{"id":8259,"date":"2026-07-11T21:36:36","date_gmt":"2026-07-11T21:36:36","guid":{"rendered":"https:\/\/edenshealth.de\/wiki-archiv\/agaricus-blazei-agaricus-subrufescens\/"},"modified":"2026-09-19T11:30:53","modified_gmt":"2026-09-19T11:30:53","slug":"agaricus-blazei-agaricus-subrufescens","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wiki-archiv\/agaricus-blazei-agaricus-subrufescens\/","title":{"rendered":"Agaricus blazei (Agaricus subrufescens)"},"content":{"rendered":"<div style=\"position:relative;width:100%;min-height:60vh;height:560px;max-height:70vh;background-image:url('https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/eh-pilz-agaricus-blazei-5.jpg');background-size:cover;background-position:center;overflow:hidden;margin:0 0 -1px 0;\">\n<div style=\"position:absolute;top:0;left:0;right:0;height:45%;background:linear-gradient(180deg, rgba(20,15,5,0.40) 0%, rgba(20,15,5,0) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:0;left:0;right:0;height:60%;background:linear-gradient(180deg, rgba(252,250,246,0) 0%, rgba(252,250,246,0.55) 55%, rgba(252,250,246,1) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:14%;left:0;right:0;padding:0 6%;text-align:left;\">\n<h1 style=\"color:#ffffff;font-size:2.6rem;font-weight:600;margin:0;text-shadow:0 2px 16px rgba(0,0,0,0.55);letter-spacing:-0.5px;\">Agaricus blazei (Agaricus subrufescens)<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"eh-arch\">\n<div class=\"ea-steck\">\n<div>\n<div class=\"k\">Wissenschaftlich<\/div>\n<div class=\"v\">Agaricus subrufescens<small>fr\u00fcher <em>Agaricus blazei<\/em><\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Handelsnamen<\/div>\n<div class=\"v\">ABM, Mandelegerling<small>auch \u201eSonnenpilz\u201c<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Origin<\/div>\n<div class=\"v\">Brasilien<small>dort als \u201eCogumelo do Sol\u201c vermarktet<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Speisewert<\/div>\n<div class=\"v\">Essbar<small>mandelartiger Geschmack<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wichtig<\/div>\n<div class=\"v\">Lebersch\u00e4den<small>Fallberichte bei Krebspatienten<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Agaritin<\/div>\n<div class=\"v\">Erh\u00f6hte Gehalte<small>ein Hydrazin-Derivat<\/small><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"ea-body\">\n<nav class=\"ea-nav\">\n<div class=\"t\">Auf dieser Seite<\/div>\n<p><a href=\"#herkunft\">Origin<\/a><a href=\"#nutzen\">Nutzen<\/a><a href=\"#inhalt\">Ingredients<\/a><a href=\"#kombi\">Verst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich bei\u00dft<\/a><a href=\"#gerichte\">In der K\u00fcche<\/a><a href=\"#hausmittel\">Als Hausmittel<\/a><a href=\"#tradition\">Ayurveda &amp; TCM<\/a><a href=\"#warn\">Warnhinweise<\/a><a href=\"#passend\">Passend zum Thema<\/a><a href=\"#quellen\">Sources<\/a><\/p>\n<div class=\"box\"><b>Kurz gesagt<\/b><\/p>\n<p>Der Mandelegerling kam in den 1960er Jahren aus Brasilien nach Japan, wo aus Berichten \u00fcber die auffallende Gesundheit einer Region ein gro\u00dfer Markt entstand. Er ist ein guter Speisepilz mit mandelartigem Aroma. Als Pr\u00e4parat hat er zwei Probleme, die man kennen sollte: dokumentierte F\u00e4lle von Lebersch\u00e4digung bei Krebspatienten, die zum Abbruch einer japanischen Studie f\u00fchrten, und erh\u00f6hte Gehalte des Hydrazin-Derivats Agaritin.