{"id":8265,"date":"2026-07-11T21:37:23","date_gmt":"2026-07-11T21:37:23","guid":{"rendered":"https:\/\/edenshealth.de\/wiki-archiv\/poria-cocos-wolfiporia-extensa\/"},"modified":"2026-09-19T11:30:46","modified_gmt":"2026-09-19T11:30:46","slug":"poria-cocos-wolfiporia-extensa","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wiki-archiv\/poria-cocos-wolfiporia-extensa\/","title":{"rendered":"Poria cocos (Wolfiporia extensa)"},"content":{"rendered":"<div style=\"position:relative;width:100%;min-height:60vh;height:560px;max-height:70vh;background-image:url('https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/eh-pilz-poria-cocos-5-rotated.jpg');background-size:cover;background-position:center;overflow:hidden;margin:0 0 -1px 0;\">\n<div style=\"position:absolute;top:0;left:0;right:0;height:45%;background:linear-gradient(180deg, rgba(20,15,5,0.40) 0%, rgba(20,15,5,0) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:0;left:0;right:0;height:60%;background:linear-gradient(180deg, rgba(252,250,246,0) 0%, rgba(252,250,246,0.55) 55%, rgba(252,250,246,1) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:14%;left:0;right:0;padding:0 6%;text-align:left;\">\n<h1 style=\"color:#ffffff;font-size:2.6rem;font-weight:600;margin:0;text-shadow:0 2px 16px rgba(0,0,0,0.55);letter-spacing:-0.5px;\">Poria cocos (Wolfiporia extensa)<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"eh-arch\">\n<div class=\"ea-steck\">\n<div>\n<div class=\"k\">Wissenschaftlich<\/div>\n<div class=\"v\">Wolfiporia extensa<small>fr\u00fcher <em>Poria cocos<\/em><\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Chinesisch<\/div>\n<div class=\"v\">Fu Ling<small>eine der meistverwendeten TCM-Drogen<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Verwendet<\/div>\n<div class=\"v\">Sklerotium<small>an Kiefernwurzeln, unterirdisch<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Geschmack<\/div>\n<div class=\"v\">Fade<small>daher \u201efade ausleitend\u201c in der TCM-Systematik<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Einstufung<\/div>\n<div class=\"v\">Keine europ\u00e4ische Monographie<small><\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Gr\u00f6\u00dfe<\/div>\n<div class=\"v\">Bis 30 cm<small>und mehrere Kilogramm schwer<\/small><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"ea-body\">\n<nav class=\"ea-nav\">\n<div class=\"t\">Auf dieser Seite<\/div>\n<p><a href=\"#herkunft\">Origin<\/a><a href=\"#nutzen\">Nutzen<\/a><a href=\"#inhalt\">Ingredients<\/a><a href=\"#kombi\">Verst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich bei\u00dft<\/a><a href=\"#gerichte\">Application<\/a><a href=\"#hausmittel\">Als Hausmittel<\/a><a href=\"#tradition\">Ayurveda &amp; TCM<\/a><a href=\"#warn\">Warnhinweise<\/a><a href=\"#passend\">Passend zum Thema<\/a><a href=\"#quellen\">Sources<\/a><\/p>\n<div class=\"box\"><b>Kurz gesagt<\/b><\/p>\n<p>Poria ist in China eine der meistverwendeten Arzneidrogen \u00fcberhaupt und Bestandteil einer au\u00dfergew\u00f6hnlich gro\u00dfen Zahl klassischer Rezepturen - in Europa kennt sie fast niemand. Verwendet wird ein unterirdisches Sklerotium, das an Kiefernwurzeln w\u00e4chst und kartoffel- bis kopfgro\u00df werden kann. Sie gilt als mild, fade und gut vertr\u00e4glich, wird ausleitend und beruhigend eingeordnet - und ist nach westlichen Ma\u00dfst\u00e4ben kaum untersucht.<\/p>\n<\/div>\n<\/nav>\n<div>\n<section class=\"ea-k\" id=\"herkunft\">\n<h2><span>Origin<\/span>Die Kartoffel unter der Kiefer<\/h2>\n<div class=\"eh-kraeuter-img\"><img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%272448%27%20height%3D%272448%27%20viewBox%3D%270%200%202448%202448%27%3E%3Crect%20width%3D%272448%27%20height%3D%272448%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/eh-pilz-poria-cocos-5-rotated.jpg\" alt=\"Poria cocos\" style=\"width:100%;height:auto;border-radius:14px;border:2px solid rgba(201,162,75,0.4);box-shadow:0 8px 24px rgba(23,58,36,0.15);\" loading=\"lazy\"><\/div>\n<p class=\"ea-satz\">Poria wird nicht gepfl\u00fcckt, sondern gegraben - ihr Sklerotium sitzt bis zu einem halben Meter tief an Kiefernwurzeln.