{"id":8278,"date":"2026-07-11T21:39:52","date_gmt":"2026-07-11T21:39:52","guid":{"rendered":"https:\/\/edenshealth.de\/wiki-archiv\/hallimasch-armillaria-mellea\/"},"modified":"2026-09-19T11:30:30","modified_gmt":"2026-09-19T11:30:30","slug":"hallimasch-armillaria-mellea","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wiki-archiv\/hallimasch-armillaria-mellea\/","title":{"rendered":"Hallimasch (Armillaria mellea)"},"content":{"rendered":"<div style=\"position:relative;width:100%;min-height:60vh;height:560px;max-height:70vh;background-image:url('https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/eh-pilz-hallimasch-scaled.jpg');background-size:cover;background-position:center;overflow:hidden;margin:0 0 -1px 0;\">\n<div style=\"position:absolute;top:0;left:0;right:0;height:45%;background:linear-gradient(180deg, rgba(20,15,5,0.40) 0%, rgba(20,15,5,0) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:0;left:0;right:0;height:60%;background:linear-gradient(180deg, rgba(252,250,246,0) 0%, rgba(252,250,246,0.55) 55%, rgba(252,250,246,1) 100%);\"><\/div>\n<div style=\"position:absolute;bottom:14%;left:0;right:0;padding:0 6%;text-align:left;\">\n<h1 style=\"color:#ffffff;font-size:2.6rem;font-weight:600;margin:0;text-shadow:0 2px 16px rgba(0,0,0,0.55);letter-spacing:-0.5px;\">Hallimasch (Armillaria mellea)<\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"eh-arch\">\n<div class=\"ea-steck\">\n<div>\n<div class=\"k\">Wissenschaftlich<\/div>\n<div class=\"v\">Armillaria mellea<small>Hallimaschverwandte (Physalacriaceae)<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Rolle im Wald<\/div>\n<div class=\"v\">Baumt\u00f6ter<small>einer der bedeutendsten Forstsch\u00e4dlinge<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Rekord<\/div>\n<div class=\"v\">Gr\u00f6\u00dftes Lebewesen der Welt<small>ein Verwandter in Oregon, \u00fcber 9 km\u00b2<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Besonderheit<\/div>\n<div class=\"v\">Leuchtet im Dunkeln<small>das Myzel ist biolumineszent<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Sehr wichtig<\/div>\n<div class=\"v\">Roh giftig<small>nur jung, gut gegart, Erstwasser weggie\u00dfen<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Vertr\u00e4glichkeit<\/div>\n<div class=\"v\">Individuell<small>manche Menschen vertragen ihn nie<\/small><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"ea-body\">\n<nav class=\"ea-nav\">\n<div class=\"t\">Auf dieser Seite<\/div>\n<p><a href=\"#herkunft\">Origin<\/a><a href=\"#nutzen\">Nutzen<\/a><a href=\"#inhalt\">Ingredients<\/a><a href=\"#kombi\">Verst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich bei\u00dft<\/a><a href=\"#gerichte\">In der K\u00fcche<\/a><a href=\"#hausmittel\">Als Hausmittel<\/a><a href=\"#tradition\">Ayurveda &amp; TCM<\/a><a href=\"#warn\">Warnhinweise<\/a><a href=\"#passend\">Passend zum Thema<\/a><a href=\"#quellen\">Sources<\/a><\/p>\n<div class=\"box\"><b>Kurz gesagt<\/b><\/p>\n<p>Der Hallimasch ist ein Widerspruch in sich: einer der zerst\u00f6rerischsten Forstsch\u00e4dlinge Europas, ein Pilz, dessen Verwandter das gr\u00f6\u00dfte bekannte Lebewesen der Welt ist, ein Organismus, der im Dunkeln leuchtet - und ein Speisepilz mit den strengsten Zubereitungsregeln, die dieses Archiv kennt. Roh ist er giftig, und selbst gut gegart vertragen ihn manche Menschen nie. Wer ihn isst, h\u00e4lt sich an drei Regeln.<\/p>\n<\/div>\n<\/nav>\n<div>\n<section class=\"ea-k\" id=\"herkunft\">\n<h2><span>Origin<\/span>Das gr\u00f6\u00dfte Lebewesen der Welt<\/h2>\n<div class=\"eh-kraeuter-img\"><img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%272560%27%20height%3D%272225%27%20viewBox%3D%270%200%202560%202225%27%3E%3Crect%20width%3D%272560%27%20height%3D%272225%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/eh-pilz-hallimasch-scaled.jpg\" alt=\"Hallimasch\" style=\"width:100%;height:auto;border-radius:14px;border:2px solid rgba(201,162,75,0.4);box-shadow:0 8px 24px rgba(23,58,36,0.15);\" loading=\"lazy\"><\/div>\n<p class=\"ea-satz\">In Oregon erstreckt sich ein einziger Hallimasch \u00fcber neun Quadratkilometer und ist vermutlich mehrere tausend Jahre alt.