{"id":8403,"date":"2026-07-16T07:56:32","date_gmt":"2026-07-16T07:56:32","guid":{"rendered":"https:\/\/edenshealth.de\/wiki-archiv\/brokkoli-brassica-oleracea-italica\/"},"modified":"2026-09-18T20:16:03","modified_gmt":"2026-09-18T20:16:03","slug":"brokkoli-brassica-oleracea-italica","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wiki-archiv\/brokkoli-brassica-oleracea-italica\/","title":{"rendered":"Brokkoli (Brassica oleracea var. italica)"},"content":{"rendered":"<div style=\"position:relative;width:100%;min-height:340px;background:linear-gradient(135deg,#2d4a2d,#4f7a3f,#7fae5f);border-radius:12px;margin:0 0 24px 0;display:flex;align-items:center;justify-content:center;padding:40px;\">\n<h1 style=\"color:#ffffff;margin:0;text-align:center;\">Brokkoli (Brassica oleracea var. italica)<\/h1>\n<\/div>\n<div class=\"eh-arch\">\n<div class=\"ea-steck\">\n<div>\n<div class=\"k\">Botanischer Name<\/div>\n<div class=\"v\">Brassica oleracea var. italica<small>Kreuzbl\u00fctler (Brassicaceae)<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Leitstoff<\/div>\n<div class=\"v\">Glucoraphanin<small>daraus entsteht Sulforaphan<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Entscheidend<\/div>\n<div class=\"v\">Das Enzym Myrosinase<small>ohne es kein Sulforaphan<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wichtig<\/div>\n<div class=\"v\">Nicht totkochen<small>Hitze zerst\u00f6rt das Enzym<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Sprossen<\/div>\n<div class=\"v\">10 - 100 \u00d7 mehr<small>Glucoraphanin als die R\u00f6schen<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Vitamin C<\/div>\n<div class=\"v\">\u00fcber 90 mg\/100 g<small>mehr als eine Orange<\/small><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"ea-body\">\n<nav class=\"ea-nav\">\n<div class=\"t\">Auf dieser Seite<\/div>\n<p><a href=\"#herkunft\">Origin<\/a><a href=\"#nutzen\">Nutzen<\/a><a href=\"#inhalt\">Ingredients<\/a><a href=\"#kombi\">Verst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich bei\u00dft<\/a><a href=\"#gerichte\">In der K\u00fcche<\/a><a href=\"#hausmittel\">Als Hausmittel<\/a><a href=\"#tradition\">Ayurveda &amp; TCM<\/a><a href=\"#warn\">Warnhinweise<\/a><a href=\"#passend\">Passend zum Thema<\/a><a href=\"#quellen\">Sources<\/a><\/p>\n<div class=\"box\"><b>Kurz gesagt<\/b><\/p>\n<p>Brokkoli ist das Gem\u00fcse, bei dem die Zubereitung \u00fcber den Nutzen entscheidet. Sein bekanntester Inhaltsstoff, Sulforaphan, ist in der frischen Pflanze gar nicht enthalten - er entsteht erst, wenn ein Enzym namens Myrosinase auf eine Vorstufe trifft. Dieses Enzym ist hitzeempfindlich. Wer Brokkoli zehn Minuten kocht, isst ein gutes Gem\u00fcse, aber praktisch kein Sulforaphan. Es gibt drei einfache Wege, das zu \u00e4ndern.<\/p>\n<\/div>\n<\/nav>\n<div>\n<section class=\"ea-k\" id=\"herkunft\">\n<h2><span>Origin<\/span>Ein Kohl, aus dem Rom eine Delikatesse machte<\/h2>\n<div class=\"eh-kraeuter-img\"><img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271200%27%20height%3D%27800%27%20viewBox%3D%270%200%201200%20800%27%3E%3Crect%20width%3D%271200%27%20height%3D%27800%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/eh-lm-brokkoli.jpg\" alt=\"Frischer Brokkoli auf einem Holzbrett\" style=\"width:100%;height:auto;border-radius:14px;border:2px solid rgba(201,162,75,0.4);box-shadow:0 8px 24px rgba(23,58,36,0.15);\" loading=\"lazy\"><\/div>\n<p class=\"ea-satz\">Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Kohlrabi und Gr\u00fcnkohl sind alle dieselbe Art - nur verschieden gez\u00fcchtet.