{"id":8407,"date":"2026-07-16T07:59:06","date_gmt":"2026-07-16T07:59:06","guid":{"rendered":"https:\/\/edenshealth.de\/wiki-archiv\/suesskartoffel-ipomoea-batatas\/"},"modified":"2026-09-18T20:16:08","modified_gmt":"2026-09-18T20:16:08","slug":"suesskartoffel-ipomoea-batatas","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wiki-archiv\/suesskartoffel-ipomoea-batatas\/","title":{"rendered":"S\u00fc\u00dfkartoffel (Ipomoea batatas)"},"content":{"rendered":"<div style=\"position:relative;width:100%;min-height:340px;background:linear-gradient(135deg,#a15a1f,#c98035,#e8ad6b);border-radius:12px;margin:0 0 24px 0;display:flex;align-items:center;justify-content:center;padding:40px;\">\n<h1 style=\"color:#ffffff;margin:0;text-align:center;\">S\u00fc\u00dfkartoffel (Ipomoea batatas)<\/h1>\n<\/div>\n<div class=\"eh-arch\">\n<div class=\"ea-steck\">\n<div>\n<div class=\"k\">Botanischer Name<\/div>\n<div class=\"v\">Ipomoea batatas<small>Windengew\u00e4chs (Convolvulaceae)<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Verwandtschaft<\/div>\n<div class=\"v\">keine Kartoffel<small>und auch kein Yams<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Beta-Carotin<\/div>\n<div class=\"v\">bis \u00fcber 10 mg\/100 g<small>in orangefleischigen Sorten<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Glyk\u00e4mischer Index<\/div>\n<div class=\"v\">abh\u00e4ngig vom Garen<small>gekocht deutlich niedriger als gebacken<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Bl\u00e4tter<\/div>\n<div class=\"v\">essbar<small>in Afrika und Asien ein Blattgem\u00fcse<\/small><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Lagerung<\/div>\n<div class=\"v\">nicht in den K\u00fchlschrank<small>K\u00e4lte macht sie hart und ranzig im Geschmack<\/small><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"ea-body\">\n<nav class=\"ea-nav\">\n<div class=\"t\">Auf dieser Seite<\/div>\n<p><a href=\"#herkunft\">Origin<\/a><a href=\"#nutzen\">Nutzen<\/a><a href=\"#inhalt\">Ingredients<\/a><a href=\"#kombi\">Verst\u00e4rkte Kombis &amp; was sich bei\u00dft<\/a><a href=\"#gerichte\">In der K\u00fcche<\/a><a href=\"#hausmittel\">Als Hausmittel<\/a><a href=\"#tradition\">Ayurveda &amp; TCM<\/a><a href=\"#warn\">Warnhinweise<\/a><a href=\"#passend\">Passend zum Thema<\/a><a href=\"#quellen\">Sources<\/a><\/p>\n<div class=\"box\"><b>Kurz gesagt<\/b><\/p>\n<p>Die S\u00fc\u00dfkartoffel ist mit der Kartoffel ungef\u00e4hr so verwandt wie ein Wal mit einem Fisch - sie sieht \u00e4hnlich aus und wird \u00e4hnlich benutzt, geh\u00f6rt aber in eine ganz andere Familie: zu den Winden, wie die Ackerwinde am Feldrand. Ihre orangefleischigen Sorten sind eine der st\u00e4rksten Beta-Carotin-Quellen \u00fcberhaupt, und sie haben in Afrika ein reales, gut dokumentiertes Ern\u00e4hrungsproblem gel\u00f6st. Zwei Dinge sollte man wissen: wie man sie lagert, und was das Garen mit dem Blutzucker macht.<\/p>\n<\/div>\n<\/nav>\n<div>\n<section class=\"ea-k\" id=\"herkunft\">\n<h2><span>Origin<\/span>Aus S\u00fcdamerika - und ein ungel\u00f6stes R\u00e4tsel im Pazifik<\/h2>\n<div class=\"eh-kraeuter-img\"><img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271200%27%20height%3D%27800%27%20viewBox%3D%270%200%201200%20800%27%3E%3Crect%20width%3D%271200%27%20height%3D%27800%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/edenshealth.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/eh-lm-suesskartoffel.jpg\" alt=\"S\u00fc\u00dfkartoffeln, ganz und in Scheiben\" style=\"width:100%;height:auto;border-radius:14px;border:2px solid rgba(201,162,75,0.4);box-shadow:0 8px 24px rgba(23,58,36,0.15);\" loading=\"lazy\"><\/div>\n<p class=\"ea-satz\">Die S\u00fc\u00dfkartoffel war lange vor Kolumbus in Polynesien - und niemand wei\u00df sicher, wie sie dorthin kam.