Lateinischer Name: Sinapis alba

Herkunft
Ursprünglich im Mittelmeerraum und Vorderasien beheimatet, seit der Antike in Europa als Gewürz- und Ölpflanze kultiviert. Heute zählen Kanada und Deutschland zu den Hauptanbauländern für Senfkörner.
Verwendung in der Küche
Senf, Currys, indische Küche, zum Einlegen
Anwendung als Heilmittel
Traditionell wärmend und durchblutungsfördernd (Senfwickel)
Gesundheitlicher Nutzen
Die Körner enthalten scharfe Senfölglykoside, die traditionell äußerlich als wärmende Auflage bei Muskelverspannungen und innerlich zur Anregung der Verdauung eingesetzt werden.
Inhaltsstoffe
Senfölglykoside (Sinigrin), Fettsäuren
Traditionelle Chinesische Medizin
Senfsamen sind in der chinesischen Medizin als „Bai Jie Zi“ bekannt und gelten als wärmendes, schleimlösendes Mittel – die weiße Senfart (Sinapis alba) spielt dabei jedoch eine kleinere Rolle als andere Senfarten.
Ayurvedische Medizin
Senf („Sarshapa“) wird im Ayurveda als wärmendes, Kapha-reduzierendes Gewürz verwendet, häufig in Form von Senföl für Massagen.
Wirkungsverstärkende Kombinationen
Mit Kurkuma und Kreuzkümmel
Warnhinweise
Äußerlich als Senfwickel bei zu langer Anwendung Gefahr von Hautverbrennungen; innerlich in großen Mengen schleimhautreizend.

