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Ernährungsgrundlagen für Hunde

Hunde sind sogenannte fakultative Fleischfresser: Sie stammen vom Wolf ab, haben sich aber über Jahrtausende an ein breiteres, teils pflanzliches Nahrungsspektrum angepasst. Anders als bei Katzen ist eine ausgewogene Ernährung mit tierischem und pflanzlichem Anteil grundsätzlich möglich – die Betonung liegt auf ausgewogen.

Was eine vollwertige Ernährung ausmacht

Die World Small Animal Veterinary Association (WSAVA) empfiehlt, Ernährung als „fünftes Vitalzeichen“ neben Temperatur, Puls, Atmung und Schmerz zu betrachten. Ihre Global Nutrition Guidelines gelten international als Goldstandard für die Beurteilung, ob eine Ration wirklich vollständig und ausgewogen ist – unabhängig davon, ob Fertigfutter, selbst gekocht oder BARF gefüttert wird.

Rohfütterung (BARF) – mit Vorsicht betrachten

Roh gefütterte Rationen sind bei ganzheitlich orientierten Halterinnen und Haltern beliebt, bergen aber reale Risiken: mögliches Ungleichgewicht bei Kalzium/Phosphor (v. a. bei wachsenden Welpen), Nährstofflücken ohne professionelle Rezeptur sowie ein erhöhtes Risiko für Salmonellen und andere Keime. Wer roh füttern möchte, sollte die Ration von einer veterinärmedizinischen Ernährungsberatung prüfen lassen.

Ganzheitliche Ergänzungen, die sinnvoll sein können

Frisches, gekochtes Gemüse (Kürbis, Karotte, Zucchini) als Ballaststoffquelle, hochwertige Omega-3-Fettsäuren für Fell und Gelenke, sowie der bewusste Verzicht auf gewürzte oder zwiebelhaltige Tafelreste. Wichtig: „Für den Menschen gesund“ bedeutet nicht automatisch „für den Hund unbedenklich“ – mehr dazu in unserer Gift- und Tabuliste.

Wichtiger Hinweis
Diese Inhalte dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Anliegen deines Tieres wende dich bitte an einen Tierarzt oder eine Tierklinik.

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