<\/p>\n<\/div>\n<\/nav>\n<div>\n<section class=\"ea-k\" id=\"herkunft\">\n<h2><span>Origin<\/span>Ein brasilianischer Pilz, ein japanischer Markt<\/h2>\n<div class=\"eh-kraeuter-img\"><img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271600%27%20height%3D%271200%27%20viewBox%3D%270%200%201600%201200%27%3E%3Crect%20width%3D%271600%27%20height%3D%271200%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/eh-pilz-agaricus-blazei-5.jpg\" alt=\"Agaricus blazei\" style=\"width:100%;height:auto;border-radius:14px;border:2px solid rgba(201,162,75,0.4);box-shadow:0 8px 24px rgba(23,58,36,0.15);\" loading=\"lazy\"><\/div>\n<p class=\"ea-satz\">Die Geschichte beginnt mit einem Dorf in S\u00e3o Paulo, dessen Bewohner als auffallend gesund galten - und mit einem Pilz, den sie a\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"ea-drop\"><em>Agaricus subrufescens<\/em> ist ein Egerling, also ein naher Verwandter des Zuchtchampignons, und stammt urspr\u00fcnglich aus Nord- und S\u00fcdamerika. Er wurde bereits 1893 in den USA beschrieben und kultiviert, geriet dann in Vergessenheit und wurde in den 1960er Jahren in der brasilianischen Region Piedade bei S\u00e3o Paulo wiederentdeckt.<\/p>\n<p>Die Geschichte, die den Markt schuf, geht so: Der japanische Forscher Takatoshi Furumoto h\u00f6rte von einem Dorf, dessen Bewohner auffallend gesund und langlebig seien und einen bestimmten Pilz \u00e4\u00dfen. Er schickte Proben nach Japan, wo die Kultivierung gelang und erste Untersuchungen zu Polysacchariden durchgef\u00fchrt wurden. In Japan entstand daraus ein Millionenmarkt; der Pilz wurde als <em>Himematsutake<\/em> vermarktet, in Brasilien als <em>Cogumelo do Sol<\/em>, Sonnenpilz.<\/p>\n<p>Die Namensverwirrung ist erheblich. Lange wurde der Pilz als <em>Agaricus blazei<\/em> gef\u00fchrt; molekulare Untersuchungen zeigten sp\u00e4ter, dass es sich um <em>Agaricus subrufescens<\/em> handelt, die bereits 1893 beschriebene Art. Beide Namen sind im Handel in Gebrauch, und viele Produkte tragen weiterhin die Bezeichnung ABM f\u00fcr <em>Agaricus blazei<\/em> Murrill. Es handelt sich um dieselbe Art.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"nutzen\">\n<h2><span>Nutzen<\/span>Eine Studie, die abgebrochen wurde<\/h2>\n<p class=\"ea-drop\">F\u00fcr den Mandelegerling gibt es keine Arzneimonographie. Untersucht wurden seine Beta-Glucane, wie bei allen Vitalpilzen, mit Zell- und Tiermodellen zu immunologischen Effekten. Am Menschen ist die Datenlage schmal: Es gibt kleine Studien zu immunologischen Parametern bei Krebspatientinnen und eine Studie zu chronisch entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen mit Ver\u00e4nderungen von Entz\u00fcndungsmarkern. Klinische Endpunkte - also Aussagen dar\u00fcber, ob es jemandem tats\u00e4chlich besser geht - fehlen weitgehend.<\/p>\n<p>Was es dagegen gibt, ist ein Sicherheitssignal, das man kennen sollte. In Japan wurde eine Studie mit einem Mandelegerling-Extrakt bei Krebspatientinnen durchgef\u00fchrt, die wegen aufgetretener Lebersch\u00e4den abgebrochen werden musste. Mehrere der Teilnehmerinnen entwickelten schwere Leberfunktionsst\u00f6rungen. Weitere Fallberichte von Lebersch\u00e4digung unter Mandelegerling-Pr\u00e4paraten liegen vor. Die Ursache ist nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt; diskutiert werden Inhaltsstoffe des Pilzes ebenso wie Verunreinigungen der Pr\u00e4parate.<\/p>\n<p>Ein zweiter Punkt betrifft Agaritin. Das ist ein Hydrazin-Derivat, das in Egerlingen nat\u00fcrlich vorkommt - auch im normalen Zuchtchampignon - und das in Tierversuchen als potenziell genotoxisch aufgefallen ist. Das Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung hat die Frage f\u00fcr Speisechampignons bewertet und das Risiko bei \u00fcblichem Verzehr als gering eingestuft, auch weil Agaritin beim Garen und Lagern abgebaut wird. Bei Mandelegerling-Extrakten liegen die Gehalte allerdings deutlich h\u00f6her, und diese werden nicht gegart, sondern als Pulver oder Kapsel eingenommen.