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Naturally relieve migraines & headaches

Migräne ist eine neurologische Erkrankung mit oft starken, wiederkehrenden Kopfschmerzattacken. Die S1-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) nennt Ernährung und bestimmte Nährstoffe als evidenzbasierten Baustein der Vorbeugung – als Ergänzung zu ärztlicher Betreuung, nicht als Ersatz.

Frau mit geschlossenen Augen entspannt

🧠 So funktioniert dein Kopf bei einer Migräne-Attacke

Das Gehirn selbst besitzt keine Schmerzrezeptoren – du könntest theoretisch direkt ins Hirngewebe stechen, ohne dass es wehtut. Der Migräne-Schmerz entsteht stattdessen in den Hirnhäuten (Meningen) und den Blutgefäßen, die sie durchziehen. Diese sind dicht mit Fasern des Trigeminusnervs versorgt – dem größten Hirnnerv, der normalerweise Reize aus dem Gesicht ans Gehirn meldet. Bei einer Migräne-Attacke wird genau dieses Netzwerk, das sogenannte trigeminovaskuläre System, überaktiv.

Eine Schlüsselrolle spielt dabei der Botenstoff CGRP (Calcitonin Gene-Related Peptide). Er wird während einer Attacke vermehrt ausgeschüttet, wirkt entzündungsfördernd und weitet die Blutgefäße in den Hirnhäuten. Das aktiviert das Ganglion trigeminale – den zentralen Knotenpunkt des Trigeminusnervs – und löst darüber die eigentliche Schmerzkaskade aus. CGRP ist mittlerweile so gut erforscht, dass es die Basis moderner Migräne-Medikamente (Antikörper gegen CGRP oder seinen Rezeptor) bildet.

Interessant: Der Prozess beginnt oft schon Stunden vor dem eigentlichen Kopfschmerz, im Hypothalamus – jenem Hirnbereich, der unter anderem Hunger, Schlaf und Stimmung reguliert. Seine Aktivierung sensibilisiert das trigeminovaskuläre System zunehmend, was erklärt, warum manche Menschen Vorboten wie Heißhunger, Gähnen oder Stimmungsschwankungen bemerken, bevor der Schmerz überhaupt einsetzt.

Genau an diesem System setzen auch viele natürliche Ansätze an – zum Beispiel Magnesium, das eine Rolle bei der neuronalen Erregbarkeit spielt und im nächsten Abschnitt genauer erklärt wird.

Magnesium – der meistuntersuchte Mineralstoff

Ein Magnesiummangel kann die Reizbarkeit von Nervenfasern erhöhen und Gefäßverengungen im Gehirn begünstigen – beides mögliche Migräne-Auslöser. Die DGN/DMKG-Leitlinie ordnet Magnesium als mögliche prophylaktische Option ein, weist aber auf die begrenzte Evidenzlage hin. Natürliche Magnesiumquellen sind grünes Blattgemüse, Mandeln, Vollkornprodukte, Naturreis, Quinoa, Hirse und Avocado.

Weitere Nährstoffe in den Leitlinien

Neben Magnesium nennt die DMKG auch Vitamin B2 (Riboflavin) und Coenzym Q10 als in Leitlinien erwähnte Ansätze zur präventiven Ernährungstherapie. Auch Omega-3-Fettsäuren aus Leinöl, Walnüssen oder fettem Fisch werden diskutiert.

Individuelle Trigger erkennen

Migräne-Auslöser sind sehr individuell und noch nicht abschließend erforscht. Ein Ernährungstagebuch über mehrere Wochen kann helfen, persönliche Muster zu erkennen, statt pauschale Verbotslisten zu befolgen.

Regelmäßigkeit als Schutzfaktor

Regelmäßige Mahlzeiten, ausreichend Flüssigkeit und ein stabiler Tagesrhythmus gelten neben der Nährstoffzufuhr als unterstützende Routine, da starke Blutzuckerschwankungen und Dehydrierung selbst als Auslöser gelten können.

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Important NOTE
Diese Inhalte dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine neurologische Diagnostik oder Migränetherapie. Bei häufigen, starken oder neu auftretenden Kopfschmerzen sowie vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln (z. B. hochdosiertes Magnesium) sprich bitte mit deiner Ärztin oder deinem Arzt – insbesondere bei bestehender Medikation.

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