<\/p>\n<p class=\"ea-drop\"><em>Wolfiporia extensa<\/em> - lange als <em>Poria cocos<\/em> gef\u00fchrt - ist ein Porling, dessen Fruchtk\u00f6rper unauff\u00e4llig und selten ist. Das wirtschaftlich und medizinisch bedeutsame Organ ist das Sklerotium: ein knolliges, au\u00dfen dunkelbraun-runzeliges, innen wei\u00dfes bis rosafarbenes Dauerorgan, das an den Wurzeln von Kiefern w\u00e4chst. Es kann drei\u00dfig Zentimeter Durchmesser und mehrere Kilogramm erreichen und sitzt oft einen halben Meter tief im Boden.<\/p>\n<p>Die Ernte war traditionell eine Suche: Sammler klopften den Boden in Kiefernbest\u00e4nden ab und stachen an verd\u00e4chtigen Stellen. Heute wird Poria gro\u00dffl\u00e4chig kultiviert, indem geschlagene Kiefernst\u00e4mme mit dem Pilz beimpft und vergraben werden; nach ein bis zwei Jahren werden die Sklerotien geerntet. China ist der mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Produzent, mit Anbaugebieten vor allem in Yunnan, Hubei und Anhui.<\/p>\n<p>In der chinesischen Medizin ist <em>Fu Ling<\/em> eine der am h\u00e4ufigsten verordneten Drogen \u00fcberhaupt - Auswertungen klassischer Rezeptursammlungen zeigen sie in einer au\u00dfergew\u00f6hnlich gro\u00dfen Zahl von Formeln. Der Grund liegt weniger in einer starken Einzelwirkung als in ihrer Rolle als harmonisierende, gut vertr\u00e4gliche Basisdroge, die andere Bestandteile erg\u00e4nzt, ohne selbst zu dominieren. In Europa ist sie dagegen praktisch unbekannt, und au\u00dferhalb von TCM-Apotheken kaum erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"nutzen\">\n<h2><span>Nutzen<\/span>Eine Basisdroge - und eine gro\u00dfe Forschungsl\u00fccke<\/h2>\n<p class=\"ea-drop\">F\u00fcr Poria gibt es keine EMA-Monographie und keine Bewertung der Kommission E. In der chinesischen Pharmakop\u00f6e ist sie offizinell. Die zugeschriebenen Wirkungen sind mild und breit: harntreibend, die Verdauung st\u00e4rkend, beruhigend. In der Systematik der chinesischen Medizin ist sie eine \u201efade ausleitende\u201c Droge - fade im Geschmack und in der Wirkung, was dort nicht abwertend gemeint ist, sondern eine eigene Wirkkategorie beschreibt.<\/p>\n<p>Die westliche Forschungslage ist d\u00fcnn. Es gibt Zellversuche und Tiermodelle zu den Triterpenen - vor allem den Pachyms\u00e4uren - und zu den Polysacchariden, mit Befunden zu entz\u00fcndungshemmenden, harntreibenden und immunmodulierenden Effekten. Kontrollierte klinische Studien am Menschen zur Einzeldroge gibt es praktisch nicht; die chinesische klinische Literatur betrifft \u00fcberwiegend Rezepturen mit mehreren Bestandteilen und ist methodisch schwer zu bewerten.<\/p>\n<p>Das macht Poria zu einem interessanten Fall: eine Droge, die in einem der gr\u00f6\u00dften Medizinsysteme der Welt seit zweitausend Jahren millionenfach verwendet wird und \u00fcber die wir nach westlichen Ma\u00dfst\u00e4ben fast nichts wissen. Das ist kein Argument daf\u00fcr, dass sie wirkt, und auch keines dagegen - es ist schlicht eine L\u00fccke.<\/p>\n<p>Was sich sagen l\u00e4sst: Poria gilt als sehr gut vertr\u00e4glich. In der chinesischen Praxis wird sie auch bei geschw\u00e4chten Menschen und \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume eingesetzt, und schwere Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Als harntreibendes Mittel gelten allerdings dieselben Vorbehalte wie f\u00fcr alle: nicht bei Nieren- oder Herzschw\u00e4che mit \u00d6demen, und nicht ohne ausreichende Trinkmenge.