekannter Spitzenreiter<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>0<\/b><span>kontrollierte Humanstudien zur Wirksamkeit<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>mehrere<\/b><span>dokumentierte F\u00e4lle von Oxalat-Nephropathie<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"inhalt\">\n<h2><span>Ingredients<\/span>Was von der Birke kommt - und was f\u00fcr die Nieren z\u00e4hlt<\/h2>\n<p>Die Konk besteht \u00fcberwiegend aus Pilzmyzel mit eingelagertem Holzmaterial. Chemisch interessant sind vier Gruppen: Beta-Glucane aus der Pilzzellwand, Triterpene vom Lanostan-Typ, Betulin und Betulins\u00e4ure aus der Birkenrinde sowie Melanine, die f\u00fcr die tiefschwarze Au\u00dfenschicht verantwortlich sind. Der hohe Melaningehalt ist der Grund f\u00fcr die extrem hohen Werte in Antioxidantien-Labortests - Melanine sind starke Radikalf\u00e4nger im Reagenzglas, was \u00fcber ihre Wirkung im K\u00f6rper nichts aussagt.<\/p>\n<p>Die Betulins\u00e4ure ist ein Sonderfall: Sie ist kein Pilzstoff, sondern stammt aus der Birke. Chaga, der an anderen Wirten oder in Fermentern gewachsen ist, enth\u00e4lt sie kaum. Das ist ein Argument f\u00fcr Wildware an Birke - und steht damit im direkten Widerspruch zur Nachhaltigkeitsfrage. Eine saubere Aufl\u00f6sung dieses Konflikts gibt es nicht.<\/p>\n<p>Der Oxalatgehalt ist die praktisch wichtigste Zahl. Oxals\u00e4ure bindet Calcium und bildet schwer l\u00f6sliche Calciumoxalat-Kristalle - dieselben, aus denen die meisten Nierensteine bestehen. Bei sehr hoher Zufuhr k\u00f6nnen sich diese Kristalle im Nierengewebe ablagern und zu einer Oxalat-Nephropathie f\u00fchren, einer Form von Nierensch\u00e4digung, die bis zum Dialysebedarf gehen kann. Chaga-Zubereitungen geh\u00f6ren zu den oxalatreichsten Produkten, die als Nahrungserg\u00e4nzung im Umlauf sind.<\/p>\n<p>Praktisch hei\u00dft das: Wer Chaga trinkt, sollte es nicht t\u00e4glich \u00fcber Monate tun, sollte ausreichend trinken - Verd\u00fcnnung ist der wirksamste Schutz gegen Kristallbildung - und sollte es bei Nierensteinen in der Vorgeschichte, bei Nierenerkrankungen oder bei bekannter Hyperoxalurie ganz lassen. Und wer pl\u00f6tzlich Flankenschmerzen, verminderte Urinmenge oder Blut im Urin bemerkt, geh\u00f6rt umgehend \u00e4rztlich untersucht.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"kombi\">\n<h2><span>Verst\u00e4rkte Kombinationen<\/span>Wenn Chaga, dann selten<\/h2>\n<p>Wir k\u00f6nnen hier keine Anwendung empfehlen, f\u00fcr die es Belege g\u00e4be. Was wir beschreiben k\u00f6nnen, ist, wie das Risiko klein bleibt.<\/p>\n<div class=\"ea-kombi\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Getr\u00e4nk<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Chaga + gelegentlich statt t\u00e4glich<\/div>\n<p>Als dunkles, herbes Hei\u00dfgetr\u00e4nk gelegentlich unproblematisch. Die dokumentierten Nierenf\u00e4lle betrafen t\u00e4gliche Einnahme \u00fcber Monate.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Trinkmenge<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Chaga + viel Wasser<\/div>\n<p>Verd\u00fcnnung ist der wirksamste Schutz gegen Oxalatkristalle. Wer Chaga trinkt, sollte insgesamt reichlich trinken.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Geschmack<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Chaga + Zimt und Vanille<\/div>\n<p>Der Absud ist herb, erdig und leicht vanillig. Gew\u00fcrze machen ihn zu einem angenehmen Wintergetr\u00e4nk.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Origin<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Chaga + Birke als Wirt<\/div>\n<p>Die Triterpene stammen aus der Birkenrinde. Chaga von anderen Wirten oder aus Fermentern enth\u00e4lt sie kaum.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Nachhaltigkeit<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Chaga + behutsame Ernte<\/div>\n<p>Eine Konk braucht Jahrzehnte. Wer selbst erntet, nimmt nur einen Teil und l\u00e4sst den Rest am Baum - und verzichtet auf junge Konks ganz.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Alternative<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Chaga + andere Vitalpilze<\/div>\n<p>Wer Beta-Glucane sucht, findet sie in Shiitake, Austernseitling und Maitake - als Lebensmittel, ohne Oxalatproblem.