<\/p>\n<p class=\"ea-drop\">Hallimasche der Gattung <em>Armillaria<\/em> wachsen in dichten B\u00fcscheln an St\u00e4mmen, St\u00fcmpfen und Wurzeln von Laub- und Nadelb\u00e4umen. Ihre H\u00fcte sind honiggelb bis br\u00e4unlich, fein schuppig, die Lamellen wei\u00dflich und sp\u00e4ter br\u00e4unlich fleckig, und der Stiel tr\u00e4gt einen wei\u00dflichen, wattigen Ring. Der deutsche Name spielt auf die abf\u00fchrende Wirkung ungen\u00fcgend zubereiteter Exemplare an - \u201eHall im Arsch\u201c ist die verbreitete, wenn auch nicht gesicherte Deutung.<\/p>\n<p>Er ist ein aggressiver Parasit. Sein Myzel bildet schwarze, schnurartige Str\u00e4nge - die Rhizomorphen \u2013, die sich unter der Rinde und durch den Boden ausbreiten und neue B\u00e4ume erreichen. Ein befallener Baum stirbt langsam ab; im Forst ist der Hallimasch einer der wirtschaftlich bedeutendsten Schaderreger \u00fcberhaupt. Unter der Rinde eines befallenen Stammes findet man das wei\u00dfe, f\u00e4cherartige Myzel und die schwarzen Schn\u00fcre.<\/p>\n<p>Und er h\u00e4lt einen Rekord. In den Blue Mountains in Oregon wurde ein einzelner Klon von <em>Armillaria ostoyae<\/em> kartiert, der sich \u00fcber mehr als neun Quadratkilometer erstreckt - das gr\u00f6\u00dfte bekannte zusammenh\u00e4ngende Lebewesen der Erde, mit einem gesch\u00e4tzten Alter von mehreren tausend Jahren. Dazu kommt eine zweite Kuriosit\u00e4t: Sein Myzel ist biolumineszent. Befallenes Holz leuchtet im Dunkeln gr\u00fcnlich - das Ph\u00e4nomen ist seit der Antike als <em>Foxfire<\/em> beschrieben und wurde im Ersten Weltkrieg von Soldaten genutzt, um in Sch\u00fctzengr\u00e4ben Karten lesen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"nutzen\">\n<h2><span>Nutzen<\/span>Essbar - unter strengen Bedingungen<\/h2>\n<p class=\"ea-drop\">Der Hallimasch ist ein Speisepilz ohne arzneiliche Anspr\u00fcche, und er ist derjenige mit den striktesten Zubereitungsregeln in diesem Archiv. Roh oder ungen\u00fcgend gegart ist er giftig: Er verursacht heftige Magen-Darm-Beschwerden mit Erbrechen und Durchfall, die einige Stunden anhalten. Die verantwortlichen Stoffe sind hitzelabil, aber nicht restlos identifiziert.<\/p>\n<p>Die Regeln, die sich in der Pilzliteratur durchgesetzt haben, sind drei. Erstens: nur junge Exemplare, und nur die H\u00fcte - die Stiele sind z\u00e4h und schlechter vertr\u00e4glich. Zweitens: gut durchgaren, mindestens f\u00fcnfzehn bis zwanzig Minuten. Drittens: vorher abbr\u00fchen und das Kochwasser wegsch\u00fctten. Dieser dritte Schritt ist der, den viele weglassen und der die meisten Beschwerden verhindert.<\/p>\n<p>Aber selbst damit bleibt eine Einschr\u00e4nkung: Ein Teil der Menschen vertr\u00e4gt Hallimasch grunds\u00e4tzlich nicht, auch korrekt zubereitet. Die Reaktion ist individuell und nicht vorhersagbar. Deshalb gilt f\u00fcr den ersten Versuch: eine kleine Menge essen und abwarten, und keinen Alkohol dazu - es gibt Berichte \u00fcber verst\u00e4rkte Unvertr\u00e4glichkeitsreaktionen bei gleichzeitigem Alkoholkonsum, \u00e4hnlich wie beim Faltentintling.<\/p>\n<p>Warum isst man ihn dann \u00fcberhaupt? Weil er in Massen auftritt, weil er in Osteuropa und im Alpenraum ein traditioneller Herbstpilz ist, und weil er sauer eingelegt oder als Mischpilz in kleinen Mengen tats\u00e4chlich gut schmeckt. Unsere Einsch\u00e4tzung: F\u00fcr Einsteiger ist er nicht der richtige Pilz. Wer erfahren ist und die Regeln einh\u00e4lt, kann ihn nutzen - mit dem Wissen, dass er sich beim ersten Mal auch als unvertr\u00e4glich erweisen kann.