Kokosöl (Cocos nucifera)

Lateinischer Name: Cocos nucifera

Kokosnuss und Kokosöl

Herkunft

Kokosöl wird aus dem Fruchtfleisch (Kopra) der Kokosnuss gewonnen, einer Palme, die in tropischen Küstenregionen Südostasiens, der pazifischen Inseln, Indiens und Teilen Mittel- und Südamerikas beheimatet ist. Es zählt zu den ältesten pflanzlichen Ölen der Menschheitsgeschichte und wird seit Jahrtausenden in tropischen Kulturen für Ernährung, Körperpflege und traditionelle Medizin verwendet.

Verwendung in der Küche

Aufgrund seines hohen Anteils an gesättigten Fettsäuren ist Kokosöl hitzestabil und eignet sich gut zum Braten und Backen. Es verleiht Gerichten ein mildes, leicht nussig-süßes Aroma und wird häufig in der asiatischen und karibischen Küche sowie in veganer Ernährung als Butterersatz genutzt.

Anwendung als Heilmittel

Äußerlich als Feuchtigkeitsspende für trockene Haut und Haare, als Basis für Ölziehen (Oil Pulling) zur Mundhygiene sowie als natürlicher Make-up-Entferner und Massageöl.

Gesundheitlicher Nutzen

Enthält mittelkettige Fettsäuren, vor allem Laurinsäure, denen antimikrobielle Eigenschaften nachgesagt werden. Kann die Hautbarriere unterstützen und wird bei trockener, empfindlicher Haut geschätzt.

Inhaltsstoffe

Laurinsäure, Caprinsäure, Caprylsäure, Vitamin E

Traditionelle Chinesische Medizin

Kein traditioneller Bestandteil der chinesischen Medizin, wird in modernen Anwendungen aber gelegentlich als Trägeröl genutzt.

Ayurvedische Medizin

Fester Bestandteil der ayurvedischen Tradition, vor allem für Ölmassagen (Abhyanga) und Ölziehen; gilt als kühlend und Pitta-ausgleichend.

Wirkungsverstärkende Kombinationen

Mit ätherischem Teebaumöl bei unreiner Haut; mit Rosmarinöl als Haarkur.

Warnhinweise

Besteht hauptsächlich aus gesättigten Fettsäuren, in der Küche daher in Maßen verwenden. Kann bei Misch- und unreiner Haut komedogen wirken und Poren verstopfen.