<\/p>\n<p>Unsere Einordnung: Als Speisepilz ist der Mandelegerling unproblematisch und schmeckt gut - er hat ein feines, mandelartiges Aroma. Als Pr\u00e4parat sehen wir keinen belegten Nutzen, der die vorhandenen Sicherheitssignale aufwiegen w\u00fcrde, und wir raten insbesondere Menschen in onkologischer Behandlung davon ab, ihn ohne Wissen ihrer \u00c4rztin einzunehmen. Das ist genau die Gruppe, an der die abgebrochene Studie durchgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<div class=\"ea-zahlen\">\n<div class=\"ea-zahl\"><b>1893<\/b><span>Erstbeschreibung als <em>Agaricus subrufescens<\/em><\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>1960er<\/b><span>Wiederentdeckung in Brasilien und Export nach Japan<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>abgebrochen<\/b><span>die japanische Studie wegen Lebersch\u00e4den<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>h\u00f6her als im Champignon<\/b><span>Agaritingehalt in Extrakten<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"inhalt\">\n<h2><span>Ingredients<\/span>Beta-Glucane, Agaritin und die Frage der Verunreinigung<\/h2>\n<p>Wie alle Egerlinge enth\u00e4lt der Mandelegerling Beta-Glucane in der Zellwand, dazu Ergosterol als Vitamin-D-Vorstufe, Protein und Ballaststoffe. Sein charakteristisches Aroma stammt von Benzaldehyd - demselben Stoff, der Bittermandeln ihren Geruch gibt und der auch im Anis-Egerling vorkommt.<\/p>\n<p>Agaritin, chemisch ein Agaritinderivat der Gruppe der aromatischen Hydrazine, ist in Egerlingen weit verbreitet. Es wird im K\u00f6rper teilweise zu reaktiven Verbindungen umgesetzt, die in Tierversuchen Tumoren ausl\u00f6sten. F\u00fcr den Speisechampignon hat das Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung Entwarnung gegeben: Der Gehalt sinkt beim Lagern, Waschen und vor allem beim Garen deutlich, und bei \u00fcblichem Konsum ist das Risiko gering. F\u00fcr Extrakte gilt das nicht ohne Weiteres - sie werden nicht gegart, und ihre Gehalte liegen h\u00f6her.<\/p>\n<p>Ein dritter Punkt ist die Schwermetallfrage. Egerlinge sind bekannt daf\u00fcr, Cadmium aus dem Substrat anzureichern; das gilt f\u00fcr Zuchtchampignons und f\u00fcr den Mandelegerling. Bei einem Produkt, das als Pulver in konzentrierter Form eingenommen wird, ist das relevanter als bei einem gelegentlichen Pilzgericht. Analysezertifikate sind hier - wie bei allen Pilzpr\u00e4paraten - ein sinnvolles Kaufkriterium.<\/p>\n<p>F\u00fcr die K\u00fcche ist der Mandelegerling unkompliziert: Er wird wie ein Champignon behandelt, gebraten oder gegart, und schmeckt etwas feiner und nussiger als dieser. Wie bei allen Egerlingen gilt: gut durchgaren, nicht roh essen. Das reduziert den Agaritingehalt und ist ohnehin die Regel f\u00fcr Zuchtpilze.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"kombi\">\n<h2><span>Verst\u00e4rkte Kombinationen<\/span>Als Pilz ja, als Pr\u00e4parat mit Vorbehalt<\/h2>\n<p>Wir trennen hier deutlich zwischen dem Lebensmittel und dem Nahrungserg\u00e4nzungsmittel - die Bewertung f\u00e4llt sehr verschieden aus.<\/p>\n<div class=\"ea-kombi\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">K\u00fcche<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Mandelegerling + wie Champignon<\/div>\n<p>Gebraten, geschmort oder in Suppen. Der mandelig-nussige Ton ist feiner als beim Zuchtchampignon.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Garen<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Mandelegerling + gut durchgegart<\/div>\n<p>Garen senkt den Agaritingehalt deutlich und ist bei allen Zuchtpilzen ohnehin die Regel.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Qualit\u00e4t<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Pr\u00e4parat + Analysezertifikat<\/div>\n<p>Egerlinge reichern Cadmium an. Bei konzentrierten Pulvern ist ein Schwermetallnachweis das entscheidende Kriterium.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Anbau<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Mandelegerling + eigene Kultur<\/div>\n<p>Er l\u00e4sst sich wie ein Champignon auf Kompostsubstrat ziehen und ist ein dankbarer Zuchtpilz f\u00fcr Fortgeschrittene.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Alternative<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Vitalpilze + Schmetterlingstramete<\/div>\n<p>Wer Beta-Glucane mit besserer Datenlage sucht: Die Schmetterlingstramete hat die belastbareren klinischen Daten.