{"id":8268,"date":"2026-07-11T21:38:24","date_gmt":"2026-07-11T21:38:24","guid":{"rendered":"https:\/\/edenshealth.de\/wiki-archiv\/steinpilz-boletus-edulis\/"},"modified":"2026-09-19T11:30:43","modified_gmt":"2026-09-19T11:30:43","slug":"steinpilz-boletus-edulis","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wiki-archiv\/steinpilz-boletus-edulis\/","title":{"rendered":"Steinpilz (Boletus edulis)"},"content":{"rendered":"<div style=\"position:relative;width:100%;min-height:60vh;height:560px;max-height:70vh;background-image:url('https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/eh-pilz-steinpilz-5.jpg');background-size:cover;background-position:center;overflow:hidden;margin:0 0 -1px 0;\">\n<div style=\"position:absolute;top:0;left:0;right:0;height:45%;background:linear-gradient(180deg, rgba(20,15,5,0.40) 0%, rgba(20,15,5,0) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:0;left:0;right:0;height:60%;background:linear-gradient(180deg, rgba(252,250,246,0) 0%, rgba(252,250,246,0.55) 55%, rgba(252,250,246,1) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:14%;left:0;right:0;padding:0 6%;text-align:left;\">\n<h1 style=\"color:#ffffff;font-size:2.6rem;font-weight:600;margin:0;text-shadow:0 2px 16px rgba(0,0,0,0.55);letter-spacing:-0.5px;\">Steinpilz (Boletus edulis)<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"eh-arch\">\n<div class=\"ea-steck\">\n<div>\n<div class=\"k\">Wissenschaftlich<\/div>\n<div class=\"v\">Boletus edulis<small>Dickr\u00f6hrlingsverwandte (Boletaceae)<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Lebensweise<\/div>\n<div class=\"v\">Mykorrhiza<small>lebt mit B\u00e4umen zusammen - nicht kultivierbar<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Speisewert<\/div>\n<div class=\"v\">Hervorragend<small>einer der besten Speisepilze \u00fcberhaupt<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Verwechslung<\/div>\n<div class=\"v\">Gallenr\u00f6hrling<small>bitter, verdirbt jedes Gericht<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wichtig<\/div>\n<div class=\"v\">C\u00e4sium-Belastung<small>in Teilen Bayerns noch messbar<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Aroma<\/div>\n<div class=\"v\">Getrocknet intensiver<small>als frisch<\/small><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"ea-body\">\n<nav class=\"ea-nav\">\n<div class=\"t\">Auf dieser Seite<\/div>\n<p><a href=\"#herkunft\">Origin<\/a><a href=\"#nutzen\">Nutzen<\/a><a href=\"#inhalt\">Ingredients<\/a><a href=\"#kombi\">Verst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich bei\u00dft<\/a><a href=\"#gerichte\">In der K\u00fcche<\/a><a href=\"#hausmittel\">Als Hausmittel<\/a><a href=\"#tradition\">Ayurveda &amp; TCM<\/a><a href=\"#warn\">Warnhinweise<\/a><a href=\"#passend\">Passend zum Thema<\/a><a href=\"#quellen\">Sources<\/a><\/p>\n<div class=\"box\"><b>Kurz gesagt<\/b><\/p>\n<p>Der Steinpilz geh\u00f6rt zu den besten Speisepilzen \u00fcberhaupt, und er l\u00e4sst sich bis heute nicht kultivieren - er lebt in Symbiose mit Baumwurzeln und braucht einen lebenden Partner. Beim Sammeln z\u00e4hlt vor allem eine Unterscheidung: der Gallenr\u00f6hrling, der nicht giftig ist, aber so bitter, dass ein einziges Exemplar eine ganze Pfanne ruiniert. Und im S\u00fcden Deutschlands sollte man die C\u00e4siumbelastung kennen.