<\/p>\n<p class=\"ea-drop\"><em>Brassica oleracea<\/em> ist eine der erstaunlichsten Kulturpflanzen \u00fcberhaupt. Aus dem unscheinbaren Wildkohl, der an europ\u00e4ischen Atlantik- und Mittelmeerk\u00fcsten w\u00e4chst, hat die Z\u00fcchtung in wenigen tausend Jahren eine ganze Gem\u00fcsefamilie geformt: Beim Kopfkohl wurde auf die Endknospe selektiert, beim Rosenkohl auf die Seitenknospen, beim Kohlrabi auf den St\u00e4ngel, beim Gr\u00fcnkohl auf die Bl\u00e4tter - und bei Brokkoli und Blumenkohl auf den Bl\u00fctenstand.<\/p>\n<p>Brokkoli entstand in Italien; der Name kommt von <em>brocco<\/em>, Trieb oder Spross. Die R\u00f6mer kannten und sch\u00e4tzten ihn bereits, und \u00fcber Jahrhunderte blieb er eine italienische Spezialit\u00e4t. Nach Nordeuropa und in die USA kam er erst im 18. und vor allem im 20. Jahrhundert - in Amerika machten ihn italienische Einwanderer in den 1920er Jahren popul\u00e4r.<\/p>\n<p>Was wir essen, ist ein unreifer Bl\u00fctenstand. L\u00e4sst man Brokkoli stehen, \u00f6ffnen sich die Knospen zu gelben Kreuzbl\u00fcten, und der Kopf wird holzig. Deshalb ist die Farbe ein Frischemerkmal: fest geschlossene, dunkelgr\u00fcne bis bl\u00e4ulich-gr\u00fcne R\u00f6schen bedeuten frisch, gelbliche Verf\u00e4rbungen bedeuten, dass die Bl\u00fcte beginnt.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"nutzen\">\n<h2><span>Nutzen<\/span>Sulforaphan - und warum es meistens fehlt<\/h2>\n<p class=\"ea-drop\">Brokkoli ist ein Lebensmittel mit einem sehr guten N\u00e4hrstoffprofil: \u00fcber neunzig Milligramm Vitamin C pro hundert Gramm - mehr als eine Orange \u2013, dazu viel Vitamin K, Folat, Kalium und Ballaststoffe. Das allein macht ihn zu einem der wertvollsten Gem\u00fcse \u00fcberhaupt, ganz ohne jede weitere Behauptung.<\/p>\n<p>Seinen Ruf verdankt er allerdings einem anderen Stoff: Sulforaphan. Es ist eines der am besten untersuchten sekund\u00e4ren Pflanzenstoffe \u00fcberhaupt und aktiviert im Zellversuch den sogenannten Nrf2-Signalweg, der k\u00f6rpereigene Entgiftungs- und Schutzenzyme hochreguliert. Es gibt umfangreiche Forschung dazu, von Zellversuchen \u00fcber Tiermodelle bis zu kleinen Humanstudien zu Entz\u00fcndungsmarkern, Blutzucker und - in einer viel beachteten Studie - zu Autismus-Symptomen. Die klinische Evidenz ist \u00fcberall begrenzt.<\/p>\n<p>Der entscheidende Punkt f\u00fcr die K\u00fcche ist ein anderer. Sulforaphan ist in der intakten Pflanze gar nicht vorhanden. Enthalten ist eine Vorstufe, Glucoraphanin, sowie - getrennt davon in anderen Zellkompartimenten - ein Enzym namens Myrosinase. Erst wenn die Zellen zerst\u00f6rt werden, treffen beide aufeinander, und die Myrosinase spaltet das Glucoraphanin zu Sulforaphan. Das ist ein Abwehrmechanismus der Pflanze gegen Fra\u00dffeinde.<\/p>\n<p>Und hier kommt die Hitze ins Spiel. Myrosinase ist ein Protein und wird ab etwa sechzig bis siebzig Grad zerst\u00f6rt. Gekochter Brokkoli enth\u00e4lt also Glucoraphanin, aber kein funktionierendes Enzym - und damit entsteht praktisch kein Sulforaphan. Untersuchungen zeigen Verluste von achtzig Prozent und mehr beim Kochen. Ein Teil wird zwar noch von Darmbakterien umgesetzt, aber deutlich weniger und sehr individuell unterschiedlich.<\/p>\n<div class=\"ea-zahlen\">\n<div class=\"ea-zahl\"><b>\u00fcber 90 mg<\/b><span>Vitamin C pro 100 g - mehr als eine Orange<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>60 - 70 \u00b0C<\/b><span>Temperatur, ab der Myrosinase zerst\u00f6rt wird<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>\u00fcber 80 %<\/b><span>Sulforaphan-Verlust beim Kochen<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>40 min<\/b><span>Wartezeit nach dem Schneiden f\u00fcr maximale Bildung<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"inhalt\">\n<h2><span>Ingredients<\/span>Drei Wege zu mehr Sulforaphan<\/h2>\n<p>Der erste Weg hei\u00dft in der Forschungsliteratur <em>hack and hold<\/em>: Brokkoli klein schneiden oder hacken und dann vierzig Minuten stehen lassen, bevor er erhitzt wird. In dieser Zeit arbeitet die Myrosinase bei Raumtemperatur und bildet Sulforaphan, das deutlich hitzestabiler ist als das Enzym. Anschlie\u00dfendes Erhitzen zerst\u00f6rt es kaum noch. Untersuchungen best\u00e4tigen den Effekt.