Rizinusöl (Ricinus communis)

Lateinischer Name: Ricinus communis

Rizinus Pflanze und Samen

Herkunft

Rizinusöl wird aus den Samen des Wunderbaums (Ricinus communis) gepresst, einer Pflanze, die ursprünglich aus Ostafrika stammt und heute weltweit in warmen Regionen kultiviert wird. Es zählt zu den ältesten bekannten Heilölen und wurde bereits im alten Ägypten als Lampenöl und zur Hautpflege verwendet.

Verwendung

Vor allem äußerlich als Massageöl, in Rizinusöl-Packungen (Castor Oil Packs) auf dem Bauch sowie als Naturkosmetik für Wimpern, Augenbrauen und Haare. Innerlich traditionell, in geringer und ärztlich begleiteter Dosierung, als abführendes Mittel genutzt.

Anwendung als Heilmittel

Die enthaltene Ricinolsäure wirkt entzündungshemmend, weshalb Rizinusöl äußerlich bei Gelenkbeschwerden und Muskelverspannungen aufgetragen wird. In der Naturheilkunde werden warme Castor-Oil-Packs zur Unterstützung von Verdauung und Leberfunktion eingesetzt.

Gesundheitlicher Nutzen

Ricinolsäure kann die Haut beruhigen; Haaren und Wimpern wird nachgesagt, dass Wachstum und Geschmeidigkeit gefördert werden, wissenschaftliche Belege dafür sind allerdings begrenzt.

Inhaltsstoffe

Ricinolsäure (Hauptbestandteil, ca. 90 %), Ölsäure, Linolsäure, Vitamin E

Traditionelle Chinesische Medizin

Kein traditioneller Bestandteil der chinesischen Medizin.

Ayurvedische Medizin

Bekannt als „Eranda“, gilt als wärmend und wird zur Entgiftung, bei Gelenkbeschwerden und als mildes Abführmittel eingesetzt.

Wirkungsverstärkende Kombinationen

Mit Kokosöl gemischt als mildere Haarkur; mit einer Wärmflasche für Castor-Oil-Packs.

Warnhinweise

Nicht während der Schwangerschaft innerlich anwenden, da wehenauslösende Wirkung möglich ist. Innerliche Anwendung als Abführmittel nur kurzfristig und in Absprache mit einem Arzt, da starke Krämpfe und Durchfall auftreten können.