<\/p>\n<\/div>\n<\/nav>\n<div>\n<section class=\"ea-k\" id=\"herkunft\">\n<h2><span>Origin<\/span>Der Pilz, der einen Baum braucht<\/h2>\n<div class=\"eh-kraeuter-img\"><img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271167%27%20height%3D%271186%27%20viewBox%3D%270%200%201167%201186%27%3E%3Crect%20width%3D%271167%27%20height%3D%271186%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/eh-pilz-steinpilz-5.jpg\" alt=\"Steinpilz\" style=\"width:100%;height:auto;border-radius:14px;border:2px solid rgba(201,162,75,0.4);box-shadow:0 8px 24px rgba(23,58,36,0.15);\" loading=\"lazy\"><\/div>\n<p class=\"ea-satz\">Warum es keine Steinpilzzucht gibt: Er kann ohne lebende Baumwurzeln nicht existieren.<\/p>\n<p class=\"ea-drop\"><em>Boletus edulis<\/em> bildet einen dicken, bauchigen Stiel mit feinem wei\u00dfem Netz im oberen Bereich und einen braunen, semmelfarbenen bis kastanienbraunen Hut. Die Unterseite tr\u00e4gt statt Lamellen eine R\u00f6hrenschicht, die jung wei\u00df und mit der Reife gelbgr\u00fcn wird. Das Fleisch ist wei\u00df und verf\u00e4rbt sich beim Anschneiden nicht - ein wichtiges Bestimmungsmerkmal.<\/p>\n<p>Er lebt in Mykorrhiza, einer Symbiose mit Baumwurzeln: Das Pilzmyzel umh\u00fcllt die Feinwurzeln, liefert dem Baum Wasser und Mineralstoffe und erh\u00e4lt daf\u00fcr Zucker aus der Photosynthese. Seine Partner sind vor allem Fichte, Kiefer, Buche und Eiche. Genau diese Abh\u00e4ngigkeit ist der Grund, warum es keine Steinpilzzucht gibt - anders als Champignon oder Austernseitling l\u00e4sst er sich nicht auf einem toten Substrat ziehen. Alle Steinpilze im Handel sind Wildsammlung, \u00fcberwiegend aus Osteuropa.<\/p>\n<p>Entsprechend h\u00e4ngt sein Vorkommen an den W\u00e4ldern und am Wetter. Gute Steinpilzjahre folgen auf warme, feuchte Sp\u00e4tsommer; in trockenen Jahren bleibt die Ernte aus. Die Hauptzeit liegt zwischen August und Oktober, mit einer kleineren Welle im Fr\u00fchsommer. Sammler kennen ihre Stellen, und dass sie sie nicht verraten, geh\u00f6rt zur Folklore des Pilzesammelns - zu Recht, denn die Myzelien bleiben \u00fcber Jahrzehnte am selben Ort.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"nutzen\">\n<h2><span>Nutzen<\/span>Ein Lebensmittel - und zwei praktische Fragen<\/h2>\n<p class=\"ea-drop\">Der Steinpilz ist ein Speisepilz ohne arzneiliche Anspr\u00fcche. Ern\u00e4hrungsphysiologisch bietet er Protein, Ballaststoffe, B-Vitamine, Kalium und Selen bei niedriger Energiedichte - wie die meisten Pilze. Sein eigentlicher Wert liegt im Geschmack: Er hat einen au\u00dfergew\u00f6hnlich hohen Gehalt an Glutamat und anderen geschmacksaktiven Substanzen, was seinen intensiven Umami-Charakter erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist, dass getrocknete Steinpilze intensiver schmecken als frische. Beim Trocknen entstehen durch enzymatische Prozesse zus\u00e4tzliche Aromastoffe, und die geschmacksaktiven Substanzen konzentrieren sich. Ein paar Gramm getrocknete Steinpilze geben einer Sauce mehr Tiefe als eine ganze Pfanne frischer. Das Einweichwasser ist entsprechend wertvoll und sollte immer mitverwendet werden.<\/p>\n<p>Nun zu einem Thema, das viele nicht auf dem Schirm haben: der Radioaktivit\u00e4t. Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 wurden Teile S\u00fcddeutschlands - vor allem der Bayerische Wald, das Voralpenland und Teile Baden-W\u00fcrttembergs - mit C\u00e4sium-137 belastet. Pilze nehmen C\u00e4sium besonders gut auf, weil sie es mit Kalium verwechseln, und Mykorrhizapilze wie der Steinpilz reichern es st\u00e4rker an als Zersetzerpilze. Das Bundesamt f\u00fcr Strahlenschutz misst die Belastung weiterhin und ver\u00f6ffentlicht j\u00e4hrlich Werte.