<\/p>\n<p>Der zweite Weg ist kurzes D\u00e4mpfen. Bei etwa drei bis vier Minuten Dampfgaren bleibt ein erheblicher Teil der Myrosinase erhalten, w\u00e4hrend der Brokkoli gar wird. L\u00e4nger als f\u00fcnf Minuten oder in sprudelndem Wasser gekocht, ist das Enzym weg - und ein Teil der wasserl\u00f6slichen Vitamine wandert zus\u00e4tzlich ins Kochwasser.<\/p>\n<p>Der dritte Weg ist der eleganteste: Myrosinase von woanders holen. Senfsamen, Senfpulver, Rettich, Kresse und Rucola enthalten dasselbe Enzym in aktiver Form. Eine Untersuchung zeigte, dass ein halber Teel\u00f6ffel Senfpulver \u00fcber gekochten Brokkoli die Sulforaphan-Bildung um ein Vielfaches erh\u00f6ht. Wer Brokkoli gerne weichgekocht mag, kann ihn also einfach mit Senf oder frischem Rucola servieren - und bekommt trotzdem, was er sucht.<\/p>\n<p>Ein vierter Punkt betrifft die Sprossen. Brokkolisprossen enthalten das Zehn- bis Hundertfache an Glucoraphanin verglichen mit ausgewachsenen R\u00f6schen - das war der Befund, der die Sulforaphan-Forschung \u00fcberhaupt in Gang brachte. Sie lassen sich zu Hause in einem Keimglas ziehen und roh \u00fcber Salate und Brote streuen. Wer es auf Sulforaphan anlegt, nimmt Sprossen, nicht R\u00f6schen.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"kombi\">\n<h2><span>Verst\u00e4rkte Kombinationen<\/span>Wie man Brokkoli richtig behandelt<\/h2>\n<p>Die Kombinationen hier sind nicht nur geschmacklich gemeint - bei diesem Gem\u00fcse hat die Zubereitung eine chemische Konsequenz.<\/p>\n<div class=\"ea-kombi\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Enzym<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Brokkoli + Senfpulver<\/div>\n<p>Senf liefert aktive Myrosinase. Ein halber Teel\u00f6ffel \u00fcber gekochten Brokkoli erh\u00f6ht die Sulforaphan-Bildung deutlich.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Enzym<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Brokkoli + Rucola oder Kresse<\/div>\n<p>Dasselbe Prinzip mit frischen Bl\u00e4ttern - und geschmacklich eine gute Kombination.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Technik<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Brokkoli + hacken und 40 Minuten warten<\/div>\n<p>Vor dem Erhitzen klein schneiden und stehen lassen. Das gebildete Sulforaphan \u00fcbersteht die Hitze.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Technik<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Brokkoli + kurz d\u00e4mpfen<\/div>\n<p>Drei bis vier Minuten Dampf erhalten einen Teil des Enzyms und alle wasserl\u00f6slichen Vitamine.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Sprossen<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Brokkolisprossen + Keimglas<\/div>\n<p>Zehn- bis hundertfacher Glucoraphanin-Gehalt. In drei bis vier Tagen selbst gezogen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Stiel<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Brokkoli + Strunk mitverwenden<\/div>\n<p>Der Strunk ist gesch\u00e4lt zart und aromatisch und enth\u00e4lt ebenso viel Wertvolles wie die R\u00f6schen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h3 class=\"ea-beisst-h\"><span>Was sich bei\u00dft<\/span>Diese Kombinationen lieber lassen<\/h3>\n<div class=\"ea-kombi beisst\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Kochen<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Brokkoli + langes Kochen in Wasser<\/div>\n<p>Zerst\u00f6rt das Enzym und schwemmt wasserl\u00f6sliche Vitamine aus. Der h\u00e4ufigste vermeidbare Fehler.