Zunderschwamm (Fomes fomentarius)

Lateinischer Name: Fomes fomentarius

Zunderschwamm

Herkunft

Der Zunderschwamm ist ein weitverbreiteter Baumpilz, der vor allem auf Buchen und Birken wächst. Seine Nutzung reicht rund 10.000 Jahre zurück – ursprünglich vor allem zur Feuererzeugung, da sein trockenes Fruchtfleisch („Zunder“) leicht Funken auffängt. Bereits Ötzi, die 5300 Jahre alte Gletschermumie, führte Zunderschwamm-Präparate mit sich.

Verwendung in der Küche

Der Zunderschwamm hat ein zähes, holziges Fruchtfleisch und wird in der modernen Küche nicht als Speisepilz verwendet. Seine Nutzung beschränkt sich auf medizinische Zubereitungen wie Tees und Extrakte aus dem getrockneten, gemahlenen Fruchtkörper.

Anwendung als Heilmittel

Bereits der griechische Arzt Hippokrates dokumentierte um 370 v. Chr. die blutstillende und antiseptische Nutzung des Zunderschwamms bei Wunden. Im Mittelalter dienten sogenannte „Zunderlappen“ – aus dem inneren Fruchtfleisch hergestellt – als Wundverband.

Gesundheitlicher Nutzen

Dem Zunderschwamm werden antivirale, entzündungshemmende und blutstillende Eigenschaften zugeschrieben. In der chinesischen Volksmedizin wird er heute ergänzend bei Lungenerkrankungen und Asthma eingesetzt.

Inhaltsstoffe

Verschiedene Triterpene und Polysaccharide, denen antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden.

Traditionelle Chinesische Medizin

In der chinesischen Volksmedizin wird der Zunderschwamm traditionell bei Lungenerkrankungen, Asthma und Magenbeschwerden eingesetzt und gilt als stärkend für die Atemwege.

Ayurvedische Medizin

Der Zunderschwamm ist kein Bestandteil der ayurvedischen Medizin, da er in dieser Tradition historisch nicht dokumentiert ist.

Wirkungsverstärkende Kombinationen

Wird in Volksheilkunde-Rezepturen häufig mit Honig kombiniert, um die reizlindernde Wirkung bei Atemwegsbeschwerden zu unterstützen.

Warnhinweise

Der Zunderschwamm ist roh nicht zum Verzehr geeignet und sollte nur als geprüftes Fertigpräparat oder nach fachkundiger Anleitung verwendet werden. Bei bestehenden Erkrankungen der Atemwege vor Anwendung ärztlichen Rat einholen.