<\/p>\n<p>Wie ernst ist das? F\u00fcr gelegentlichen Verzehr unproblematisch. Das Bundesamt f\u00fcr Strahlenschutz weist darauf hin, dass der Verzehr von 250 Gramm stark belasteter Wildpilze pro Woche zu einer zus\u00e4tzlichen Strahlenbelastung f\u00fchrt, die deutlich unter der nat\u00fcrlichen Jahresbelastung liegt. Wer in den betroffenen Regionen regelm\u00e4\u00dfig und in gro\u00dfen Mengen sammelt, sollte die aktuellen Messwerte des BfS f\u00fcr seine Region kennen. F\u00fcr Pilze aus Norddeutschland und aus dem Handel ist das Thema praktisch erledigt.<\/p>\n<div class=\"ea-zahlen\">\n<div class=\"ea-zahl\"><b>nicht kultivierbar<\/b><span>wegen der Mykorrhiza-Lebensweise<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>Aug. - Okt.<\/b><span>Hauptsaison in Mitteleuropa<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>1 kg<\/b><span>\u00fcbliche Auslegung der Eigenbedarfsmenge pro Person und Tag<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>Cs-137<\/b><span>in Teilen S\u00fcddeutschlands weiterhin messbar<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"inhalt\">\n<h2><span>Ingredients<\/span>Woran man ihn erkennt - und woran den Doppelg\u00e4nger<\/h2>\n<p>Der Steinpilz ist durch vier Merkmale gut zu bestimmen: ein brauner, matter bis leicht schmieriger Hut; eine R\u00f6hrenschicht, die jung wei\u00df und sp\u00e4ter gelbgr\u00fcn ist; ein bauchiger, heller Stiel mit einem feinen, wei\u00dfen Netz im oberen Drittel; und wei\u00dfes Fleisch, das beim Anschneiden nicht verf\u00e4rbt.<\/p>\n<p>Der wichtigste Doppelg\u00e4nger ist der Gallenr\u00f6hrling <em>Tylopilus felleus<\/em>. Er ist nicht giftig, aber so extrem bitter, dass ein einziges Exemplar eine Pfanne voller Steinpilze ungenie\u00dfbar macht. Die Unterscheidung ist einfach, wenn man sie kennt: Seine R\u00f6hren sind jung wei\u00df, werden aber rosa bis schmutzigrosa, nicht gelbgr\u00fcn. Sein Stielnetz ist grob und dunkel - braun bis schw\u00e4rzlich - statt fein und wei\u00df. Und wer ganz sicher gehen will, leckt kurz an der R\u00f6hrenschicht: Der Gallenr\u00f6hrling schmeckt sofort und unverkennbar bitter.<\/p>\n<p>Der Satansr\u00f6hrling <em>Rubroboletus satanas<\/em> ist der giftige Verwandte, aber leicht zu erkennen: Er hat rote R\u00f6hrenm\u00fcndungen, ein rotes Stielnetz und blaut beim Anschneiden deutlich. Er kommt au\u00dferdem nur auf Kalkb\u00f6den und meist unter Eichen und Buchen vor. Die Faustregel f\u00fcr R\u00f6hrlinge lautet: Finger weg von allem mit roten Poren, und Vorsicht bei starkem Blauen.<\/p>\n<p>Ein praktischer Hinweis noch zu Maden. Steinpilze werden h\u00e4ufig von Pilzm\u00fcckenlarven befallen; der Stiel ist meist zuerst betroffen. Das ist kein Gesundheitsrisiko, aber unappetitlich. Der Trick: Beim Sammeln den Stiel unten anschneiden und die Schnittfl\u00e4che ansehen - zeigt sie G\u00e4nge, den Pilz stehen lassen oder zumindest den befallenen Teil wegschneiden. Und Steinpilze nicht in einer Plastikt\u00fcte transportieren, sondern in einem luftigen Korb, sonst verderben sie innerhalb von Stunden.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"kombi\">\n<h2><span>Verst\u00e4rkte Kombinationen<\/span>Sammeln und verarbeiten<\/h2>\n<p>Beim Steinpilz z\u00e4hlen zwei Dinge: ihn sicher zu erkennen und sein Aroma nicht zu verschenken.