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Erwartung<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Brokkoli + Heilversprechen<\/div>\n<p>Sulforaphan ist ein interessanter Forschungsgegenstand. Die klinische Evidenz f\u00fcr konkrete Anwendungen ist begrenzt.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Schilddr\u00fcse<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Kreuzbl\u00fctler + ausgepr\u00e4gter Jodmangel<\/div>\n<p>Glucosinolate k\u00f6nnen bei gleichzeitigem Jodmangel die Jodaufnahme beeintr\u00e4chtigen. Bei ausreichender Jodversorgung ist das ohne Bedeutung, und Garen reduziert die betreffenden Stoffe zus\u00e4tzlich.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Lagerung<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Brokkoli + lange im K\u00fchlschrank<\/div>\n<p>Der Vitamin-C-Gehalt sinkt merklich. Innerhalb weniger Tage verbrauchen oder blanchiert einfrieren.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Gelb<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Brokkoli + gelbliche R\u00f6schen<\/div>\n<p>Ein Zeichen beginnender Bl\u00fcte und nachlassender Frische. Fest geschlossene, dunkelgr\u00fcne K\u00f6pfe w\u00e4hlen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Gerinnung<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">Brokkoli + Marcumar<\/div>\n<p>Der hohe Vitamin-K-Gehalt kann die Einstellung beeinflussen. Kein Verbot - aber gleichm\u00e4\u00dfig essen statt in Sch\u00fcben.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"gerichte\">\n<h2><span>In der K\u00fcche<\/span>Was mit ihm geht<\/h2>\n<ul class=\"ea-gerichte\">\n<li><span class=\"g\">Ged\u00e4mpft<\/span><span class=\"w\">Drei bis vier Minuten - die beste Standardzubereitung.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Mit Senfvinaigrette<\/span><span class=\"w\">Senf liefert das Enzym und passt geschmacklich.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Ger\u00f6stet<\/span><span class=\"w\">Im Ofen mit \u00d6l bei 200 Grad, bis die R\u00e4nder br\u00e4unen.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Wok<\/span><span class=\"w\">Kurz und hei\u00df angebraten mit Knoblauch und Sojasauce.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Roh im Salat<\/span><span class=\"w\">Feine R\u00f6schen roh mit Zitronendressing - volle Enzymaktivit\u00e4t.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Suppe<\/span><span class=\"w\">P\u00fcriert mit Kartoffel und einem L\u00f6ffel Senf zum Schluss.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Strunk<\/span><span class=\"w\">Gesch\u00e4lt und in Streifen - zart und aromatisch, kein Abfall.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Sprossen<\/span><span class=\"w\">Im Keimglas gezogen, roh \u00fcber Salat und Brot.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Eingefroren<\/span><span class=\"w\">Kurz blanchiert und eingefroren; das Enzym ist dann allerdings hin.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Hack and hold<\/span><span class=\"w\">Schneiden, vierzig Minuten warten, dann erhitzen.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"ea-tipp\"><b>Faustregel:<\/b> Wenn du Brokkoli lieber weich magst: Streu einen halben Teel\u00f6ffel Senfpulver dar\u00fcber oder serviere ihn mit Rucola. Beide liefern das Enzym, das beim Kochen zerst\u00f6rt wurde - und die Sulforaphan-Bildung l\u00e4uft dann trotzdem an. Das ist der einfachste Trick auf dieser ganzen Seite.<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"hausmittel\">\n<h2><span>Als Hausmittel<\/span>Brokkolisprossen selbst ziehen<\/h2>\n<div class=\"ea-rezept\">\n<div>\n<div class=\"k\">So geht&#8217;s<\/div>\n<h3>Das Keimglas auf der Fensterbank<\/h3>\n<ol>\n<li>Brokkoli-Keimsaat aus dem Fachhandel besorgen - keine normalen Gem\u00fcsesamen, die sind teils gebeizt. Ein Keimglas mit Siebdeckel oder ein Einmachglas mit Gaze und Gummiband gen\u00fcgt.