<\/p>\n<div class=\"ea-zahlen\">\n<div class=\"ea-zahl\"><b>\u00fcber 9 km\u00b2<\/b><span>Ausdehnung des gr\u00f6\u00dften bekannten Exemplars in Oregon<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>15 - 20 min<\/b><span>Mindestgarzeit<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>Erstwasser weg<\/b><span>der Schritt, der am h\u00e4ufigsten fehlt<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>Aug. - Nov.<\/b><span>Saison, oft in Massen<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"inhalt\">\n<h2><span>Ingredients<\/span>Die drei Regeln - und warum sie gelten<\/h2>\n<p>Regel eins: nur junge H\u00fcte. Junge Hallimasche haben noch geschlossene oder halb ge\u00f6ffnete H\u00fcte und feste Lamellen. Die Stiele sind schon in diesem Stadium faserig-z\u00e4h und werden auch beim Garen nicht weich; sie gelten zudem als schlechter vertr\u00e4glich. Sie werden abgeschnitten und weggeworfen. \u00c4ltere, aufgeschirmte Exemplare mit br\u00e4unlich fleckigen Lamellen sind schlechter vertr\u00e4glich und geschmacklich uninteressant.<\/p>\n<p>Regel zwei: mindestens f\u00fcnfzehn bis zwanzig Minuten garen. Kurzes Anbraten reicht nicht. Die problematischen Stoffe sind hitzeempfindlich, brauchen aber Zeit. Wer Hallimasch wie Champignons drei Minuten in die Pfanne wirft, hat mit einiger Wahrscheinlichkeit einen unangenehmen Abend.<\/p>\n<p>Regel drei: abbr\u00fchen und das Kochwasser wegsch\u00fctten. Die H\u00fcte werden f\u00fcnf bis zehn Minuten in sprudelndem Wasser blanchiert, abgegossen, und das Wasser kommt weg. Erst danach folgt die eigentliche Zubereitung. Dieser Schritt entfernt einen Teil der wasserl\u00f6slichen Reizstoffe und ist der wirksamste Einzelbeitrag zur Vertr\u00e4glichkeit.<\/p>\n<p>Zur Bestimmung: Der Hallimasch ist an seinem b\u00fcscheligen Wuchs an Holz, den honiggelben, fein schuppigen H\u00fcten, dem wattigen Ring am Stiel und dem wei\u00dfen Sporenpulver gut kenntlich. Die gef\u00e4hrlichste Verwechslung ist der Gifth\u00e4ubling <em>Galerina marginata<\/em>, der ebenfalls b\u00fcschelig an Holz w\u00e4chst, einen Ring hat und t\u00f6dliche Amatoxine enth\u00e4lt - dieselben Gifte wie der Knollenbl\u00e4tterpilz. Er ist kleiner, hat rostbraunes statt wei\u00dfes Sporenpulver und braune Lamellen. Wer Hallimasch sammelt, macht einen Sporenabdruck oder l\u00e4sst bestimmen.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"kombi\">\n<h2><span>Verst\u00e4rkte Kombinationen<\/span>Wenn Hallimasch, dann richtig<\/h2>\n<p>Er ist ein Pilz f\u00fcr Erfahrene, und die Vorbereitung ist wichtiger als die Zubereitung.<\/p>\n<div class=\"ea-kombi\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Vorbereitung<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Hallimasch + abbr\u00fchen und Wasser weg<\/div>\n<p>Der wirksamste Schritt f\u00fcr die Vertr\u00e4glichkeit. F\u00fcnf bis zehn Minuten blanchieren, abgie\u00dfen, Wasser wegsch\u00fctten.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Auswahl<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Hallimasch + nur junge H\u00fcte<\/div>\n<p>Stiele abschneiden und wegwerfen, \u00e4ltere aufgeschirmte Exemplare stehen lassen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Garzeit<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Hallimasch + mindestens 15 Minuten<\/div>\n<p>Nach dem Blanchieren ausreichend lange braten oder schmoren.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Einlegen<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Hallimasch + Essig-\u00d6l<\/div>\n<p>In Osteuropa die verbreitetste Verwendung: blanchiert und sauer eingelegt.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Mischen<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Hallimasch + andere Pilze<\/div>\n<p>In kleiner Menge in einer Mischpilzpfanne ist er gut - als Alleinzutat in Masse eher nicht.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Erstversuch<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Hallimasch + kleine Portion<\/div>\n<p>Beim ersten Mal wenig essen und abwarten. Die Vertr\u00e4glichkeit ist individuell.