<\/p>\n<div class=\"ea-kombi\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Trocknen<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Steinpilz + Trocknen<\/div>\n<p>Getrocknet intensiver als frisch. Die beste Konservierungsmethode und der beste Weg, das Aroma \u00fcber den Winter zu bringen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Einweichwasser<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Steinpilz + Sauce<\/div>\n<p>Das Einweichwasser getrockneter Steinpilze ist eine hervorragende Basis f\u00fcr Saucen und Risotto - nie wegsch\u00fctten, nur den Bodensatz zur\u00fccklassen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Braten<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Steinpilz + Butter<\/div>\n<p>Frische, feste Steinpilze in dicke Scheiben schneiden und in Butter braten. Weniger ist mehr: Knoblauch und Petersilie reichen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Roh<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Steinpilz + Carpaccio<\/div>\n<p>Der Steinpilz ist einer der wenigen Pilze, die roh gegessen werden - sehr junge, feste Exemplare in hauchd\u00fcnnen Scheiben mit \u00d6l, Zitrone und Parmesan.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Transport<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Steinpilz + luftiger Korb<\/div>\n<p>Niemals in Plastikt\u00fcten. Pilze verderben darin innerhalb von Stunden.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Bestimmung<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Steinpilz + R\u00f6hrenfarbe und Netz<\/div>\n<p>Wei\u00df-gelbgr\u00fcne R\u00f6hren und feines wei\u00dfes Netz am Stiel. Rosa R\u00f6hren plus grobes dunkles Netz bedeuten Gallenr\u00f6hrling.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h3 class=\"ea-beisst-h\"><span>Was sich bei\u00dft<\/span>Diese Kombinationen lieber lassen<\/h3>\n<div class=\"ea-kombi beisst\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Gallenr\u00f6hrling<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Steinpilz + rosa R\u00f6hren<\/div>\n<p>Nicht giftig, aber extrem bitter - ein Exemplar verdirbt die ganze Pfanne. R\u00f6hrenfarbe und Stielnetz pr\u00fcfen, im Zweifel an der R\u00f6hrenschicht lecken.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Satansr\u00f6hrling<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">R\u00f6hrlinge + rote Poren<\/div>\n<p>Rote R\u00f6hrenm\u00fcndungen und starkes Blauen bedeuten Vorsicht. Die Faustregel f\u00fcr Anf\u00e4nger: R\u00f6hrlinge mit roten Poren bleiben stehen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">C\u00e4sium<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Steinpilz + gro\u00dfe Mengen in S\u00fcddeutschland<\/div>\n<p>In Teilen Bayerns und Baden-W\u00fcrttembergs ist C\u00e4sium-137 weiterhin messbar. Wer dort regelm\u00e4\u00dfig gro\u00dfe Mengen sammelt, sollte die BfS-Messwerte kennen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Plastikt\u00fcte<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Steinpilz + luftdichter Transport<\/div>\n<p>Pilze verderben in Plastikt\u00fcten sehr schnell. Korb oder Papiert\u00fcte verwenden.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Waschen<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Steinpilz + Wasser<\/div>\n<p>Sie saugen sich voll und lassen sich dann nicht mehr braten. Abb\u00fcrsten oder mit feuchtem Tuch abreiben.