<\/li>\n<li>Einen bis zwei Essl\u00f6ffel Saat in das Glas geben und mit reichlich Wasser bedeckt sechs bis acht Stunden einweichen.<\/li>\n<li>Das Wasser abgie\u00dfen und das Glas schr\u00e4g mit der \u00d6ffnung nach unten aufstellen, damit Restwasser abl\u00e4uft und Luft zirkuliert.<\/li>\n<li>Zweimal t\u00e4glich sp\u00fclen: Wasser einf\u00fcllen, schwenken, abgie\u00dfen, wieder schr\u00e4g stellen. Diese Routine ist entscheidend - stehendes Wasser f\u00fchrt zu Keimbelastung.<\/li>\n<li>Nach drei bis vier Tagen sind die Sprossen zwei bis drei Zentimeter lang und tragen die ersten gr\u00fcnen Keimbl\u00e4tter. Dann sind sie fertig.<\/li>\n<li>Gut abtropfen lassen und im K\u00fchlschrank aufbewahren, innerhalb von drei bis vier Tagen verbrauchen. Roh \u00fcber Salate, Brote und Suppen - nicht erhitzen, sonst geht der ganze Vorteil verloren.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wof\u00fcr<\/div>\n<p>F\u00fcr einen um Gr\u00f6\u00dfenordnungen h\u00f6heren Glucoraphanin-Gehalt als ausgewachsener Brokkoli - und f\u00fcr frisches Gr\u00fcn das ganze Jahr \u00fcber, auch im Winter auf der Fensterbank.<\/p>\n<div class=\"k\" style=\"margin-top:14px\">Menge<\/div>\n<p>Als Lebensmittel nach Belieben. Bei Sprossen auf Hygiene achten: zweimal t\u00e4glich sp\u00fclen, gut abtropfen lassen und z\u00fcgig verbrauchen. Menschen mit geschw\u00e4chtem Immunsystem, Schwangere und Kleinkinder sollten rohe Sprossen meiden - das gilt f\u00fcr alle Keimlinge.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"tradition\">\n<h2><span>Ayurveda &amp; TCM<\/span>Was die alten Systeme sagen<\/h2>\n<div class=\"ea-trad\">\n<div>\n<h3>Ayurveda<\/h3>\n<p>Brokkoli ist eine italienische Z\u00fcchtung und im Ayurveda nicht vertreten; Kohlgem\u00fcse allgemein wird dort als <em>vata<\/em>-erh\u00f6hend eingeordnet, also bl\u00e4hend, und traditionell mit erw\u00e4rmenden Gew\u00fcrzen wie Kreuzk\u00fcmmel, Asafoetida und Ingwer kombiniert - eine Praxis, die die Bek\u00f6mmlichkeit tats\u00e4chlich verbessert.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3>Traditional Chinese Medicine<\/h3>\n<p>In der chinesischen Di\u00e4tetik gilt Brokkoli - <em>Xi Lan Hua<\/em> - als s\u00fc\u00df und k\u00fchl, mit Bezug zu Leber, Niere, Milz und Magen, und wird als Qi-st\u00e4rkend und die Sehkraft unterst\u00fctzend beschrieben. Er ist eine sp\u00e4te Einf\u00fchrung; das klassische chinesische Kohlgem\u00fcse ist der Pak Choi, <em>Bai Cai<\/em>, der ebenfalls zu <em>Brassica<\/em> geh\u00f6rt und dieselben Glucosinolate enth\u00e4lt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"warn\">\n<h2><span>Warnhinweise<\/span>Wann du aufpassen solltest<\/h2>\n<div class=\"ea-warn\">\n<h3>Bitte beachten<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Nicht totkochen:<\/strong> Das Enzym Myrosinase wird ab 60 bis 70 Grad zerst\u00f6rt, und ohne es entsteht kein Sulforaphan. Kurz d\u00e4mpfen oder Senf dazugeben.<\/li>\n<li><strong>Schilddr\u00fcse und Jodmangel:<\/strong> Glucosinolate k\u00f6nnen bei gleichzeitigem Jodmangel die Jodaufnahme beeintr\u00e4chtigen. Bei ausreichender Jodversorgung ohne Bedeutung.<\/li>\n<li><strong>Vitamin K und Marcumar:<\/strong> Der hohe Gehalt kann die Einstellung beeinflussen. Kein Verbot - aber gleichm\u00e4\u00dfig essen statt in Sch\u00fcben.<\/li>\n<li><strong>Rohe Sprossen:<\/strong> Menschen mit geschw\u00e4chtem Immunsystem, Schwangere und Kleinkinder sollten rohe Keimlinge meiden.<\/li>\n<li><strong>Sulforaphan ist kein Heilmittel:<\/strong> Es ist ein intensiv beforschter Pflanzenstoff mit begrenzter klinischer Evidenz.<\/li>\n<li><strong>Frische erkennen:<\/strong> Gelbliche R\u00f6schen bedeuten beginnende Bl\u00fcte und nachlassenden Vitamingehalt.