Ashwagandha-Extrakt

KSM-66 oder vergleichbar, Withanolid-standardisiert.

Category:

Wurzelextrakt der Schlafbeere (Withania somnifera), in der ayurvedischen Tradition seit Jahrhunderten verwendet.

Auf einen Blick

  • Pflanze: Withania somnifera (Schlafbeere), ein Nachtschattengewächs
  • Verwendeter Teil: die Wurzel
  • Herkunft: trockene Regionen Indiens, heute auch Nordafrika
  • Standardisiert auf: Withanolide, meist 2,5 bis 5 %. KSM-66 und Sensoril sind Rohstoffmarken, keine Wirkversprechen
  • Tradition: fester Bestandteil des Ayurveda, dort als Rasayana geführt
Warum hier keine Wirkung steht: Für Ashwagandha gibt es in der EU keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe. Wir beschreiben deshalb Herkunft, Pflanzenteil, Inhaltsstoffe und Anwendung, aber keine Wirkung. Wo du im Netz anderes liest, ist es rechtlich nicht gedeckt.

Zum Porträt im Botanical Archiv →

Was drinsteckt

Kennzeichnend sind die Withanolide, eine Gruppe von Steroidlactonen. Auf ihren Anteil wird der Extrakt standardisiert, und genau diese Zahl solltest du auf dem Etikett suchen. Daneben enthält die Wurzel Alkaloide und Saponine. Bei einem Extrakt gehören außerdem das Extraktverhältnis und das verwendete Lösungsmittel auf die Packung, bei hochwertigen Produkten wird nur Wasser genutzt.

Wie es eingenommen wird

Übliche Herstellerangaben liegen bei 300 bis 600 mg Wurzelextrakt täglich, zu einer Mahlzeit. Die auf der Packung angegebene Tagesdosis nicht überschreiten. Ein Richtwert für eine gesundheitlich unbedenkliche Aufnahmemenge existiert nicht, dazu weiter unten mehr.

Wichtig zu wissen

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät seit September 2024 generell zur Zurückhaltung bei Ashwagandha-Präparaten. Wir geben das hier ungekürzt weiter, weil es die Kaufentscheidung betrifft.

  • Es liegen Fallberichte über Leberschäden vor, darunter auch akutes Leberversagen
  • Möglich sind außerdem Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Benommenheit, Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit und Hautausschläge
  • Beeinflusst werden können Blutzuckerspiegel, Sexualhormone, Cortisol sowie Schilddrüsen-, Nebennieren- und Leberfunktion
  • Nicht geeignet für Kinder, Schwangere und Stillende sowie für Menschen mit bestehender oder früherer Lebererkrankung
  • Bei Antidiabetika, Blutdrucksenkern oder Immunsuppressiva vorher ärztlich abklären
  • Ein Richtwert für eine unbedenkliche Aufnahmemenge ließ sich aus der Datenlage bisher nicht ableiten
  • Nicht für Haustiere: siehe unseren Tiergesundheitsbereich

Wie immer gilt: Nahrungsergänzung ist eine Ergänzung, kein Ersatz für gutes Essen und keine ärztliche Beratung. In Schwangerschaft und Stillzeit, bei Kindern, Vorerkrankungen oder Dauermedikation lohnt sich vorher ein kurzes Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt.

Die richtigen Lebensmittel kombiniertWas zusammen auf den Teller gehört, damit dein Körper auch aufnehmen kann, was drinsteckt
Go to Top