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h3 class=\"ea-beisst-h\"><span>Was sich bei\u00dft<\/span>Diese Kombinationen lieber lassen<\/h3>\n<div class=\"ea-kombi beisst\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Roh<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Hallimasch + roh oder kurz gebraten<\/div>\n<p>Er ist roh giftig und verursacht heftige Magen-Darm-Beschwerden. Kurzes Anbraten reicht nicht.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Gifth\u00e4ubling<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Hallimasch + b\u00fcschelige Pilze mit braunen Lamellen<\/div>\n<p>Der Gifth\u00e4ubling w\u00e4chst ebenfalls b\u00fcschelig an Holz und enth\u00e4lt t\u00f6dliche Amatoxine. Sporenabdruck machen: wei\u00df beim Hallimasch, rostbraun beim Gifth\u00e4ubling.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">alcohol<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Hallimasch + Alkohol zum Essen<\/div>\n<p>Es gibt Berichte \u00fcber verst\u00e4rkte Unvertr\u00e4glichkeitsreaktionen. Beim ersten Versuch keinen Alkohol dazu.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Stiele<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Hallimasch + Stiele mitessen<\/div>\n<p>Z\u00e4h und schlechter vertr\u00e4glich. Sie werden abgeschnitten.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Menge<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Hallimasch + gro\u00dfe Portionen<\/div>\n<p>Auch korrekt zubereitet ist er f\u00fcr manche schwer vertr\u00e4glich. In Ma\u00dfen essen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Anf\u00e4nger<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Hallimasch + erster Sammelpilz<\/div>\n<p>F\u00fcr Einsteiger ist er wegen der Verwechslungsgefahr und der Zubereitungsregeln nicht geeignet.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"gerichte\">\n<h2><span>In der K\u00fcche<\/span>Verwendung mit Vorbereitung<\/h2>\n<ul class=\"ea-gerichte\">\n<li><span class=\"g\">Blanchieren<\/span><span class=\"w\">F\u00fcnf bis zehn Minuten, Kochwasser wegsch\u00fctten - der erste und wichtigste Schritt.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Eingelegt<\/span><span class=\"w\">Blanchiert und sauer eingelegt - die osteurop\u00e4ische Standardverwendung.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Gebraten<\/span><span class=\"w\">Nach dem Blanchieren mindestens f\u00fcnfzehn Minuten mit Zwiebeln und Speck.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Mischpilze<\/span><span class=\"w\">In kleiner Menge in einer Pfanne mit Maronen und Semmelstoppelpilzen.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Gulasch<\/span><span class=\"w\">Mit Paprika und saurer Sahne, lange geschmort.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Suppe<\/span><span class=\"w\">Als Einlage, nach dem Blanchieren.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Nur H\u00fcte<\/span><span class=\"w\">Die Stiele sind z\u00e4h und schlechter vertr\u00e4glich.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Nur junge<\/span><span class=\"w\">\u00c4ltere aufgeschirmte Exemplare stehen lassen.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Sporenabdruck<\/span><span class=\"w\">Wei\u00df beim Hallimasch, rostbraun beim t\u00f6dlichen Gifth\u00e4ubling.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Erstversuch klein<\/span><span class=\"w\">Die Vertr\u00e4glichkeit ist individuell und nicht vorhersagbar.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"ea-tipp\"><b>Faustregel:<\/b> Der Schritt, den die meisten weglassen und der den gr\u00f6\u00dften Unterschied macht: abbr\u00fchen und das Kochwasser wegsch\u00fctten. F\u00fcnf bis zehn Minuten in sprudelndem Wasser, abgie\u00dfen, Wasser weg - erst danach beginnt die eigentliche Zubereitung. Das ist bei diesem Pilz keine Feinheit, sondern die Grundlage.