<\/p>\n<p class=\"ea-drop\"><em>Ipomoea batatas<\/em> stammt aus dem tropischen Amerika; Funde aus peruanischen H\u00f6hlen werden auf mehrere tausend Jahre datiert. Sie ist eine der \u00e4ltesten Kulturpflanzen des Kontinents und war in Mittel- und S\u00fcdamerika weit verbreitet, bevor Europ\u00e4er dort ankamen. Kolumbus brachte sie nach Spanien - tats\u00e4chlich vor der Kartoffel, weshalb sich der Name in einigen Sprachen \u00fcberkreuzt hat: Das englische <em>potato<\/em> kommt vom ta\u00edno-karibischen <em>batata<\/em>, das eigentlich die S\u00fc\u00dfkartoffel meinte.<\/p>\n<p>Das eigentlich Spannende ist aber, was im Pazifik passierte. In Polynesien - auf Neuseeland, den Cookinseln, Hawaii - wird die S\u00fc\u00dfkartoffel seit Jahrhunderten angebaut und hei\u00dft dort <em>kumara<\/em> oder <em>kumala<\/em>. Arch\u00e4ologische Funde auf den Cookinseln datieren sie auf die Zeit um 1000 nach Christus, also lange vor jedem europ\u00e4ischen Kontakt. Und in der Quechua-Sprache der Anden hei\u00dft sie <em>kumar<\/em>.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber wird seit Jahrzehnten gestritten. Die eine Erkl\u00e4rung sagt: polynesische Seefahrer erreichten S\u00fcdamerika und brachten sie mit - ein Beleg f\u00fcr Kontakte \u00fcber Tausende Kilometer offenen Ozean. Die andere sagt: die Samen trieben oder wurden von V\u00f6geln verbreitet, und die Namens\u00e4hnlichkeit ist Zufall. Genetische Untersuchungen haben mal die eine, mal die andere Seite gest\u00fctzt; eine gro\u00dfe Studie von 2018 argumentierte f\u00fcr nat\u00fcrliche Verbreitung, eine DNA-Analyse von 2020 an Menschen aus Polynesien und S\u00fcdamerika fand dagegen Hinweise auf tats\u00e4chlichen Kontakt um 1200. Entschieden ist es nicht.<\/p>\n<p>Heute ist die S\u00fc\u00dfkartoffel eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel der Welt, mit China als gr\u00f6\u00dftem Produzenten und einer enormen Bedeutung in Ost- und Westafrika. In Deutschland ist sie erst seit wenigen Jahren im Supermarktregal angekommen - und wird inzwischen sogar in Niedersachsen und Rheinland-Pfalz angebaut.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"nutzen\">\n<h2><span>Nutzen<\/span>Beta-Carotin - und ein gel\u00f6stes Ern\u00e4hrungsproblem<\/h2>\n<p class=\"ea-drop\">Der auff\u00e4lligste Wert der orangefleischigen S\u00fc\u00dfkartoffel ist ihr Beta-Carotin-Gehalt: je nach Sorte bis \u00fcber zehn Milligramm pro hundert Gramm, damit in derselben Liga wie Karotten und weit \u00fcber allem, was eine normale Kartoffel liefert. Beta-Carotin ist die Vorstufe von Vitamin A, und die orange Farbe ist der direkte Indikator - wei\u00dffleischige und violette Sorten enthalten davon fast nichts, daf\u00fcr bei den violetten reichlich Anthocyane.<\/p>\n<p>Daraus ist eines der wenigen wirklich gut dokumentierten Ern\u00e4hrungsprojekte der Welt entstanden. Vitamin-A-Mangel ist in Teilen Afrikas und S\u00fcdasiens eine Hauptursache f\u00fcr kindliche Erblindung und erh\u00f6hte Infektsterblichkeit. Weil in Ostafrika traditionell wei\u00dffleischige S\u00fc\u00dfkartoffeln angebaut wurden, z\u00fcchteten Forschungsinstitute orangefleischige Sorten, die zum lokalen Klima und Geschmack passten. Kontrollierte Studien in Mosambik und Uganda zeigten danach messbar bessere Vitamin-A-Versorgung bei Kindern. F\u00fcr diese Arbeit wurde 2016 der World Food Prize vergeben. Das ist kein Nahrungserg\u00e4nzungsmarketing, sondern eine Pflanzenz\u00fcchtung mit belegtem Ergebnis.