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h3 class=\"ea-beisst-h\"><span>Was sich bei\u00dft<\/span>Diese Kombinationen lieber lassen<\/h3>\n<div class=\"ea-kombi beisst\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Nieren<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Chaga + Nierensteine oder Nierenerkrankung<\/div>\n<p>Der hohe Oxalatgehalt ist hier eine klare Gegenanzeige. Dokumentierte F\u00e4lle von Oxalat-Nephropathie nach l\u00e4ngerem Konsum liegen vor.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Length of time<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Chaga + t\u00e4gliche Einnahme \u00fcber Monate<\/div>\n<p>Genau dieses Muster liegt den bekannten Nierensch\u00e4den zugrunde. Kein Nutzen ist belegt, der dieses Risiko rechtfertigen w\u00fcrde.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Gerinnung<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Chaga + Antikoagulanzien<\/div>\n<p>Hinweise auf eine Beeinflussung der Gerinnung liegen vor. Bei Marcumar, DOAK oder ASS nicht ohne \u00e4rztliche R\u00fccksprache.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Blutzucker<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Chaga + Diabetesmedikamente<\/div>\n<p>Tierversuche zeigen blutzuckersenkende Effekte. Eine additive Senkung ist m\u00f6glich.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">immune system<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Chaga + Autoimmunerkrankung oder Immunsuppressiva<\/div>\n<p>Wie bei allen als immunmodulierend beworbenen Pilzen nicht ohne \u00e4rztliche Begleitung.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Erwartung<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Chaga + Heilversprechen<\/div>\n<p>Er wird gegen Krebs, Entz\u00fcndungen, Diabetes und vieles mehr beworben. Es gibt keine einzige kontrollierte Humanstudie, die das st\u00fctzt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"gerichte\">\n<h2><span>Application<\/span>Zubereitung und Vorsichtsma\u00dfnahmen<\/h2>\n<ul class=\"ea-gerichte\">\n<li><span class=\"g\">Absud<\/span><span class=\"w\">Chaga-St\u00fccke ein bis zwei Stunden auskochen - die traditionelle sibirische Zubereitung.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Mehrfachauszug<\/span><span class=\"w\">Dieselben St\u00fccke lassen sich zwei- bis dreimal verwenden, bis das Wasser hell bleibt.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Mit Gew\u00fcrzen<\/span><span class=\"w\">Zimt, Vanille und ein Schuss Milch machen den Absud zu einem angenehmen Wintergetr\u00e4nk.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Kaffeeersatz<\/span><span class=\"w\">Die historische Verwendung in Sibirien und Finnland - dunkel, herb, koffeinfrei.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Pulver<\/span><span class=\"w\">Feines Chaga-Pulver ist st\u00e4rker konzentriert und damit auch oxalatreicher.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Gelegentlich<\/span><span class=\"w\">Nicht t\u00e4glich \u00fcber Monate - das ist das Muster der dokumentierten Nierensch\u00e4den.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Viel trinken<\/span><span class=\"w\">Verd\u00fcnnung sch\u00fctzt am wirksamsten vor Kristallbildung.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Birke als Wirt<\/span><span class=\"w\">Die Triterpene stammen aus der Birkenrinde.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Behutsam ernten<\/span><span class=\"w\">Eine Konk braucht Jahrzehnte; nur einen Teil entnehmen.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Nicht bei Nierensteinen<\/span><span class=\"w\">Klare Gegenanzeige wegen des Oxalatgehalts.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"ea-tipp\"><b>Faustregel:<\/b> Wenn du Chaga magst, trink ihn wie einen besonderen Wintertee - ein paar Mal im Monat, mit Zimt, und mit reichlich Wasser \u00fcber den Tag. Was du nicht tun solltest, ist ihn als t\u00e4gliche Gesundheitskur \u00fcber Monate zu trinken: Genau dieses Muster steht hinter den dokumentierten Nierensch\u00e4den, und ein belegter Nutzen, der das aufwiegen w\u00fcrde, existiert nicht.