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Maden<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Steinpilz + befallene Exemplare<\/div>\n<p>Kein Gesundheitsrisiko, aber unappetitlich. Stielschnittfl\u00e4che pr\u00fcfen; befallene Teile wegschneiden.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"gerichte\">\n<h2><span>In der K\u00fcche<\/span>Was man aus ihm macht<\/h2>\n<ul class=\"ea-gerichte\">\n<li><span class=\"g\">Gebraten<\/span><span class=\"w\">In dicke Scheiben geschnitten, in Butter mit Knoblauch und Petersilie.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Risotto<\/span><span class=\"w\">Mit Einweichwasser getrockneter Steinpilze als Fond - eines der besten Pilzgerichte \u00fcberhaupt.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Rahmsauce<\/span><span class=\"w\">Zu Semmelkn\u00f6deln, Sp\u00e4tzle oder Wild.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Carpaccio<\/span><span class=\"w\">Sehr junge, feste Exemplare hauchd\u00fcnn geschnitten mit \u00d6l, Zitrone und Parmesan.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Suppe<\/span><span class=\"w\">Aus getrockneten Steinpilzen - intensiver als aus frischen.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Steinpilzpulver<\/span><span class=\"w\">Getrocknet und gemahlen als W\u00fcrzpulver; ein Teel\u00f6ffel hebt jede Sauce.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Pasta<\/span><span class=\"w\">Mit Sahne und Petersilie zu Tagliatelle.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Eingefroren<\/span><span class=\"w\">Vorgebraten einfrieren - roh eingefroren werden sie matschig.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Eingelegt<\/span><span class=\"w\">Kleine, feste Exemplare in Essig-\u00d6l-Marinade.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Trocknen<\/span><span class=\"w\">In d\u00fcnne Scheiben schneiden und bei 40 bis 50 Grad trocknen.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"ea-tipp\"><b>Faustregel:<\/b> Wenn du getrocknete Steinpilze einweichst, sch\u00fctte das Wasser niemals weg. Es enth\u00e4lt den gr\u00f6\u00dften Teil des Aromas. Nur den letzten Zentimeter mit dem Sandbodensatz zur\u00fccklassen - der Rest ist die beste Pilzbr\u00fche, die du bekommen kannst.<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"hausmittel\">\n<h2><span>Als Hausmittel<\/span>Steinpilze richtig trocknen<\/h2>\n<div class=\"ea-rezept\">\n<div>\n<div class=\"k\">So geht&#8217;s<\/div>\n<h3>Der Wintervorrat<\/h3>\n<ol>\n<li>Nur feste, madenfreie Exemplare verwenden. Den Stiel unten anschneiden: Zeigt die Schnittfl\u00e4che Fra\u00dfg\u00e4nge, den befallenen Teil wegschneiden.<\/li>\n<li>Nicht waschen. Mit einem Pinsel oder Tuch s\u00e4ubern; angetrocknete Erde am Stiel abschneiden.<\/li>\n<li>In gleichm\u00e4\u00dfige Scheiben von etwa drei bis f\u00fcnf Millimetern schneiden. Gleichm\u00e4\u00dfigkeit ist wichtiger als Dicke, damit alles zugleich trocken ist.<\/li>\n<li>Auf Gitterrosten, einem D\u00f6rrger\u00e4t oder Backpapier ausbreiten - die Scheiben d\u00fcrfen sich nicht ber\u00fchren. Im D\u00f6rrger\u00e4t oder Backofen bei 40 bis 50 Grad bei leicht ge\u00f6ffneter T\u00fcr trocknen.<\/li>\n<li>Fertig sind sie, wenn sie beim Biegen brechen statt sich zu biegen. Das dauert je nach Dicke vier bis zehn Stunden.<\/li>\n<li>Vollst\u00e4ndig ausk\u00fchlen lassen und in luftdichte Gl\u00e4ser f\u00fcllen. Dunkel gelagert halten sie mindestens ein Jahr. Nach ein bis zwei Wochen einmal kontrollieren: Beschl\u00e4gt das Glas, waren sie nicht ganz trocken und m\u00fcssen nachgetrocknet werden.