<\/p>\n<p>Dazu kommt ein solides Grundprofil: Ballaststoffe, Kalium, Mangan, Vitamin C, Vitamin B6 und eine ordentliche Menge an Phenolen in der Schale. Die violetten Sorten - etwa die japanische <em>Ayamurasaki<\/em> - enthalten Anthocyane in Mengen, die mit dunklen Beeren vergleichbar sind.<\/p>\n<p>Und dann gibt es noch die Bl\u00e4tter. In weiten Teilen Afrikas und Asiens sind S\u00fc\u00dfkartoffelbl\u00e4tter ein selbstverst\u00e4ndliches Blattgem\u00fcse mit gutem Protein- und Carotinoidgehalt. Bei uns wandern sie auf den Kompost, wenn \u00fcberhaupt jemand die Pflanze anbaut. Sie schmecken ged\u00fcnstet \u00e4hnlich wie Spinat - wer selbst anbaut, sollte das probieren.<\/p>\n<div class=\"ea-zahlen\">\n<div class=\"ea-zahl\"><b>\u00fcber 10 mg<\/b><span>Beta-Carotin pro 100 g in orangen Sorten<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>2016<\/b><span>World Food Prize f\u00fcr die orangefleischige S\u00fc\u00dfkartoffel<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>ca. 13 \u00b0C<\/b><span>Lagertemperatur - der K\u00fchlschrank ist zu kalt<\/span><\/div>\n<div class=\"ea-zahl\"><b>50 - 80<\/b><span>glyk\u00e4mischer Index, je nach Garmethode<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"inhalt\">\n<h2><span>Ingredients<\/span>Warum Kochen und Backen verschiedene Lebensmittel ergeben<\/h2>\n<p>S\u00fc\u00dfkartoffeln gelten als die \u201ebessere\u201c Kartoffel f\u00fcr den Blutzucker. Das stimmt - aber nur, wenn man sie kocht. Der Grund ist ein Enzym: Beta-Amylase. Es baut St\u00e4rke zu Maltose ab, also zu Zucker, und es arbeitet am besten in einem Temperaturfenster um die f\u00fcnfundsechzig bis f\u00fcnfundsiebzig Grad. Beim langsamen Backen im Ofen durchl\u00e4uft die Knolle dieses Fenster \u00fcber eine lange Zeit, das Enzym arbeitet die ganze Strecke mit, und am Ende ist ein erheblicher Teil der St\u00e4rke in Zucker verwandelt. Das ist der Grund, warum gebackene S\u00fc\u00dfkartoffeln karamellig s\u00fc\u00df schmecken und weich werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr den glyk\u00e4mischen Index hei\u00dft das: Gekochte S\u00fc\u00dfkartoffel liegt je nach Untersuchung bei etwa f\u00fcnfzig, gebackene deutlich h\u00f6her, in manchen Messungen \u00fcber achtzig. Wer wegen des Blutzuckers zur S\u00fc\u00dfkartoffel greift, sollte sie also kochen oder d\u00e4mpfen statt sie lange im Ofen zu backen - oder wenigstens wissen, dass der Ofen das Gegenteil von dem tut, was erwartet wird.<\/p>\n<p>Das Beta-Carotin ist fettl\u00f6slich. Ohne Fett wird nur ein Bruchteil aufgenommen; mit etwas \u00d6l, Butter, N\u00fcssen oder Avocado dazu steigt die Aufnahme erheblich. Das ist eine der wenigen K\u00fcchenregeln, die in Studien klar best\u00e4tigt ist - und ein Grund, S\u00fc\u00dfkartoffelp\u00fcree nicht fettfrei zu machen.<\/p>\n<p>Zur Lagerung gibt es eine Regel, die viele Menschen nicht kennen und die den Unterschied zwischen einer guten und einer ungenie\u00dfbaren Knolle ausmacht: S\u00fc\u00dfkartoffeln geh\u00f6ren nicht in den K\u00fchlschrank. Unter etwa zehn Grad erleiden sie einen K\u00e4lteschaden - sie entwickeln harte, nicht weich kochende Stellen und einen muffigen Beigeschmack. Der richtige Ort ist dunkel, luftig und bei etwa dreizehn bis sechzehn Grad, also eher Vorratsraum oder Keller als K\u00fcchenschrank \u00fcber dem Herd. Kommerziell werden sie nach der Ernte au\u00dferdem \u201eausgeh\u00e4rtet\u201c: eine Woche bei rund neunundzwanzig Grad und hoher Luftfeuchte, damit die Schale Verletzungen verschlie\u00dft und die Knolle monatelang haltbar wird.