<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"hausmittel\">\n<h2><span>Als Hausmittel<\/span>Der traditionelle Absud - mit Ma\u00df<\/h2>\n<div class=\"ea-rezept\">\n<div>\n<div class=\"k\">So geht&#8217;s<\/div>\n<h3>Chaga-Tee nach sibirischer Art<\/h3>\n<ol>\n<li>Vorher pr\u00fcfen: Hast du Nierensteine in der Vorgeschichte, eine Nierenerkrankung oder eine bekannte Hyperoxalurie? Dann lass Chaga weg - der Oxalatgehalt ist zu hoch. Dasselbe gilt bei Gerinnungshemmung ohne \u00e4rztliche R\u00fccksprache.<\/li>\n<li>Etwa 5 bis 10 g Chaga-St\u00fccke - nicht Pulver, das ist konzentrierter - mit einem Liter kaltem Wasser ansetzen.<\/li>\n<li>Langsam erhitzen und ein bis zwei Stunden bei sehr kleiner Hitze ziehen lassen, ohne sprudelnd zu kochen. Der Absud wird tief dunkelbraun.<\/li>\n<li>Abseihen. Die St\u00fccke lassen sich zwei- bis dreimal wiederverwenden, bis das Wasser nur noch schwach f\u00e4rbt.<\/li>\n<li>Nach Belieben mit Zimt, Vanille oder einem Schuss Milch trinken. Der Geschmack ist herb-erdig mit einer vanilligen Note.<\/li>\n<li>Gelegentlich statt t\u00e4glich, und \u00fcber den Tag ausreichend Wasser trinken. Bei Flankenschmerzen, verminderter Urinmenge oder Blut im Urin sofort absetzen und \u00e4rztlich abkl\u00e4ren lassen.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wof\u00fcr<\/div>\n<p>Traditionell in Sibirien und Nordeuropa als Hei\u00dfgetr\u00e4nk und Kaffeeersatz. F\u00fcr die beworbenen Heilwirkungen gibt es keine kontrollierten Humanstudien.<\/p>\n<div class=\"k\" style=\"margin-top:14px\">Menge<\/div>\n<p>Es gibt keine beh\u00f6rdlich gepr\u00fcfte Dosierungsempfehlung. Wir raten zu gelegentlichem statt t\u00e4glichem Konsum. Nicht bei Nierensteinen oder Nierenerkrankung, nicht bei Gerinnungshemmung ohne \u00e4rztliche R\u00fccksprache.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"tradition\">\n<h2><span>Ayurveda &amp; TCM<\/span>Was die alten Systeme sagen<\/h2>\n<div class=\"ea-trad\">\n<div>\n<h3>Ayurveda<\/h3>\n<p>Chaga ist ein nordischer Pilz und im Ayurveda nicht vertreten. Die Kategorie, in die er in der westlichen Vermarktung gestellt wird - <em>Rasayana<\/em>, die verj\u00fcngenden Mittel \u2013, wird dort von Pflanzen wie <em>Amalaki<\/em> and <em>Guduchi<\/em> besetzt. Eine \u00dcbertragung des Chaga in dieses System ist eine moderne Konstruktion ohne traditionelle Grundlage.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3>Traditional Chinese Medicine<\/h3>\n<p>In der klassischen chinesischen Materia medica fehlt <em>Inonotus obliquus<\/em> ebenfalls; er ist vor allem eine sibirisch-nordeurop\u00e4ische Droge. In modernen chinesischen und russischen Quellen erscheint er als <em>Bai Hua Rong<\/em> beziehungsweise unter dem russischen Namen. In der Sowjetunion wurde in den 1950er Jahren ein standardisiertes Chaga-Pr\u00e4parat namens Befungin entwickelt und zugelassen - die vorhandene Literatur dazu stammt allerdings aus einer Zeit und einem System, deren methodische Standards heutigen Anforderungen nicht gen\u00fcgen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"warn\">\n<h2><span>Warnhinweise<\/span>Wann du aufpassen solltest<\/h2>\n<div class=\"ea-warn\">\n<h3>Bitte beachten<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Sehr hoher Oxalatgehalt:<\/strong> Es gibt dokumentierte F\u00e4lle von Oxalat-Nephropathie bis zum Dialysebedarf nach monatelangem t\u00e4glichem Konsum. Nicht t\u00e4glich \u00fcber lange Zeit einnehmen.<\/li>\n<li><strong>Nicht bei Nierensteinen oder Nierenerkrankung:<\/strong> Klare Gegenanzeige. Auch bei bekannter Hyperoxalurie nicht anwenden.<\/li>\n<li><strong>Gerinnungshemmer:<\/strong> Hinweise auf eine Beeinflussung der Gerinnung - bei Antikoagulanzien nicht ohne \u00e4rztliche R\u00fccksprache.<\/li>\n<li><strong>Diabetesmedikation:<\/strong> Blutzuckersenkende Effekte sind im Tierversuch beschrieben; eine additive Senkung ist m\u00f6glich.<\/li>\n<li><strong>Keine Wirksamkeitsbelege:<\/strong> Es gibt keine kontrollierte Humanstudie, die eine Anwendung st\u00fctzt.