Eichhase (Polyporus umbellatus)

Lateinischer Name: Polyporus umbellatus

Eichhase

Herkunft

Der Eichhase, in der Traditionellen Chinesischen Medizin als „Zhu Ling“ bekannt, wächst an den Wurzeln von Laubbäumen, insbesondere Eichen. Bereits vor über 2000 Jahren wurde er im chinesischen Kompendium „Arzneimittel des frommen Bauern“ (Shen Nong Ben Cao Jing) erwähnt.

Verwendung in der Küche

Der Eichhase wird kaum als klassischer Speisepilz genutzt, da sein unterirdisch wachsendes Sklerotium vor allem für medizinische Zubereitungen wie Dekokte (Abkochungen) verwendet wird.

Anwendung als Heilmittel

In der chinesischen Medizin wird der Eichhase traditionell als natürliches Diuretikum eingesetzt, das im Gegensatz zu vielen synthetischen Mitteln ohne relevante Nebenwirkungen auskommt. Er wird zur Unterstützung bei Wassereinlagerungen und Ödemen genutzt.

Gesundheitlicher Nutzen

Moderne Studien untersuchen die harntreibende Wirkung des Eichhasen sowie seinen Einfluss auf den Lymphfluss. Traditionell wird er zudem bei Gelbsucht und Durchfall eingesetzt.

Inhaltsstoffe

Polysaccharide (insbesondere Polyporus-Polysaccharide), Ergosterol sowie verschiedene organische Säuren.

Traditionelle Chinesische Medizin

In der Traditionellen Chinesischen Medizin zählt der Eichhase (Zhu Ling) zu den klassischen wassertreibenden Arzneien und ist in der chinesischen Pharmakopoeia 2010 offiziell gelistet. Er wird zur Regulierung des Lymphflusses und bei akuter Nierenentzündung eingesetzt.

Ayurvedische Medizin

Der Eichhase ist kein Bestandteil der ayurvedischen Medizin, da er historisch ausschließlich im ostasiatischen Raum verwendet wurde.

Wirkungsverstärkende Kombinationen

Wird in der TCM häufig mit Poria cocos (Fu Ling) kombiniert, da beide Pilze eine wassertreibende Wirkung besitzen und sich in ihrer Wirkweise ergänzen.

Warnhinweise

Aufgrund seiner harntreibenden Wirkung sollte der Eichhase bei bestehenden Nierenerkrankungen oder gleichzeitiger Einnahme von Diuretika nur nach ärztlicher Rücksprache verwendet werden, um eine übermäßige Flüssigkeits- oder Elektrolytausscheidung zu vermeiden.