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"kombi\">\n<h2><span>Verst\u00e4rkte Kombinationen<\/span>Womit sie zusammenarbeitet<\/h2>\n<p>Zwei Dinge bestimmen, was aus einer S\u00fc\u00dfkartoffel wird: ob Fett dabei ist, und wie stark sie erhitzt wird.<\/p>\n<div class=\"ea-kombi\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Fett<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">S\u00fc\u00dfkartoffel + \u00d6l, Butter oder N\u00fcsse<\/div>\n<p>Beta-Carotin ist fettl\u00f6slich. Ohne Fett bleibt der gr\u00f6\u00dfte Teil ungenutzt - der wichtigste Punkt auf dieser Seite.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Sch\u00e4rfe<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">S\u00fc\u00dfkartoffel + Chili oder Paprika<\/div>\n<p>Die S\u00fc\u00dfe vertr\u00e4gt Sch\u00e4rfe au\u00dfergew\u00f6hnlich gut und wird dadurch erst zu einem herzhaften Gericht.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Erdig<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">S\u00fc\u00dfkartoffel + Kreuzk\u00fcmmel und Koriander<\/div>\n<p>Die Standardw\u00fcrzung aus der nordafrikanischen und indischen K\u00fcche - sie nimmt der S\u00fc\u00dfe die Eindimensionalit\u00e4t.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">S\u00e4ure<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">S\u00fc\u00dfkartoffel + Limette oder Joghurt<\/div>\n<p>S\u00e4ure ist der Gegenspieler der S\u00fc\u00dfe und macht Ofengem\u00fcse rund.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Blattgr\u00fcn<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">S\u00fc\u00dfkartoffel + Gr\u00fcnkohl oder Spinat<\/div>\n<p>Optisch und ern\u00e4hrungsphysiologisch eine gute Kombination: Carotinoide aus beiden, Fett bringt sie in den K\u00f6rper.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Schale<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">S\u00fc\u00dfkartoffel + Schale mitessen<\/div>\n<p>Gut gewaschen bleibt die Schale dran - dort sitzen ein Teil der Ballaststoffe und der Phenole.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h3 class=\"ea-beisst-h\"><span>Was sich bei\u00dft<\/span>Diese Kombinationen lieber lassen<\/h3>\n<div class=\"ea-kombi beisst\">\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Blutzucker<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">S\u00fc\u00dfkartoffel + langes Backen<\/div>\n<p>Beta-Amylase verwandelt St\u00e4rke in Zucker. Wer den niedrigen GI will, kocht oder d\u00e4mpft statt zu backen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">K\u00e4lte<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">S\u00fc\u00dfkartoffel + K\u00fchlschrank<\/div>\n<p>Unter zehn Grad entsteht ein K\u00e4lteschaden: harte Stellen, muffiger Geschmack. Dunkel und k\u00fchl, aber nicht kalt lagern.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Erwartung<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">S\u00fc\u00dfkartoffel + \u201eDi\u00e4tkartoffel\u201c<\/div>\n<p>Sie ist trotz allem ein st\u00e4rkereiches Grundnahrungsmittel mit \u00e4hnlicher Kaloriendichte wie die Kartoffel. Der Vorteil liegt im Carotinoidgehalt, nicht in der Kalorienzahl.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Fettfrei<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">S\u00fc\u00dfkartoffel + Zubereitung ohne jedes Fett<\/div>\n<p>Dann geht der wichtigste Inhaltsstoff weitgehend verloren.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Nieren<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">S\u00fc\u00dfkartoffel + Oxalat-Steinleiden<\/div>\n<p>Der Oxalatgehalt ist relevant. Bei wiederkehrenden Calciumoxalat-Steinen \u00e4rztlich kl\u00e4ren.