<\/p>\n<div class=\"ea-zahlen\">\n<div class=\"ea-zahl\"><b>bis 30 cm<\/b><span>Durchmesser des Sklerotiums<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>1 - 2 Jahre<\/b><span>bis zur Erntereife im Anbau<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>2000 Jahre<\/b><span>dokumentierte Anwendung in China<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>0<\/b><span>kontrollierte westliche Humanstudien zur Einzeldroge<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"inhalt\">\n<h2><span>Ingredients<\/span>Triterpene, Polysaccharide und vier Handelsqualit\u00e4ten<\/h2>\n<p>Das Sklerotium besteht zu etwa neunzig Prozent aus Polysacchariden, vor allem aus einem Beta-Glucan namens Pachyman, sowie aus Triterpenen vom Lanostan-Typ - den Pachyms\u00e4uren und verwandten Verbindungen. Die Triterpene gelten als die pharmakologisch aktiveren Bestandteile; Pachyman selbst ist schlecht wasserl\u00f6slich und in Untersuchungen wenig aktiv, weshalb in der Forschung chemisch modifizierte Derivate verwendet werden.<\/p>\n<p>Der Handel kennt mehrere Qualit\u00e4ten, die verschiedenen Schichten des Sklerotiums entsprechen. <em>Fu Ling Pi<\/em> ist die dunkle Au\u00dfenschale und gilt als besonders ausleitend. <em>Bai Fu Ling<\/em> ist das wei\u00dfe Innere, die gebr\u00e4uchlichste Form. <em>Chi Fu Ling<\/em> ist die r\u00f6tliche Schicht dazwischen. Und <em>Fu Shen<\/em> ist das St\u00fcck, in dem eine Kiefernwurzel eingewachsen ist - es wird traditionell dem Herzen zugeordnet und bei Unruhe und Schlafst\u00f6rungen verwendet. Diese Unterscheidungen sind im europ\u00e4ischen Handel kaum je deklariert.<\/p>\n<p>Geschmacklich ist Poria fast neutral mit einem leicht mehligen, erdigen Ton. In China wird sie deshalb auch als Lebensmittel verwendet: Poria-Pulver wird in Kuchen und Kekse eingearbeitet, am bekanntesten in den Pekinger <em>Fuling Jiabing<\/em>, einer traditionellen S\u00fc\u00dfigkeit aus d\u00fcnnen Poria-Waffeln mit Nussf\u00fcllung.<\/p>\n<p>F\u00fcr Pr\u00e4parate gilt wie bei allen TCM-Drogen: Ware aus gepr\u00fcften Quellen mit Arzneibuchqualit\u00e4t ist die sichere Wahl. Sklerotien wachsen im Boden und k\u00f6nnen Schwermetalle und R\u00fcckst\u00e4nde aufnehmen; Analysezertifikate sind ein sinnvolles Kriterium.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"kombi\">\n<h2><span>Verst\u00e4rkte Kombinationen<\/span>Wie Poria verwendet wird<\/h2>\n<p>In China steht sie fast nie allein. Ihre Rolle ist die des vertr\u00e4glichen Grundbausteins in einer Mischung.<\/p>\n<div class=\"ea-kombi\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">TCM<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Poria + Rezepturen<\/div>\n<p>Sie ist Bestandteil zahlreicher klassischer Formeln, etwa <em>Si Jun Zi Tang<\/em> zur St\u00e4rkung und <em>Wu Ling San<\/em> zur Wasserausleitung. Allein wird sie selten verwendet.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">K\u00fcche<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Poria + Kuchen und Kekse<\/div>\n<p>Poria-Pulver l\u00e4sst sich in Backwaren einarbeiten - die Pekinger Fuling-Waffeln sind die bekannteste Anwendung.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Suppe<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Poria + H\u00fchnerbr\u00fche<\/div>\n<p>In China eine gebr\u00e4uchliche Alltagszubereitung: Sklerotiumscheiben in der Suppe mitkochen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Schlaf<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Fu Shen + Unruhe<\/div>\n<p>Die Variante mit eingewachsener Kiefernwurzel wird traditionell bei innerer Unruhe und Schlafst\u00f6rungen verwendet.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Qualit\u00e4t<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Poria + Arzneibuchqualit\u00e4t<\/div>\n<p>Sklerotien wachsen im Boden. Gepr\u00fcfte Ware mit Analysezertifikat ist die sichere Wahl.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Durchsp\u00fclung<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Poria + Trinkmenge<\/div>\n<p>Wie bei allen harntreibenden Mitteln gilt: ohne ausreichend Fl\u00fcssigkeit keine Ausleitung.