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Alternative<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Vitalpilze + Speisepilze<\/div>\n<p>Shiitake, Austernseitling und Maitake liefern dieselben Stoffgruppen - als Lebensmittel, ohne die Sicherheitsfragen der Extrakte.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h3 class=\"ea-beisst-h\"><span>Was sich bei\u00dft<\/span>Diese Kombinationen lieber lassen<\/h3>\n<div class=\"ea-kombi beisst\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Leber<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Pr\u00e4parat + Krebstherapie<\/div>\n<p>Die japanische Studie an Krebspatientinnen wurde wegen Lebersch\u00e4den abgebrochen. W\u00e4hrend einer onkologischen Behandlung ist von diesen Pr\u00e4paraten abzuraten.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Leber<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Pr\u00e4parat + bestehende Lebererkrankung<\/div>\n<p>Bei bekannter Lebererkrankung oder erh\u00f6hten Leberwerten nicht anwenden.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Agaritin<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Extrakt + hoher Gehalt<\/div>\n<p>Extrakte enthalten mehr Agaritin als gegarte Pilze, und sie werden nicht gegart. Das ist ein Argument f\u00fcr den Pilz und gegen das Pulver.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Cadmium<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Pr\u00e4parat + fehlendes Analysezertifikat<\/div>\n<p>Egerlinge reichern Cadmium an. Ohne Pr\u00fcfnachweis ist ein konzentriertes Pulver nicht beurteilbar.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">immune system<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Pr\u00e4parat + Autoimmunerkrankung oder Immunsuppression<\/div>\n<p>Wie bei allen als immunmodulierend beworbenen Pilzen nicht ohne \u00e4rztliche Begleitung.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Roh<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Egerlinge + roh gegessen<\/div>\n<p>Alle Egerlinge geh\u00f6ren durchgegart. Roh sind sie schwerer verdaulich und agaritinreicher.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"gerichte\">\n<h2><span>In der K\u00fcche<\/span>In der K\u00fcche und im Regal<\/h2>\n<ul class=\"ea-gerichte\">\n<li><span class=\"g\">Gebraten<\/span><span class=\"w\">Wie Champignons in Butter mit Knoblauch und Petersilie.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Suppe<\/span><span class=\"w\">In cremigen Pilzsuppen - der mandelige Ton kommt gut zur Geltung.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Risotto<\/span><span class=\"w\">Am Ende untergehoben.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Gef\u00fcllt<\/span><span class=\"w\">Gro\u00dfe H\u00fcte gef\u00fcllt und \u00fcberbacken.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Getrocknet<\/span><span class=\"w\">Trocknen und als Pilzpulver zum W\u00fcrzen verwenden.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Immer garen<\/span><span class=\"w\">Alle Egerlinge geh\u00f6ren durchgegart - auch wegen des Agaritins.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Eigene Zucht<\/span><span class=\"w\">Auf Kompostsubstrat wie Champignons kultivierbar.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Pr\u00e4parate<\/span><span class=\"w\">Nur mit Analysezertifikat auf Schwermetalle.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Nicht bei Krebstherapie<\/span><span class=\"w\">Die abgebrochene Studie betraf genau diese Gruppe.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Nicht bei Lebererkrankung<\/span><span class=\"w\">Fallberichte zu Lebersch\u00e4den liegen vor.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"ea-tipp\"><b>Faustregel:<\/b> Behandle ihn in der K\u00fcche wie einen besseren Champignon - gebraten mit Butter und Knoblauch ist er hervorragend. Vom Pulver und den Kapseln raten wir dagegen ab: Der belegte Nutzen fehlt, und die Sicherheitssignale sind f\u00fcr ein Nahrungserg\u00e4nzungsmittel ungew\u00f6hnlich deutlich.