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"c\"><span class=\"tag\">Dunkel ger\u00f6stet<\/span><\/p>\n<div class=\"mit\">S\u00fc\u00dfkartoffel + sehr hohe Ofentemperatur<\/div>\n<p>Stark gebr\u00e4unte Pommes bilden Acrylamid. Goldgelb statt dunkelbraun - dieselbe Regel wie bei Kartoffeln.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"gerichte\">\n<h2><span>In der K\u00fcche<\/span>Was mit ihr geht<\/h2>\n<ul class=\"ea-gerichte\">\n<li><span class=\"g\">Ofengem\u00fcse<\/span><span class=\"w\">In Spalten mit \u00d6l, Kreuzk\u00fcmmel und Paprika bei 200 Grad.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Ged\u00e4mpft<\/span><span class=\"w\">Die Variante mit dem niedrigsten glyk\u00e4mischen Index.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">P\u00fcree<\/span><span class=\"w\">Mit Butter oder Kokosmilch, Muskat und Limettenabrieb.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Suppe<\/span><span class=\"w\">Mit Ingwer, Kokosmilch und Chili - ein Klassiker.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Curry<\/span><span class=\"w\">H\u00e4lt beim Schmoren die Form besser als Kartoffel.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Pommes<\/span><span class=\"w\">Goldgelb, nicht dunkel - wegen Acrylamid.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Gef\u00fcllt<\/span><span class=\"w\">Ganz gebacken, aufgeschnitten, mit Bohnen und Joghurt gef\u00fcllt.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Mit Gr\u00fcnkohl<\/span><span class=\"w\">Ofenblech mit Kichererbsen und Tahinisauce.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">R\u00f6sti<\/span><span class=\"w\">Grob geraspelt, mit Ei gebunden, in der Pfanne.<\/span><\/li>\n<li><span class=\"g\">Bl\u00e4tter<\/span><span class=\"w\">Wer selbst anbaut: die jungen Bl\u00e4tter wie Spinat d\u00fcnsten.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"ea-tipp\"><b>Faustregel:<\/b> Wenn du sie wegen des Blutzuckers isst, koche oder d\u00e4mpfe sie. Wenn du sie wegen des Geschmacks isst, backe sie langsam im Ofen. Beides ist richtig - aber es ist nicht dasselbe Lebensmittel, und der Unterschied entsteht erst beim Garen.<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"hausmittel\">\n<h2><span>Als Hausmittel<\/span>S\u00fc\u00dfkartoffeln richtig lagern<\/h2>\n<div class=\"ea-rezept\">\n<div>\n<div class=\"k\">So geht&#8217;s<\/div>\n<h3>Die Knolle, die den K\u00fchlschrank hasst<\/h3>\n<ol>\n<li>Beim Kauf auf feste, glatte Knollen ohne weiche Stellen, Schimmel oder ausgetriebene Augen achten. Kleine Risse in der Schale sind normal und kein Problem.<\/li>\n<li>Nicht waschen. Feuchtigkeit f\u00f6rdert Schimmel; Erde bleibt dran, bis die Knolle verwendet wird.<\/li>\n<li>Kleine Schnittstellen selbst \u201eaush\u00e4rten\u201c: die Knollen f\u00fcr drei bis sieben Tage warm - ideal um die 25 bis 29 Grad - und feucht lagern, etwa in einer Papiert\u00fcte an einem warmen Ort. Die Schale verschlie\u00dft Verletzungen von selbst, und die Haltbarkeit steigt erheblich.<\/li>\n<li>Danach dunkel, luftig und bei etwa 13 bis 16 Grad aufbewahren: Keller, Speisekammer oder ein k\u00fchler Flurschrank. In einem Korb oder einer Papiert\u00fcte, nie im geschlossenen Plastikbeutel.<\/li>\n<li>Auf keinen Fall in den K\u00fchlschrank. Unter etwa zehn Grad entsteht ein K\u00e4lteschaden - die Knolle bekommt harte Stellen, die auch beim Kochen nicht weich werden, und einen muffigen Beigeschmack. Das ist irreversibel.<\/li>\n<li>Nicht neben \u00c4pfel oder Birnen legen. Deren Ethylen l\u00e4sst S\u00fc\u00dfkartoffeln schneller austreiben und bitter werden. So gelagert halten sie mehrere Monate.