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wof\u00fcr<\/div>\n<p>F\u00fcr den Wintervorrat - und weil getrocknete Steinpilze aromatischer sind als frische. Das Einweichwasser ist eine der besten Pilzbr\u00fchen \u00fcberhaupt.<\/p>\n<div class=\"k\" style=\"margin-top:14px\">Menge<\/div>\n<p>Als Lebensmittel nach Belieben. F\u00fcr die Wildsammlung gilt die Eigenbedarfsregel - \u00fcblicherweise als etwa ein Kilogramm pro Person und Tag ausgelegt. In c\u00e4siumbelasteten Regionen S\u00fcddeutschlands die aktuellen Messwerte des Bundesamts f\u00fcr Strahlenschutz beachten.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"tradition\">\n<h2><span>Ayurveda &amp; TCM<\/span>Was die alten Systeme sagen<\/h2>\n<div class=\"ea-trad\">\n<div>\n<h3>Ayurveda<\/h3>\n<p>Der Steinpilz ist im Ayurveda nicht vertreten - er ist ein europ\u00e4isch-nordasiatischer Waldpilz, und Pilze spielen in der klassischen ayurvedischen Di\u00e4tetik ohnehin eine Nebenrolle.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3>Traditional Chinese Medicine<\/h3>\n<p>In China ist <em>Boletus edulis<\/em> als <em>Mei Wei Niu Gan Jun<\/em> bekannt und in Yunnan ein hochgesch\u00e4tzter Speisepilz, der auch exportiert wird. In der Di\u00e4tetik wird er als s\u00fc\u00df und neutral beschrieben, mit Bezug zu Milz und Magen, als das Qi st\u00e4rkend und die Verdauung f\u00f6rdernd. Eine arzneiliche Rolle im engeren Sinn hat er nicht - wie in Europa ist er in erster Linie ein Genussmittel, und in Yunnan geh\u00f6rt die Pilzsaison zu den kulinarischen H\u00f6hepunkten des Jahres.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"warn\">\n<h2><span>Warnhinweise<\/span>Wann du aufpassen solltest<\/h2>\n<div class=\"ea-warn\">\n<h3>Bitte beachten<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Gallenr\u00f6hrling:<\/strong> Nicht giftig, aber extrem bitter - ein Exemplar ruiniert das ganze Gericht. Rosa R\u00f6hren und grobes dunkles Stielnetz sind die Erkennungsmerkmale.<\/li>\n<li><strong>Satansr\u00f6hrling und rote Poren:<\/strong> R\u00f6hrlinge mit roten R\u00f6hrenm\u00fcndungen bleiben stehen. Das ist die sicherste Anf\u00e4ngerregel f\u00fcr diese Pilzgruppe.<\/li>\n<li><strong>C\u00e4sium-137 in S\u00fcddeutschland:<\/strong> In Teilen Bayerns und Baden-W\u00fcrttembergs weiterhin messbar. Bei regelm\u00e4\u00dfigem Sammeln gro\u00dfer Mengen die Messwerte des Bundesamts f\u00fcr Strahlenschutz beachten.<\/li>\n<li><strong>Nicht in Plastikt\u00fcten transportieren:<\/strong> Pilze verderben darin innerhalb von Stunden. Luftiger Korb.<\/li>\n<li><strong>Immer durchgaren:<\/strong> Ausnahme ist das Carpaccio aus sehr jungen, festen Exemplaren - und das ist eine bewusste Entscheidung.<\/li>\n<li><strong>Im Zweifel Pilzberatung:<\/strong> Kostenlose Beratungen gibt es in vielen St\u00e4dten. Bei Unsicherheit geh\u00f6rt ein Pilz nicht in die Pfanne.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Diese Seite informiert und ersetzt keine \u00e4rztliche Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden bitte abkl\u00e4ren lassen.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"passend\">\n<h2><span>Passend zum Thema<\/span>Weiterlesen und mitkochen<\/h2>\n<div class=\"ea-passend\"><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/maronenroehrling-imleria-badia\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Chestnut bolete<\/span><span class=\"d\">Der h\u00e4ufigere Verwandte - und der mit der h\u00f6heren C\u00e4siumbelastung.