<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"hausmittel\">\n<h2><span>Als Hausmittel<\/span>Die korrekte Zubereitung<\/h2>\n<div class=\"ea-rezept\">\n<div>\n<div class=\"k\">So geht&#8217;s<\/div>\n<h3>Hallimasch richtig verarbeiten<\/h3>\n<ol>\n<li>Bestimmung sichern: b\u00fcscheliger Wuchs an Holz, honiggelbe fein schuppige H\u00fcte, wattiger Ring am Stiel. Im Zweifel einen Sporenabdruck machen - der Hallimasch wirft wei\u00df ab, der t\u00f6dliche Gifth\u00e4ubling rostbraun.<\/li>\n<li>Nur junge Exemplare mit noch geschlossenen oder halb ge\u00f6ffneten H\u00fcten verwenden. Die Stiele am Hutansatz abschneiden und wegwerfen - sie sind z\u00e4h und schlechter vertr\u00e4glich.<\/li>\n<li>Die H\u00fcte putzen und in reichlich sprudelndem Wasser f\u00fcnf bis zehn Minuten blanchieren.<\/li>\n<li>Abgie\u00dfen und das Kochwasser wegsch\u00fctten. Nicht weiterverwenden - darin sind die wasserl\u00f6slichen Reizstoffe.<\/li>\n<li>Erst jetzt die eigentliche Zubereitung: mindestens f\u00fcnfzehn Minuten braten oder schmoren, mit Zwiebeln, Speck oder in einer Sauce.<\/li>\n<li>Beim ersten Mal nur eine kleine Portion essen, keinen Alkohol dazu trinken und abwarten. Ein Teil der Menschen vertr\u00e4gt Hallimasch grunds\u00e4tzlich nicht - auch korrekt zubereitet.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wof\u00fcr<\/div>\n<p>Als traditioneller Herbstpilz in Osteuropa und im Alpenraum, vor allem sauer eingelegt oder als Bestandteil einer Mischpilzpfanne. F\u00fcr Einsteiger ist er nicht geeignet.<\/p>\n<div class=\"k\" style=\"margin-top:14px\">Menge<\/div>\n<p>In Ma\u00dfen. Auch korrekt zubereitet ist er f\u00fcr manche Menschen schwer vertr\u00e4glich. Beim ersten Versuch eine kleine Portion und keinen Alkohol dazu.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"tradition\">\n<h2><span>Ayurveda &amp; TCM<\/span>Was die alten Systeme sagen<\/h2>\n<div class=\"ea-trad\">\n<div>\n<h3>Ayurveda<\/h3>\n<p>Der Hallimasch ist im Ayurveda nicht vertreten. Er ist ein weltweit verbreiteter Waldpilz, dessen Nutzung \u00fcberall dieselbe Ambivalenz zeigt: gesch\u00e4tzt als Massenpilz, gef\u00fcrchtet wegen der Unvertr\u00e4glichkeit.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3>Traditional Chinese Medicine<\/h3>\n<p>In China ist der Hallimasch als <em>Mi Huan Jun<\/em> bekannt und wird gegessen; bedeutender ist dort allerdings eine indirekte Verbindung: <em>Tian Ma<\/em>, die Knolle der Orchidee <em>Gastrodia elata<\/em>, ist eine wichtige chinesische Arzneidroge - und diese Orchidee besitzt kein Chlorophyll und lebt vollst\u00e4ndig von einem Hallimasch-Myzel, das sie parasitiert. Der kommerzielle Anbau von <em>Tian Ma<\/em> setzt deshalb den gezielten Anbau von Hallimasch voraus. Ein ungew\u00f6hnlicher Fall, in dem ein Forstsch\u00e4dling zur Voraussetzung f\u00fcr eine Heilpflanze wird.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"warn\">\n<h2><span>Warnhinweise<\/span>Wann du aufpassen solltest<\/h2>\n<div class=\"ea-warn\">\n<h3>Bitte beachten<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Roh giftig:<\/strong> Er verursacht heftige Magen-Darm-Beschwerden. Mindestens f\u00fcnfzehn bis zwanzig Minuten garen - kurzes Anbraten reicht nicht.<\/li>\n<li><strong>Abbr\u00fchen und Kochwasser wegsch\u00fctten:<\/strong> Der wichtigste Einzelschritt f\u00fcr die Vertr\u00e4glichkeit.<\/li>\n<li><strong>Gifth\u00e4ubling:<\/strong> W\u00e4chst ebenfalls b\u00fcschelig an Holz und enth\u00e4lt t\u00f6dliche Amatoxine. Sporenabdruck: wei\u00df beim Hallimasch, rostbraun beim Gifth\u00e4ubling.<\/li>\n<li><strong>Individuelle Unvertr\u00e4glichkeit:<\/strong> Ein Teil der Menschen vertr\u00e4gt Hallimasch auch korrekt zubereitet nicht. Beim ersten Mal kleine Portion.<\/li>\n<li><strong>Kein Alkohol dazu:<\/strong> Es gibt Berichte \u00fcber verst\u00e4rkte Unvertr\u00e4glichkeitsreaktionen.<\/li>\n<li><strong>Nicht f\u00fcr Einsteiger:<\/strong> Verwechslungsgefahr und Zubereitungsregeln machen ihn zu einem Pilz f\u00fcr Erfahrene.