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"k\">Wof\u00fcr<\/div>\n<p>F\u00fcr alle, die schon einmal eine S\u00fc\u00dfkartoffel gekocht haben, die trotz langer Garzeit hart und seltsam schmeckte - das war fast immer der K\u00fchlschrank.<\/p>\n<div class=\"k\" style=\"margin-top:14px\">Menge<\/div>\n<p>Ein Lebensmittel ohne Dosierungsregel. Wer sehr gro\u00dfe Mengen orangefleischiger Sorten isst, kann eine harmlose Gelbf\u00e4rbung der Haut entwickeln (Carotinodermie) - das ist kein Schaden und verschwindet von selbst.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"tradition\">\n<h2><span>Ayurveda &amp; TCM<\/span>Was die alten Systeme sagen<\/h2>\n<div class=\"ea-trad\">\n<div>\n<h3>Ayurveda<\/h3>\n<p>Die S\u00fc\u00dfkartoffel ist in Indien seit der Kolonialzeit verbreitet und wird in der ayurvedischen Di\u00e4tetik als s\u00fc\u00df, schwer und n\u00e4hrend eingeordnet - also <em>vata<\/em>-beruhigend und aufbauend, aber f\u00fcr <em>kapha<\/em>-Konstitutionen eher in Ma\u00dfen. In Nordindien ist die ger\u00f6stete <em>shakarkandi<\/em> ein Stra\u00dfenessen der Wintermonate, klassisch mit Chaat-Masala, Limette und Salz - eine Kombination, die genau das tut, was auch die moderne K\u00fcche empfiehlt: S\u00e4ure und Sch\u00e4rfe gegen die S\u00fc\u00dfe.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h3>Traditional Chinese Medicine<\/h3>\n<p>In der chinesischen Di\u00e4tetik gilt die S\u00fc\u00dfkartoffel - <em>Fan Shu<\/em> oder <em>Di Gua<\/em> - als s\u00fc\u00df und neutral bis leicht w\u00e4rmend, mit Bezug zu Milz, Magen und Niere. Sie wird als Qi-aufbauend und die Mitte st\u00e4rkend beschrieben und geh\u00f6rt zu den klassischen Speisen f\u00fcr Menschen mit schwacher Verdauung. In China ist sie kein exotisches Gem\u00fcse, sondern eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel \u00fcberhaupt; ger\u00f6stete S\u00fc\u00dfkartoffeln aus dem Stra\u00dfenofen sind dort ein Winterbild wie bei uns die Maronen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"warn\">\n<h2><span>Warnhinweise<\/span>Wann du aufpassen solltest<\/h2>\n<div class=\"ea-warn\">\n<h3>Bitte beachten<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Nicht in den K\u00fchlschrank:<\/strong> Unter etwa zehn Grad entsteht ein irreversibler K\u00e4lteschaden - harte Stellen und muffiger Geschmack.<\/li>\n<li><strong>Backen erh\u00f6ht den glyk\u00e4mischen Index:<\/strong> Beta-Amylase verwandelt beim langsamen Backen St\u00e4rke in Zucker. Wer den Blutzucker im Blick hat, kocht oder d\u00e4mpft.<\/li>\n<li><strong>Fett geh\u00f6rt dazu:<\/strong> Beta-Carotin ist fettl\u00f6slich. Ohne Fett wird nur ein kleiner Teil aufgenommen.<\/li>\n<li><strong>Oxalat:<\/strong> Der Gehalt ist relevant. Bei wiederkehrenden Calciumoxalat-Nierensteinen \u00e4rztlich abkl\u00e4ren.<\/li>\n<li><strong>Acrylamid:<\/strong> Stark gebr\u00e4unte S\u00fc\u00dfkartoffelpommes bilden wie Kartoffelpommes Acrylamid. Goldgelb statt dunkelbraun.<\/li>\n<li><strong>Kein Di\u00e4twunder:<\/strong> Die S\u00fc\u00dfkartoffel ist ein st\u00e4rkereiches Grundnahrungsmittel. Ihr Vorteil liegt beim Beta-Carotin, nicht bei den Kalorien.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Diese Seite informiert und ersetzt keine \u00e4rztliche Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden bitte abkl\u00e4ren lassen.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k\" id=\"passend\">\n<h2><span>Passend zum Thema<\/span>Weiterlesen und mitkochen<\/h2>\n<div class=\"ea-passend\"><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/gruenkohl-brassica-oleracea-sabellica\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Kale<\/span><span class=\"d\">Der Partner auf demselben Ofenblech - und ein Carotinoid-Lieferant.