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h3 class=\"ea-beisst-h\"><span>Was sich bei\u00dft<\/span>Diese Kombinationen lieber lassen<\/h3>\n<div class=\"ea-kombi beisst\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Nieren<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Harntreibende Mittel + Nieren- oder Herzschw\u00e4che<\/div>\n<p>Bei \u00d6demen infolge einer Insuffizienz oder bei eingeschr\u00e4nkter Nierenfunktion nicht anwenden.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Erwartung<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Poria + westliche Wirkversprechen<\/div>\n<p>Es gibt praktisch keine kontrollierten Humanstudien. Wer Poria als belegtes Mittel gegen konkrete Beschwerden angeboten bekommt, sollte nachfragen, worauf sich das st\u00fctzt.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Selbstmedikation<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Poria + eigenst\u00e4ndige TCM-Anwendung<\/div>\n<p>In der chinesischen Medizin wird sie im Rahmen einer Diagnose und in Kombinationen verordnet. Eine sinnvolle Einzelanwendung ohne diesen Rahmen ist schwer zu begr\u00fcnden.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Diuretika<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Poria + verordnete Entw\u00e4sserungsmittel<\/div>\n<p>Eine additive Wirkung ist denkbar. Bei entsprechender Medikation \u00e4rztlich ansprechen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Qualit\u00e4t<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Poria + Ware ohne Pr\u00fcfnachweis<\/div>\n<p>Bodenb\u00fcrtige Sklerotien k\u00f6nnen Schwermetalle aufnehmen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Length of time<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Harntreibende Mittel + Dauergebrauch<\/div>\n<p>Zeitlich begrenzen und den Elektrolythaushalt im Blick behalten.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"gerichte\">\n<h2><span>Application<\/span>Anwendung und K\u00fcche<\/h2>\n<ul class=\"ea-gerichte\">\n<li><span class=\"g\">Abkochung<\/span><span class=\"w\">Sklerotiumscheiben zwanzig bis drei\u00dfig Minuten auskochen - die Standardzubereitung.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">In Rezepturen<\/span><span class=\"w\">Fast immer Teil einer Mischung, selten allein.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">H\u00fchnersuppe<\/span><span class=\"w\">Scheiben in der Br\u00fche mitgekocht - die Alltagsform in China.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Fuling Jiabing<\/span><span class=\"w\">Die Pekinger Waffeln aus Poria-Pulver mit Nussf\u00fcllung.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Kuchen<\/span><span class=\"w\">Poria-Pulver in Backwaren eingearbeitet; geschmacklich unauff\u00e4llig.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Fu Shen<\/span><span class=\"w\">Die Variante mit eingewachsener Kiefernwurzel, traditionell bei Unruhe.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Fu Ling Pi<\/span><span class=\"w\">Die Au\u00dfenschale, traditionell besonders ausleitend.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Pulver<\/span><span class=\"w\">Fein gemahlen in Brei und Getr\u00e4nke einger\u00fchrt.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Arzneibuchqualit\u00e4t<\/span><span class=\"w\">Gepr\u00fcfte Ware aus TCM-Apotheken bevorzugen.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Trinkmenge<\/span><span class=\"w\">Bei ausleitender Anwendung immer mitdenken.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"ea-tipp\"><b>Faustregel:<\/b> Poria ist die unauff\u00e4lligste Droge in diesem Archiv - fade im Geschmack, mild in der Wirkung, und genau deshalb in China so verbreitet. Wenn du TCM-Rezepturen verschrieben bekommst, steht sie mit hoher Wahrscheinlichkeit darin, ohne dass jemand sie erw\u00e4hnt. Ihre Rolle ist die des Bindeglieds, nicht die des Hauptdarstellers.