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Diese Seite informiert und ersetzt keine \u00e4rztliche Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden bitte abkl\u00e4ren lassen.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"passend\">\n<h2><span>Passend zum Thema<\/span>Weiterlesen und mitkochen<\/h2>\n<div class=\"ea-passend\"><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/austernseitling-pleurotus-ostreatus\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Oyster mushroom<\/span><span class=\"d\">Der andere Holzpilz - unkompliziert und f\u00fcr Einsteiger geeignet.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/judasohr-auricularia-auricula-judae\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Judas&#039; ear<\/span><span class=\"d\">Der sichere Holzpilz mit eigener Einweichregel.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/maronenroehrling-imleria-badia\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Chestnut bolete<\/span><span class=\"d\">Der unkomplizierte Herbstpilz f\u00fcr die Mischpfanne.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/schwarzer-pfeffer-ganz\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">Black pepper<\/span><span class=\"d\">F\u00fcr den Einlegesud.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/thymian-getrocknet\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">dried thyme<\/span><span class=\"d\">Der Kr\u00e4uterpartner zum Pilzgericht.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/bergoregano\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">Bergoregano<\/span><span class=\"d\">F\u00fcr die mediterrane Variante.<\/span><\/a><\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Shop-Links f\u00fchren zu unseren Produktseiten; dort ist gekennzeichnet, wenn ein Partner beteiligt ist.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k ea-quellen\" id=\"quellen\">\n<h2><span>Sources<\/span>Worauf sich das st\u00fctzt<\/h2>\n<ol>\n<li>Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Mykologie: Merkblatt zu <em>Armillaria<\/em> - Zubereitung und Unvertr\u00e4glichkeit.<\/li>\n<li>Giftinformationszentren: Vergiftungsf\u00e4lle nach ungen\u00fcgend gegartem Hallimasch.<\/li>\n<li>Ferguson B.A. et al.: Coarse-scale population structure of pathogenic <em>Armillaria<\/em> species in a mixed-conifer forest. Canadian Journal of Forest Research 2003 - der Oregon-Klon.<\/li>\n<li>Mihail J.D., Bruhn J.N.: Foraging behaviour of <em>Armillaria<\/em> rhizomorph systems und Biolumineszenz. Mycological Research.<\/li>\n<li>Bensky D. et al.: Chinese Herbal Medicine - Materia Medica, Eintrag <em>Tian Ma<\/em>.<\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallimasch (Armillaria mellea) Wissenschaftlich Armillaria melleaHallimaschverwandte (Physalacriaceae) Rolle im Wald Baumt\u00f6tereiner der bedeutendsten Forstsch\u00e4dlinge Rekord Gr\u00f6\u00dftes Lebewesen der Weltein Verwandter in Oregon, \u00fcber 9 km\u00b2 Besonderheit Leuchtet im Dunkelndas Myzel ist biolumineszent Sehr wichtig Roh giftignur jung, gut gegart, Erstwasser weggie\u00dfen Vertr\u00e4glichkeit Individuellmanche Menschen vertragen ihn nie Auf dieser Seite HerkunftNutzenInhaltsstoffeVerst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":8252,"parent":5278,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-8278","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/8278","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8278"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/8278\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9886,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/8278\/revisions\/9886"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5278"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8252"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8278"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}