Chiasamen

Bio-Chiasamen, ganze Saat.

Die Samen der Chia-Pflanze (Salvia hispanica), eine der ältesten Kulturpflanzen Mittelamerikas und heute in fast jeder Küche zu finden.

Auf einen Blick

  • Pflanze: Salvia hispanica, Chia, ein Lippenblütler und naher Verwandter des Salbeis
  • Verwendeter Teil: der ganze Samen, ungemahlen oder geschrotet
  • Herkunft: ursprünglich Mexiko und Guatemala, heute auch Südamerika und Australien
  • Qualitätsmerkmal: Bio-Anbau, Reinheit der Partie und geringer Besatz an Fremdsamen
  • Tradition: Grundnahrungsmittel der Maya und Azteken, der Name stammt aus dem Nahuatl
Schwarz oder weiß: Beide Farbvarianten stammen von derselben Pflanze und unterscheiden sich in der Zusammensetzung praktisch nicht. Wer für weiße Chiasamen mehr bezahlt, bezahlt für die Optik, nicht für den Inhalt.

Was drinsteckt

Rund 30 % Fett, darin überwiegend Alpha-Linolensäure, eine pflanzliche Omega-3-Fettsäure. Dazu etwa 30 % Ballaststoffe, gut 20 % Eiweiß sowie Calcium, Magnesium und Eisen. Die äußere Samenschicht besteht aus Schleimstoffen, die mit Wasser ein Gel bilden. Genau das macht den Samen in der Küche so brauchbar und ist zugleich der Grund für den wichtigsten Sicherheitshinweis weiter unten.

Wie sie verwendet werden

Ein bis zwei Esslöffel im Verhältnis von etwa eins zu sechs in Wasser, Milch oder Pflanzendrink einrühren und zehn bis fünfzehn Minuten quellen lassen. Das Gel bindet in Teigen Flüssigkeit und ersetzt dort teilweise Ei. Geschrotet lassen sich die Samen besser aufschließen als ganz, dafür halten ganze Samen deutlich länger. Kühl, trocken und dunkel lagern, weil das enthaltene Öl mit der Zeit ranzig wird.

Zur Einordnung: Chiasamen sind in der EU als neuartiges Lebensmittel zugelassen, die Zulassung wurde seit der Ersterteilung mehrfach erweitert. Welche Angaben und Höchstmengenhinweise auf die Packung gehören, richtet sich nach der jeweils geltenden Fassung der Unionsliste. Das klären wir verbindlich mit dem Lieferanten, bevor wir liefern.

Gut zu wissen

  • Chiasamen niemals trocken schlucken und nicht ohne Flüssigkeit essen. Sie quellen stark und können bereits in der Speiseröhre aufquellen. Immer vorquellen lassen oder mit reichlich Flüssigkeit aufnehmen.
  • Die Ballaststoffmenge einschleichend steigern statt gleich mit einer großen Portion zu beginnen, das ist deutlich verträglicher.
  • Bei Verengungen im Magen-Darm-Trakt, bei Schluckbeschwerden oder unklaren Bauchbeschwerden sind quellende Samen nicht geeignet.
  • Bei gerinnungshemmender Medikation und vor Operationen die Aufnahme größerer Mengen ärztlich abklären.
  • Nichts für Haustiere. Dafür haben wir unseren Tiergesundheitsbereich.

Zu Salvia hispanica gibt es im Botanical Archiv noch kein eigenes Porträt. Es steht auf der Liste.

Die richtigen Lebensmittel kombiniertWas zusammen auf den Teller gehört, damit dein Körper auch aufnehmen kann, was drinsteckt
Nach oben