Lateinischer Name: Trametes versicolor

Herkunft
Die Schmetterlingstramete, im Englischen „Turkey Tail“ genannt, ist einer der weltweit am häufigsten vorkommenden Baumpilze und wächst auf abgestorbenem Laubholz auf nahezu allen Kontinenten. Ihre auffällig gebänderten, fächerförmigen Fruchtkörper erinnern an die Federn eines Truthahns oder Schmetterlingsflügel, daher der Name.
Verwendung in der Küche
Aufgrund ihrer zähen, ledrigen Konsistenz eignet sich die Schmetterlingstramete nicht zum direkten Verzehr als Speisepilz. Sie wird stattdessen getrocknet, gemahlen und als Pulver in Tees, Suppen oder Smoothies verwendet.
Anwendung als Heilmittel
In Japan ist der aus der Schmetterlingstramete gewonnene Wirkstoff PSK (Krestin) seit Jahrzehnten als begleitendes Mittel in der Krebstherapie zugelassen und wird dort teils sogar von der Krankenkasse erstattet. In China wird die verwandte Fraktion PSP ähnlich eingesetzt. In Europa gilt die Schmetterlingstramete bislang nicht als zugelassenes Arzneimittel, sondern als Nahrungsergänzungsmittel.
Gesundheitlicher Nutzen
Der Schmetterlingstramete wird eine immunmodulierende Wirkung zugeschrieben, die in wissenschaftlichen Studien vor allem im Zusammenhang mit ergänzenden Ansätzen bei Infektanfälligkeit und geschwächtem Immunsystem untersucht wird.
Inhaltsstoffe
Die Polysaccharid-Peptide PSK (Krestin) und PSP, die zu den am intensivsten erforschten Wirkstoffen aus Vitalpilzen überhaupt zählen, sowie zahlreiche weitere Beta-Glucane.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird die Schmetterlingstramete als „Yun Zhi“ bezeichnet und traditionell zur Stärkung des Qi sowie zur Unterstützung von Leber und Milz eingesetzt.
Ayurvedische Medizin
Die Schmetterlingstramete ist kein Bestandteil der klassischen ayurvedischen Medizin und findet sich nicht in den traditionellen indischen Schriften.
Wirkungsverstärkende Kombinationen
Wird oft mit Reishi und Shiitake zu einer Drei-Pilz-Mischung kombiniert, die in der Mykotherapie zur breiten Unterstützung des Immunsystems genutzt wird.
Warnhinweise
In Europa ist die Schmetterlingstramete bislang nicht als Arzneimittel zugelassen – bei bestehenden Erkrankungen, insbesondere im Zusammenhang mit einer Krebstherapie, sollte die Einnahme grundsätzlich vorher mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden, um Wechselwirkungen auszuschließen.