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Diese Seite informiert und ersetzt keine \u00e4rztliche Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden bitte abkl\u00e4ren lassen.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"passend\">\n<h2><span>Passend zum Thema<\/span>Weiterlesen und mitkochen<\/h2>\n<div class=\"ea-passend\"><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/gruenkohl-brassica-oleracea-sabellica\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Kale<\/span><span class=\"d\">Dieselbe Art, andere Z\u00fcchtung - und dieselbe Enzymfrage.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/senfkoerner-sinapis-alba\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Mustard seeds<\/span><span class=\"d\">Die Quelle f\u00fcr die Myrosinase, die dem gekochten Brokkoli fehlt.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/kapuzinerkresse-tropaeolum-majus\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Nasturtium<\/span><span class=\"d\">Dieselbe Senf\u00f6lchemie - mit eigener Monographie.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/brennnessel-getrocknet\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">dried nettles<\/span><span class=\"d\">Die heimische Mineralstoffquelle f\u00fcr den Winter.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/vitamin-c-aus-acerola\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">Vitamin C from acerola<\/span><span class=\"d\">Wenn frisches Gem\u00fcse knapp ist.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/kurkuma-gemahlen\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">ground turmeric<\/span><span class=\"d\">F\u00fcr Gem\u00fcsepfannen und Suppen.<\/span><\/a><\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Shop-Links f\u00fchren zu unseren Produktseiten; dort ist gekennzeichnet, wenn ein Partner beteiligt ist.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k ea-quellen\" id=\"quellen\">\n<h2><span>Sources<\/span>Worauf sich das st\u00fctzt<\/h2>\n<ol>\n<li>Fahey J.W. et al.: Broccoli sprouts - an exceptionally rich source of inducers of enzymes that protect against carcinogens. PNAS 1997.<\/li>\n<li>Ghawi S.K. et al.: The potential to intensify sulforaphane formation in cooked broccoli using mustard seeds. Food Chemistry 2013.<\/li>\n<li>Dosz E.B., Jeffery E.H.: Modifying the processing and handling of frozen broccoli for increased sulforaphane formation. Journal of Food Science 2013.<\/li>\n<li>Souci-Fachmann-Kraut: Die Zusammensetzung der Lebensmittel, Eintrag Brokkoli.<\/li>\n<li>Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung: Hinweise zu goitrogenen Substanzen in Kreuzbl\u00fctlern und zu rohen Sprossen.<\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Brokkoli (Brassica oleracea var. italica) Botanischer Name Brassica oleracea var. italicaKreuzbl\u00fctler (Brassicaceae) Leitstoff Glucoraphanindaraus entsteht Sulforaphan Entscheidend Das Enzym Myrosinaseohne es kein Sulforaphan Wichtig Nicht totkochenHitze zerst\u00f6rt das Enzym Sprossen 10 - 100 \u00d7 mehrGlucoraphanin als die R\u00f6schen Vitamin C \u00fcber 90 mg\/100 gmehr als eine Orange Auf dieser Seite HerkunftNutzenInhaltsstoffeVerst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":9932,"parent":5278,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-8403","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/8403","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8403"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/8403\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9937,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/8403\/revisions\/9937"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5278"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9932"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8403"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}