<\/li>\n<li><strong>Nachhaltigkeit:<\/strong> Eine erntereife Konk braucht zehn bis zwanzig Jahre. Wildbest\u00e4nde stehen unter Druck; behutsam ernten oder kaufen mit Herkunftsangabe.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Diese Seite informiert und ersetzt keine \u00e4rztliche Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden bitte abkl\u00e4ren lassen.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"passend\">\n<h2><span>Passend zum Thema<\/span>Weiterlesen und mitkochen<\/h2>\n<div class=\"ea-passend\"><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/birkenporling-fomitopsis-betulina\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Birch polypore<\/span><span class=\"d\">Der andere Birkenpilz - mit ganz eigener Geschichte.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/reishi-ganoderma-lucidum\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Reishi<\/span><span class=\"d\">Der besser untersuchte Vitalpilz mit \u00e4hnlicher Argumentation.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/schmetterlingstramete-trametes-versicolor\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Turkey Tail<\/span><span class=\"d\">Der Vitalpilz, dessen Wirkstoff tats\u00e4chlich zugelassen ist.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/gruener-tee-lose-sencha\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">Green tea<\/span><span class=\"d\">Die alltagstaugliche Polyphenolquelle ohne Oxalatproblem.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/hagebuttentee\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">Rosehip tea<\/span><span class=\"d\">Ein herber, unbedenklicher Wintertee.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/vitamin-d3-k2\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">Vitamin D3 + K2<\/span><span class=\"d\">Was f\u00fcr die Immunfunktion eine echte Datenbasis hat.<\/span><\/a><\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Shop-Links f\u00fchren zu unseren Produktseiten; dort ist gekennzeichnet, wenn ein Partner beteiligt ist.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k ea-quellen\" id=\"quellen\">\n<h2><span>Sources<\/span>Worauf sich das st\u00fctzt<\/h2>\n<ol>\n<li>Kikuchi Y. et al.: Chaga mushroom-induced oxalate nephropathy. Clinical Nephrology 2014.<\/li>\n<li>Lee S. et al.: Oxalate nephropathy associated with chaga mushroom ingestion - weitere Fallberichte. Kidney International Reports.<\/li>\n<li>Szychowski K.A. et al.: <em>Inonotus obliquus<\/em> - from folk medicine to clinical use. Journal of Traditional and Complementary Medicine 2021.<\/li>\n<li>Glamo\u010dlija J. et al.: Chemical characterization and biological activity of Chaga. Journal of Ethnopharmacology 2015.<\/li>\n<li>Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung: Allgemeine Hinweise zu Oxals\u00e4ure in Lebensmitteln und Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln.<\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chaga (Inonotus obliquus) Wissenschaftlich Inonotus obliquusBorstenscheiblingsverwandte (Hymenochaetaceae) Was man erntet Sterile Konkeine Myzelmasse, kein Fruchtk\u00f6rper Wirt Fast nur Birkeselten Erle oder Buche Wachstum 10 - 20 Jahrebis eine erntereife Konk entsteht Wichtig Sehr oxalatreichNierensch\u00e4den sind dokumentiert Einstufung Keine Monographieals Nahrungserg\u00e4nzungsmittel gehandelt Auf dieser Seite HerkunftNutzenInhaltsstoffeVerst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich bei\u00dftAnwendungAls HausmittelAyurveda &amp; TCMWarnhinweisePassend zum ThemaQuellen<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":8231,"parent":5278,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-8257","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/8257","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8257"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/8257\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9865,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/8257\/revisions\/9865"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5278"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8231"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8257"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}