Lateinischer Name: Fomitopsis betulina

Herkunft
Der Birkenporling, auch als „Ötzi-Pilz“ bekannt, wächst ausschließlich an Birken. Berühmtheit erlangte er, weil die 5300 Jahre alte Gletschermumie Ötzi zwei Exemplare bei sich trug – ein früher Beleg für seine antibakterielle Nutzung, vermutlich als natürliches Wurmmittel.
Verwendung in der Küche
Aufgrund seines bitteren Geschmacks und der zähen, korkartigen Konsistenz wird der Birkenporling nicht als Speisepilz verwendet. Er wird getrocknet, zerkleinert und als Tee oder Pulver zubereitet.
Anwendung als Heilmittel
In der Volksheilkunde Russlands, Tschechiens, Sibiriens, Rumäniens und des Baltikums hat der Birkenporling einen festen Platz und wird traditionell bei Entzündungen, Hautproblemen und zur Wundbehandlung eingesetzt.
Gesundheitlicher Nutzen
Dem Birkenporling werden entzündungshemmende, antioxidative, antibakterielle und schmerzlindernde Eigenschaften zugeschrieben. Die enthaltene Agaricinsäure war in der Volksmedizin traditionell auch als Mittel gegen Darmparasiten bekannt.
Inhaltsstoffe
Agaricinsäure, verschiedene Triterpene sowie Polysaccharide mit antibakteriellen und antioxidativen Eigenschaften.
Traditionelle Chinesische Medizin
Der Birkenporling ist kein historischer Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin, da er vor allem in den nordeuropäischen und sibirischen Volksheilkunden verwurzelt ist.
Ayurvedische Medizin
Der Birkenporling hat keine Tradition in der ayurvedischen Medizin, da die Birke im indischen Kulturraum nicht heimisch ist.
Wirkungsverstärkende Kombinationen
Wird in der osteuropäischen Volksheilkunde traditionell mit Kamille oder Ringelblume zu Umschlägen kombiniert, um die hautberuhigende Wirkung zu verstärken.
Warnhinweise
Die enthaltene Agaricinsäure kann in hohen Dosen abführend wirken – bei empfindlichem Magen-Darm-Trakt vorsichtig dosieren und bei Unsicherheit ärztlichen Rat einholen.

