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Häufige Mangelerscheinungen bei Hund & Katze
Nährstoffmängel entstehen bei Haustieren heute selten durch zu wenig Futter, sondern meist durch unausgewogene selbst zusammengestellte Rationen – gerade im Rahmen gut gemeinter, aber fachlich ungeprüfter BARF- oder Hausmannskost-Konzepte.
Taurin-Mangel bei Katzen
Da Katzen Taurin nicht selbst in ausreichender Menge bilden können, führt ein Mangel – etwa durch stark pflanzenbasierte oder falsch gelagerte/verarbeitete Rationen – zu dilatativer Kardiomyopathie (Herzmuskelschwäche) und Netzhautschäden. Dies ist einer der am besten dokumentierten Ernährungsmängel in der Kleintiermedizin.
Kalzium-Phosphor-Ungleichgewicht bei wachsenden Hunden
Besonders bei großwüchsigen Welpen kann ein falsches Verhältnis von Kalzium zu Phosphor (z. B. durch zu viel oder zu wenig Knochenanteil bei Rohfütterung) zu Skelettfehlbildungen führen. Wachstumsphasen erfordern besonders sorgfältig kalkulierte Rationen.
Omega-3-Mangel
Ein Mangel an langkettigen Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) äußert sich häufig zuerst am Fell (stumpf, schuppig) und kann entzündliche Prozesse, etwa an Gelenken, begünstigen.
Vitamin-A-Ungleichgewicht bei Katzen
Da Katzen kein pflanzliches Beta-Carotin in Vitamin A umwandeln können, müssen sie es direkt über tierische Quellen (z. B. Leber) aufnehmen – sowohl ein Mangel als auch eine Überdosierung (bei übermäßiger Leberfütterung) sind möglich und gesundheitsschädlich.
Was hilft
Die WSAVA empfiehlt, jede individuell zusammengestellte Ration von einer veterinärmedizinischen Ernährungsberatung rechnen zu lassen, statt sich allein auf Online-Rezepte zu verlassen.
Diese Inhalte dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Anliegen deines Tieres wende dich bitte an einen Tierarzt oder eine Tierklinik.