<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"hausmittel\">\n<h2><span>Als Hausmittel<\/span>Die Alltagszubereitung<\/h2>\n<div class=\"ea-rezept\">\n<div>\n<div class=\"k\">So geht&#8217;s<\/div>\n<h3>Poria in der H\u00fchnerbr\u00fche<\/h3>\n<ol>\n<li>Vorher pr\u00fcfen: keine Nieren- oder Herzschw\u00e4che mit Wassereinlagerungen, keine verordneten Entw\u00e4sserungsmittel ohne \u00e4rztliche R\u00fccksprache.<\/li>\n<li>Etwa 10 bis 15 g getrocknete Poria-Scheiben aus gepr\u00fcfter Quelle kurz absp\u00fclen.<\/li>\n<li>Mit H\u00fchnerbr\u00fche oder Wasser aufsetzen und drei\u00dfig bis vierzig Minuten leise k\u00f6cheln lassen. Das Sklerotium ist hart und braucht Zeit.<\/li>\n<li>Nach Belieben ein paar Scheiben Ingwer, getrocknete Jujube-Datteln und etwas Goji dazugeben - die \u00fcbliche chinesische Zusammenstellung.<\/li>\n<li>Abschmecken und servieren. Die Poria-Scheiben werden weich und k\u00f6nnen mitgegessen werden; sie schmecken nach fast nichts.<\/li>\n<li>\u00dcber den Tag ausreichend trinken. Nach ein bis zwei Wochen pausieren - wie bei allen ausleitenden Mitteln.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wof\u00fcr<\/div>\n<p>In der chinesischen Medizin als mild ausleitendes, die Verdauung st\u00e4rkendes und beruhigendes Mittel, fast immer in Kombinationen. In Europa ohne anerkanntes Anwendungsgebiet.<\/p>\n<div class=\"k\" style=\"margin-top:14px\">Menge<\/div>\n<p>In der chinesischen Praxis werden meist 9 bis 15 g t\u00e4glich verwendet. Es gibt keine europ\u00e4isch gepr\u00fcfte Dosierungsempfehlung. Nicht bei Nieren- oder Herzschw\u00e4che mit \u00d6demen; bei Entw\u00e4sserungsmedikation \u00e4rztlich kl\u00e4ren.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"tradition\">\n<h2><span>Ayurveda &amp; TCM<\/span>Was die alten Systeme sagen<\/h2>\n<div class=\"ea-trad\">\n<div>\n<h3>Ayurveda<\/h3>\n<p>Poria ist im Ayurveda nicht vertreten. Ihre Funktion - mild ausleitend, die Verdauungskraft st\u00e4rkend, beruhigend - verteilt sich dort auf mehrere Drogen; am n\u00e4chsten k\u00e4me wohl <em>Punarnava<\/em> f\u00fcr den ausleitenden und <em>Shankhpushpi<\/em> f\u00fcr den beruhigenden Anteil. Dass eine einzelne Droge beides zugleich abdeckt und deshalb in fast jeder Rezeptur stehen kann, ist eine Besonderheit des chinesischen Systems.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3>Traditional Chinese Medicine<\/h3>\n<p><em>Fu Ling<\/em> geh\u00f6rt zu den am h\u00e4ufigsten verwendeten Drogen der gesamten chinesischen Materia medica. Sie gilt als s\u00fc\u00df, fade und neutral, mit Bezug zu Herz, Lunge, Milz und Niere, und hat drei Funktionen: Wasser ausleiten und Feuchtigkeit filtern, die Milz st\u00e4rken und den Geist beruhigen. Genau diese Dreifachrolle erkl\u00e4rt ihre Allgegenwart - sie passt in Rezepturen f\u00fcr Verdauung, f\u00fcr Wasserhaushalt und f\u00fcr Unruhe gleicherma\u00dfen. Die Variante <em>Fu Shen<\/em>, mit eingewachsener Kiefernwurzel, wird gezielt f\u00fcr den beruhigenden Aspekt eingesetzt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"warn\">\n<h2><span>Warnhinweise<\/span>Wann du aufpassen solltest<\/h2>\n<div class=\"ea-warn\">\n<h3>Bitte beachten<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Nicht bei Nieren- oder Herzschw\u00e4che mit \u00d6demen:<\/strong> Wie bei allen ausleitenden Mitteln eine klare Gegenanzeige.<\/li>\n<li><strong>Keine europ\u00e4ische Monographie:<\/strong> Es gibt keine gepr\u00fcfte Dosierungsempfehlung und keine anerkannte Indikation.<\/li>\n<li><strong>Kaum westliche Studien:<\/strong> Kontrollierte Humanstudien zur Einzeldroge fehlen praktisch vollst\u00e4ndig.<\/li>\n<li><strong>Wechselwirkung mit Diuretika:<\/strong> Eine additive Wirkung ist denkbar - bei entsprechender Medikation \u00e4rztlich ansprechen.<\/li>\n<li><strong>Qualit\u00e4t pr\u00fcfen:<\/strong> Bodenb\u00fcrtige Sklerotien k\u00f6nnen Schwermetalle aufnehmen. Arzneibuchqualit\u00e4t und Analysezertifikate bevorzugen.<\/li>\n<li><strong>Nicht als Einzeldroge gedacht:<\/strong> In der chinesischen Praxis wird Poria im Rahmen einer Diagnose und in Kombinationen verordnet.