Lateinischer Name: Cordyceps militaris

Herkunft
Der wild wachsende Cordyceps sinensis parasitiert Raupen im tibetischen Hochland oberhalb von 3000 Metern und war dort traditionell ein seltenes, sehr teures Heilmittel. Die heute im Handel erhältlichen Produkte stammen fast ausschließlich von Cordyceps militaris, einer nah verwandten Art, die sich vegan im Labor auf Getreidesubstrat kultivieren lässt, ohne dass Insekten beteiligt sind.
Verwendung in der Küche
Cordyceps wird kaum als klassisches Lebensmittel verwendet, sondern vor allem als Pulver, Kapsel oder Tee eingenommen. In Suppen und Brühen der chinesischen Küche wird er gelegentlich mitgekocht, meist zusammen mit Hühnerfleisch oder anderen stärkenden Zutaten.
Anwendung als Heilmittel
In der traditionellen Anwendung gilt Cordyceps als Tonikum für Energie, Ausdauer und allgemeine Vitalität. Er wird traditionell bei Erschöpfungszuständen, Atemwegsbeschwerden und verminderter Fruchtbarkeit eingesetzt. Studien deuten auf eine verbesserte Sauerstoffaufnahme und stabilere Herzfrequenz unter Belastung hin.
Gesundheitlicher Nutzen
Cordyceps wird mit gesteigerter körperlicher Leistungsfähigkeit, verbesserter Sauerstoffsättigung des Blutes und einer Unterstützung der Lungenfunktion in Verbindung gebracht. Sportler nutzen ihn gelegentlich zur Unterstützung der Ausdauer, wobei die wissenschaftliche Evidenz beim Menschen noch begrenzt ist.
Inhaltsstoffe
Cordycepin (in Cordyceps militaris in höherer Konzentration vorhanden als im wilden C. sinensis), verschiedene Polysaccharide, Triterpene sowie Adenosin, ein Nukleosid, dem eine Rolle bei der Energiebereitstellung zugeschrieben wird.
Traditionelle Chinesische Medizin
In der Traditionellen Chinesischen Medizin zählt Cordyceps zu den kostbarsten Tonika und wird zur Stärkung von Lunge und Niere eingesetzt – zwei Organsysteme, die in der TCM eng mit Energie, Atmung und Vitalität verbunden sind.
Ayurvedische Medizin
Cordyceps ist kein Bestandteil der klassischen ayurvedischen Medizin, da die Pilzart in Indien traditionell nicht verbreitet war. In modernen, ayurvedisch inspirierten Nahrungsergänzungen wird er mittlerweile gelegentlich ergänzend eingesetzt.
Wirkungsverstärkende Kombinationen
Wird oft mit Ginseng kombiniert, um die energetisierende Wirkung zu verstärken, sowie mit Reishi für eine ausgleichende, beruhigende Ergänzung.
Warnhinweise
Cordyceps kann die Blutgerinnung beeinflussen – bei Einnahme von Blutverdünnern oder vor Operationen sollte vorher ärztlicher Rat eingeholt werden. Bei Autoimmunerkrankungen ist Vorsicht geboten, da eine immunstimulierende Wirkung diskutiert wird.