<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"hausmittel\">\n<h2><span>Als Hausmittel<\/span>Als Speisepilz zubereiten<\/h2>\n<div class=\"ea-rezept\">\n<div>\n<div class=\"k\">So geht&#8217;s<\/div>\n<h3>Mandelegerling in Butter<\/h3>\n<ol>\n<li>Die Pilze nicht waschen, sondern abb\u00fcrsten oder mit einem feuchten Tuch abreiben. Wasser verhindert das Br\u00e4unen.<\/li>\n<li>In dicke Scheiben schneiden oder halbieren - nicht zu d\u00fcnn, sonst zerfallen sie.<\/li>\n<li>Eine Pfanne gut vorheizen und Butter oder \u00d6l hineingeben. Die Pilze in einer Lage hineingeben, nicht stapeln.<\/li>\n<li>Kr\u00e4ftig braten, ohne zu fr\u00fch zu wenden. Zuerst tritt Wasser aus; erst wenn es verdampft ist, beginnt das Br\u00e4unen. Nicht salzen, solange noch Fl\u00fcssigkeit da ist.<\/li>\n<li>Zum Schluss Knoblauch, Thymian und Salz zugeben und noch eine Minute mitbraten. Mit Petersilie und einem Spritzer Zitrone abschmecken.<\/li>\n<li>Gut durchgaren - wie bei allen Egerlingen. Das senkt zugleich den Agaritingehalt.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wof\u00fcr<\/div>\n<p>Als Speisepilz mit feinem, mandelartigem Aroma. Von Extraktpr\u00e4paraten raten wir ab: Der Nutzen ist nicht belegt, und es gibt dokumentierte Lebersch\u00e4den sowie Fragen zu Agaritin und Cadmium.<\/p>\n<div class=\"k\" style=\"margin-top:14px\">Menge<\/div>\n<p>Als Lebensmittel nach Belieben, gut durchgegart. F\u00fcr Pr\u00e4parate gibt es keine gepr\u00fcfte Dosierungsempfehlung; bei Lebererkrankung oder onkologischer Behandlung sind sie nicht angezeigt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"tradition\">\n<h2><span>Ayurveda &amp; TCM<\/span>Was die alten Systeme sagen<\/h2>\n<div class=\"ea-trad\">\n<div>\n<h3>Ayurveda<\/h3>\n<p>Der Mandelegerling ist ein amerikanischer Pilz und im Ayurveda nicht vertreten. Seine Karriere als Gesundheitsprodukt ist eine Geschichte des 20. Jahrhunderts und hat mit keiner der gro\u00dfen traditionellen Medizinsysteme etwas zu tun - ein wichtiger Unterschied etwa zum Reishi, dessen Verwendung zweitausend Jahre dokumentiert ist.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3>Traditional Chinese Medicine<\/h3>\n<p>Auch in der chinesischen Materia medica fehlt er klassisch. In modernen chinesischen und japanischen Quellen erscheint er als <em>Ji Song Rong<\/em> beziehungsweise <em>Himematsutake<\/em> und wird als s\u00fc\u00df und neutral beschrieben. Diese Einordnung ist erst nach der Einf\u00fchrung des Pilzes in den 1960er Jahren entstanden und damit eine nachtr\u00e4gliche Zuschreibung, keine \u00fcberlieferte Tradition.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"warn\">\n<h2><span>Warnhinweise<\/span>Wann du aufpassen solltest<\/h2>\n<div class=\"ea-warn\">\n<h3>Bitte beachten<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Lebersch\u00e4den dokumentiert:<\/strong> Eine japanische Studie an Krebspatientinnen wurde wegen aufgetretener Leberfunktionsst\u00f6rungen abgebrochen; weitere Fallberichte liegen vor.<\/li>\n<li><strong>Nicht w\u00e4hrend einer Krebstherapie:<\/strong> Genau diese Gruppe war von den Lebersch\u00e4den betroffen. Pr\u00e4parate geh\u00f6ren hier nicht ohne \u00e4rztliche Absprache eingenommen.<\/li>\n<li><strong>Nicht bei Lebererkrankung:<\/strong> Auch nicht bei unklar erh\u00f6hten Leberwerten.<\/li>\n<li><strong>Agaritin in Extrakten:<\/strong> Extrakte enthalten mehr des Hydrazin-Derivats als gegarte Pilze und werden nicht gegart.<\/li>\n<li><strong>Cadmium:<\/strong> Egerlinge reichern Cadmium an. Konzentrierte Pulver ohne Analysezertifikat sind nicht beurteilbar.<\/li>\n<li><strong>Immer durchgaren:<\/strong> Alle Egerlinge geh\u00f6ren gegart - das senkt auch den Agaritingehalt.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Diese Seite informiert und ersetzt keine \u00e4rztliche Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden bitte abkl\u00e4ren lassen.