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/pfifferling-cantharellus-cibarius\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">chanterelle<\/span><span class=\"d\">Der zweite gro\u00dfe Sammelpilz, ebenfalls nicht kultivierbar.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/champignon-agaricus-bisporus\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Mushroom<\/span><span class=\"d\">Der Gegenpol: der meistkultivierte Pilz der Welt.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/schwarzer-pfeffer-ganz\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">Black pepper<\/span><span class=\"d\">F\u00fcr die Pilzpfanne.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/thymian-getrocknet\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">dried thyme<\/span><span class=\"d\">Der klassische Kr\u00e4uterpartner zu Waldpilzen.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/bergoregano\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">Bergoregano<\/span><span class=\"d\">F\u00fcr Pilzgerichte der mediterranen Art.<\/span><\/a><\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Shop-Links f\u00fchren zu unseren Produktseiten; dort ist gekennzeichnet, wenn ein Partner beteiligt ist.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k ea-quellen\" id=\"quellen\">\n<h2><span>Sources<\/span>Worauf sich das st\u00fctzt<\/h2>\n<ol>\n<li>Bundesamt f\u00fcr Strahlenschutz: Radioaktivit\u00e4t in Wildpilzen - j\u00e4hrliche Messberichte.<\/li>\n<li>Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Mykologie: Bestimmungsmerkmale und Verwechslungsgefahren bei R\u00f6hrlingen.<\/li>\n<li>Gerhardt E.: Der gro\u00dfe BLV Pilzf\u00fchrer f\u00fcr unterwegs - Standardwerk zur Bestimmung.<\/li>\n<li>Bundesnaturschutzgesetz \u00a7 39 sowie Bundesartenschutzverordnung - Regelungen zur Entnahme f\u00fcr den Eigenbedarf.<\/li>\n<li>Peintner U. et al.: Mycorrhizal fungi and their role - warum Steinpilze nicht kultivierbar sind.<\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Steinpilz (Boletus edulis) Wissenschaftlich Boletus edulisDickr\u00f6hrlingsverwandte (Boletaceae) Lebensweise Mykorrhizalebt mit B\u00e4umen zusammen - nicht kultivierbar Speisewert Hervorragendeiner der besten Speisepilze \u00fcberhaupt Verwechslung Gallenr\u00f6hrlingbitter, verdirbt jedes Gericht Wichtig C\u00e4sium-Belastungin Teilen Bayerns noch messbar Aroma Getrocknet intensiverals frisch Auf dieser Seite HerkunftNutzenInhaltsstoffeVerst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich bei\u00dftIn der K\u00fccheAls HausmittelAyurveda &amp; TCMWarnhinweisePassend zum ThemaQuellen Kurz gesagt Der<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":8242,"parent":5278,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-8268","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/8268","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8268"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/8268\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9876,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/8268\/revisions\/9876"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5278"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8242"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8268"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}