Krebserkrankungen
Eine Krebsdiagnose verändert vieles – für Betroffene und Angehörige. Diese Seite bietet eine erste Orientierung zu begleitenden Maßnahmen aus dem Bereich Ernährung und Lebensstil. Sie ersetzt keine onkologische Behandlung und keine ärztliche Beratung.
Schulmedizinische Behandlung steht im Mittelpunkt
Die Therapie einer Krebserkrankung gehört in die Hände eines onkologischen Fachteams. Operative Verfahren, Chemotherapie, Strahlentherapie, Immuntherapie und zielgerichtete Therapien werden heute individuell auf den jeweiligen Tumortyp und -stadium abgestimmt und sind die Grundlage jeder Behandlung. Alles, was auf dieser Seite beschrieben wird, kann diese Behandlung allenfalls begleiten – niemals ersetzen.
Ernährung als Begleitung
Eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung kann helfen, Körpergewicht und Kraft während belastender Therapiephasen zu erhalten. Häufig empfohlen werden viel Gemüse und Obst, ausreichend Eiweiß (z. B. aus Hülsenfrüchten, Fisch, magerem Fleisch), Vollkornprodukte und der Verzicht auf Alkohol und stark verarbeitete Lebensmittel. Bei Appetitlosigkeit oder Gewichtsverlust sollte frühzeitig eine onkologische Ernährungsberatung einbezogen werden.
Bewegung und Erholung
Moderate Bewegung – etwa Spaziergänge, leichtes Krafttraining oder Yoga – wird in Studien mit weniger therapiebedingter Erschöpfung (Fatigue) und besserer Lebensqualität in Verbindung gebracht. Das Maß richtet sich immer nach der individuellen Belastbarkeit und sollte mit dem Behandlungsteam abgestimmt werden.
Psychische Unterstützung
Die psychische Belastung einer Krebsdiagnose wird oft unterschätzt. Psychoonkologische Beratung, Selbsthilfegruppen und der offene Austausch mit Angehörigen können helfen, die Erkrankung zu verarbeiten. Viele Krebszentren bieten psychoonkologische Betreuung kostenfrei an – ein Hinweis beim Behandlungsteam lohnt sich.
Wichtiger Hinweis
Nahrungsergänzungsmittel, Kräuter und Heilpflanzen können mit Chemotherapie, Bestrahlung oder Immuntherapie in Wechselwirkung treten und deren Wirksamkeit beeinträchtigen. Bitte niemals ohne Rücksprache mit dem behandelnden onkologischen Team eigenständig Präparate einnehmen – auch keine pflanzlichen. Mehr dazu auf unserer Seite zu Wechselwirkungen & gefährlichen Kombinationen.
Anlaufstellen
Der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums bietet kostenlose, unabhängige Beratung: täglich 8–20 Uhr unter 0800 420 30 40 oder unter krebsinformationsdienst.de. Auch die Deutsche Krebshilfe (krebshilfe.de) vermittelt Beratung und Unterstützung in der Nähe. In der Schweiz bietet die Krebsliga Schweiz kostenlose, vertrauliche Beratung: über die Krebstelefon-Nummer 0800 11 88 11 oder unter krebsliga.ch – dort auch Kontakt zu den kantonalen Krebsligen vor Ort.