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Diese Seite informiert und ersetzt keine \u00e4rztliche Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden bitte abkl\u00e4ren lassen.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"passend\">\n<h2><span>Passend zum Thema<\/span>Weiterlesen und mitkochen<\/h2>\n<div class=\"ea-passend\"><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/eichhase-polyporus-umbellatus\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Squirrel<\/span><span class=\"d\">Die Schwesterdroge in derselben chinesischen Rezeptur.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/tremella-tremella-fuciformis\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Tremella<\/span><span class=\"d\">Der andere chinesische Pilz zwischen K\u00fcche und Arznei.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/reishi-ganoderma-lucidum\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Reishi<\/span><span class=\"d\">Der bekannteste chinesische Heilpilz - mit ganz anderem Rang.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/brennnessel-getrocknet\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">dried nettles<\/span><span class=\"d\">Die europ\u00e4ische milde Durchsp\u00fclungspflanze.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/melissentee-blaetter\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">Melissenbl\u00e4tter<\/span><span class=\"d\">F\u00fcr den beruhigenden Anteil, mit europ\u00e4ischer Monographie.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/hagebuttentee\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">Rosehip tea<\/span><span class=\"d\">Die Basis, wenn viel getrunken werden soll.<\/span><\/a><\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Shop-Links f\u00fchren zu unseren Produktseiten; dort ist gekennzeichnet, wenn ein Partner beteiligt ist.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k ea-quellen\" id=\"quellen\">\n<h2><span>Sources<\/span>Worauf sich das st\u00fctzt<\/h2>\n<ol>\n<li>Chinesische Arzneibuchkommission: Pharmacopoeia of the People&#8217;s Republic of China, Eintrag <em>Fu Ling<\/em>.<\/li>\n<li>R\u00edos J.-L.: Chemical constituents and pharmacological properties of <em>Poria cocos<\/em>. Planta Medica 2011.<\/li>\n<li>Wang Y. et al.: <em>Poria cocos<\/em> - traditional uses, phytochemistry and pharmacology. Journal of Ethnopharmacology 2013.<\/li>\n<li>Esteban C.I.: Inter\u00e9s medicinal de <em>Poria cocos<\/em>. Revista Iberoamericana de Micolog\u00eda 2009.<\/li>\n<li>Bensky D. et al.: Chinese Herbal Medicine - Materia Medica, Eintrag Fu Ling.<\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Poria cocos (Wolfiporia extensa) Wissenschaftlich Wolfiporia extensafr\u00fcher Poria cocos Chinesisch Fu Lingeine der meistverwendeten TCM-Drogen Verwendet Sklerotiuman Kiefernwurzeln, unterirdisch Geschmack Fadedaher \u201efade ausleitend\u201c in der TCM-Systematik Einstufung Keine europ\u00e4ische Monographie Gr\u00f6\u00dfe Bis 30 cmund mehrere Kilogramm schwer Auf dieser Seite HerkunftNutzenInhaltsstoffeVerst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich bei\u00dftAnwendungAls HausmittelAyurveda &amp; TCMWarnhinweisePassend zum ThemaQuellen Kurz gesagt Poria ist<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":8239,"parent":5278,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-8265","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/8265","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8265"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/8265\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9873,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/8265\/revisions\/9873"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5278"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8239"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8265"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}