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/kreuzkuemmel-cuminum-cyminum\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">cumin<\/span><span class=\"d\">Die Standardw\u00fcrzung, die der S\u00fc\u00dfe die Eindimensionalit\u00e4t nimmt.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/wiki-archiv\/ingwer-zingiber-officinale\/\"><span class=\"art\">Archiv<\/span><span class=\"n\">Ginger<\/span><span class=\"d\">F\u00fcr S\u00fc\u00dfkartoffel-Kokos-Suppe - und mit eigener Monographie.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/kokosoel-nativ\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">virgin coconut oil<\/span><span class=\"d\">Das Fett, das die Carotinoide verf\u00fcgbar macht.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/kurkuma-gemahlen\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">ground turmeric<\/span><span class=\"d\">F\u00fcr Ofengem\u00fcse und Currys.<\/span><\/a><a href=\"\/en\/product\/schwarzer-pfeffer-ganz\/\"><span class=\"art\">Shop<\/span><span class=\"n\">whole black peppercorns<\/span><span class=\"d\">Der Standardpartner in jeder Gew\u00fcrzmischung.<\/span><\/a><\/div>\n<p class=\"ea-hinw\">Shop-Links f\u00fchren zu unseren Produktseiten; dort ist gekennzeichnet, wenn ein Partner beteiligt ist.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"ea-k ea-quellen\" id=\"quellen\">\n<h2><span>Sources<\/span>Worauf sich das st\u00fctzt<\/h2>\n<ol>\n<li>Low J.W. et al.: A food-based approach introducing orange-fleshed sweet potatoes increased vitamin A intake and serum retinol concentrations in young children in rural Mozambique. Journal of Nutrition 2007.<\/li>\n<li>World Food Prize Foundation: Laureates 2016 - biofortified orange-fleshed sweet potato.<\/li>\n<li>Bahado-Singh P.S. et al.: Relationship between processing method and the glycemic indices of ten sweet potato cultivars. British Journal of Nutrition 2011.<\/li>\n<li>Mu\u00f1oz-Rodr\u00edguez P. et al.: Reconciling conflicting phylogenies in the origin of sweet potato and dispersal to Polynesia. Current Biology 2018.<\/li>\n<li>USDA Agricultural Handbook 66: The Commercial Storage of Fruits, Vegetables, and Florist and Nursery Stocks - Kapitel Sweetpotato (Curing und Chilling Injury).<\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S\u00fc\u00dfkartoffel (Ipomoea batatas) Botanischer Name Ipomoea batatasWindengew\u00e4chs (Convolvulaceae) Verwandtschaft keine Kartoffelund auch kein Yams Beta-Carotin bis \u00fcber 10 mg\/100 gin orangefleischigen Sorten Glyk\u00e4mischer Index abh\u00e4ngig vom Garengekocht deutlich niedriger als gebacken Bl\u00e4tter essbarin Afrika und Asien ein Blattgem\u00fcse Lagerung nicht in den K\u00fchlschrankK\u00e4lte macht sie hart und ranzig im Geschmack Auf dieser Seite HerkunftNutzenInhaltsstoffeVerst\u00e4rkte Kombis<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":9935,"parent":5278,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-8407","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/8407","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8407"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/8407\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9940,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/8407\/revisions\/9940"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5278"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9935"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/edenshealth.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8407"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}