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"passend\">\n<h2><span>Passend zum Thema<\/span>Weiterlesen und mitkochen<\/h2>\n<div class=\"ea-passend\"><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/champignon-agaricus-bisporus\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Mushroom<\/span><span class=\"d\">Der n\u00e4chste Verwandte - und dieselbe Agaritinfrage in entspannterer Form.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/schmetterlingstramete-trametes-versicolor\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Turkey Tail<\/span><span class=\"d\">Der Vitalpilz mit den belastbareren Daten.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/shiitake-lentinula-edodes\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Shiitake<\/span><span class=\"d\">Beta-Glucane als Lebensmittel, ohne die Pr\u00e4paratefragen.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/vitamin-d3-k2\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">Vitamin D3 + K2<\/span><span class=\"d\">Mit belegter Rolle in der Immunfunktion.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/zink-bisglycinat\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">Zink Bisglycinat<\/span><span class=\"d\">Ebenfalls mit solider Datenbasis.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/schwarzer-pfeffer-ganz\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">Black pepper<\/span><span class=\"d\">F\u00fcr die Pilzpfanne.<\/span><\/a><\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Shop-Links f\u00fchren zu unseren Produktseiten; dort ist gekennzeichnet, wenn ein Partner beteiligt ist.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k ea-quellen\" id=\"quellen\">\n<h2><span>Sources<\/span>Worauf sich das st\u00fctzt<\/h2>\n<ol>\n<li>Mukai H. et al.: Hepatic injury associated with the use of an <em>Agaricus blazei<\/em> extract in cancer patients. Japanese Journal of Clinical Oncology 2006.<\/li>\n<li>Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung: Agaritin in Zuchtchampignons - gesundheitliche Bewertung.<\/li>\n<li>Wisitrassameewong K. et al.: <em>Agaricus subrufescens<\/em> - a review. Saudi Journal of Biological Sciences 2012.<\/li>\n<li>Hetland G. et al.: Effects of the medicinal mushroom <em>Agaricus blazei<\/em> Murill on immunity, infection and cancer. Scandinavian Journal of Immunology 2008.<\/li>\n<li>Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung: Cadmium in Speisepilzen - Gehalte und Bewertung.<\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Agaricus blazei (Agaricus subrufescens) Wissenschaftlich Agaricus subrufescensfr\u00fcher Agaricus blazei Handelsnamen ABM, Mandelegerlingauch \u201eSonnenpilz\u201c Herkunft Brasiliendort als \u201eCogumelo do Sol\u201c vermarktet Speisewert Essbarmandelartiger Geschmack Wichtig Lebersch\u00e4denFallberichte bei Krebspatienten Agaritin Erh\u00f6hte Gehalteein Hydrazin-Derivat Auf dieser Seite HerkunftNutzenInhaltsstoffeVerst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich bei\u00dftIn der K\u00fccheAls HausmittelAyurveda &amp; TCMWarnhinweisePassend zum ThemaQuellen Kurz gesagt Der Mandelegerling kam in den 1960er<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":8233,"parent":5278,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-8259","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/8259","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8259"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/8259\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9867,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/8259\/revisions\/9867"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5278"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8233"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8259"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}