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Gift- und Tabuliste für Hunde & Katzen

Diese Übersicht fasst nach der ASPCA (American Society for the Prevention of Cruelty to Animals) sowie tiermedizinischen Quellen bekannte Gefahrenquellen zusammen. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Giftige Lebensmittel

Schokolade, Kaffee, Koffein: enthalten Methylxanthine – können Erbrechen, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, Zittern bis hin zu Krampfanfällen auslösen.
Weintrauben & Rosinen: können bei Hunden akutes Nierenversagen auslösen – die genaue Ursache ist wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt, vermutet wird u. a. Weinsäure.
Zwiebel, Knoblauch, Lauch, Schnittlauch (Allium-Gewächse): schädigen rote Blutkörperchen und können zu Blutarmut führen – Katzen reagieren besonders empfindlich, aber auch Hunde sind gefährdet.
Xylit (Xylitol): Süßstoff in Kaugummi, Backwaren, manchen Erdnussbuttern – kann bei Hunden lebensgefährlichen Blutzuckerabfall und Leberschäden verursachen.
Macadamianüsse, Alkohol, Avocado, rohe Hefeteige gehören ebenfalls auf die Tabuliste.

Giftige Pflanzen – besonders für Katzen

Lilien (Asiatische Lilie, Oster-Lilie, Stargazer, Tigerlilie): für Katzen extrem gefährlich – bereits der Kontakt mit Blütenpollen kann akutes Nierenversagen auslösen, oft mit tödlichem Ausgang, wenn nicht innerhalb von 18 Stunden behandelt wird. Lilien sollten in Haushalten mit Katzen grundsätzlich vermieden werden.
Maiglöckchen: enthält herzwirksame Glykoside, die Rhythmusstörungen auslösen können.

Ätherische Öle – bei Katzen ein besonderes Risiko

Katzen fehlt ein funktionsfähiges Enzym (UGT1A6/Glucuronyltransferase) zum Abbau bestimmter Phenole und Terpene. Dadurch sind viele ätherische Öle für Katzen deutlich giftiger als für Hunde oder Menschen – u. a. Teebaumöl, Eukalyptus, Zimt, Nelke, Pfefferminz, Zitrus, Kiefer und Wintergrün. Diffusoren und unverdünnte Öle sollten in Katzenhaushalten grundsätzlich gemieden werden.

Vorsicht auch bei „harmlosen“ Heilkräutern

Beinwell (Symphytum officinale) – im Menschen-Wiki für äußerliche Anwendung beschrieben – enthält Pyrrolizidinalkaloide, die bei Tieren (wie auch bei Menschen) leberschädigend und krebserregend wirken können. Eine Anwendung bei Hund oder Katze sollte nur nach tierärztlicher Rücksprache erfolgen.

Im Verdachtsfall

Bei Verdacht auf eine Vergiftung zählt jede Minute: Kontaktiere umgehend deinen Tierarzt oder die nächste Tierklinik. Die regionalen Giftnotrufzentralen in Deutschland (z. B. Berlin 030-19240, Bonn 0228-19240, Freiburg 0761-19240, Mainz 06131-19240, München 089-19240) können ergänzend allgemeine toxikologische Auskünfte geben, sind aber primär auf Vergiftungen beim Menschen spezialisiert – der direkte Weg zum Tierarzt hat Vorrang.

Important NOTE
Diese Inhalte dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Anliegen deines Tieres wende dich bitte an einen Tierarzt oder eine Tierklinik.

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